
Verblutet im Schnee
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Ihre Augen öffnen sich. Sie ist so
wunderschön. Ein dumpfer Schlag in ihr Gesicht. Ich beginne erneut zu lachen.
Zum wievielten Mal geht das jetzt so? Zum fünften Mal? Sechsten? Ich weiß
nicht, ich habe es vergessen. Wie schade… Die Frau lässt ein Stöhnen los. Ich
grinse.
„Wieder wach?“, frage ich in einem
beinahe euphorischen Ton.
Als Antwort ein leises Wimmern. Ich konnte
Worte im Gewimmer vernehmen.
„W-warum t-tust du d-das?“, stottert
sie.
Sie tut mir fast leid. Wie ein Vogel mit
gebrochenen Flügeln liegt sie vor mir. Unwissend, welche Sünden sie begangen
haben könnte. Ich setze mich zu ihr aufs Bett.
„Was du getan hast?“, frage ich ruhig.
Ein Lächeln durchzieht mein Gesicht, als
ich ihren verwirrten, naiven Ausdruck betrachte, „Tja Süße, ich weiß nicht, wie
ich es dir sagen soll.“, ich mache eine kurze Pause, um meine Worte zu
sammeln, „Du bist eine Nutte.“
Eine leichte Bewegung ihres
Gesichtsmuskels. Dass sie trotz des Betäubungsmittel noch so viel Kraft hat…
erstaunlich. Mit den anderen hätte ich nie so ein Gespräch führen können. Sie
ist wohl etwas Besonderes.
„Ich meine das nicht als Beleidigung. Aber
es ist nun mal so, dass du dafür bezahlt wirst, mit anderen Männern… Du weißt
schon zu machen.“
Geschockt schaut sie mich an. Irgendwie
gefällt mir das. Ich stehe auf und schlendere zur anderen Seite des Raums.
„Aber ich muss doch meinen Sohn versorgen!“, schreit sie.
Nun blicke ich etwas überrascht.
„Deinen Sohn?“, meine Stimme wird
lauter, beginnt vor Wut zu zittern, „Denkst du wirklich, du machst deinem Sohn eine Freude, wenn du so einen Job machst?! Hä?! Du Hure!“
Ich schnappe mir den Vorschlaghammer, der
gerade noch gegen die Zimmerwand des stickigen Zimmers gelehnt war, und renne
auf die Frau zu. Sie kann nicht fliehen, sie ist festgekettet. Sie hat keine
Chance mehr. Ein Schlag. Blut spritzt auf mein weißes Hemd, das mich laut
vieler Menschen so seriös erscheinen lässt. Ein zweiter Schlag. Die rote
Flüssigkeit breitet sich auf dem weißen Bettlaken aus. Weiß wie die Unschuld.
Weiß wie Schnee.
Ein dritter Schlag, der letzte. Sie hustet,
spuckt Blut. Dann sieht man, wie der letze Hauch Leben aus ihren Augen
entweicht. Ihre Gesichtszüge werden kalt. Meine Arbeit ist getan. Ich küsse die
Stirn des gefallenen Engels.
„Verblutet im Schnee, denn bei Weißem sehe
ich rot.“, flüstere ich ihr als meine letzten Worte zu.
Ich stehe auf, ich muss von hier
verschwinden. Ein neues Opfer wartet auf mich…