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Tanz der Götter

Auslöschung

Kapitel 13

 

2010 London, Hauptstadt des Vereinigten Königreichs

Bei ihrer Landung wurden sie bereits von einem Mann erwartet. Er hielt ein Schild mit ihren Namen in die Höhe. Gemeinsam stiegen sie in einen Wagen und fuhren zum Treffpunkt. Als sie ankamen, wartete Soma bereits vor dem Eingang der Galerie. Sie zögerte, als sie ihn aus dem Fenster aus betrachtete. Er war es wirklich aber…Sie hatte kein gutes Gefühl. Plötzlich wurde ihr ein wenig mulmig. Sie stiegen aus dem Wagen und näherten sich angespannt.

„Als ich die Nachricht erhielt, dass du kommen würdest, hatte ich ein wenig Angst“, begann er, als er lächelnd auf sie zulief. Er sah ihr in die Augen, ignorierte Ares gänzlich. Er packte sie am Arm und zog Valeria zu sich heran. Soma umarmte sie fest und auch sie erwiderte seine Umarmung.

„Endlich…Nach all den Jahren…Ich habe an nichts anderes mehr denken können“, flüsterte er zärtlich.

„Soma…“ Ihr fehlten die Worte. Natürlich gab es mehr als genug Tage an denen sie ebenfalls an ihn dachte, ihn vermisste aber all die Ereignisse…Emil…Sie hatte so viele Fragen. Er nahm ihren Kopf in beide Hände und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Erneut sah er ihr in die Augen und als er sein Gesicht nahe an ihres brachte, um sie inniger zu küssen, wich sie irritiert zurück.

„Wa-Was tust du denn da?!“ Erschrocken trat sie neben Ares.

„Was soll das heißen, was ich hier tue? Was zur Hölle tust du? Geh weg von ihm!“, entgegnete Soma gereizt. Er kam einen Schritt auf sie zu.

„Verstehst du es noch immer nicht, Valeria?“, begann er lächelnd.

„Ich liebe dich!“, gestand Soma.

„Das weiß ich doch, Soma aber-“, warf Valeria ein, doch er ließ sie nicht aussprechen.

„Nein, tust du eben nicht! Ich liebe dich von ganzem Herzen. Du bist alles was ich will und jemals wollte und der da? Sein Schicksal ist bereits besiegelt.“

„Was soll das bedeuten?! Du bist mein Bruder!“ Als Soma dies hörte lachte er.

„So ein Unsinn. Das bin ich nicht. Du hast mich nur immer als solchen gesehen. Du hast mich nie als Mann betrachtet, sondern als großen Bruder. Dabei war alles wovon ich immer geträumt habe, eine Familie mit dir zu gründen und fernab von diesem beschissenen Anwesen mit dir gemeinsam ein glückliches Leben zu führen. Nur wir beide…und unsere Kinder.“

Seine Worte echoten in ihrem Verstand. Sie verstand nicht, sie wollte es nicht verstehen, wollte es nicht hören.

„W-Was soll das denn bedeuten?“, flüsterte sie völlig verunsichert. Erneut trat Soma einen Schritt näher. Ares stellte sich vor Valeria. Nicht näher. Keinen einzigen Schritt näher. Du bekommst sie nicht, dachte er. Soma sah ihn hasserfüllt an, blieb jedoch stehen.

„Genauso. Ich wollte ein Leben mit dir, stattdessen hängt dieser Köter an deinem Hosenbein. Ich hätte dich damals schon töten sollen, du Hund. Ich bereue es, nicht als erstes in dein Zimmer gegangen zu sein. Diesen Fehler mache ich kein zweites Mal.“ Der Hass in Somas Augen, ließ sich kaum in Worte fassen. Schockiert sah Valeria ihn an.

„Was…hast du da eben gesagt?“ Soma grinste kalt. Gänsehaut machte sich auf Valerias Armen breit.

„Soma, bitte! Das bist doch nicht du!“, begann sie an ihm zu appellieren.

„Natürlich bin ich das. Ich habe mich nicht verändert. Im Gegenteil. Durch Maxime habe ich-“

„Maxime?!“, rief sie dazwischen.

„Steckt er hinter all dem?! Manipuliert er dich?! Und Emil? Hast du ihn auf uns gehetzt oder Maxime?!“ Soma begann zu lachen.

„Unsinn. Durch ihn habe ich die Wahrheit über uns erfahren. Durch ihn, habe ich dich finden können.“

„Komm mit mir! Lass uns endlich gemeinsam glücklich werden!“, entgegnete er sanft lächelnd, jedoch mit Nachdruck. Er sah, dass Valeria mit der Situation völlig überfordert war und dennoch ließ er nicht von ihr ab. Unbeirrt versuchte er sie zu überzeugen. Übte immer mehr Druck aus. Das war auch Ares nicht entgangen.

„Lass sie in Ruhe“, setzte Ares dagegen. Soma starrte ihn an. Ihm war es nicht entgangen. Soma war nicht entgangen, dass sich Ares verändert hatte und es machte ihn noch wütender.

„Wuff!“, verspottete er Ares. Dieser blieb unbeeindruckt.

„Sei ein braver Hund, mach Platz“, sprach Soma lachend. Doch Ares rührte sich nicht. Soma kochte vor Wut.

„Ich sagte, mach Platz!“, schrie er wutentbrannt und schnellte auf Ares zu. Dieser stieß Valeria beiseite, damit sie keinen Schaden nahm. Soma schlug ihm mit einer immensen Härte in das Gesicht. Die Kraft war so monströs, dass Ares durch das gegenüberliegende Fuckoffee Gebäude und sogar noch durch den Fatlash-Schönheitssalon geschleudert wurde. Panik und Angst schlichen sich bei den Passanten ein. Wie aufgescheuchte Hühner rannten die Menschen umher, doch Soma und Valeria ignorierten diese. Fassungslos starrte Valeria das durchbrochene Gebäude an.

„Also ist es wahr? Du hast Maxime verwandelt und Emil auch?“ Er zuckte mit den Schultern.

„Na und? Du hast diesen Köter ja schließlich auch verwandelt. Ausgerechnet ihn!“, knirschte er bedrohlich.

„Ich lasse dir die Wahl. Komm mit mir. Lass alles hinter dir und bleib an meiner Seite. Nur du und ich und im Gegenzug, lasse ich den Köter am Leben.“

„…Ares…“ Hörte Soma sie flüstern.

„Wie bitte?“

„Sein Name…ist Ares!“, schrie sie ihm zornig entgegen. Gesenkten Blickes nickte er. Bevor er etwas erwidern konnte, stürmte Ares auf sie zu. Er stellte sich vor Valeria. Seine Kleidung war zerfetzt.

„Das hat ja gedauert“, kicherte Soma.

„Verzeihung. Ich musste den Menschen, die durch dich verletzt wurden helfen“, grinste Ares.

„Ich habe die Gebäude nicht beschädigt. Du bist schwach. Die Menschen wären doch gar nicht erst verletzt worden, hättest du die Kraft besessen mich aufzuhalten. Womit habt ihr eure Zeit verbracht, hm? Deine Kräfte scheinst du ja nicht gerade trainiert zu haben du Abschaum.“ Sein Zorn wuchs und wuchs. Er wollte es endlich beenden, sein Versprechen einlösen. Valeria würde schon irgendwann darüber hinweg kommen.

„Das reicht!“, rief Valeria dazwischen.

„Entscheide dich jetzt. Verlässt du ihn und lebst dein Leben mit mir? Oder entscheidest du dich für ihn und siehst dabei zu, wie ich ihn töte?“, stellte er sie vor die Wahl.

Auch Ares wartete auf eine Entscheidung. Er würde sie akzeptieren. Ganz gleich, wie sie sich entscheiden würde, er würde es akzeptieren, oder? Er war sich nicht sicher. Doch er wusste, dass er alles tun würde um sie glücklich zu sehen, auch wenn es bedeuten würde, für sie zu sterben. Sie warteten. Erwartungsvoll warteten beide auf eine Entscheidung.

„Du willst eine Entscheidung, Soma?“, begann sie ausdruckslos.

Soma…

„Du hasst ihn. Du hast Ares schon immer gehasst. Egal wie ich mich entscheide, du würdest ihn töten.“ Soma grinste breit und zuckte mit den Schultern.

Die andere Hälfte…Achillesverse.

„Was soll ich sagen? Du hast mich erwischt“, lachte er.

„Das lasse ich nicht zu. Bevor das passiert, töte ich dich. Dich und Maxime.“

Ihre Worte sorgten dafür, dass sein selbstgefälliges Lächeln verschwand. Auch Valeria realisierte jetzt, was sie soeben aussprach. Soma sah zu Ares. Was darauf folgte, passierte zu schnell als das man hätte rechtzeitig eingreifen können. Erneut preschte Soma in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit auf Ares zu. Er stieß ihn zu Boden. Der Aufprall war so heftig, dass der Asphalt brach und sich die Straße spaltete. Ares spuckte Blut. Er schrie vor Schmerzen. Soma vergrub seinen kompletten Unterarm in Ares‘ Magen. Blanker Hass spiegelte sich in seinen Augen wieder.

Bedrohliche Situation…Todesgefahr.

Valeria fasste sich an den Kopf. Er schmerzte. Es pochte so unerlässlich. Diese Stimme. Es tat weh.

Überlasse mir die Kontrolle.

„Nein…“

Wenn du stirbst, sterbe auch ich und dann stirbt auch Ares.

„Nein!“

 

Ares spuckte immer mehr Blut. Die Menschen um sie herum wurden immer hysterischer. Soma lachte. Er lachte lauthals.

„Rennt! Rennt ihr Maden aber auch ihr werdet schon bald eurem neuen Gott huldigen!“ Brüllte er belustigt.

„Neuer Gott?“

Ertönte plötzlich eine Stimme neben ihm. Doch er konnte nicht mehr reagieren. Der überraschende Tritt Valerias schleuderte ihn in ein naheliegendes Gebäude. Valeria nahm die panischen, angsterfüllten Schreie der Menschen um sie herum schon längst nicht mehr wahr.

„Das ich nicht lache“, wisperte sie. Sie reichte Ares eine Hand, die er auch ergriff um sich wieder aufzurappeln.

„Valeria?“, fragte er zögernd. Es war Valeria aber irgendwie…Er hatte das Gefühl eine andere Valeria vor sich zu haben. Wortlos lief sie in aller Ruhe auf das zerstörte Gebäude zu, in welchem sich Soma befand.

Sie streckte ihren Arm aus. Rote Risse bildeten sich und der Unterarm begann sich zu spalten. Soma schritt aus dem Trümmerhaufen und lief ebenfalls gemächlich auf sie zu. Als er unachtsam auf die Straße trat, musste ein Wagen stark abbremsen. Der Fahrer hupte wild.

„Du meinst es also ernst“, äußerte er ausdruckslos und blieb weiterhin auf der Straße stehen.

Der Fahrer des Wagens war am durchdrehen, er fluchte laut, doch als er sah, wie Soma seinen rechten Arm ausstreckte und sich auf diesem lange rote Risse bildeten, verstummte er auf der Stelle. Er wurde Zeuge Somas ‘Geburt‘. Seine Klinge war massiv und riesig. Da war so ungeheuer viel Blut auf der Straße. Wie die von Valeria, hatte auch seine Waffe, rote steinähnliche Gebilde. Er schritt weiterhin in aller Ruhe auf sie zu. In der Ferne waren Sirenen zu hören. Stillschweigend starrten sie sich an.

„Du weißt was passiert, wenn du mich mit deiner Waffe verletzt, oder?“, wollte er von ihr wissen. Sie erwiderte seinen Blick, antwortete ihm jedoch nicht.

„Klar. Bestehen diese Waffen schließlich aus unserem Blut…Gib auf, Valeria. Ich will dich nicht töten.“ Sie schwieg weiterhin.

„Du hast keine Chance gegen mich. Ich bin dir überlegen und dem Hund an deiner Leine sowieso.“ Bei diesen Worten verfinsterte sich ihr Blick erneut.

„Wir werden sehen“, entgegnete sie eisern. Verständnislos schüttelte Soma den Kopf.

„Wie oft hast du diese Fähigkeiten eingesetzt? Wie gut hast du sie ausgebaut, verbessert? Wie oft hast du trainiert?“ Er sah ihr an, dass sie keine Ahnung hatte wovon er da sprach. Er lachte.

„Du hast nicht einmal eine Ahnung, was du da gerade getan hast, nicht wahr? Dein Körper hat einfach gehandelt. Genesis in dir, fühlt sich bedroht also reagiert es. Lass ihn mich einfach töten. Du wirst darüber hinweg kommen. Ich helfe dir.“

„Sei still!“, schrie sie aufgebracht. Er hielt inne. Soma musterte ihr Gesicht eindringlich.

„Valeria? Du bist doch noch du selbst, oder?“, fragte er schmunzelnd. Er presste die Lippen zusammen.

„Irgendwie…Ja und irgendwie auch nicht, was? Irgendetwas dazwischen“, kicherte er. Dann verstummte sein Kichern und erneut starrten sie sich an. Unerwartet stürmten beide aufeinander zu. Bereit zu töten.

Ares hielt sich schützend die Arme vor das Gesicht. Der Aufprall der beiden war immens. Die Luft fühlte sich immer mehr elektrisch geladen an. Er sah zu, wie sie beide miteinander kämpften, verbissen und ohne Rücksicht auf Verluste. Er sah, wie Menschen von Trümmern und umherwirbelnden Gegenständen getroffen und verwundet wurden, sogar starben. Er konnte sie nicht aufhalten. Er erkannte nicht einmal mehr Valeria. Sie kam ihm so verändert vor, so anders. Wie ausgewechselt.

Er musste dabei zusehen, wie die Stadt zu einem riesigen Kampfring wurde. Machtlos. Genau das war er. Hatte er selbst Schwierigkeiten sich bei diesen unnatürlich starken Windböen auf den Beinen zu halten. Die beiden Kämpfenden waren gleich auf. Teile der Stadt glichen bereits einem Schlachtfeld. Ares sah sich um. So viele Unschuldige, die bereits ihr Leben ließen. Leichen auf den Straßen, begraben unter Trümmern, erschlagen, zerquetscht und sogar in Stücke gerissen. All das Blut. Das konnte nicht das sein, was Valeria wollte. Was sie jemals zugelassen hätte, oder doch?

„Du musst aufpassen, Valeria. Lass es dich nicht vollständig übernehmen. Ich glaube nämlich nicht, dass du dann jemals zurückkehren kannst.“ Sie ignorierte seine Worte.

„Du willst ein Gott sein?“, entgegnete sie bitter.

„Natürlich bin ich das und nicht nur ich sondern auch du.“ Sie lachte leise.

„Schwachsinn.“

„Meinst du? Tja, ich sehe das so…Wir sind allen anderen Lebensformen auf dieser Welt weitaus überlegen. Wir sind stärker, wir sind schneller, wir sind unsterblich, wir könnten eine neue Rasse erschaffen. Wir könnten über sie alle herrschen, wenn wir wollten“, argumentierte er lächelnd.

„Darum geht es dir? Macht und diese einzusetzen? Was willst du machen, die Menschen versklaven?“

„Versklaven klingt so…hart. Man könnte durchaus überlegen sie als Haustiere zu halten oder…Nutzvieh“, kicherte er amüsiert.

„Haustiere…? So siehst du die Menschen?“ Er zuckte lediglich mit den Schultern.

„Wir sind keine Götter. Du nicht…Und ich auch nicht. Wir sind Monster und wir gehören nicht in diese Welt, denn diese gehört den Menschen.“

„Du willst das also wirklich?“, erkundigte sich Soma. Sie schwieg.

„In Ordnung. Wollen wir dann jetzt Ernst machen?“, schlug Soma vor. Valeria sah ihn ausdruckslos an. Sie verzog nicht eine Mine.

Soma stieß seine Klinge in den Boden. Er stöhnte kurz schmerzhaft auf. Valeria sah zu, wie sich etwas aus seinem Körper kämpfte. Blut schoss aus seinem Rücken in die Luft. Das Blut kristallisierte augenblicklich und Soma entfaltete schwungvoll zwei rötliche, große Flügel. Sie starrte auf die roten Schwingen. Wie die Flügel einer Fledermaus, dachte sie. Die langen Knochen waren eingehüllt in demselben Steingebilde, wie es auch bei den Klingen der Fall war. Die Flughaut war blass rötlich und sehr dünn. Rote Adern hoben sich ab. Nun stieß auch sie ihr Schwert in den Boden und tat es ihm gleich.

„Du lernst schnell oder ist dies eine weitere Reaktion von Genesis?“, wisperte er mehr zu sich selbst als zu ihr.

„Ich bin trotzdem überlegen.“

 

 

 

 

„Du konntest ihn nicht töten“, stellte Michail fest. Sie verneinte kopfschüttelnd.

„Ich spürte, wie mich meine Kräfte verließen. Er war mir überlegen. Diese Druckwelle, die die gesamte Stadt vernichtete, schleuderte uns beide in verschiedene Richtungen. Ich wusste, dass wenn ich jetzt aufgab, er Ares einfach töten würde. Also bündelte ich die mir verbliebenen Kräfte, packte ihn und flog so schnell ich konnte. Einfach nur weg.“

„Nach Toshima“, fügte Michail hinzu.

„Einfach irgendwo hin. Weit weg. Einfach weit genug weg.“

„Verstehe.“

„In Toshima begannen wir nach einiger Zeit dann damit, unsere Fähigkeiten zu verbessern“, erklärte sie.

„Weshalb? Ich meine, bedeutet dies, dass dein Entschluss nach wie vor fest steht? Du wirst ihn töten?“, erkundigte er sich neugierig.

„Es muss geschehen. Damit das alles endlich endet, muss Maxime sterben und mit ihm…Auch Soma. Ich habe so lange daran festgehalten. Habe mir selbst eingeredet, Maxime würde ihn manipulieren und dass er diese Dinge nie aus freien Stücken tun würde aber…Es ist an der Zeit meine Augen zu öffnen.“

„Und was ist mit dir?“ Ausdruckslos sahen sich beide an.

„Vorausgesetzt ich überlebe diesen…Krieg…Ich denke, dass es für alle das Beste wäre, wenn keiner von uns beiden existiert.“

Für einen Moment sprach niemand. Michail starrte Valeria an.

„Valeria, ich würde gerne etwas wissen…“, durchbrach er schließlich die Stille.

„Würdest du in Erwägung ziehen, erneut jemanden zu verwandeln?“

Sie blickte ihn entsetzt an, als er die Frage aussprach.

„Nein.“

„Nicht einmal, wenn es einen Freiwilligen gäbe?“

„Ich sagte nein. So etwas will ich nie wieder tun müssen“, erklärte sie mit hörbarer Strenge. Michail seufzte leise.

„Na schön. Was ist mit deinem Blut? Würdest du uns dann vielleicht gestatten, dir etwas Blut zu entnehmen?“

„Weshalb denn das?“, fragte sie skeptisch.

„Damit hätten wir eine gute Methode um etwas gegen die Abgestoßenen zu unternehmen. Ich habe gesehen, wie dieser Abschaum starb als er von dir trank.“

„Aha. Eine weitere Waffe um Unschuldige zu töten.“

„Unschuldig? Dabei dachte ich, du hättest die Augen geöffnet…“, erwiderte Michail provokant.

„Dank Ihnen Michail glaube ich, dass mir meine Augen nun gänzlich geöffnet wurden.“

Mit diesen letzten Worten, erhob sie sich und verließ zusammen mit Ares den Raum. Entnervt lehnte sich Michail in seinen Stuhl zurück, als die Tür geschlossen wurde. Sein Blick haftete auf seine Unterlagen.

„Ich bekomme schon noch was ich will. Warte es nur ab“, flüsterte er zähneknirschend.

 

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