ComputerLangeMordTod

Liste 256

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Zum dritten Mal war ich nun in die Küche
bei meiner derzeitigen Arbeit gegangen, um meine verbrauchten Dosen mit Cola und Energydrinks und die leeren Chipstüten wegzuschmeißen. Während ich mir schon
Gedanken machte, was ich heute Abend an Fast Food bestellen würde, lief ich
müde zurück zu meinem Rechner, der gerade herunterfuhr. Ich war hauptberuflicher
Hacker. Das klingt wie ein Traum für den einen, ein anderer kann sich jedoch
nicht einmal vorstellen, dass es diesen Beruf tatsächlich gibt. Ich werde von
den unterschiedlichsten Firmen angeheuert, und meine Aufgabe ist es, mich auf
unterschiedlichste Arten in Ihre Systeme zu hacken und Ihnen mitzuteilen, wo
sie stärkere Sicherheitsbarrieren einbauen müssen. Oft habe ich das Gefühl, eine
Art Doppelagent zu sein. Einerseits schreibe ich Viren, die Computer
unbrauchbar werden lassen, auf der anderen Seite helfe ich Firmen, ihre
Sicherheitssysteme zu verbessern. Sie haben aber meist keine Ahnung, dass ich
Ihnen immer auch ein kleines „Geschenk“ dalasse. Einen Virus, den ich
absichtlich auf den Rechnern der Firma installiere. Damit sorge ich dafür, dass
eine Firma mich mindestens zwei- bis dreimal braucht, und bei jedem Mal verlange ich
mehr. So ein kleiner Virus kann dein bester Freund sein, wenn du ihn erschaffen
hast. Meine Freundin Tory war vermutlich
schon zuhause, doch wie es meine Angewohnheit war, schrieb ich ihr eine
Nachricht: „Hey Tory, bist du schon zuhause? Ich mach mich grade auf den
Weg.“  

„Nein, sorry, ich muss
noch Geburtstagsgeschenke besorgen. Mein Bro hat doch nächste Woche Geburtstag.
Wir sehen uns dann zuhause, ja? Love you.“  

Ich hatte wirklich Glück mit ihr. Sie war
das Beste, dass mir seit langem passiert ist. Ich bin nicht gerade mit
Schönheit gesegnet worden, ganz anders jedoch Tory. Sie ist eine richtige
Fashion Queen, und obendrein steht sie auch noch auf Computerspiele. Nicht
selten frage ich mich, was sie an mir findet.

Mit der Haustür im Blick kramte ich in
meiner Tasche nach dem Schlüssel und hatte ihn rechtzeitig zur Hand, als ich an
der Tür angekommen war. Erschöpft von der Arbeit trat in meine bescheidene Bude
ein, warf die Schuhe irgendwo ins Vorzimmer und ließ mich erstmal aufs Sofa und
die Tür ins Schloss fallen. Geburtstag, sagte sie. Neben meinem nicht gerade
makellosen Aussehen hatte ich zudem noch eine seltsame Eigenschaft, die wohl
wenige hatten. Manchmal kamen mir zu den banalsten Themen die komischsten
Ideen, so war es auch jetzt der Fall. So saß ich da und dachte mir: „Wie viele
Leute weltweit sind wohl am selben Tag wie ich geboren? Ich will wissen, woher
sie kommen, wie sie heißen.“ Und dann fiel mir ein, dass ich sicher eine
Möglichkeit finden würde, das herauszufinden. Im Internet würde es doch
bestimmt irgendwas dazu geben. Ich hievte also meinen Körper vom Sofa und ging
in mein Zimmer. Ich drückte den Knopf meines PCs, und er fuhr hoch, während ich
mich in meinen Sessel fallen ließ. 

Als mein alter Rechner mein gewohntes
Desktop-Bild präsentierte, welches mich und Tory Arm in Arm am Strand in
unserem letzten Urlaub zeigte, musste ich schmunzeln. Sie war tatsächlich ein
unbeschreiblich schönes Mädchen mit ihren blonden, schulterlangen Haaren und
den wenigen Sommersprossen, die sie auf ihrer niedlichen Nase besaß. Ihre Haut
hatte einen perfekten dunklen Ton im Schein der Sonne angenommen, während ich
an manchen Stellen einen sichtbaren Sonnenbrand hatte und mein dürrer Körperbau
nicht gerade zur Schönheit beitrug. Selbst unsere Kleidung war nicht
miteinander zu vergleichen. Wie konnte man schon das urlaubstaugliche Outfit
von Tory mit meinen Fetzen, welche ich einfach aus dem Schrank gegriffen hatte,
gegenüberstellen? Nach einer Weile des Schwelgens in Erinnerungen, entschied
ich mich, meiner Frage nachzugehen. Zunächst ziemlich ziel- und motivationslos
gab ich Suchwörter wie: „Menschen geboren am 23.11.1990 Namen“ ein und wurde
auch schnell fündig. 

Die Suchmaschine offenbarte mir ein weites
Spektrum von verschiedensten Seiten, die meisten waren jedoch irgendwelche
Ratgeber-Plattformen, in denen noch banalere Fragen gestellt wurden, wie etwa,
warum Menschen gerade an meinem Tag Geburtstag hatten. Bei jener Frage musste
ich schmunzeln. Warum es so war, war wirklich eine gute Frage. Nachdem ich mich
weitere Minuten durch die verschiedensten Foren durchgeklickt hatte, beschloss
ich gerade, meinen Browser zu schließen, als mir eine weitere, banale Frage
durch den Kopf schoss. Sie war so ziemlich das genaue Gegenteil meines vorigen
Gedankens:

Wann werden welche Menschen sterben? 

Doch entschied ich mich nicht dazu, das
einfach in einem Browser zu suchen. Wofür sind denn Fähigkeiten eines Hackers
von Nutzen, wenn man sie nicht auch privat gebrauchen kann? Kurzerhand hackte
ich mich mithilfe eines von mir entwickeltem Programms in ein Computersystem,
welches mir am geeignetsten vorkam, denn wenn jemand Informationen bewahrte,
dann war es der Staat. Ich hackte mich also in das System des Staates. FBI,
Staatsgeschäfte, NSA… Alles stand mir offen, seit ich einmal für den Staat
gearbeitet hatte und eine kleine… Hintertür offengelassen hatte. Im System angekommen durchforstete ich alle möglichen Dokumente, obgleich die meisten nicht gerade
von Relevanz für meine Suche waren, interessant jedoch allemal. Man glaubt gar
nicht, was der Staat alles vor der Öffentlichkeit geheimhält. Schließlich stieß
ich auf etwas in einem ziemlich versteckten Unterordner des FBI, welcher mit
„Gefahrpotential 77“ benannt war, dass meine Aufmerksamkeit erregte. Die Datei
wurde mit einem einfachen, doch fragwürdigen Namen benannt: „Liste 256“. Ohne zu
zögern, klickte ich auf jene. Während es einige Sekunden in Anspruch nahm, sie
zu laden, fragte ich mich, was diese Datei wohl beinhalten würde. Sie schien
noch dazu aufgrund der Ladezeit ziemlich groß zu sein.

Als „Liste 256“ endlich fertig lud,
schluckte ich beim Anblick der großen, in kursiven Lettern geschriebenen Überschrift,
die meine Suche mehr als nur bestätigte: „Liste an vollzogenen und noch
durchzuführenden Eliminationen“. Ich stutzte. „…Eliminationen?“ rekapitulierte
ich murmelnd vor mich hin, während ich mich langsam durch die Liste scrollte.
Sie enthielt jeweils genaue Informationen zu Name und Wohnort sowie ein Foto
all jener Personen, die auf dieser Liste vermerkt waren. Zudem waren sie
numerisch sortiert. Je mehr ich mir die Liste besah, desto mehr und
mehr bekam ich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Doch die beiden Nummern
226 und 227 sorgten dafür, dass mein Mund trocken wurde und sich nasse Schweißperlen
unter meinen Augen und auf meiner Stirn bildeten. Diese beiden besagten Nummern
referenzierten auf Freunde von Tory und mir, die nur vor wenigen Monaten tot in
der Nähe eines Flusses aufgefunden wurden… Mein Herz setzte für gute drei
Schläge aus, als ich auf den Eintrag darunter blickte. Da war mein Foto. Mein
Name. Es waren all meine Daten angeben, plus einem in Fett markierten Tag, der
allem Anschein nach meinen Todestag verkünden sollte:  12.04.2011. Dieser Tag war genau in zwei
Wochen… An dem Tag, an dem Torys Bruder Geburtstag hatte. 

Für eine gefühlte Ewigkeit starrte ich
perplex auf den Bildschirm und auf die Zahlen, welche man einfach nicht
übersehen konnte. Ich konnte meine Situation weder realisieren noch begreifen.
Tausende Fragen schwirrten in meinem Kopf herum und brachten mich beinahe in
den Wahnsinn: Warum ich? Was hatte ich mit dem Staat zu tun? Warum bewahrte er
überhaupt eine solche Liste bei sich auf? Was hatte das alles zu bedeuten?

Nur beiläufig, fast schon wie in Trance,
vernahm ich die hohe, liebliche Stimme meiner Freundin, welche meinen Namen
rief. Ihre Stimme klang in meinen Ohren so verwaschen, so fern, dass ich Mühe
hatte, jedes einzelne Wort in meinem Gehirn zu rekonstruieren und zu einem
vernünftigen Satz zu formen, auf den ich nur langsam und langgezogen
antwortete. Zumindest fühlte es sich so an.  

Als ich schließlich Schritte vernehmen
konnte, wusste ich, dass Tory auf dem Weg in unser Schlafzimmer war.
Urplötzlich hatte ich mich wieder gefangen und schloss alles so schnell ich
konnte. Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass sie sieht, was ich gesehen
habe. So wie ich sie kannte, würde sie nächtelang nicht schlafen können,
ständig in Sorge um sowohl mich als auch sich selber.

„Hey Schatz“, begrüßte sie mich mit einem weichen, warmen Kuss auf die Lippen.
An jedem anderen Tag hätte mich ihre Wärme aufgetaut und meine Liebe zu ihr
bestärkt, nur nicht heute. Zu tief saß die Erkenntnis, die ich gerade gewonnen
hatte. Mir war nicht klar, wie ich meinen Zustand beschreiben sollte, doch war
es für mich wie eine Art Trauma, das einfach nicht aus meinem Kopf
verschwinden wollte. Mit einer sturen Haltung rekapitulierte mein Gehirn immer
wieder aufs Neue, was meine Augen nicht hätten sehen sollen. Oh, wie sehr wünschte
ich mir in diesem Moment, ich hätte mich erst gar nicht auf diese bescheuerte
Suche begeben! Angefangen mit meiner beschissenen Eigenschaft, jeden Scheiß zu
hinterfragen, den es zu hinterfragen gibt.  

„Lewis, was ist los mit
dir? Alles in Ordnung“, fragte
mich Tory. Die Sorge war ihr sichtlich ins Gesicht geschrieben. Sie kannte mich
zu gut. Sie wusste, dass etwas nicht stimmte. Aber egal, was ich jetzt tat, ich
dürfte es ihr auf keinen Fall erzählen. Das würde es schlimmer machen, als es
ohnehin schon war. „Es ist nichts“, erwiderte ich schnell. Bemüht, nicht zu
genervt ihr gegenüber zu klingen. So wie ich sie kannte, würde sie bei dem
leisesten Verdacht nicht nachgeben, bis ich schließlich gestand. Das dürfte diesmal
auf keinen Fall passieren. Inständig hoffte ich, dass sie nicht doch nachhaken
würde. „Warum so grob, Hase? Du siehst wirklich nicht
gut aus… Brauchst du vielleicht irgendwas?“ hinterfragte sie und
zerbrach damit meine Hoffnungen. Ich seufzte erschöpft. „Ich… Ich bin einfach
nur müde, ok? Lass uns schlafen gehen. Morgen früh…“, ich schluckte kaum
merklich, „können wir alles Weitere besprechen.“ Tory entgegnete meinen
Vorschlag mit einem verwirrten, doch verständnisvollen Ausdruck und gab mir
einen Kuss auf die Stirn, ehe sie sich mit einem verführerischen Lächeln ins
Bad begab. „Tja, ich hoffe mal, dass dieses Problem
dich aber nicht davon abbringt, mir später noch meinen Zucker zu geben, Baby“,
sagte sie in einem Tonfall, bei dem jeder Mann schwach werden würde. Offensichtlich
dachte sie, mich damit auf andere Gedanken bringen zu können, dennoch hatte sie
sich getäuscht. Meine Gedanken hielten mich zumindest heute einfach davon ab.

In der Nacht lag ich wie erwartet wach und
grübelte. Grübelte immer noch über meine Fragen, die nicht beantwortet werden
konnten und mit größter Wahrscheinlichkeit nie beantwortet werden würden.
Angespannt starrte ich die dunkle Decke an. Ich hörte nichts außer meinen
Gedanken und meinem Herz, das gegen den Brustkorb pumpte. Vor meinem geistigen
Auge stellte ich mir plötzlich vor, wie Tory und ich am Geburtstag ihres
Bruders miteinander die Feier genießen würden, als sich ein schwarzer Van
näherte und eine Schar von Männern aus dem Wagen stiegen, die Anzüge und
Sonnenbrillen trugen. Plötzlich zogen sie Waffen. Alle Schüsse fallen allein
auf mich. Unerträglicher Schmerz bannt sich durch meine Nervenbahnen, meine
Sicht verschwimmt. Schreie. In der Nähe höre ich Schreie. Gehören sie Tory? Mit
der verschwommenen Sicht mischt sich Schwärze. Dunkelheit umfängt mich…  

Ruckartig riss ich die Augen auf. Schweiß
tropfte in dicken Tropfen mein Gesicht herunter. Panisch schnappte ich nach
Luft, mein Herz raste wie wild. „Lewis? Lewis!“,
rief Tory mir entgegen, schaute voller Besorgnis auf mich herab und legte
besorgt ihre Hände auf meine Brust und mein Gesicht, während sie sich mir
gegenüber aufrichtete. „A-alles ok“, stotterte ich immer noch mit rasendem
Herzen. „Es war nur ein Albtraum“, versuchte ich sie zu überzeugen und drehte
mich auf die Seite. Ich wollte nicht, dass sie meine Angst sah, die ich nun
stärker verspürte als zuvor. „Lewis, so geht es nicht
weiter, wenn etwas ist dann-“, „Nein, es ist nichts, und jetzt geh
endlich schlafen, Tory!“ fiel ich ihr ins Wort. Im selben Moment hätte ich mich
dafür ohrfeigen können. Meine dämliche Angst hatte mittlerweile Dimensionen
erreicht, die dazu führten, dass ich meine Freundin anschrie. Ebenfalls sorgten
sie dafür, dass ich mich beinahe verraten hätte. „Was
ist bloß los mit dir? Seit wenigen Stunden benimmst du dich so seltsam. Willst
mir nichts erzählen, schreist mich ohne Grund an… Hast du etwa… eine Neue?“
Bei jener Frage setzte ihre Stimme für wenige Sekunden aus, ehe ich ihr Wimmern
und ihre nassen Tränen auf meinem Arm spürte. „Schh… beruhige dich. Du weißt,
dass du mein Ein und Alles bist. Niemals würde ich dich für jemand anderen hergeben. Die Arbeit stresst mich einfach derzeit enorm…. Wieder Probleme mit
meinem Chef, du weißt schon“, versuchte ich sie mit dieser Aussage davon zu
überzeugen, dass es letztlich auf den vermeintlichen Problemen mit meinem Boss
beruhte, und nahm sie in den Arm. Glücklicherweise glaubte sie mir sofort. Wenn
ich mit einer Eigenschaft bei ihr Glück hatte, dann war es, dass sie alles
glaubte, was man ihr erzählte, vollkommen gleich, wie unlogisch oder
widersprüchlich es doch sein mochte. Ich bin ein Arschloch, das auszunutzen, ich
weiß, aber dies war eine Ausnahmesituation. Ich würde sterben.

Mit einem leichten Lächeln, dass ich im
fahlen, auf uns fallenden Mondlicht erkennen konnte, schmiegte sie sich an
meine Brust und schloss die Augen. Auch wenn ihre Tränen beim Lächeln versiegt
waren, konnte ich sie dennoch die Nacht über schluchzen hören. Zärtlich strich ich
ihr über ihre weichen Haare und versuchte mich mit dem einzigen Gedanken zu
befriedigen, dass ich meine Liebe, selbst wenn wir uns gerade ein halbes Jahr
kannten, um alles auf der Welt beschützen würde. Ganz gleich, was kommen mochte. Irgendwann
siegte schlussendlich die schleichende Müdigkeit über meinen Körper und ließ
mich in einen traumlosen Schlaf gleiten.  

Mit jedem vergangenen Tag, den ich mir von
einem Kalender strich, rückte der kommende Geburtstag immer näher, und meine Angst
wuchs mit jedem Tag, ganz gleich, wie sehr ich versuchte, mich von diesem
banalen Gedanken, am Geburtstag von Torys Bruder und meinem gleichzeitigen
Freund zu sterben, zu lösen. Nur noch mehr Fragen, deren Antwort wohl in den
Sternen stand, machten meinem ohnehin überforderten Gehirn zu schaffen. Warum
gerade sollte ich an einem Tag, an denen Familien zusammenkommen würden,
sterben? Welchen Zweck verfolgte die Liste überhaupt? Seufzend massierte ich
mir meine Schläfen, um die wiederkehrenden Kopfschmerzen zu vertreiben, die
mich auch schon zuvor heimgesucht hatten. Müde starrte ich auf meinen
Bildschirm. Gerade war ich dabei, meine Aufgabe als beruflicher Hacker zu
erfüllen. Anderen Leuten zu helfen, ihren PC sicherer zu machen. Ihnen Ratschläge zu geben, die helfen sollten. Auch wenn ich es gerne tat und neben
meiner eigenen Aktion eine ordentliche Summe dabei heraussprang, wollte ich in
diesem Moment nur noch eins: weg von hier. Alles um mich herum erinnerte mich
an jenen Abend, dessen Ausmaß ich durch eigene Dummheit zu verantworten hatte.
Man konnte ohne Zweifel sagen, dass ich paranoid war.

Überall standen sie. Diese PCs, auf deren
Bildschirme man klar erkennen konnte, dass meine Kollegen sich gerade in die
Systeme anderer hackten, nur weil sie ihnen „helfen“ wollten. Andere jedoch
schauten sich aus reiner Langweile heraus in den Rechnern anderer um. Bei
diesem Anblick musste ich unwillkürlich schmunzeln. „Begeht bloß nicht den
Fehler, den ich begangen habe“, flüsterte ich und verschwand daraufhin schnellstmöglich von meinem Arbeitsplatz. Die wütenden Rufe meines Chefs
ignorierend flüchtete ich ins WC und versuchte verzweifelt nachzudenken. Nicht
selten hatte ich mir gewünscht, ich hätte diese dämliche Liste nie gefunden
oder diesen Beruf erst angenommen. Aber für diese lächerlichen Wünsche war es
nun zu spät. Viel zu spät. Nach einer Weile, in der ich alleine mit meinen
aufkommenden Tränen kämpfte, klopfte es an der Tür. Bei dem ersten Klopfen
antwortete ich nicht, aus Angst, es könnte mein Chef sein, der mich wieder zur
Arbeit zwang. Doch so sehr es für diesen Beruf unverständlich klingen mochte:
Ich wollte nicht mehr zurück. Nie mehr wollte ich einen Fuß in diese
bescheuerte Firma setzen und anderen helfen. Da gab es auch tausend andere
Möglichkeiten, die ich in jenem Moment um einiges bevorzugte als diesen
beschissenen Hackerberuf. „Lewis?
Alles ok mit dir?“, riss mich die Stimme meines Kollegen und engsten
Freundes Jack aus meinen Gedanken. Nur widerwillig stand ich von der Toilette
auf, schloss die Kabine auf und begab mich in Richtung der Eingangstür zur
Toilette.  

„Was ist los mit dir, Kumpel? Warum bist du so plötzlich abgehauen? Es
wirkte fast so, als hättest du einen Geist gesehen…“, erklärte Jack mir
mein ungewöhnliches Handeln. Ich soll einen Geist gesehen haben? Vielleicht war
es auch so tatsächlich so… dachte ich, während ich mit einer einfachen
Handbewegung und einem leisen „Mir geht es nicht gut, ich geh nach Hause.“
mich von ihm verabschiedete. Ich dachte erst gar nicht daran, meinem
Vorgesetzten Bescheid zu sagen. Im Inneren hatte ich schon längst mit diesem
Beruf abgeschlossen. Nicht zuletzt, weil ich in weniger als vier Tagen sterben
würde. Zu Hause angekommen schrieb ich Tory zunächst, dass ich früher zu Hause
war als angenommen. Das mit der „Krankheit“ hatte ich bewusst verschwiegen. So
würde sie sich nur noch mehr Sorgen machen. Unter einer heißen Dusche versuchte
ich, nicht an den heutigen Tag zu denken. Zugegebenermaßen war es mir peinlich,
mit einer Vorstellung leben zu müssen, dass ich wie aus dem Nichts wie ein
Irrer von meinem Platz aus in die Toilette gerannt bin, nur um mich vor der
Realität zu verstecken. Zu meiner Überraschung gelang es mir auch einigermaßen, dieses Ereignis aus meinem Kopf zu vertreiben,
auch wenn ich über jenes selbst lachen musste. 

Doch spätestens als ich in die Küche kam,
wo der Kalender hing, kam alles wieder hoch. Das Ereignis, die verdammte
Vorstellung, nur noch vier Tage leben zu können, einfach alles… Völlig grundlos,
doch von innerster Wut getrieben riss ich den scheiss Kalender von der Wand und
warf ihn draußen in den Mülleimer. Gleichzeitig kam in mir die Frage auf, warum
wir uns überhaupt sowas besorgt hatten. „Es ist für
unsere ganzen Termine, die wir haben könnten, so haben wir sie besser im
Überblick“, rezitierte mein Kopf Torys liebliche Stimme und ihren
Hintergedanken zu diesem Haufen Schrott. Erneute Wut packte meinen Geist.
Diesmal war sie unergründlich. Einfach aus Frustration heraus schlug ich meine
Faust gegen die Betonwand unseres Hauses. Der Schmerz, welcher augenblicklich
daraufhin eintraf, hinderte mich nicht daran, immer weiter und weiter auf die
Wand vor mir einzuschlagen. Kaum zu glauben, dass sich aus meiner Angst und
meiner Verzweiflung so schnell Wut entwickeln konnte. Was würde als Nächstes kommen? Trauer? Der Wunsch zu sterben? Bei letzterem Gedanken zwang ich mich,
ihn zu ignorieren. Wenn es noch so weitergehen würde, würde ich den Tod
letztlich selbst vornehmen, anstatt auf den Mord zu warten. Vielleicht wäre es
einfacher für alle Beteiligten, doch was würde aus meinem Mädchen werden? Das
Leben hatte noch so viel zu bieten, und uns blieb nicht ewig Zeit. Ich weiß
noch, wie wir uns mal über den Gedanken unterhalten hatten zu heiraten, auf
einer einsamen Insel zu leben und unser Leben bis ans Ende zu genießen.  Zusammen. Dennoch, all diese Träume würden
durch meinen verschuldeten Fehler zunichte gehen. Durch meine eigene
Verantwortungslosigkeit.  

Am Abend wartete ich auf meine Schönheit.
Meine wunden Hände hatte ich mit Bandagen versucht, wieder zu richten, was mir nur
einigermaßen gelang. Mir war bewusst, dass Tory diese sichtbare Verletzung hinterfragen würde, aber auch da würde ich nicht zurückschrecken, ihr eine Lüge
aufzutischen, auch wenn ich mich mit jedem Mal dafür hasste, mein Mädchen
anlügen zu müssen. Doch auch als die Uhr 23 Uhr schlug, kam sie nicht heim.
Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht von ihr, in welcher sie schrieb, dass
sie sich verspäten würde. Die Arbeit war wieder einmal so viel gewesen, dass
sie diese nicht einfach unterbrechen konnte. Mein armes Mädchen, dachte ich.
Hätte nie im Leben gedacht, dass man als Sekretärin in einem Krankenhaus
solange dort zu sitzen hat. Schnell schrieb ich ihr noch eine Nachricht, dass
ich mich bereits ins Bett begebe, und wünschte ihr ihr noch eine Gute Nacht.
Dasselbe wünschte sie auch mir und setzte ihr übliches „Love you“ hinterher. Im Bett starrte ich, wie auch die unzähligen
Nächte zuvor, wieder einmal auf die Decke. Mein müder Verstand verleitete mich
einmal erneut dazu, meiner eigenartigen Eigenschaft nachzugehen. Diesmal jedoch
klang die Frage bei weitem nicht so dämlich wie jene, die alles eingeleitet
hatte: Wenn ich nur noch wenige Tage zu leben habe, was wäre mein größter
Wunsch?    

Ich war mir sicher, dass ich nicht der
Einzige sein würde, der sich diese Frage so kurz vor dem Tod stellen würde,
doch war es für mich das erste Mal, dass diese Frage nun eine wirkliche
Relevanz mit sich trug. Doch auch die Antwort war etwas, was klar auf der Hand
lag. Was wäre schon ein größerer Wunsch als jener, mit meiner Traumfrau unsere
Lebenstage zu verbringen? Ohne Sorgen, ohne Stress. Nur wir beide Hand in Hand
auf dem Strand unserer Insel liegend und sich in der Sonne badend. Unsere
Eheringe würden jenen Moment für die Ewigkeit besiegeln. Und diesen Wunsch
einzulösen, würde alles andere übersteigen, in den Hintergrund drängen, doch
ihn zu erreichen, war etwas ganz anderes. Etwas, was ich vermutlich nicht
schaffen würde, was wir vermutlich nicht schaffen würden. Ich war bereits
eingeschlafen und in meinen Träumen versunken, als ich nur am Rande
registrierte, wie meine zukünftige Frau sich neben mich legte und ihren Arm um
meinen Oberkörper legte.    

Schneller als ich gewollt hatte, kam der
Tag, den ich unter anderen Umständen genossen hätte. Am liebsten wäre ich vor
diesem Tag einfach weggerannt, wie ein kleines Kind, das sich erhofft, einem
Besuch beim Zahnarzt zu entgehen mit Bitten und Weinen. Bei dieser Vorstellung
lachte ich leise. Wie surreal und dumm es doch klang. So wie fast alles, was
mir meine Eigenschaft zu bieten hatte. „Und? Wie sehe
ich aus?“ hörte ich meine Tory fröhlich durch den Raum rufen, während
sie mit einem dunkelblauen Seidenkleid zu mir tanzte und dabei in solcher
Eleganz ihre unübersehbare Freude über den heutigen Tag ausstrahlte. Gott, wie
sehr hatte ich jetzt den Wunsch, sie in meine Arme zu nehmen und nie wieder
loszulassen, bis dieser Tag vorbei war.

Vielleicht war dies die einzige Möglichkeit,
dem Schrecken zu entgehen. „Du bist bezaubernd“, murmelte ich sichtlich
überwältigt von ihrer Schönheit. Im Gegenzug kicherte sie. „Ich danke dir, mein Liebster. Du siehst auch wirklich gut
aus. Wie ein wahrer Gentleman.“ Leicht schmunzelnd über ihre Worte
blickte ich in den Spiegel vor mir. Ein einfacher schwarz-weißer Anzug weckte
meinem Anschein nach den Eindruck, als würde ich mich als Bräutigam für eine
Hochzeit bereitmachen, doch war es nur eine lächerliche Familienfeier.    

Urplötzlich umarmte ich meine Schönheit, so
fest ich konnte. Alles an ihr wollte ich in Erinnerung behalten, selbst in den
letzten Minuten meines Lebens. Ihren Geruch, ihr Aussehen, ihre fröhliche Art,
ihr Lachen… es sollte sich alles für immer in meinen grauen Zellen festigen. „Hey, Lewis!“ lachte sie über meine überraschende Umarmung. „Du raubst mir noch die Luft!“ Sofort
ließ ich los. Ich wollte meinem Engel nicht wehtun. „Entschuldige, es ist nur…
Ich liebe dich über alles und danke Gott, dass er mir eine so wunderbare Frau
wie dich geschenkt hat“, erklärte ich mit einem breiten Grinsen und gab meiner Schönen einen festen, warmen Zungenkuss. Ihr Geschmack… so süß, so liebevoll.
Auf dass ich nie ihren Geschmack vergesse! 

Als
wir schließlich vor der Haustür ihres Bruders standen, konnten wir bereits die
laute, dröhnende Musik ausmachen, die sich im dahinterliegenden Garten
abspielte. Partymusik vom Feinsten. Ein großer, kräftiger Mann öffnete uns die
Tür. Blonde, kurze Haare, blaue Augen. In dem dunkelblauen Anzug, den er heute anhatte, konnte man leichte Umrisse seiner durchtrainierten Arme erkennen. Tory
hatte mir erzählt, dass er leidenschaftlich gerne Fitnessstudios besuchte und
selbst der Chef seines eigenen war. Alles, was ich von ihm wusste, wusste ich
von Tory oder von früheren Zeiten, etwa als Tory mich ihrer Familie vorgestellt hatte. „Willkommen, ihr zwei! Schön, dich mal wieder
zu sehen, Louis!“ begrüßte er mich mit einer zu festen, doch
freundschaftlichen Umarmung. Seine Euphorie darüber, mich wiedersehen zu
können, war mir aus unerklärlichen Gründen nicht ganz geheuer. So eine
merkwürdige Freude hatte er noch nie mir gegenüber ausgestrahlt. Stets hatte
er sich im Rahmen gehalten, wie es für einen erwachsenen Mann nun mal üblich
war, doch heute… platzte er geradezu vor Freude.  

„Schön auch dich… zu sehen, Steve“, presste
ich mühsam hervor. Mit wenig Luft in der Lunge gestaltete es sich schwierig,
die Begrüßung zu erwidern. Steve lachte und schob mich kurzerhand beiseite,
um seine Schwester zu begrüßen. Als wir schließlich durch seine Aufforderung in
den Garten gingen, hießen uns in einem bunten Stimmengewirr die anwesenden
Gäste willkommen. Torys Eltern sowie Verwandte und die Familie von Steve waren
anwesend. Freundlich begrüßten wir beide einen nach dem anderen. Ob mit einem einfachen
Händedruck oder einer warmen Umarmung. Nach einer Weile, die wir in
Unterhaltungen und Lachen verbracht hatten, bat uns Steve um seine
Aufmerksamkeit. „Wenn ihr bitte alle zuhören
würdet,“ begann er. „Ich möchte mich
herzlich dafür bedanken, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid. Allen
voran möchte ich meinen tiefsten Dank meinen Eltern aussprechen, die mich an
diesem wundervollen Tag geboren haben.“ Kaum hatte er jenen Satz beendet,
begab er sich zu seinen Eltern, um sie zu umarmen. Ganz gleich, wie kindisch
ich es doch fand, war es eine liebevolle Geste von ihm. Gerade, wenn man seinen
30. feierte. Als er schließlich allen seinen Dank für eine lange Unterstützung
und Liebe ausgesprochen hatte, kam, wie zu erwarten, auch ich dran.  

„Zur Feier des
Tages möchte ich mich noch bei jemand ganz Besonderen bedanken. Jemanden, den
man als treuen Freund und ja fast schon zweiten Bruder bezeichnen kann… Lewis,
komm zu mir!“ Hmpf. Treuer Freund. Das ich nicht lache. Wir hatten doch
so gut wie nichts miteinander zu tun, geschweige denn gemeinsam.
Nichtsdestotrotz wollte ich mich dieser Danksagung nicht als Einziger entziehen
und ging zu meinem „Freund“. Als er mich mit einer erneuten, freundschaftlichen
Umarmung empfing, klopfte er mir zusätzlich auf den Rücken, stärker, als ich
für angenehm empfinden würde.  „Komm nachher mit mir mit, ich muss mit dir reden“,
flüsterte er mir noch ins Ohr, woraufhin ich mich stolpernd von ihm wandte und
mich zur meiner Freundin zurückbegab. Was für’n schräger Idiot, dachte
ich.  

Später folgte ich dann seiner Bitte,
aufgrund dessen, dass er mir zweimal verständlich auf die Schultern tippte, als
ich mich gerade mit Torys Eltern, Lucie und David unterhielt, und mit einem
Daumen ins Hausinnere zeigte. Schnell entschuldigte ich mich für die plötzliche
Störung und versicherte ihnen, gleich zurück zu sein. Im Haus selbst folgte
ich Steve, der mich in sein Wohnzimmer führte. Neben einem gläsernen
Couchtisch, einem sichtbar teuren Flatscreen und einem mit braunem Leder
bezogenen Sofa wirkte alles so spärlich gestaltet. Die Farben passten für
meinen Geschmack überhaupt nicht ins Wohnzimmer. Es war alles so… cremefarben,
was in einer Küche sicher besser gepasst hätte. Zu meinem Erstaunen waren auch
die zugezogenen Vorhänge mit derselben Farbe versehen. Schrecklich. „Also, was
willst du von mir?“, fragte ich sichtlich unbeholfen, mit den Schultern
zuckend.  

Kaum hatte ich jene Frage ausgesprochen,
schlug Steve mir mit seiner Faust ins Gesicht. Ein Knacken. Schmerz und Blut
machten sich an meinem Gesicht bemerkbar. Dieser Penner hatte meine Nase gebrochen! „Was zur Hölle ist los mit dir?!“ brüllte ich ihn an, doch anstatt
mir eine Antwort zu geben, lächelte er sichtlich genüsslich über meine
Verletzung. „Zu dumm, dass du nicht selbst
draufkommst“, kommentierte er, weiterhin grinsend über das ganze
Gesicht. „Erinnerst du dich nicht an die Liste? Die
Liste, die du aus lauter bescheuerte Neugierde heraus im System des Staates
erblickt hast?“ Allmählich dämmerte mir wieder der Grund, wovor ich mich
am meisten gefürchtet hatte. Fassungslos schüttelte ich den Kopf, als ich
begriff. „Nein, nein! Das kann doch nicht sein! Du kannst nicht-“ „Vom Staat angeheuert worden sein, um dich so wie auch
andere Neugierige zuvor zu töten? Leider doch, mein Freund“, erklärte er
mir, während er mir einen Schlag in den Magen verpasste. Erneute Pein baute sich
in meinem Körper auf, welche mich auf die Knie zwang. „Wie… wieso tust du
das?“, presste ich mit zusammengebissenen Zähnen hervor. Mein Gegenüber lachte.
„Weil der Staat nicht möchte, dass man sich in
seine Privatangelegenheiten einmischt, doch da es hinterlistige Leute wie dich
gibt, die auf alles scheißen und bei denen einfaches Reden schon in der
Vergangenheit nicht geholfen hat, muss man eben zu härteren Mitteln greifen.
Aber um ehrlich zu sein, kümmert mich das Ganze nicht sonderlich. Umso mehr freut es mich, dass ich für meinen „Job“ gut bezahlt werde. Du musst wissen,
dass ein Fitnessstudio zu betreiben allein mich nicht zur dieser luxuriösen
Wohnung geführt hat! Und wie sagt man so schön? Geld regiert die Welt, nicht
wahr?“ lachte er spöttisch, doch immer mit dem Ziel, mir mit Tritten und
Schlägen das Licht auszuschalten.   

Ich versuchte mich nicht einmal zu wehren.
Die ganzen letzten zwei Wochen über hatte ich solch eine Angst, dass ich dem
Tod entgegenblicken muss, sodass es sich
jetzt nicht mehr lohnte, dagegen anzukämpfen. Doch plötzlich meldete sich meine
lächerliche Eigenschaft wieder zu Wort. Diesmal war es so eine banale Frage,
bei der ich selbst fast lachen musste, wenn auch jedes Zucken meiner Mundwinkel unerträgliche Schmerzen hervorrief. „Was lachst du
so bescheuert, du abartiges Stück Scheiße?!“ Die brüllenden Worte meines
jetzigen Feindes hörten sich so verwaschen und undeutlich an, dass mein Gehirn nur mit Mühe jene Fetzen in einen vernünftigen Satz formen konnte. „Warum ich
lache?“ flüsterte ich schwach, und mit einem Mal hörte mein „Freund“ auf, mich
zu treten. „Weil ich an etwas sehr Banales gedacht habe“, keuchte ich weiter
vor Schmerz. „Ich… dachte mir… ob du Tory wenigstens… in Ruhe lassen…
könntest…“, brachte ich meine letzte Frage kraftlos hervor. DasLetzte, was ich
je von Steve zu Gesicht bekam, war ein aufmunterndes Lächeln von ihm. Das erste
Lächeln, das mit so einer Ehrlichkeit und Wärme besolden war, dass ich ihm
sofort Glauben schenkte, bei den letzten Worten, die er an mich richtete: 

„Selbstverständlich lasse ich sie in Frieden. Sie ist doch
meine liebe, kleine Schwester.“

Autoren:

BlackRose16

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