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Dreh dich nicht um…

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Die letzten Wochen waren sehr heiß gewesen. Trotzdem wunderte ich mich wie stark nun doch die Gewitter ausfielen. Meine Mutter und mein Vater brachten mich gerade ins Bett. Sie gaben mir noch einen Gutenachtkuss auf meine Stirn und versicherten mir nochmal das keine Monster in meinem Zimmer wären.

Obwohl ich wusste das ich keine Angst zu haben brauchte zuckte ich doch jedes Mal zusammen wenn ein Blitz mein Zimmer erhellte, oder der Wind den Regen wieder gegen mein Fenster peitschen ließ. Als ein sehr heller Blitz vor meinem Fenster zuckte sah ich einen Schatten und zog mir schnell die Decke über den Kopf.

Als ich mich wieder traute den Schutz meiner Bettdecke zu verlassen war nichts mehr von einem Schatten zu sehen. Stattdessen sah ich, als mein Zimmer wieder kurz in helles Licht getaucht wurde, einen Teddy. Langsam kroch ich aus meinem Bett und ging zu dem Plüschbären hin. Ich wunderte mich wo er herkam. Der Bär war mir unbekannt. Lange blieb der Gedanke jedoch nicht in meinem Kopf. Vor allem als ein sehr lauter Donner ertönte und ich mich vor Schreck in mein Bett flüchtete waren die Gedanken über das Auftauchen des Teddys nicht mehr da. Den Bären fest in meinen Armen begann ich nun doch einzuschlafen.

Ich war ein einem schönen Frühlingswald und spielte mit meinem Teddybären. Er war dunkelbraun und hatte schwarze Knopfaugen. In meinem Traum bewegte er sich von selbst. Er war wie ein Freund, daher beschloss ich ihm einen Namen zu geben. Nach kurzem Überlegen wusste ich auch schon einen, er sollte Robb heißen.

Nachdem wir lange einfach nur durch den schönen Wald gerannt waren wollte ich etwas spielen. Ich kam auf die Idee Verstecken zu spielen. Robb versteckte sich zuerst, während ich langsam bis 15 zählte. Nach ein paar Stunden wollte Robb etwas anderes spielen. Er sagte mir das er den Namen des Spiels nicht mehr wusste, aber er erklärte es mir.

“Wir gehen einfach hinter einander, sodass der Vordere den Hinteren nicht sehen kann. Derjenige, der vorweg geht darf sich nicht umdrehen, während es die Aufgabe des Hinteren ist ihn doch dazu zu bewegen sich zu drehen. Man darf allerdings den Vordermann nicht berühren.”

Ich verstand seine Erklärung erst nicht, aber nachdem wir zwei, drei Runden gespielt hatten, machte es mir auch Spaß. Er schaffte es einmal mit Süßigkeiten mich zu überreden, dass ich mich umdrehte. Im Grunde geht es nur darum mit den eigenen Überredungskünsten den anderen neugierig zu machen.

Schließlich war ich wieder der Vordermann und Robb musste mich überreden. Ich hörte komische Geräusche hinter mir und war mir nicht sicher ob mit ihm alles noch in Ordnung ist. Doch ich rief mir in Erinnerung das ich meiner Neugier nicht nachgeben durfte. Dann begann Robb zu sprechen: “Ich hab ein Geschenk für dich, willst du dich nicht umdrehen?” Seine Stimme klang anders, nicht mehr fröhlich und nett sondern dämonisch.

Mit zitternden Händen, weit aufgerissenen Augen und klopfenden Herzen drehte ich mich um. Umso mehr ich mich drehte, desto kleiner wurde meine Hoffnung das es nur ein raffinierter Trick von Robb war.

Als ich ihn ansah gefror mir das Blut in den Adern. Robbs Augen waren plötzlich riesig und Blut unterlaufen, in ihnen spiegelte sich Wahnsinn. Sein Mund war weit aufgerissen und entblößte mehrere Reihen scharfer, spitzer Zähne. Mein Mund hatte sich zu einem stummen Schrei geöffnet. Während ich ihn wie gelähmt anstarrte, rissen die Nähte des einst niedlichen Teddys auf. Zuerst an seinem Rücken, dann an Armen und Beinen.

Die weiße, plüschige Füllung quoll heraus. Dieser schloss sich eine zähe, schleimig wirkende, schwarze Substanz an, die modrig roch. Dann zerfiel die Bärenhülle endgültig. Robb wuchs bis er annähernd zwei Meter erreichte. Sein Aussehen glich nun eher einem grotesk entstellten Wolf. Seine Hände hatten lange dürre Finger mit langen Krallen, die Arme reichten bis zu den Knien. Ebenso waren seine Beine lang und dürr, auch seine Rippen konnte ich sehen.

Der Köper der sich vor mir aufgebaut hatte war teilweise von schmutzig wirkenden grau-schwarzem Fell bedeckt. Dort wo kein Fell war, zeigte sich aschgraue, ledrige Haut. Robbs Kopf war auf mich gerichtet und durchbohrte mich mit seinem schrecklichen Blick.

Vorsichtig ging ich einen Schritt zurück. “Robb? B-Bist du das?” Meine Stimme war kaum mehr als ein zittriges Flüstern. Tränen stiegen mir in die Augen, mein bester Freund hatte sich vor meinen Augen in ein Monster verwandelt.

“Ich hab dir doch gesagt das du dich nicht umdrehen darfst.” Seinen Mund hatte er zu einem grotesken Grinsen gefletscht, dadurch konnte ich die Reihen spitzer Zähne noch besser sehen.

Von überwältigender Angst überrollt ging ich noch einen Schritt Rückwärts, drehte mich dann schnell um und rannte. Hinter mir hörte ich Robb einen Schrei ausstoßen. “Willst du jetzt Fangen spielen?” Nun war für ihn die Jagd eröffnet.

Auch der Wald hatte sich verwandelt, das vorher so schöne sattgrüne Laub war verwelkt und von den Bäumen gefallen. Das helle Licht der Sonne war hinter dicken Wolken verschwunden. Ich wollte weg, wollte aus meinem Alptraum aufwachen. Robb holte mich nun schnell ein und traf mich mit einer seiner Klauen an meinen Beinen. Ich fiel hin und aus irgendeinem Grund drehte ich mich auf den Rücken und schaute ihn an. Die Wurzeln der Bäume begannen sich zu bewegen und umschlangen meine Arme und Beine, sodass ich nicht fliehen konnte.

Robb hatte seine rechte Klaue über den Kopf gehoben, mein Blut tropfte von dieser. Dann holte er noch weiter aus und schlug, auf meinen Hals und meine Brust zielend, zu. Die Zeit schien langsamer zu verlaufen als normalerweise. In Gedanken verabschiedete ich mich schon von dieser Welt.

Es kam der Moment in dem er mit seinen Krallen meinen Hals hätte zerfetzen müssen, doch stattdessen wachte ich schweißgebadet in meinem völlig zerwühlten Bett auf. Langsam realisierend das es nur ein Alptraum war setzte ich mich auf die Bettkante. Mit dem Handrücken wischte ich mir den Schweiß von der Stirn. Mitten in der Bewegung hielt ich allerdings inne als ich eine Stimme hinter mir leise Flüstern hörte. Das freundlich klingende Flüstern wurde lauter und veränderte sich langsam in ein dämonisches Knurren.

“Willst du dich nicht umdrehen, {{Username}}?”

By [http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/Benutzer:Rheago Rheago]

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