KurzMord

Eingepflanzt

Mary Palmer war eine ältere Dame im Rentenalter und lebte in einem kleinen Dorf in England. Ihre absolute Leidenschaft war das Gärtnern. Sie hatte einen kleinen, aber umso beeindruckenderen Garten, in dem jeder Grashalm auf einander abgestimmt war. Vor allem liebte sie ihre Rosen. Die waren ihr größtes Heiligtum. Mary war eine ruhige Dame und jeder im Ort hatte nur gutes über sie zu erzählen.

Eines Tages flog ein Fußball in Marys Garten und traf genau das so perfekt gepflegte Rosenbeet. Mary beobachte das Ganze schockiert aus ihrem Fenster. Dann erblickte sie den Übeltäter. Vor ihrem Haus stand ganz verunsichert der kleine John. Er war immer ein lieber Junge gewesen fand auch Mary. Schade dachte sie, denn er musste jetzt leider eine kleine Strafe erhalten.

Mary wackelte langsam aus dem Haus, sie war ja nicht mehr die jüngste. Der kleine John stand ganz verängstigt und wie angewurzelt stehen. “Warum denn nur?”, fragte sich Mary selbst. Sie näherte sich langsam den kleinen John. “Ist das dein Ball, junger Mann?”, fragte Mary und grinste ihn mit ihrem neuen Gebiss an.

“T-Tut mir L-Leid Mrs. Palmer.”, stotterte John. “Ach mein lieber Junge, dass muss dir nicht Leid tun. Du wirst mir eine große Hilfe beim Einpflanzen der neuen Rosen sein.”, ihr Lächeln wurde noch größer, als sie das sagte.

John ging nur langsam mit Mary mit um seine Strafarbeit zu verrichten.

Sie gingen langsam zum Rosenbeet. Die Rosen mit ihren wunderschönen dunkelgrünen Blättern  und den purpurroten Hermelinfell farbenen Blüten, waren durch den Ball geknickt und ihre Köpfe hingen herab als würden Sie bitterlich weinen.

Mary reichte dem Jungen eine Gartenkelle und ließ ihn die gebrochenen Pflanzen aus der Erde holen.
Sie ging langsamen Schrittes auf ein kleines Wintergarten ähnliches Häuschen zu. John blickte Ihr einige Sekunden nach. Immer noch tief betroffen von seinen Missgeschick. Er stach mit der Kelle ins Erdreich und zog die nächste Pflanze heraus.

Mrs. Palmer kam mit einigen Jungpflanzen in braunen Tontöpfen zurück zum Rosenbeet. Sie stellte sie vor den in der Hocke sitzenden Jungen ab.

“Hier mein Junge, diese Pflanzen setzt du bitte genau da ein, wo die alten standen.”
“Mach i..ich.” stammelte der Junge während er auf Mrs.Palmers breites Lächeln starrte.

Nach 2 Stunden gewissenvoller Arbeit, kam Mary mit einem kleinen Tablett auf den Händen zurück.
Sie stellte es auf einen kleinen kunstvoll verzierten Gartentisch an dessen beider Seiten sich jeweils ein Stuhl befand.
“Komm her. Du hast dir das nach dieser Arbeit redlich verdient”

John stand auf und ging langsam zu dem Tisch an dem Mrs.Palmer sich gesetzt hatte.
Auf dem Tablett stand eine breite weiße Porzellan Teekanne, auf deren Bauch 3 Rosen abgebildet waren.
Daneben befanden sich 2 Tassen, ebenfalls so weiß wie die Kanne und auch mit einer Rose auf jeder Seite versehen.

Mrs.Palmer goss in beide Tassen großzügig Tee. Es machte sich sofort ein Blumiger Duft aus dem Inneren der Tasse breit.

John der während der Arbeit in der prallen Sonne nichts getrunken hatte , griff sogleich die Tasse die auf seiner Seite war und leerte sie schnell.
Mrs.Palmer saß schweigend gegenüber und lächelte noch breiter als zuvor.
Nach einigen Minuten ohne das ein Wort gewechselt wurde. Durchbrach ein grummelndes und gurgelndes Geräusch die Stille. John fasste sich an seinen Bauch.
Seine Pupillen weiten sich und er hielt sich die andere Hand schützend vor die Augen da, dass Sonnenlicht ihn blendete. Er erkannte Mrs.Palmers Silhouette die von dem Blenden Licht umgeben war.

Mary hob ihre Tasse an die Nase, atmete langsam ein und sagte dann langsam.
“Dieser Herrliche Duft. Blauer Eisenhut , Maiglöckchen und Pfaffenhütchen…”
John wurde schwarz vor Augen.

Mary zog den Jungen in das Wintergarten ähnliche Häuschen. Dort drin angekommen legte Sie den Jungen in eine Wanne.

Sie übergroß Ihn mit Stickstoff , Mengte Phosphor und Kalium und vermischte alles miteinander.
Dies war Marys Geheimnis. Es war der Grund woher die Rosen ihren wunderschönen dunkelgrünen Blättern und die purpurroten Hermelinfell farbenen Blüten hatten.

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12 Kommentare

  1. Sehr schön geschrieben.

    Ein großes Manko hat die Geschichte dennoch.
    Das Ende.
    Die Art wie die Geschichte aufgebaut ist, zeigt viel Schreiber Talent, die lebendige Beschreibung des Gartens , wie Mary Palmer sich darum kümmert, die Emotionen die sie zu ihrem Garten hat. Alles fühle und sehe ich vor mir. Eventuell auch die Rosen noch näher beschreiben. Das diese eine Tragenden Hauptrollen haben.
    “Die Dunkelgrünen Blätter mit den Purpur farbenen Blüten ”

    Doch das Ende. Es wirkt Plump. Es ist ein Schnitt durch die Malerische Landschaft der Worte.
    Es fehlt einfach etwas. Eventuell eine kleine Ausschreibung wie der Junge Mary half und dann von ihr umgebracht wurde.
    Wie sie ihn mit Stickstoff , Phosphor und Kalium vermengte um den Perfekten Dünger für ihre Rosen und das Wunderschöne aussehen .. herzustellen.

    Ich würde das ganze heute Vertonen, wenn ich das Ende in diese Richtung ausschmücken könnte.

    1. Hi erneut danke für deine konstruktive Kritik. Ja ich habe zum Schluss selber gemerkt, dass irgendetwas gefehlt hat, aber konnte selber nicht erkennen was. Du darfst das gerne so ausschmücken. Ich muss wieder mehr in das Geschichten schreiben hineinkommen, hatte bis jetzt schon länger nicht mehr geschrieben.

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