GeisteskrankheitKurzMord

Hunger…

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Mir brummte der Kopf, als ich alleine in einer menschenleeren Einöde aufwachte. Der weiche Untergrund, auf dem ich mich befand, war eine endlose Landschaft aus feinem Sand, der sich anfühlte wie Puderzucker. Ich wusste nicht, wie und wann ich hierhergekommen war. Das Einzige, was ich wusste war, dass ich ganz alleine war. Ich war ganz auf mich allein gestellt. Verzweiflung kam in mir auf, als ich darüber nachdachte, was ich hier zu suchen hatte und wie ich hier wieder wegkommen sollte. Denn es schien so, als wäre ich in einer niemals endenden Wüste ohne Aussicht auf Zivilisation gelandet. Ich betrachtete eingehend meine Umgebung. Sand, wenige verdorrte Grasbüschel, kleine glatte Kieselsteine.

Dann entdeckte ich einen kleinen Baum mit vielen leeren Zweigen. Geschätzte dreihundert Meter entfernt. Ich hatte großen Durst und war sehr hungrig, weshalb ich beschloss erst einmal zu dem Baum zu gehen, der mir etwas Schatten spenden könnte. Möglicherweise gab es dort ja eine kleine Oase oder zumindest etwas Essbares. Der Sand erschwerte mir jedoch das Gehen und rieselte in großen Mengen in meine Schuhe, was ziemlich unangenehm war. Aber ich dachte nicht daran anzuhalten, um eine Pause zu machen. Die Hoffnung trieb mich voran. Nach einer Zeit stand mir der Schweiß in kleinen Perlen auf der Stirn, wo er dann schließlich hinunterfloss. Nicht mehr weit. Über mir kreisten schon einige hungrige Geier, die womöglich darauf hofften, dass ich tot umfalle. Als ich den Baum aus der Nähe sah, musste ich feststellen, dass er nicht so groß war, wie ich erwartet hatte, aber zum Ausruhen war er vollkommen in Ordnung. Leider war es selbst im Schatten unerträglich heiß und ich vergrub mein vom Schweiß nasses Gesicht in meinen Händen. Ich war den Tränen nahe. Was sollte ich nur tun? Wohin? Ich würde hier bestimmt sterben! Es war aussichtslos!

Ich verweilte noch ungefähr 5 Minuten dort bis ich aus der Ferne einen Mann erblickte. War das eine Einbildung? Eine Fata Morgana? Nein. Es schien als hätte er sich ebenfalls verlaufen, denn er machte einen ziemlich verwirrten Eindruck auf mich. Anstatt mich ihm bei der Suche nach einem Ausweg aus dieser sandigen Hölle anschließen zu wollen, wollte ich etwas ganz Anderes. Düstere Gedanken durchströmten plötzlich meinen Kopf. Mein leerer Magen flehte nach Nahrung, meine Kehle war wie ausgetrocknet und brannte wie Feuer. Ich versuchte verzweifelt dagegen anzukämpfen, aber meine Gedärme verkrampften sich schmerzvoll vor Hunger. Ich spielte tatsächlich mit den Gedanken, den Mann zu attackieren. Nein, das konnte ich doch nicht machen! Ich war doch kein Monster! Andererseits hätte es niemand erfahren und ich würde ein paar Tage länger leben in denen ich nach einem Ausweg suchen könnte. In meinem Kopf herrschte ein Kampf zwischen Moral und purem Wahnsinn.

Ich wurde von unbeschreiblichen Gefühlen überrumpelt und meine Beine haben sich selbstständig gemacht. Der Mann schien wie paralysiert und bewegte sich nicht von der Stelle. Aber ich konnte schwören, eine gewisse Angst in seinen Augen vernommen zu haben. Hatte er Angst vor mir? Ich kam ihm immer näher und rannte ihn schließlich um. Bei dem Aufprall stieß er einen erschrockenen Schrei aus und fiel zu Boden. Er bewegte sich nicht, was mich ein wenig stutzig machte. Wie langweilig war es, dass mein
Opfer sich nicht wehren wollte? Wo blieb sein Überlebensinstinkt? War er etwa schon so lange hier, dass er sich mit seinem Schicksal abfinden würde? Oder dachte er etwa, dass ich nur mit ihm spielen wollte? Hektisch wühlte ich in meinen Hosentaschen herum und fand ein kleines Schweizer Taschenmesser. Das kommt mir gut gelegen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich stach laut schreiend auf den regungslosen Körper ein. Ein markerschütternder Schrei kam aus seiner Kehle und seine weit aufgerissenen Augen wurden glasig.

Dieser Anblick. Angst. Verzweiflung. Blut. Ich konnte mir ein sadistisches Lachen nicht verkneifen. Aber wieso wehrte er sich denn noch nicht? Langsam wurde ich wütend. Noch nie ist mir so etwas Erbärmliches untergekommen. Jegliches Mitleid hat meinen Körper verlassen. Ich hatte auf einmal Gefallen daran diesem Mann Schmerzen zuzufügen. Sein Wimmern wurde immer lauter und er lag wie gelähmt vor mir. Speichel tropfte aus meinem Mund und ich biss voller Freude in seine Schulter. Köstlich. Das warme, dickflüssige Blut rann mir in den Hals. Es schmeckte nach Metall, jedoch war es atemberaubend. Die vor Schmerz verzerrten Schreie wurden immer lauter und mein Opfer versuchte nun doch mich mit Schlägen und kräftigem Schütteln von ihm zu werfen, aber ich war in meinem Rausch stärker und konnte nicht mehr aufhören. Also biss ich weitere Stücke seines zähen Fleisches aus ihm heraus.

Meine Gier war bald gestillt, ebenso wie der Hunger und der Durst und ich hatte ihm sein Leben ausgehaucht. Aber das war mir egal. Ich war zufrieden und wollte gar nicht mehr zurück nach Hause. Ich ließ seine verstümmelte Leiche im vom Blut feuchten Sand liegen, zog weiter und ließ mich müde an einem vertrockneten Strauch nieder. Ich musste Kraft tanken. Mein nächstes Opfer wartete bestimmt schon irgendwo.

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