
Papa, spiel mit mir!
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
„Papa?“ Die zarte Stimme meiner
Tochter weckt mich. Ich blicke kurz auf die Uhr, es ist drei Uhr
Nachts. Die Kleine steht an meinem Bett, nur ihr Umriss ist in der
Dunkelheit zu erkennen. „Was ist denn, mein Schatz?“, frage ich aus
lauter Gewohnheit, obwohl ich genau weiß, was sie will. „Spielst du
mit mir?“, fragte sie leise und obwohl ich es nicht sehen kann, weiß
ich, dass sie jetzt wieder ihren Hundeblick aufgesetzt hat, der Steine
zum Schmelzen bringen kann. Ich seufze leise und überlege kurz. Am
nächsten Tag habe ich ein wichtiges Meeting und muss dazu
ausgeschlafen sein. Normalerweise würde ich ja jetzt aufstehen und
eine Weile mit ihr spielen wie schon in so vielen Nächten, als sie an
meinem Bett stand. Ich meine, ich freue mich ja, dass sie immer noch
mit mir spielen will. Aber das Meeting ist wirklich wichtig und da
kann ich nicht mit dicken Ringen unter den Augen auftauchen. „Heute
nicht, Mäuschen. Ich brauche meinen Schlaf.“
Ich meine fast
erkennen zu können, wie sie eine Schnute zieht, als sie mit
drängender Stimme antwortet. „Ach bitte, bitte, bitte!“, bettelt
sie, aber ich schüttele nur den Kopf. „Ein anderes Mal.“ erkläre
ich. Diese Antwort stellt sie nicht wirklich zufrieden, mit
eingeschnappter Stimme murmelt sie, dass dies unfair ist. Für Kinder
sind halt verschobene Versprechen immer aufgehobene Versprechen.
Ihnen fehlt noch der Blick für die Zukunft, sie leben im Hier und Jetzt. Eine Eigenschaft, die vielleicht auch wir Erwachsenen uns mal
zu Eigen machen sollten. „Schatz, es geht jetzt wirklich nicht.“
rede ich weiterhin auf sie ein. Sie grummelt und ich meine sogar ein
leises Schluchzen zu hören, als sie sich umdreht und weg geht. Es tut
mir wirklich leid, sie so weg zu schicken, aber Eltern müssen eben
auch mal nein sagen. Ich werde mich morgen bei ihr entschuldigen,
wenn ich ihr wieder frische Blumen an ihr Grab bringe.