
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Bereits als kleiner Junge verspürte er bei Vollmond dieses komische Kribbeln, welches unaufhörlich durch seinen kleinen Körper zu strömen schien.
Was das zu bedeuten hatte, wurde ihm erst Jahre später bewusst, als seine Andersartigkeit fast das erste Opfer forderte.
Bei Vollmond war er nicht länger der sechzehnjährige, nette Junge, den alle in der Nachbarschaft aufgrund seiner Hilfsbereitschaft und freundlichen, ruhigen Art schätzten.
Nein, in diesen ganz besonderen Nächten wurde er zu … einer Bestie.
Seine Augen begannen blutrot zu leuchten und es breitete sich eine Welle der Wut in ihm aus, die ihn fast den Verstand verlieren ließ.
Noch immer schauderte ihm bei der Erinnerung an den armen Mann, der ihm einst in einer dieser Nächte entgegenkam und gerade noch rechtzeitig – wenn auch schwer verletzt – verschwinden konnte, bevor schlimmeres passierte.
Diese Augen…weit aufgerissen und voller Angst und Entsetzen über die Kreatur, die da vor ihm stand. Dieses Bild hatte sich in seinem Kopf eingebrannt und begleitete ihn seither tagtäglich durch sein Leben.
Seit diesem Vorfall verschanzte er sich in den lichtdurchfluteten Nächten in einer kleinen, tief im Wald verborgenen und unscheinbaren Hütte, die offenbar niemand mehr nutzte. Nur so konnte er seine Mitmenschen schützen – vor sich selbst.
Bis ihm eines Tages ein tragischer Fehler unterlaufen sollte.
Es war ein warmer, sonniger Herbsttag – vermutlich einer der letzten schönen Tage dieses Jahres – als er mit seinen Freunden zu einer Wandertour aufbrach. Es war ein lustiger Tag und trotz ihrer sonst so guten Orientierung und einer Wanderkarte, schafften sie es vom Weg abzukommen und sich in den weiten Wäldern zu verlaufen.
Es wurde bereits dunkel, als sie noch immer nach dem richtigen Weg suchten.
Einer der Freunde zeigte in Richtung Himmel und rief: “Schaut mal, heute ist Vollmond!”
Er sah in den Himmel und Panik ergriff ihn – er hatte Recht … und das hieß, dass seine Freunde in großer Gefahr waren.
Wie konnte er nur vergessen einen Blick auf den Mondkalender zu werfen. So etwas durfte einfach nicht passieren!
Doch es war zu spät…er spürte bereits, dass das so vertraute, unruhige Kribbeln Besitz von seinem Körper ergriff. Und dann wurde alles um ihn herum dunkel.
Als er wieder zu sich kam, war es bereits wieder früh am morgen. Blinzelnd blickte er in den Sonnenaufgang ehe sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten. Sein Kopf schmerzte und eine bleierne Schwere lag auf seinem Körper.
Und plötzlich erinnerte er sich…Vollmond! Seine Freunde…
Langsam rappelte er sich auf und sah dabei auf seine Hände…Blut. Überall Blut.
Er drehte sich um und erst da wurde er sich dem Ausmaß seines Fehler bewusst. Ihm dämmerte, was sich hier am Abend zuvor ereignet haben musste.
Seine Freunde waren…tot. Blutüberströmt und grausam zugerichtet lagen sie im feuchten Gras. Er sank zu Boden, kreidebleich und erschrocken, wozu er fähig war. Stille Tränen rannen sein Gesicht hinab.
Viel schlimmer als sie so zugerichtet dort liegen zu sehen, war jedoch die Tatsache, dass er fortan mit der Schuld leben müsse seine besten und liebsten Freunde auf dem Gewissen zu haben.