GeisteskrankheitKurzMord

Rekord

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

“Wissen Sie, wie es ist, immer weiter in die Tiefe zu fallen? Wissen Sie, wie es ist, immer mehr von der Dunkelheit verschlungen zu werden? Wie kann ich das am besten beschreiben? So als würden sie ertrinken. Überall ist Wasser, egal wie weit Sie gucken. Sie ertrinken, doch das wieder und wieder. Tag für Tag. Nacht für Nacht. Jede verdammte Sekunde fühlt sich wie ein Jahr an. Jeder Atemzug bringt dich näher an den Tod. Jeden Morgen versuchst du weiterzumachen. Du versuchst einfach zu leben. Dich irgendwie von dieser Leere abzulenken. Aber es gelingt dir nicht. Was machst du dann?

Ich persönlich habe mir einen Ersatz gesucht. Etwas, das meine Leere füllt. Sport. Sport hat mir Spaß gemacht. Noch dazu fördert es die Gesundheit. Also fing ich an mit Joggen. Irgendwann wurde aber auch das langweilig. Dazu kam dann Schwimmen, Kampfsport, Boxen und noch so viele weitere Sportarten. Doch die Dunkelheit kam wieder. Noch viel extremer. Dann, von heute auf morgen, zogen wir um. In der neuen Schule wurde ich gemobbt. Das war nicht weiter schlimm. Ich hab eh nichts gefühlt. Nur eine Art Druck. Anfangs ganz unbewusst. Er wurde aber immer stärker. Erfüllender. Die Leere wurde verdrängt. Zwar nicht vollkommen, aber nun wusste ich, womit ich endlich wieder was fühlen konnte. Mit etwas Verbotenem.

Die Schulregeln brechen war langweilig. Aber ein guter Anfang. Schwänzen, den Lehrer beleidigen und ihm dabei zusehen, wie er langsam seine Beherrschung verliert. Einmal hab ich ihn so weit getrieben, dass er mir eine Backpfeife gab. Er wurde gefeuert und ich bemitleidet. Das nervte. Zwar war das endlich eine Emotion, aber trotzdem langweilig. Klauen hingegen brachte mir ein bisschen dieses Gefühls wieder. Den Kitzel zu spüren, wenn du durch die Tür gehst und weißt, du hast nicht bezahlt. Das Gemecker, wenn du erwischt wirst, brachte mich nur dazu, es häufiger zu tun. Und natürlich, es besser zu machen. Ein bisschen war mir auf Zeit aber nicht genug. Prügeleien kamen danach. Sie waren viel lebhafter und nicht selten bekam ich etwas ab. Aber verloren hab ich nie. Dafür hab ich zu viel Erfahrung durch den Kampfsport. Die Prügeleien führten zur schweren Körperverletzung und das schließlich zum Mord.

Es war an einem Freitag. Mein Mathebuch lag noch in der Klasse, weswegen ich zurückging. Da stand er dann. Mein Mobber. Er machte sich über mich lustig. Spielte mit mir und meinem Buch und sagte schließlich, ich solle mich mal wehren. Diesem Wunsch kam ich nach. Ich griff nach der Schere, die auf dem Pult lag, und rammte sie ihm in den Hals. Das Blut spritzte nur so und bedeckte mein Gesicht. Dummerweise hat die Tussi aus meiner Klasse mitbekommen, wie ich den Typen killte. Also musste auch sie daran glauben. Ich rannte ihr nach und warf sie um. Als sie am Boden lag, schnitt ich ihr die Kehle durch, zog sie zurück in den Klassenraum und verschloss die Tür. Und als die beiden so vor mir lagen, mit den durchgeschnittenen Kehlen, den ausdruckslosen Augen, dem vielen Blut, da fühlte ich mich fast vollkommen. Ich war ein Künstler. Meine Arbeit war das Morden und meine Kunstwerke die Körper. Zufrieden war ich aber noch nicht. Ihre Körper hatten zu viele Unreinheiten. Die Zunge zum Beispiel. Sie störte und musste weg. Ich schnitt sie raus und warf das nasse Ding irgendwo hin. Das Nervigste an allem waren aber die Gedärme. Sie waren so schön, konnten aber von niemanden betrachtet werden. Die Herzen platzierte ich deshalb in ihren Mündern. Mit ihrem Darm fesselte ich ihre Hände. Die Schere, die ich nutzte, war alt. Halt einer der typischen Scheren in der Schule. Dadurch dauerte es länger, machte mir aber auch mehr Spaß. Genau, es machte mir Spaß. Ich war endlich vollkommen. Ich konnte etwas fühlen.

Nach diesem Vorfall ging ich nach Hause. Mein Mutter stand am Herd und kochte gerade etwas. Ich nahm mir das Messer und knallte ihren Kopf gegen die Arbeitsplatte. Nicht zu fest, sie sollte nur benommen sein. Es war ein noch besseres Gefühl, ihr die Zunge zu nehmen, als sie lebte. Der Schrei bettelte nur nach mehr Schmerzen. Langsam zog ich mein Messer durch ihre Haut und genoss ihren nächsten verzweifelten Schrei. Sie zuckte nur noch, während sich ihr Darm aus ihrer Haut löste und um ihre Hände schlang. Beim Herz angekommen war sie dann tot. Den Lebenden dabei zuzusehen, wie sie sterben, ist faszinierend. Ich perfektionierte meine Technik von Kunstwerk zu Kunstwerk. Sie lebten immer länger und litten somit noch mehr. Mein Ziel war es nun, meine Zeit zu toppen. Die Zeit vom ersten Schnitt bis zum letzten Atemzug. Erwischt wurde ich nie. Sie suchen mich, aber gefunden hat mich noch keiner.”

Ich seufzte, als das leichte Flackern in den Augen des fremden Mannes erlosch. Mit einem Ruck riss ich ihm das Herz aus der Brust und platzierte es in seinem offen stehendem Mund. Irgendwie stolz betrachtete ich mein neues Kunstwerk. “Sie sind mein bis jetzt bestes Werk. Noch nie hat jemand meine Geschichte bis zum Ende gehört.” Als ich auf den Timer sah, stahl sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Schon wieder hab ich den Rekord geknackt. Diesmal überlebte meine Kunst ganze sechs Minuten und achtunddreißig Sekunden. Von draußen schienen die Lichter eines Polizeiwagens rein und die Sirenen dröhnten laut. “Na dann, ich muss weiter.” Pfeifend verließ ich das Haus durch die Gartentür und machte mich auf zu meinem neuen Opfer. Bereit, meinen Rekord zu knacken. Er war nicht weit von hier. Ich konnte es bereits sehen, ein Teenager. Er hatte es sich gemütlich gemacht und stöberte auf irgendwelchen Internetseiten umher. Nicht ahnend, dass sein Untergang ihn gerade durch das Fenster beobachtete.

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