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Platztausch

Die Bank im Park

Die Sonne schien und ein angenehmer Wind wehte an diesem schönen Sommertag. Daher waren im Stadtpark viele Menschen versammelt, die das Wetter auskosteten. Die Vögel zwitscherten ihre fröhlichen Lieder und Kinder rannten lachend im Park umher und spielten fangen.

Jamie war auch einer der vielen Besucher, die sich an diesem Tag in dem Park versammelt hatten. Er genoss wie alle anderen das wundervolle Wetter, als eine Stimme von der Seite ihn fragte: “Möchten sie sich setzten?” Jamie drehte sich nach rechts und sah einen älteren Herren auf einer Parkbank sitzen. Er wirkte sehr freundlich, doch Jamie wollte erst noch ein Stück laufen, bevor er sich setzte. “Das ist sehr nett von ihnen, aber ich laufe erst einmal weiter.” , antwortete er. Der Mann sah ihn mit einem einsamen Blick an. Irgendetwas war an ihm, dass Jamie berührte. Er wirkte traurig und müde. “Gut einen kleinen Moment setze ich mich gerne zu ihnen.” Jamie nahm Platz und der alte Mann sah ihn nun mit einem anderen Blick an, den Jamie schwer lesen konnte. Der alte Mann flüsterte zu ihm ein leises: “Danke.”, dann stand er auf und ging davon.

Merkwürdig, dachte Jamie. Doch die Natur lenkte ihn sofort wieder auf andere Gedanken und ihn fiel ja ein, dass er noch etwas laufen wollte, also setzte Jamie an aufzustehen. Er erschrak als es nicht funktionierte. Es war als ob er keine Kraft in den Knochen hätte. Das konnte doch nicht sein. Jamie war völlig fit, jung und gesund. Vielleicht war für den Moment die kleine Pause nicht verkehrt und nach kurzem verschnaufen versuchte Jamie es ein zweites Mal. Es ging nicht. Er war wie auf der Bank festgewachsen. Jamie versuchte förmlich seine Arme von der Lehne der Bank zu reißen, doch ohne Erfolg. Nun geriet Jamie in Panik. Er versuchte von der Bank zu springen, mit aller Kraft. Doch er rührte sich keinen Zentimeter. Jamie weinte. Er weinte bitterlich. Die Situation war aussichtslos.

Zwei Jahre später:

Eine Mutter ging mit ihrer Tochter in dem Park spazieren. Es war wieder ein toller Sommernachmittag und viele Menschen tummelten sich in dem Park. Da fiel ihr ein Mann, der etwas wild und ungepflegt wirkte auf einer Parkbank auf. Er war völlig außer sich und flehte lautstark und jammernden die Menschen, die an ihm vorbei liefen an:” Bitte! Setzt sich doch jemand zu mir. Nur einer! Ich flehe euch an!” Die Mutter packte ihre Tochter an dem Arm und zog sie davon. Der Park lehrte sich, bis nur noch der Mann einsam auf seiner Bank saß.

 

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2 Kommentare

    1. Aber klar doch 👍 Du hast wie immer die Stimmung der Geschichte total stimmig aufgegriffen. Ich wüsste gar nicht was passieren könnte dass ich mal nicht zufrieden mit deinen Vertonungen wäre..10 minütiges Schweigen oder so😅

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