Lange

Hexentrick

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Normalerweise ziehen Kinder an Halloween in Kleingruppen oder mit ihren älteren Geschwistern von Tür zu Tür und sammeln allerlei Süßigkeiten. Doch der kleine 5-jährige Conrad muss diesmal auf seinen Halloweenrundgang verzichten. Es wäre sein zweiter verkleideter Sammelabend gewesen, doch seine Eltern sind über mehrere Tage verreist und so ist er mit seiner großen Schwester Melissa (15) und ihrer besten Freundin Kelly (15) allein Zuhause. Für Melissa bedeutet dies: Sturmfrei. Und so plant sie lieber mit Kelly eine große Party fürs Wochenende, anstatt mit ihrem kleinen Bruder verkleidet um die Häuser zu ziehen. Zusammen sitzen alle Drei im großen Wohnzimmer auf der Couch und schauen sich im Fernsehen eine Teenie-Realityshow an.

Na Toll. Erst muss Conrad auf seinen Kostümabend verzichten und nun muss er sich auch noch diese Flirt Sendung ansehen, die ihn überhaupt nicht interessiert. Nicht mal Basta, der ihm auf der Couch Gesellschaft leistet, kann ihn mit seinem typischen Labradorlächeln aufmuntern. Er ist sichtlich bedient und schaut schmollend auf den Fernseher.

An der Tür klingelt es.

Basta beginnt zu Bellen und wie in Ekstase in den Flur zu rennen..

„Süßes oder Saures!“, sagen die kleinen Gestalten alle gleichzeitig, während Melissa über ihre Verkleidungen schmunzeln muss. Sie kann den Kindern aber nichts geben, weil die Schüssel mit den Süßigkeiten nicht mehr auf dem kleinen Tisch neben der Tür steht und muss sie deswegen entschuldigt wieder wegschicken.

„Conrad! Wo hast du die Schüssel versteckt ?“, fragt sie ihren Bruder, der mit verschränkten Armen beleidigt auf einem Sofakissen sitzt und sich aus Protest noch sein Geistergewand angezogen hat, das ihm viel zu groß ist.

“ … Sag ich nicht! “

Melissa ist im Gegensatz zu Conrad jedoch gerade nicht in Streitlaune und möchte es dabei belassen: „Dann sagst du’s mir halt nicht“

“ Wenn Du mit mir nicht Mal rausgehn willst, will ich wenigstens alle Süßigkeiten haben!“

“ Davon wird dir sicherlich schlecht werden, aber gut“, antwortet Melissa nur, die sich wie Kelly auch über Conrad’s schlechte Laune amüsiert.

“ Du bist sooo gemein! Und du auch Kelly! Ich dachte ich wär dein Lieblingskind. Ich erzähl Mum und Dad dann am Telefon, dass ihr eine Party plant !“

Beide Mädchen lachen. „Er ist so süüüß. Zum Anbeißen“, sagt Kelly erfreut.

„Wenn du Das machst, mach ich dir Nie mehr Pizza, Brüderchen“.

Verärgert stöhnt das kleine Kind auf und schaut schmollend auf den Fernseher. Dann aber schnappt er Melissa die Fernbedienung schnell weg und schaltet einen anderen Sender ein. Zufällig läuft dort jedoch ein Horrorfilm und ein schrecklich entstelltes Monster erschreckt den kleinen Conrad so sehr, dass er aufschreit und wieder umschaltet.

Melissa und Kelly werfen sich vor Lachen auf die Sofakissen. Auch Basta nimmt das Vergnügen beider Mädchen fröhlich zur Kenntnis, bis Kelly merkt, dass der Schock für den kleinen Conrad doch zu viel war und ihn deshalb in den Arm nimmt um ihn an sich zu Drücken.

“ Ist schon gut mein Süßer. Soll ich dir einen Kräutertee machen ?“

“ Oder einen Kakao ?“, ergänzt Melissa.

„…Kakao bitte“

„Ok. Dann mach ich für dich eine Heiße Schokolade und für uns einen Tee“

… 21:31 Uhr. Die Mädchen möchten ihrem kleinen Kameraden nun mehr Aufmerksamkeit schenken und haben genug von ihrer Sendung. Melissa hat einen Kinderkanal eingeschaltet, in dem ein Zeichentrickfilm läuft und zwischen den Dreien besteht nun bei Kakao und Tee eine angenehme Atmosphäre. Conrad hat sich in die Arme seiner Schwester gekuschelt, während es sich Kelly mit ausgestreckten Beinen auf der gegenüberliegenden Sofaseite gemütlich gemacht hat und Bastas Kopf krault.

„Hey! Wollt ihr einen Zaubertrick sehn ?“, fragt Conrad neugierig. Melissa muss sich dabei ein Lachen verkneifen. Sie kennt die schlechten ^Zaubertricks^ ihres Bruders und gibt Kelly daher ein Zeichen, dass sie Nein sagen soll.

„Kannst du denn Zaubern ?“, fragt Kelly und lächelt ihn an.

„Einen Trick kann ich“

Melissa schüttelt nur grinsend den Kopf und deutet mit ihrer Lippenbewegung immer wiederholt lautlos Nein an. Kelly willigt jedoch ein.

Conrad holt daraufhin aus seinem Zimmer eine Münze, die er verschwinden lassen möchte. Er gibt sich Mühe, allerdings ist der Trick nicht wirklich ein Zaubertrick und leicht durchschaubar. Zuerst zeigt er den Mädchen die Münze, dreht sich danach um, um sie irgendwo bei sich zu verstecken und zeigt anschließend seine offenen Hände um zu demonstrieren, dass die Münze nun verschwunden ist, was für Kelly und Melissa wieder lustig ist. Dann stellt er sich vor Kelly und greift mit seiner linken Hand hinter ihr Ohr. Aber irgendetwas ist schief gelaufen und er schüttelt zuerst verwundert seinen Ärmel und dann sein ganzes Gewand um die Münze zu suchen.

Wieder können es Melissa und Kelly nicht lassen sich vor Lachen auf das Sofa zu werfen. Basta ist von der guten Stimmung ebenso angetan und stimmt mit einem Bellen fröhlich ein, bis Kelly schließlich mit ihrer Hand über Conrads weiche Haare streichelt und hinter seinem rechten Ohr ihre geschlossene Faust vor seine Augen hält. Dann öffnet sie ihre Hand und offenbart seine Münze.

Conrad ist sichtlich beeindruckt und staunt. „Wie hast du Das gemacht ?“, fragt er sie. Kelly lächelt ihn nur an und küsst dann seine Stirn.

„Gegen Kelly darfst du Nie Schnick Schnack Schnuck spielen“, sagt Melissa augenzwinkernd und deutet mit ihrer Hand eine Schere an.

„Ja, es ist cool wenn man Sowas kann“, antwortet Kelly sichtlich amüsiert und zeigt ihrer Freundin die geschlossene Faust. Conrad lässt jedoch nicht locker und möchte unbedingt wissen wie Kelly an die Münze gekommen ist: “ Aber wie hast du Das denn gemacht? Du hast mich doch nicht berührt“

„Tja mein Kleiner. Übung macht den Meister“, sagt sie und kneift Conrad liebevoll in seine Wange.

„Kelly ist in Sowas sehr begabt. Sie hat diese Tricks schon früher gemacht, als wir noch Kinder waren. Ich kenne sie so gut als wäre sie meine Schwester“

Melissa weiß jedoch nicht Alles über Kelly…

„Wirklich ? Was ist ihr Lieblingsessen ?“, fragt Conrad neugierig.

„Himbeerpudding“, antwortet Melissa worauf Kelly nur zustimmend nickt. Doch das stimmt überhaupt nicht und Kelly überkreuzt Mittel,- und Zeigefinger hinter ihrem Rücken.

„Ich mag Salamipizza“, fügt Conrad glücklich hinzu. “ Kannst du auch andere Dinge verschwinden lassen? Was kannst du noch für Tricks ? “

„Du meinst außer für dich Babysitten ?“, lacht Kelly mit Melissa, ehe Sie überlegt was sie jetzt sagen soll.

Doch das Klingeln an der Haustür unterbricht ihr Gespräch. Basta beginnt wieder zu Bellen, während Conrad wieder daran denken muss, dass sein Halloweenabend heute ruiniert ist und er ihn nicht so erleben durfte, wie er es sich eigentlich gewünscht hatte. Melissa hingegen wirft ihm noch einen vorwurfsvollen Blick zu, weil sie die Kinder an der Tür gleich wieder ohne Süßigkeiten wegschicken muss.

„Warum können wir nicht auch rausgehn…“, jammert er.

„Ach komm schon! Für dich ist Halloween doch zu gruselig“, sagt Kelly um ihn zu ärgern.

„Ich hab keine Angst“

„Na wenn du Das sagst… Übrigens, Ich weiß wo du die Schüssel versteckt hast“

Anstatt Conrad aber zu sagen was sie denkt, legt sie ihren Kopf nur auf ein Sofakissen und deutet an zu Schlafen. Die Schüssel ist also unter Conrads Bett.

Mit verschränkten Armen kehrt Melissa wieder zurück. „Sehr lieb von dir, die anderen Kinder so zu beklauen“, sagt sie mit einem genervten, wenn auch gleichgültigen Schmunzeln zu ihrem Bruder, der Kelly nur mit offenem Mund fassungslos anschaut. „Was hat er denn ?“, fragt sie Kelly.

„… Dein Bruder will mit uns rausgehn“

„Tut mir echt leid wegen Halloween Conrad. Wirklich! Aber wann können wir hier schon Mal eine Party feiern? Du verstehst das nicht, weil du noch ein Kind bist“

Diese Worte sind wie Öl im Feuer und mit einem Mal ist Conrads Laune wieder schlecht.

„Und was ist mit Mir !? „, fragt er beleidigt und kurz davor zum Heulen anzufangen.

„Du hast doch schon den Kürbis geschnitzt. Und das hast du so gut gemacht“, tröstet ihn Kelly.

„Na toll ! Dieser blöde Kürbis… Ich will rausgehn!“

Conrad presst sich vor Ärger ein Kissen auf sein Gesicht und Basta, der dies nicht versteht, hebt fragend seine Schlappohren und schaut Conrad mit schiefen Kopf skeptisch an. Melissa hingegen zeigt für ihren Bruder nur wenig Mitgefühl, weil sie sein leicht nörgelndes Verhalten von ihm ja gewohnt ist, während Kelly zu ihm rüber rutscht und tröstend seinen Rücken streichelt.

„Conrad… hast du wirklich keine Angst vor Halloween ?“, fragt ihn Kelly.

„Nein !“

„Ok. Wir können heute nicht mit dir rausgehn… aber soll ich dir einen weiteren Trick zeigen ?“

„Nein, Ich will rausgehn!“

„Es ist was Gruseliges“

Zunächst schüttelt Conrad den Kopf. Dann aber wird die Neugier in ihm größer. „Was für ein Trick ist das ?“, fragt er.

„Also willst du ihn sehn ?“

Kurz denkt Conrad nach, stimmt dann aber mit einem Nicken zu.

„Schön“, sagt Kelly erfreut und fügt mit einem Blick zu ihrer Freundin noch hinzu: „Allerdings müssen wir dazu in dein Zimmer gehn“. Melissa wirkt davon ein wenig überrascht. „In mein Zimmer ?“. Kelly stimmt nur mit einem Nicken zu, während sie ihren Tee austrinkt.

“ Okay…Ähm…. Kenn ich den Trick schon?“.

Fast musste Kelly den Tee wieder ausspucken, so lustig bekam ihr das. Sie schüttelt nur den Kopf.

Natürlich willigt Melissa ein, auch wenn sie es nicht gern hat, ihren Bruder in ihr Zimmer reinzulassen. Conrad springt darauf euphorisch von der Couch auf und freut sich mit Basta, der immer wieder versucht Conrads Gesicht zu schlecken. Seine Vorfreude auf den Zaubertrick sieht man dem Jungen deutlich an. Kelly pustet mit einem Lächeln noch das Teelicht unter der Teekanne aus, während zur selben Zeit das Kerzenlicht des geschnitzten Halloweenkürbis vor der Haustür erlischt …

Oben setzt sich Kelly auf Melissa’s Bett. Eigentlich könnte sie den Trick auch im Wohnzimmer vorführen, doch Der ist eben nicht so, wie das harmlose Verschwinden einer Münze oder das Vorhersehen irgendwelcher Gedanken. Conrad kann es kaum erwarten..

„Wie schön, dass du wieder froh und munter bist, Conrad. So mag ich dich am Liebsten“

„Dankeschön. Aber nur weil du..“

„Natürlich! Du bist doch mein Lieblingskind“, unterbricht Kelly Conrad mit einem Lächeln.

„Eine Bitte hab ich allerdings noch an dich“

„Ja.. ?“

„Du bist wirklich immer so ein anständiger Junge gewesen, dass du tatsächlich bisher noch Nie geflucht hast, stimmts?“

Conrad antwortet nur mit einem verlegenen Kopfschütteln.

„Dafür nörgelt er zu viel“, ergänzt Melissa neckend und stupst ihren Bruder sanft mit dem Ellbogen an. Kelly aber nimmt Conrad’s kleine Hand und tätschelt sie. „Das ist wirklich vorbildlich Conrad. Allerdings möchte ich, dass du dieses eine Mal eine Ausnahme machst und fluchst, was immer du willst“

Die bloße Vorstellung nur bringt den Jungen, der nicht mal einer Fliege was zuleide tun würde, schon zum Lächeln. Verblüfft und unschlüssig schaut er seine Schwester an, weil er nicht weiß, was er sagen soll. „Sag das  S  C  H  Wort, das Mum nicht hören will“, entgegnet Melissa mit einem Zwinkern.

„Scheiße!“, schimpft Conrad aus dem Bauch heraus und bringt Melissa und Kelly wieder zum Lachen.

„Nein, nein. Es muss ein Wort sein, dass in religiöser Hinsicht ein böses Wort ist. Ein Schimpfwort. Sag einfach:  Verflucht nochmal ! “

„Verflucht nochmal“, wiederholt er Kelly’s Worte, wovon Melissa wieder den Drang verspürt zu Lachen, da sie solche Worte von Conrad noch Nie gehört hatte. Kelly jedoch, schenkt Conrad dafür ihr schönstes Lächeln und nickt ihm dankend zu. Mit aufrichtigen Worten wendet sie sich dann den Geschwistern zu:

„Also ich muss euch davor noch etwas erklären. Etwas, was du von mir auch nicht weißt, Melli. Es ist nämlich so, dass ich und meine Mum in religiöser Hinsicht, einer anderen Glaubensrichtung verbunden sind. Wir sind keine Christen“

Das Einzigste, was Melissa je mit Religion zu tun hatte, ist der Religionsunterricht an ihrer Schule. Sie interessiert sich sonst Null dafür, aber, dass ihre beste Freundin ihr Das nun anvertraut, kommt für sie mehr als überraschend. „Wirklich ?! Heißt das, du bist in einer Sekte?“

Kelly belächelt Melissa’s Kommentar. „Nein das kann man so nicht sagen. Es gibt keine weiteren Mitglieder, sondern nur meine Mum und Ich. Was unser Glaube ist, müsst ihr nicht verstehen. Es spielt für den Trick wirklich keine Rolle. Wie jede Religion auch ist Das, an was wir glauben, sehr breit gestreut und komplex. Es würde laaaange dauern, das jetzt zu erklären und Conrad ist dafür eh noch zu jung. Allerdings gibt es eine Sache, die mit dem Trick nun zu tun hat. In unserer Totenwelt, ähnlich wie dem Jenseits, gibt es eine Figur, die wir den Psalmverleumder nennen. Wir nehmen seine Existenz sehr ernst, so wie ein naher Verwandter unserer Familie. Der Psalmverleumder ist uns dafür dankbar und gewährt uns dafür, nach unserem Glauben, den minimalsten Teil seiner Kräfte. Wenn ich mich also äußerst konzentriere um mit dem Psalmverleumder eine Verbindung aufzubauen, kann ich sogar..“

Gespannt schauen Melissa und Conrad sie an. „..Im Haus herumwandern, obwohl ich hier vor euch noch auf dem Bett liege. Ich kann meinen Körper verlassen“

Es dauert nur kurz, als Kelly daraufhin in fassungslose Gesichter blickt und sich eine bedrückte Stimmung festsetzt. Melissa weiß, dass ihre Freundin außergewöhnliche Fähigkeiten besaß, die ihr manchmal sogar mehr unheimlich als erstaunend vorkamen, aber das, was sie gerade erzählt hatte, klang zu verrückt, als das man es glauben konnte.

„Was meinst du damit, du kannst im Haus herumwandern, obwohl du hier liegst ?“, fragt Melissa skeptisch.

„Ich kann dich verstehn. Ich selber konnte es früher nicht glauben, das sowas geht, aber es funktioniert wirklich. Ich hab es schon mal gemacht“

„Ach quatsch! So ein Unsinn, wie soll das denn gehn?“

Kelly aber weiß, welche Worte sie wählen muss, um ihre beste Freundin zu beruhigen. So, wie sie es bei ihr schon so oft getan hatte.

„Keine Sorge, Melli. Es hört sich wirklich schimmer an, als es ist. Außerdem dauert es nur ein paar Minuten und danach können wir wieder runtergehn und uns über unsere anstehende Hausparty morgen unterhalten“

Diesmal aber zeigen Kelly’s Worte nicht die gewünschte Wirkung. Grübelnd blickt Melissa nur auf den Boden.

„Na also ich weiß nicht.. Was meinst du Conrad?“. Conrad blickt nur hellhörig zu ihr empor während er auf seinem Ärmel kaut. Kelly hingegen stützt sich nur gelassen mit ihren Unterarmen auf der Bett Matratze ab und lässt Melissa mit einem aufgesetzten Lächeln und hochgezogenen Augenbrauen wissen, dass ihr Zögern… unangebracht ist.

Melissa wollte noch genauer nachhaken, als sie plötzlich mittendrin aufschreckt. Auch Conrad und Kelly zucken in dem Moment kurz zusammen, als Basta mit seinem Gebell darum bittet, dass man ihn reinlässt. Conrad öffnet daraufhin die Tür, worauf der Hund sofort das Zimmer betretet und von Kelly herzlich begrüßt wird: „Bastaaaa! Komm her mein Süßer“. Basta umkreist mit seiner tierischen Zuneigung beide Geschwister, bis er sich mit seinen Vorderpfoten auf Kelly’s Beinen aufstützt und von ihr gestreichelt wird. „Möchtest du auch den Trick sehn?“, fragt sie ihn und küsst seine Schnauze. Kurz wirft sie dabei auch ihrer Freundin einen Blick zu, bis Melissa schließlich klein beigibt.

„Na gut, wenn es nur kurz ist. Zeig uns den Trick und lasst uns dann wieder runtergehn“

Erfreut stimmt ihr Kelly mit einem Nicken zu und beginnt dann mit ihren Vorbereitungen.

Sie atmet tief durch die Nase ein und aus. Kreist mit geschlossenen Augen ihre Schultergelenke und auch ihren Kopf lehnt sie in den Nacken zurück und lässt ihn mit Gefühl und vereinzelten Knackslauten von einer auf die andere Seite kreisen. Einmal noch atmet sie tief ein und wieder aus und öffnet dann ihre Augen.

„Ich muss mich nur entspannen. Es ist wirklich mit viel Konzentration verbunden und für mich auch ein bisschen unangenehm“

„Warum?“, fragt Melissa.

„Es ist nur so, dass ich mich danach so fühle, als hätte ich richtig geschlafen. Trotz, dass es nur ein paar Minuten dauert“

„Du bist etwa nicht wach?“

„Nein, aber ich schlafe auch nicht. Es ist wohl sowas wie meditieren, nicht mehr“

„Und was passiert dann?“

Irgendwas an der Frage scheint Kelly sehr amüsant zu finden. Dann möchte sie, dass Melissa und Conrad einen Blick nach Rechts wagen. Nach Rechts zur Tür.

„Na, dann komm ich hier rein. Ich komm dann zu euch“

Melissa seufzt auf und schüttelt den Kopf. Deutlich leiser fragt sie:

“ Und dann ?“

„Dann“, beginnt Kelly und packt mit einem erschreckenden „BUUUU!“ blitzschnell Conrad’s Arme.

Liebevoll streichelt sie noch Conrad’s Haar, während er ihr Lächeln erwidert. Dann setzt sie ihre Füße entspannt auf der Bett Matratze ab und legt sich auf den Rücken. Wieder nimmt sie in inniger Konzentration einen tiefen Atemzug und wendet sich nochmals den Geschwistern zu.

„Bereit ?“

Melissa und Conrad nicken ihr zu.

Dann legt Kelly ihre Hände auf den Bauch, schließt ihre Augen und entspannt sich, während sie sich in Melissa’s gemütlichen Kopfkissen noch einkuschelt.

Gespannt warten Melissa und Conrad darauf, dass etwas geschieht. So schauen sie Kelly dabei zu, wie ihre Atemzüge immer gleichmäßiger und länger werden. Ihr Bauch hebt sich somit stets langsamer auf und ab, bis sie nach kurzer Zeit einen Punkt erreicht hat, in der die Pausen zwischen Ein,- und Ausatmen immer länger werden. Bis zu zwanzig Sekunden atmet Kelly weder Ein noch Aus, bis ihre Lippen schließlich ein gutmütiges Lächeln formen und sie mit einem tiefen Ausatmen in einen anderen Bewusstseinszustand zu fallen scheint. Ab nun hören sie Kelly nicht mehr atmen, sehen aber, dass sich ihr Bauch noch minimal flach auf,- und abhebt. Mit jeder Sekunde die aber verstreicht und jeder Minute die vergeht, wird die Skepsis in Melissa größer, womit sie sich zu fragen beginnt, ob Kelly ihnen gerade einen Streich spielt. Dabei wäre dieser Zeitpunkt, um geschockt zu werden, wie perfekt. Wenn Kelly jetzt aus ihrer vorgetäuschten Starre aufschreien würde, würde sie damit Sie und Conrad bis auf die Knochen erschrecken. Es wäre ein Jump Scare, den ihr Melissa danach sogar verzeihen könnte.

„Kannst du auch schneller hier herkommen ?“, fragt Melissa sarkastisch in normaler Lautstärke.

Doch in dieser Dunkelheit, in der hunderte von geisterhaften Stimmen in einer fremden Sprache flüstern und sich Kelly gerade befindet, kann sie Sie natürlich nicht hören.

„Sollen wir sie aufwecken ?“

„Ach Conrad, sie schläft doch nicht wirklich. Eine Minute geben wir ihr noch“

Aber auch in dieser Minute wird Kelly’s unheimliches Versprechen nicht wahr.

Kein Geist taucht vor der Tür auf. Keine durchsichtige Kelly, die ausgelaugt wie verstandlos über den Fußboden schwebt und ihren Körper heimsucht. Sie liegt nur friedlich vor ihnen auf dem Bett und lächelt.

Schließlich stützt sich Basta mit seinen Vorderpfoten auf der Bett Matratze ab. Der Gedanke, dass Kelly wohl von seinem Schnüffeln gleich lachen muss, ist für Melissa zu verlockend um Basta davon abzuhalten. Auch Conrad ahnt dies und presst sich die zu langen Ärmel seines Geistergewands auf seinen Mund. Allerdings spürt der Hund, dass irgendwas nicht stimmt und beginnt sich schnell in eine ziemlich hektische Aufregung reinzusteigern. Mit lautem Gewinsel versucht er Kelly aufzuwecken. Dann beginnt er sie sogar anzubellen.

Conrad hat Basta noch Nie derart aufgeregt erlebt.

Auch Melissa kommt Bastas Aufregung nicht geheuer vor und weil sie ahnt, dass dies irgendwie mit Kelly zu tun hat, möchte sie abbrechen.

„Halt ihn fest“, bittet sie Conrad, der Basta umarmt und ihn mit Mühe vom Bett zieht. Dann rüttelt sie Kelly’s Hand.

„Kelly“ …

„Kelly !“ …

Die Ordnung dieses Ortes, an dem sich Kelly momentan aufhält, wird von den Lichtern vieler geschnitzter Kürbisse gerade auf den Kopf gestellt. Und obwohl dieser Ort Nichts mit der Hölle zu tun hat, macht Halloween Ihn gewissermaßen zu Einer. Das feindliche Licht eines Kürbis hat zwar nur eine geringe Reichweite, würde aber jeden Bewohner dieser Welt unerbittlich auslöschen. Sogar das Raum-Zeitgefüge dieses Ortes greift das Licht an diesen Stellen an. Aus den tiefen und dunklen (aber sicheren) Weiten schreien deshalb immer wieder Kreaturen auf, die durch diese lokalen Verzerrungen verängstigt und aufgescheucht werden. Ein Haus allerdings, bleibt von diesen gefährlichen Verzerrungen verschont. Es ist das Zuhause von Melissa und Conrad. Kelly hat das Licht des Halloweenkürbis vor der Haustür nämlich mit ihrer übernatürlichen Kraft erlöschen lassen. Einer Kraft, die Gott keinem Menschen gewähren würde.

Kelly’s spirituelles Abbild wartet davor schon bereits.

So bricht in unmittelbarer Umgebung aus dem Boden dann ein Holzpfahl heraus. Scharen von Knochen und menschlichen Überresten strömen plötzlich aus allen dunklen Richtungen hervor und türmen sich um den Pfahl herum auf. Dann entzündet sich dieser Haufen und beleuchtet eine schreiende Kelly, die an den Pfahl gefesselt ist. Eine ältere Kelly, die nicht mal ihr Dreißigstes Lebensjahr erreichen wird. Mal kreischt sie vor Schmerzen herum, mal ist sie schon tot und lodert nur leblos im Feuer.

Dämonen in Gestalt von Skeletten, die mit zusammengenähter Menschenhaut bekleidet sind, hängen wie Vogelscheuchen an kreuzartigen Pfählen überall herum und beobachten mit Vergnügen diese Hexenverbrennung.

Aus jenem pechschwarzen Winkel, wo jegliches Licht verschluckt wird, taucht dann der Psalmverleumder auf. Er wandert am brennenden Scheiterhaufen vorbei und geht auf die Kelly zu, die vor der Grundstücksgrenze schon auf ihn wartet. Sie lächelt ihn an und deutet dann mit ihrem Zeigefinger nur in die Richtung, wo er hin muss…

„Kelly, hör jetzt auf !“

Melissa möchte Ruhe wahren um nicht die Kontrolle zu verlieren, doch Kelly’s Zustand und vor allem Bastas Gebell, nagen immer mehr an ihren Nerven. Als sich Melissa dann umdreht, um Basta endlich von seinem Gebell abzubringen, kann sie es kaum fassen. Denn Basta ist auf einmal wieder der Hund, der sich freut, wenn Kelly zu Besuch kommt, Conrad oder Melissa von der Schule heimkehren, oder ihre Eltern das Haus betreten. Er lächelt, schaut glücklich an die Decke und bellt nicht mehr ununterbrochen und aggressiv, sondern in kurzen Abfolgen und harmonisch.

Über Melissa’s Zimmer befindet sich nämlich der Dachboden. Und dort bringt plötzlich etwas den Holzboden zum Knarzen.

Beide Geschwister hat dieses Geräusch äußerst erschreckt. Geschockt hält sich Melissa die Hand an die Brust.

Erneut knarzt der Dachboden über ihnen laut auf, gefolgt von einem weiteren Geräusch. Melissa versucht zu lauschen, doch wegen Basta’s Gebell ist es kaum zu verstehen.

„Was ist das ?!“, fragt Conrad hektisch.

„Haach Conrad. Ich krieg noch die Krise, sei doch bitte mal still !“

Es klingt so, dass oben jemand langsam zur Nordseite des Dachbodens wandert und dabei etwas hinter sich herschleift. Kein Zweifel besteht also, dass noch eine weitere Person gerade im Haus ist. Ein ziemlich beunruhigender Gedanke für die Geschwister, die innerlich völlig durcheinander sind. Wer aber sollte das sein?

Melissa kann nur vermuten, dass Kelly irgendwann während des Abends eine Freundin von ihr heimlich ins Haus gelassen hat. Doch angesichts vieler offener Fragen und der Tatsache, dass Kelly diesen Trick wohl nur zufällig, aufgrund von Conrad’s Nörgeln zeigen wollte, ist diese Vermutung eher unwahrscheinlich. Basta scheint denjenigen aber begrüßen zu wollen, und rennt­ instinktgetrieben zur Tür.

„Du solltest ihn doch festhalten. Basta komm zurück !“

Doch es ist schon zu spät. Basta verschwindet hinter der Tür im Flur.

„Tut mir leid“, entschuldigt sich Conrad inständig und klammert sich an den Bauch seiner Schwester. Melissa klopft ihm beruhigend auf den Rücken, ist gedanklich jedoch völlig woanders. Sie muss zur Tür und im Flur nachsehen.

„Bleib bei Kelly“

„Nein geh nicht weg! Ich will bei dir bleiben!“

„Ich geh nur zur Tür, versprochen. Bleib jetzt bitte bei Kelly“

Doch in der Nähe von Kelly’s komatösen Zustand, fühlt sich Conrad überhaupt nicht wohl. Er klammert sich noch stärker an Melissa’s Bauch.

„Nein ich will bei dir bleiben!“

So kniet sich Melissa, um auf Conrad beruhigen einzuwirken, auf den Boden und legt ihre Hände sanft auf sein Gesicht. „Conrad bitte. Ich lass dich nicht alleine. Ich geh nur zur Tür und hab dich im Auge“

„Versprochen ?“, fragt Conrad flehend.

„Versprochen! Ich lass dich nicht allein!“

Conrad stellt sich somit wieder an die Seite neben Kelly, lässt Melissa dabei aber nicht mehr aus den Augen. Melissa stellt sich dann an die Tür und lehnt ihren Kopf über den Türrahmen hinaus um in den Flur zu schauen. Dort kann sie zwar nicht sehen wer kommt, da der Flur um eine Ecke nach Rechts weiterführt, doch sie kann ihn laut und deutlich hören, wie er die Treppe runtergeht. Es sind Schritte eines Menschen, der offenbar Schwierigkeiten beim Gehen hat. Sie klingen abgehackt, wie ein Fuß, der auf eine Stufe abgesetzt wird, der andere jedoch nicht auf die unmittelbar Untere, sondern auf die Gleiche. Als dieser Jemand die Treppe dann hinter sich gelassen hat, hört Melissa ein Schnaufen. Dann Laute unterdrückter Schmerzen bis wieder langsame Schritte einsetzen, gefolgt von einem Schleifen.

Conrad möchte, dass Melissa mit ihm redet.

„Melissa ?“

Melissa schreckt davon auf und gibt Conrad ein Zeichen, dass er unbedingt leise sein soll. Sie will nur sehen, wer hinter der Ecke hervortreten wird. Und sie wird schreien, völlig egal wer es ist! Wie schrecklich sich doch diese Schritte anhören, wenn sie immer näher kommen und damit lauter werden. Schließlich zieht sich der Schatten dieser Person langsam über den Fußboden ins Blickfeld von Melissa, ehe diese Person plötzlich stoppt und nicht mehr weitergeht.

Der Schatten hat die Konturen einer normal großen Person. Ein schlanker Körper mit langem Haar.

Melissa bringt zunächst keinen Ton heraus. Dann wiederholt sie es in normaler Lautstärke.

“ Kelly ? “

Keine Antwort.

Melissa probiert es erneut. Diesmal lauter, mit mehr Mut.

“ Kelly ? “

“ Hallo Melissa “

Fassungslos starrt Melissa ihren Bruder an. Dann Kelly. Sie liegt immer noch bewusstlos auf dem Bett und trotzdem hat Melissa gerade ihre Stimme gehört. Direkt aus dem Winkel hinter der Ecke.

“ Was ist denn los ?“, fragt Conrad aufgeregt.

Melissa bittet ihn aber wieder nur still zu sein.

„…Kelly ? Bist du’s ?“

Wieder setzen nur Laute unterdrückter Schmerzen ein, gefolgt von Schritten und einem Schleifen. Die Person steht nämlich nicht unmittelbar hinter der Ecke, sondern gerade mal in der Mitte des Flures, womit sich mit jedem Schritt der Schatten ändert. Die Arme werden länger, die Form immer größer, bis ein ziemlich mächtiger Schatten das komplette Licht hinter der Ecke verschluckt. Erst jetzt steht die Person unmittelbar hinter der Ecke und versteckt sich dort noch.

Schließlich wird es für Melissa zu viel.

Ohne ein Wort zu sagen schließt sie nur die Tür. Zu ihrem Entsetzen kann sie Sie aber nicht abschließen, da ihre Zimmertür kein Schloss hat.

„Conrad, schnell ! Wir müssen hier weg !“

Conrad eilt zu Melissa und nimmt ihre Hand. Doch genau auf diesen Moment hat der Unbekannte gewartet. Kurz darauf nämlich hetzen laute Schritte einer sehr schweren Person ungestüm zu Melissa’s Tür um ihnen den Fluchtweg abzuschneiden.

Bei Melissa liegen jetzt die Nerven blank. Schritt für Schritt weicht sie mit ihrem Bruder, den sie im Arm hält, von der Tür zurück. Sie wissen, dass Das vor der Tür eine Gefahr für sie darstellt. Dies ist in Wirklichkeit ja auch eine Opfergabe und kein Zaubertrick. Schließlich setzt der Wahnsinn ein und bringt Melissa zum Kreischen. Denn Kelly’s Oberkörper schwebt über der Bettdecke in der Luft. Wie in einem Magnetfeld ragen ihre Haarsträhnen in alle Richtungen. Ihre Augen sind so nach Innen gerollt, dass nur die weißen Augäpfel zu sehen sind, während weißer Schaum aus ihrem Mund fließt. Außerdem ist ihr rechter Arm zur Tür ausgestreckt.

„KELLY WACH AUF“, kreischt Melissa !

Was Kelly dann macht, kostet nicht nur mentale Kraft, sondern ist für sie auch sehr schmerzhaft.

Nur ihr Zeigefinger bleibt ausgestreckt, während sie die anderen Finger zusammenballt. Weißer Schaum fließt in noch größeren Mengen aus ihrem Mund. Dann krümmt sie ihren Zeigefinger, worauf die Türklinke nach Unten gedrückt wird und ein Knochen aus ihrem Unterarm herausbricht. Kelly muss nur noch eins tun…

Ihren Arm zur Seite schwingen um auch die Tür zu öffnen. Damit Das, was vor der Tür steht sich die Geschwister schnappen kann.

Vor der Tür steht nämlich eine gewaltige Frau in einem zerrissenen schwarzen Kleid. Für einen Menschen ist sie aber zu groß. Sie ist riesig. Größer als drei Meter und muss sich deswegen tief krümmen um im Flur gehen zu können. Ihre Wirbelsäule ragt wie bei einem Monster grotesk aus ihrem Rücken raus und ihre langen Arme, an denen gewaltige deformierte Hände hängen, schleift sie hinter sich über den Boden her.

Als Kelly mit ihrer übernatürlichen Kraft die Tür öffnet, beugt sich diese Kreatur noch tiefer runter um irgendwie durch den Türrahmen durchzupassen. Grün schimmernde Augen erfassen die Geschwister, die in totaler Panik aufschreien. Braunes zerzaustes Haar hängt von den Seiten eines sonst kahlen Kopfes weit herunter und Basta’s Blut tropft von spitzen Zähnen, die sich zu einem scheußlichen Grinsen aneinanderreihen.

Für Melissa und Conrad gibt es jetzt nur noch einen Fluchtweg …

… Drei verkleidete Kinder machen den nächsten Stopp ihres Halloweenrundgangs und betreten das Grundstück des Hauses von Melissa und Conrad. Das eine Kind ist ein Junge und trägt eine Eyeless Jack-Maske. Ein Mädchen hat weißes lockiges Haar und trägt ein rotes Kapuzengewand. Ein anderer Junge trägt eine Maske, die dem Gesicht des ‚Cryptkeepers‘ aus der Zeichentrickserie Geschichten aus der Gruft ähnelt, auf seinem Kopf aber überall Spaghetti mit Bolognese Sauce rumhängen.

Plötzlich zerbricht im Obergeschoß des Hauses ein Fenster und Melissa und Conrad fallen direkt vor die Füße der Kinder.

Conrad schlägt frontal mit seinem Gesicht auf und ist sofort tot. Melissa’s Genick bricht bei dem Aufschlag im neunzig Grad Winkel durch und ist ebenfalls tot.

Die drei Kinder schreien auf und rennen weg.

 

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