KreaturenMittel

SplitFace – Alte Version

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ein Mann stand in der Mitte der dunklen,vernebelten und vom Regen nassen Gasse. Er hatte eine Kapuze auf dem Kopf und
schien sich nicht an dem Regen zu stören, der seine Kleidung fast vollständig
durchnässt hatte. Ein wilder Bart umrahmte sein Gesicht und seine unnatürlich
dunklen Augen waren zu schmalen Schlitzen verengt. Niemand sonst war zu sehen.

Da horchte der bärtige Mann auf. Durch das
Prasseln des Regens hindurch nahm er ein weiteres Geräusch war. Das von
Schritten auf dem nassen Pflaster. Ein zweiter Mann schritt um die Ecke. Er
hatte einen langen gelben Regenmantel an, der so überhaupt nicht in die
Umgebung passte.

„Hast du die Karte?“, fragte er. „Hast du das
Geld?“, antwortete der Zweite. „Natürlich“, meinte der andere wieder, zog einen
Beutel aus der Tasche, trat hervor und überreichte ihn dem Bärtigen. Der
öffnete den Beutel und blickte hinein.

Gebündelte Geldscheine lagen in ihm. Ohne ein
weiteres Wort, gab der Bärtige dem anderen einen Umschlag und Schritt durch die
verregnete Nacht davon.

Erst jetzt erkannte der andere, dass die rechte
Gesichtshälfte von dem bärtigen Mann fast vollkommen verdeckt war. Vermutlich irgendwelche
Verletzungen. Aber es konnte ihm egal sein, woher dieser Kerl sie hatte.
Hauptsache, er bekam endlich das, was er wollte. Er blickte auf den Umschlag
herunter, auf dem in krakeliger Handschrift „Karte zur Königin des Todes“
geschrieben war. Der Mund des Mannes verzog sich zu einem breiten Grinsen.

 

10 Jahre Später… 

„Mike,
diese Nachricht hat doch nichts zu bedeuten! Das ist sicher nur ein dummer
Streich der Nachbarskinder! Die mochten uns doch noch nie wirklich!“ „Das glaub
ich nicht Pete!

Das war
die Stimme von Vater!“ „Und jetzt willst du in irgend so eine Ruine in Woodland
gehen, weil unser vor ZEHN Jahren gestorbener Vater, uns einen beschissenen
Brief mit einer Karte geschickt hat, in dem steht wir bei den beigelegten
Koordinaten die Königin des Todes finden und der Schlüssel zu Anachram von ihr
bewacht wird? Und wir nicht mal wissen wer oder was die Königin des Todes oder
dieses Anachram Dings ist? Du bist nur immer noch nicht über den Tod unseres
Vaters hinweg!“ „Und wenn er doch noch lebt? Und dort auf uns wartet?“ „Mike!
Vater ist tot! Verschollen auf dieser Scheiß Expedition in diese Ruine! Du
willst doch nicht gleich sterben wie er, oder?“ „Ich werde gehen!“ „Tu was du
nicht lassen kannst! Ich jedenfalls bleibe hier!“, Peters Stimme überschlug
sich fast und er stürmte aus dem Zimmer. Mike lehnte sich erschöpft zurück und
fuhr mit seiner Hand durch seine blonden Haare. Auf die Hilfe seines Bruders
konnte er also nicht zählen. Er blickte in den

Spiegel. Er war seinem Vater doch sehr ähnlich.
„Ich komme Dad“, sagte er zu seinem Spiegelbild: „Ich komme zu dir!“

Ein süßlicher Duft stieg Mike in die Nase. Er erinnerte Mike ihn an die
Zimtsterne, die sein

Vater immer an Weihnachten gebacken hatte. Doch
der Geruch kam wohl von den seltsamen Sträuchern mit den glänzend goldenen
Früchten, die überall in diesem seltsamen Wald wuchsen, in dem Mike sich
befand. Seit 3 Jahren war er jetzt schon unterwegs. Mit seinem Bruder hatte er in
diesen 3 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt. Und er hatte nichts gefunden, was
nur ansatzweise wie eine Schlossruine aussah. Er war sich nicht einmal mehr
sicher, ob er überhaupt etwas finden würde. Den Blick auf die Karte seines
Vaters gerichtet, wie er es schon zig-Male getan hatte, seufzte Mike laut. Der
Karte nach müsste er bereits angekommen sein. Er bemerkte zu spät, was sich
unter seinen Füßen befand. Mike stolperte und wäre beinahe von einer Klippe
gefallen.

Er stöhnte auf, wich zurück und blickte die
Klippe herunter, und sah 500 Meter unter sich einen See. Sein Blick fiel auf
einen vermosten Steinweg, der von dem See wegführte. Mike blickte den Weg
entlang. Er endete vor einer gigantischen Ruine. Mike hatte endlich den Ort
seiner Begierde gefunden.

Zwei Stunden später stand er vor dem riesigen
Gebäude aus Stein. Das Schloss musste wirklich prächtig gewesen sein, doch
davon war nicht mehr viel zu sehen. Es war fast komplett von Dornen und Ranken
überwachsen, und an vielen Stellen waren die uralten Steinmauern eingebrochen.
Aber ein Teil des Schlosses schien noch vollkommen intakt zu sein.

Zum ersten Mal seit seiner Abreise verspürte
Mike das dumpfe Gefühl von Angst. Was würde ihn dort wohl erwarten? Würde er
endlich seinen Vater wiedersehen? Wahrscheinlich musste er wohl zu dem intakten
Teil der Ruine. Anderswo hätte er sowieso nicht hingehen können. Und so Schritt
er auf das gigantische Eingangsportal zu.

Grabesstille und Dunkelheit umfingen ihn, als
er hineinschritt. Seine Hände begannen unweigerlich zu Zittern ein eiskalter
Schauer fuhr ihm durch die Glieder. Er blickte in einen schier endlosen,
dunklen Gang. Dornenranken bedeckten die Wände fast vollständig und ein
seltsamer Geruch, der wohl vom Moder in den Ritzen des Steines herrührte,
durchzog den Gang. Mike nahm allen seinen Mut zusammen und Schritt in den Gang
hinein. Und dann immer weiter.

Nachdem Mike ungefähr die Hälfte des endlosen
Ganges abgeschritten hatte, mischte sich ein starker Geruch nach Verwesung über
den Modergeruch und auf einmal blitzte ein Licht in dem sonst hellen Gang auf.
Mikes Haut glich nun einem Reibeisen und er hatte endgültig genug. Er drehte um
und rannte so schnell er konnte auf den Ausgang zu.

Als er nur noch eine Armeslänge von dem
Eingangsportal entfernt war, fiel die riesige Steintür zu. Auf einmal war es
Stockfinster im Gang. Panisch drückte Mike gegen die Steintür und wider
Erwarten ging sie ohne Probleme auf. Erleichtert, aber immer noch zitternd,
schritt Mike ins Freie und wollte loslaufen, als plötzlich der Boden unter ihm
nachgab. Mike spürte wie er fiel. Mikes Wahrnehmung fing an, verrückt zu
spielen. Nichts schien mehr einen Sinn zu ergeben, und ihm wurde schwarz vor
Augen.

Es blitzte. Mike öffnete die Augen. Es blitzte
wieder und Mike konnte riesige Statuen erkennen, Frauen mit Kronen auf Ihren
Köpfen, die allesamt prunkvolle Gewänder trugen. Er war nun in einer riesigen
Höhle. Das Spiel einer Orgel und von Geigen waren zu hören und Blitze
durchzuckten im Takt der Musik die Höhle. Mike stand auf und machte einen Schritt
vorwährts und dann ging er vorsichtig weiter. Sein Körper zitterte und Schauer
über Schauer lief ihm über den Rücken. Wo war er hier? Mike wollte einfach
weglaufen, doch so oft er sich auch umsah, er fand keinen Ausgang.

Auf einmal fand er sich auf einem Felsvorsprung,
er hatte gar nicht bemerkt wo er hingegegangen war. Ein Blitz erhellte den
Boden unter dem Vorsprung. Antike Malereien waren dort zus sehen. Ein weiterer
Schauer lief Mike über den Rücken. Wo war er hier gelandet? Was hatte das zu
bedeuten?

„Hallo,
ich habe lange auf dich gewartet.“, hauchte eine Stimme hinter Mike. Dieser
fuhr herum und blickte in ein Gesicht. Das Gesicht einer Frau, das geteilt war.
Die Rechte Hälfte war das Gesicht Frau, die Linke Hälfte war das von IHM. Seinem Vater. Vor was für einer
Kreatur stand er da? Mike blickte mit einem unbeschreiblichen Gesichtsausdruck
in diesen beängstigenden

Gesichtsteil seines Vaters. „Warum so
verstört?“, fragte die Frau. „Dein Vater war mir ein treuer Diener! Doch sein
Körper ist zu schwach geworden! Mit ihm komme ich nicht hier raus! Aber du! Du
bist stark! Ich wusste, das Warten würde sich lohnen! Du wirst jetzt deine Pflicht
als mein neuer Diener antreten!“

Ein Blitz und die Frau verließ den Körper von
Mikes Vater, der sofort zu Staub zerfiel. Dann spürte Mike einen Luftzug und
ein weiteres Bewusstsein schob sich in seinen Geist. Alle Antworten auf seine
Fragen strömten in seinen Geist und Bilder eines Bärtigen Mannes, der im Regen
eine Gasse entlang schritt, blitzten vor seinem geistigen Auge auf, eine
Gesichtshälfte, die der Frau.

Dann übernahm sie die Kontrolle. Sein Gesicht
verformte sich, als wäre es aus Wachs, welches gerade schmelzen würde. Als sich
das Gesicht der Frau in seinem eigenen eingenistet hatte, schritt sie zielsicher zum
Ausgang der Höhle und zischte in einem grausigen Tonfall: „Ich bin frei!“

– geschrieben von Jan Wimmer

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