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Glaubenssache – Ich war schon immer ein sehr gläubiger Mensch

Ich war schon immer ein sehr gläubiger Mensch, ich wurde in einem christlichem Hause erzogen, streng wenn auch liebevoll von meinen beiden Eltern.

In unserem Haus hing in jedem Zimmer ein Jesus Kreuz, meine Mutter hatte um ihren Hals immer ein Kreuz und wir gingen wann immer wir konnten in die Kirche.

Meine Mutter war immer die strengere von beiden, mein Vater war da schon etwas entspannter.

Mein Vater arbeitete in der Industrie und meine Mutter war mehr oder weniger Schriftstellerin, mehr oder weniger da sie nur ein oder Zwei Bücher in ihrem Leben überhaupt schrieb.

Eines musste man ihr aber lassen sie zog es durch, sie schrieb das Buch: „Wenn der Mensch vom Glauben abfällt“, falls das einer kennen sollte.

Es war doch sehr lang und ziemlich langweilig aber irgendwo musste sie ja ihre ganze christliche Energie entladen, wie mein Vater immer sagte

Es war beinahe schon gruselig mit ihr, mein Vater war ein normal Gläubiger.

Nicht sehr fanatisch aber bestand darauf das wir immer in die Kirche gehen müssten.

Mir machte es lange zeit nichts aus, die Kirche war nicht weit weg und ich hatte seit meiner Kommunion so manchen Freund gefunden.

Doch je älter ich wurde je nerviger wurde es, kaum noch Zeit mit Freunden, Hobbys oder anderlei Betätigung die wir Freizeit nennen.

Aber ich verschwendete keinen einzigen Gedanken dran all dies zu hinterfragen.

So war ich eben aufgewachsen und hielt es für richtig.

Wieso auch nicht wir, schadeten ja niemandem damit.

Doch einige Dinge stießen mir doch noch sauer auf, meine Mutter wollte niemals dass ich mir eine dieser Creepepastas anhören solle, auch keine lesen oder geschweige den eine selber zu verfassen.

Ich fand es schade da ich mir gerne Horrorgeschichten beim zocken anhörte.

Diese durfte ich auch nur spielen weil meine Mutter keine Ahnung davon hatte und mein Vater es aus seiner Jugend so gut kannte dass er sich sogar E-sport im Netz ansah.

Wie dem auch sei, vor Drei Jahren starb meine Mutter, es geschah so plötzlich und ohne Vorwarnung, sie war erst 66.

Bei ihrer Beerdigung gab sie mir ihr Jesus Kreuz, es war nicht wirklich besonders außer dass auf dem kürzeren Teil des Kreuzes in kleinen Buchstaben: „Fides est nostra salus“.

Ist wohl Latein oder so.

Vor lauter Tränen in den Augen und vor Trauer im Kopf nahm ich es Stumm an, mein Vater stand daneben und hielt auch seine Tränen zurück.

Auf ihrem Totenbett strich sie mir über die Wange, sie war schon so kalt.

Ich hielt das Kreuz nah an meine Brust und umklammerte es mit meiner Faust, mit der anderen Hand wollte ich noch ihre greifen…doch sie war bereits von uns gegangen.

Ich war vollkommen fertig mit den Nerven, doch eine Sache war mir klar.

Das kreuz, nähme ich nie wieder ab.

Dieser Vorsatz hielt bis zu jenem Tag, wie gesagt war sie inzwischen seit Drei Jahren tot und ich lebte inzwischen alleine.

Mein Haus war nicht christlich eingerichtet wie das meiner Eltern sondern eher spärlich, um genau zu sein war es nur ne Wohnung aber mein Go-, aber meine Güte für einen Informatiker in der Ausbildung reich es jawohl oder?

Jedenfalls verbrachte ich meine Zeit immer gleich, zocken, schlafen, essen, zocken wie man es von einem alleine lebenden 26 Jährigen halt erwartet.

Auch fing ich an das schreiben für mich zu entdecken, ich schrieb gerne und viel.

Nur das lesen wollte mich nicht in seinen Bann ziehen, seltsam oder?

Doch eine Sache las ich gern, Creepepastas.

Meine Mutter hatte es mir immer verboten und nun konnte ich sie lesen.

Leider stellte sich heraus dass sie so geil gar nicht waren.

So etwas wie: „Der Besucher“ oder „Mister Mix“ hätte ich mir auch ausdenken können, doch es machte mir trotzdem Spaß.

Nur…ich befürchte ich habe einige etwas unheimliche Erfahrungen gemacht, könnte an meinem Schlafrythmus liegen, falls man dass so nennen kann.

Oder an meinem extremen Energie Konsum.

Ich hatte vermehrt Schlafparalysen, das mit den Monstern die eben nicht da waren ihr kennt dass ja.

Goblins, Teufel und Geister ich hatte vieles schon gesehen und wusste dass das nicht real war, hatte aber trotzdem über meinem Bett ein Kreuz gehangen.

Für alle Fälle, mein weiß ja nie.

Es war Herbst, ich wollte so um Zehn Uhr Abends noch schnell mir ein Energie reinpfeifen da hörte ich etwas in meiner Abstellkammer umfallen.

Verwundert öffnete ich die Tür, alles war an seinem Platz.

Der Staubsauger, die Wasserkasten, nichts war umgekippt.

Ich schloss die Tür und kümmerte mich nicht weiter darum.

Der süße Geschmack des Rockstars tat gut, ich schloss die Kühlschrank Tür und wollte in mein Schlafzimmer gehen als etwas in dieses Huschte.

Es ging so schnell das ich nur für einige Sekunden dort im Flur stand und auf die Tür starrte.

Ich hörte nichts, nicht einen Ton.

Sogar die Eulen draußen schienen verstummt zu sein.

Ich lies die Dose fallen und griff das Kreuz welches in einem Seidentuch neben dem Telefon lag und ging auf das Schlafzimmer zu.

All meine Erinnerung aus meiner Kindheit kamen in mir hoch, ich hielt es vor mich als wäre ich ein Priester.

Ich glaubte nicht an Monster, aber an Einbrecher und wenn wir ehrlich sind sind verrückte Menschen oft unheimlicher als das schrecklichste Monster.

Eine dunkelblaue Hand packte den Türrahmen,

Es war dieses Ding aus der Geschichte: Ungebetener Gast, das blaue Gesicht…die Kapuze.

Dieses breite grinsen sah mich an und die Augen fixierten mich, ich war in Panik und schrie das Ding an, ich war in dieser Situation nicht ganz bei mir, im kam nicht damit klar was geschah.

Monster gab es nicht, Creepepastas schreiben nur Leute im Netz und basieren doch nicht auf wahren Begebenheiten.

Es brachte keinen Ton raus und stand plötzlich vor mir als hätte es sich teleportiert, ich sah direkt in diese Augen und dieses Gesicht.

Es war so…echt so unfassbar echt.

Ich schlug ihm ins Gesicht, etwas schwarzer Blut spritze gegen die weiße Wand und klebte am Kreuz.

Erst dort bemerkte ich das unten, am Ende des des langen Kreuzbalkens eigentlich eine Spitze war, auf dem Boden lag die Kappe davon.

In der rechten Wange hatte es nun eine klaffende Wunde aus schwarzem Blut, da packte es mich und begann mich zu erwürgen.

Ich lies mein Kreuz beinahe fallen doch hielt es weiterhin fest im Griff und war dabei zu beten.

Meine Füße knickten ein und und sah wie diese Kreatur sein Mund öffnete, seine Zähne waren nicht spitz aber klein und kerzengerade.

In meinem Kopf wiederholte ich das Vater unser so schnell wie ich es nie hätte ausprechen können, daraus wurde schnell nur ein, Amen, Amen, Amen.

Ich fand mich mit meinem Tot ab, schloss die Augen und dachte an meine Mutter, ich fragte mich gar nicht erst warum das kreuz was sie hatte, und wie sie sagte, schon lange in Familien Besitz war eine Spitze am unteren Ende hatte, wie eine Art Dolch.

Da packte eine Hand mit braunem Handschuh die Schulter des Wesens es wurde durch den gesamten Flur geschleudert.

Ich war wahrscheinlich fast so überrascht wie das Monster und musste meinen Atem wieder finden.

Ich lag auf dem Boden und griff meine Kehle als ich mir das Kreuz wieder über den Hals legte.

Erst da bemerkte ich den Zwei Meter großen Mann der neben mir Stand.

Es war dunkel daher konnte ich nicht viel erkennen,doch von dem was ich sah war ich überwältigt.

Er war bestimmt schon über Zwei Meter, hatte einen langen, braunen Mantel aus Leder an der im fast bis zu den Fersen ging.

Seine Hände waren zu Fäusten geballt und wurden von Stoffhandschuhen geschützt.

Ein Hut, ich konnte einen Hut auf seinem Kopf erkennen und er schien eine Art Mundschutz zu tragen.

Bevor ich einen Ton herausbringen konnte ging er auf das Monster, welches auf dem Rücken lag, mit starken Schritten zu.

Durch seine Stiefel hallten die Schritte im ganzen Flur wieder, ich war erstaunt dass sich meine Nachbarn nicht beschwerten.Ich ah nur wie er das Ding am Kinn packte und gegen wie Wand schlug.

Das Grinsen hatte sich das Ding noch nicht verloren.

Dessen Beine strampelten in alle Richtungen, man konnte sehen dass der Mann viel stärker sein musste als das Wesen

Ich saß nur da und sah zu wie der Mann aus seinem Mantel eine Waffe hervorholte.

Ich hörte einen harten Schlag und das zappeln seiner Beine stoppte schlagartig.

Ein tropfen war zu hören, als er zur Seite trat konnte ich sehen wie in dem Schädel des Eindringlings ein großer, langer Dolch steckte.

Dickes, schwarzes Blut tropfte auf den Holzboden und hinterließ schon eine große Pfütze.

Er wurde mit diesem Dolch an die Wand genagelt, die Augen waren komplett offen.

Scheinbar hatte es gar keine Augenlider.

Als ich noch im Schockzustand war kam der Mann auf mich zu und knipste das Licht an.

Ihn komplett zu beschreiben würde zu lange dauern, das wichtigste war dass er tatsächlich einen Mundschutz aus Stoff trug den er über sein halbes Gesicht gezogen war.

Seine Haare lagen über seinem, aus meiner Sicht her, linkem Auge.

Sie waren Schneeweiß, und lang.

Das Auge was ich sah war Rot und hatte eine schwarze Pupille.

Seine schweren Schritte wurden lauter und lauter als er den Dolch aus der wand zog.

In der Luft verwandelte sich das Ungeheuer zu Asche, sie rieselte auf den Boden zu einem kleinen Häuflein.

Er kam näher und näher ,ich hielt das kreuz vor mich in der Hoffnung er würde mich in Ruhe lassen.

Das tat er, er ging an mir vorbei und auf meine Wohnungstür zu, kurz bevor er zu dieser raus ging sagte er in einer tiefen Stimme die sich anhörte als käme sie von einem alten aber klar sprechenden Mann: „Du darfst mein Crucifix behalten, du hast es nötiger als ich Erik“.

Dann schloss er die Tür und ging die Treppen herunter.

Als ich seine Schritte nicht mehr hörte stand ich auf und versuchte mir klar zu machen was gerade geschehen war.

Die nächsten tage schlief ich mit Licht an und meldete mich Krank…was zur verfickten Scheiße war das den?

Ab da hing ich das Kreuz meiner Mutter über mein Bett, ich hatte das Gefühl nicht mehr sicher zu sein.

Doch ich denke sie hatte mich vor dem Mann beschützt…sein Crucifix… was hat er nur gemeint.

Es gehörte meiner Mutter und war seit langen im Familien besitzt…Augenblick mal.

Update

Ich war heute in der örtlichen Bibliothek und hatte mir ein Buch über Ahnenkunde ausgeliehen, ich habe gesucht und fand einen Mann namens Konrad van Prag.

Zu seiner zeit Hexenjäger und Monsterschlächter, Berichten nach zu folge starb er im Jahre 1466 an einer Schnittwunde am Hals die ihm von seiner Schwester zugefügt wurde nachdem er seine eigene Mutter erdrosselte im alter von nur 35 Jahren da er behauptete sie sei eine Hexe.

Ehrlich gesagt nachdem ich das gelesen hatte war ich fix und fertig, ich liege gerade im Bett und schaue mir einen Film an um mich abzuregen.

Falls es etwas neues gibt werde ich es euch wissen lassen.

Ach ja meine Schlafparalysen haben aufgehört, manchmal bekomme ich aber Beschwerden von meinen Nachbarn warum ich gestern um Teilweise Drei Uhr so laut war.

Und manchmal…wenn ich aufwache und für die Arbeit fertig mache, trete ich in einen Haufen Asche der irgendwo in meinem Zimmer liegt.

Wird wohl Putz von der Decke sein, das Haus ist relativ alt daher………….um Gottes Willen…

-Erik van Prag

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