
Ich bin allein auf dieser Welt!
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Hallo, an alle die sich dazu entschlossen haben meine Geschichte zu lesen. Mein Name tut nichts zur Sache, außerdem habe ich ihn schon vor 100 Jahren vergessen. Ich weiß auch nicht genau, wie alt ich bin, da ich aufgehört habe mitzuzählen. Ich müsste ungefähr 233 Jahre alt sein, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Und ja, ihr hab richtig gehört, obwohl ich ein Mensch bin lebe ich schon seit 233 Jahren auf dieser verdammten, gottverlassenen Erde.
Ich werde euch nun meine schreckliche Leidensgeschichte erzählen:
Alles begann als ich 16 Jahre alt war. Ich hörte wie meine Eltern in der Küche herumschrien. Ich schlich zur Küchentür, um zu sehen was sie taten. Während sie sich immer noch anschrien, sah ich wie mein Vater wild mit seinen Händen gestikulierte. Plötzlich und unerwartet, gab meine Mutter ihm eine Ohrfeige. Mein Vater schrie noch lauter und trat sie in den Bauch. Während sie hustete und röchelte, klappte sie zusammen wie ein Schweizer Taschenmesser. Als sie so am Boden lag, öffnete mein Vater die Küchenschublade. Er griff hinein und holte ein großes, scharfes Fleischmesser hinaus. Dann kniete er sich neben meine Mutter, gab ihr einen letzten Kuss auf die Stirn und schnitt ihr die Kehle durch. Ich konnte nicht glauben, was ich gerade gesehen hatte. Mein Vater hatte meine Mutter ermordet.
Dann stand er noch lange neben ihrem Leichnam. Plötzlich drehte er sich zu mir um. Ein breites, unnatürliches Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Er hielt seinen Finger vor die Lippen und flüsterte: „Pssst! Das darf nie jemand erfahren und nur um sicherzugehen…“ Sein Grinsen wurde nochmal um einiges breiter, während er sich auf mich zubewegte. Als er nur noch einen Schritt entfernt von mir war, packte er mich am Hals, hob mich hoch und schmiss mich gegen die Wand. Ich spürte, wie sich kleine Glassplitter von einem Bild, das an der Wand hing, in meinen Rücken bohrten. Ich wusste, dass ich nicht bewusstlos werden durfte, denn dann war ich meinem Vater schutzlos ausgeliefert, doch bevor ich aufstehen konnte, trat er mir mit aller Kraft gegen den Kopf und kurz bevor ich bewusstlos wurde, spürte ich wie er auch mir die Kehle aufschlitzte.
Ich wachte in einer dunklen, schmutzigen Seitengasse auf. Ich lag auf einem dreckigen, stinkenden Haufen von Müllsäcken auf. Ich betastete meinen Hals und tatsächlich spürte ich geronnenes Blut, dass an meinem Hals klebte und den Schnitt. Mir kam in den Sinn, dass der Schnitt vielleicht nicht tief genug gewesen war um mich zu töten, obwohl er höllisch schmerzte. Ich schaute mich um und hätte mich fast übergeben: In einem halb geöffneten Müllsack sah ich die Leiche meiner Mutter. Mein Vater hatte sie übel zugerichtet. Er hatte ihr die Hände und die Füße abgeschnitten. Außerdem hatte er ihr die Kopfhaut abgeschnitten und ihr die Augen aus dem Schädel herausgeschnitten. Ich schwor Rache an diesem kranken Bastard und ging, immer noch mit einem etwas flauem Gefühl im Magen, zur Straße. Ich streckte meinen hochgehaltenen Daumen hinaus und wartete, dass jemand anhielt. Tatsächlich hielt kurze Zeit später eine junge Blondine an, die mich mit einem Lächeln aufforderte einzusteigen. Ich sagte ihr, dass ich schnell ins Krankenhaus müsste und plötzlich verschwand ihr Lächeln schlagartig, als auch sie den Schnitt an meinem Hals bemerkte. Sie trat sofort aufs Gas. Als wir nach ungefähr 10 Minuten am Krankenhaus ankamen, fragte ich sie ob sie vielleicht Lust hätte mich zu begleiten.
Sie willigte ein, wir stiegen aus und betraten die Klinik. Als wir an der Rezeption ankamen, erkannte auch der Rezeptzionist sofort den Schnitt und führte uns sofort in einen Behandlungsraum nach wenigen Augenblicken betrat ein älterer Mann im Arztkittel den Raum. Er begrüßte uns freundlich und bat mich, mich auf eine Liege zu setzen. Er betastete den Schnitt einige Augenblicke. Dann nahm er ein suspekt aussehendes Gerät zur Hand und schob es vorsichtig in den Schnitt. Ich fragte ihn, was der Nutzen des Geräts sei. Immer noch vertieft, blickte er zu mir auf und antwortete: „Damit stelle ich fest, wie tief der Schnitt ist.“ Nach ungefähr zwei Minuten gab das Geräten einen Piepton von sich und auf einem kleinen Bildschirm tauchte eine Zahl auf, welche ich nicht genau entziffern konnte. Der Arzt stand auf und verließ kopfschüttelnd den Raum. Nach einigen Minuten bat er mich mit ihm in einen kleinen separaten Nebenraum zu setzen. Als wir dort ankamen und uns gesetzt hatten erklärte er mir etwas, das ich selbst nicht glauben konnte: „Der Schnitt ist ungefähr 1,5cm tief. Eigentlich hätte er dich töten müssen…“
Und nun sitze ich hier und habe aufgrund meiner, im Krankenhaus festgestellten, Unsterblichkeit die Apokalypse überlebt. Alle meine Freunde und Verwandten sind dahingerafft worden von Vulkanausbrüchen, Erdbeben, Tsunamis und allerlei anderen Naturkatastrophen, denn niemand außer mir verfügt über die Gabe der Unsterblichkeit. Obwohl, was rede ich denn, einige wirkliche Glückspilze überlebten ebenfalls, aber sie leben nicht mehr lange auf dieser Welt, denn ich spüre sie auf, schleppe sie in eine Höhle und quäle sie zu Tode. Einer dieser Glückspilze war…
MEIN VATER!