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Eine extreme Hitze

Ich sitze nun schon hier seit Stunden, im Keller meines Hauses. Es ist der kälteste Raum in meinem Haus. Draußen herrscht so eine extreme Hitze, doch der zuvor kühle Keller wird auch immer wärmer und lässt sich kaum von den anderen Räumen unterscheiden. Ich habe mir eben Tee gekocht. Ich trinke einen Schluck. Er ist kochend heiß und hat mir beinahe meinen Mund verbrannt. Ich habe aber gehört, dass wenn man im Sommer Tee trinkt, soll man weniger schwitzen. Ich habe allerdings weniger das Gefühl, dass dies wirklich stimmt. Ich beschloss, also, dass Tee doch keine so gute Idee war und in deshalb in die Küche, um mir aus dem Kühlschrank eine eiskalte Cola zu holen. Die Treppen vom Keller ging ich rauf. Es ist so verdammt heiß draußen! Es fühlt sich an, wie in einer verdammten Wüste.

Ich fühlte mich schwach und leide an Kopfschmerzen, die zunehmend stärker wurden. Meine Haut brennt von den aggressiven Sonnenstrahlen. Ich halte an und breche zum Boden zusammen, dabei sind meine Hände auf meinem Kopf, um die Kopfschmerzen wenigstens ein bisschen zurückzuhalten, zu können. Nach ein paar Minuten schaffe ich es, mich aufzurappeln und meinen Weg zum Kühlschrank fortzusetzen.

Die Kopfschmerzen ließen nach, aber dann wurde mir extrem schwindlig. Ich hatte Probleme beim Gehen, aber dennoch kippte ich nicht um, auch wenn ich kurz davor war. Nach Qualen der Hitze war ich endlich am Kühlschrank angekommen und öffnete ihn. Der Eiskasten spendete nur etwas Kälte. Ein Hauch, welcher kaum spürbar gewesen war. Ich hatte erwartet, dass einige Nahrungsmittel, durch diese Hitze schon schlecht geworden sind. Dem war aber nicht so. Ist auch besser so, dachte ich mir.

Ich suchte nach einer Dose Cola.

Scheiße, keine Cola mehr da.

Ich müsste herausgehen, zum Supermarkt und ein kühles Getränk kaufen. Ich müsse mich dem erbarmungslosen Sommer noch mehr zu beugen. Ich schaute, ob es nicht noch im Kühlschrank ein anderes Kaltgetränk gab. Es gab keines mehr. Ich verzweifelte. Ich musste jetzt wirklich zum Supermarkt.

Ich begab mich in den Flur und zum Schrank, wo ich immer meine Brieftasche und meine Schlüssel aufbewahrte. Als ich die Schublade öffnete, musste ich feststellen, dass die Geldmünzen und die Schlüssel geschmolzen waren. Im Schrank musste es wohl noch heißer als draußen gewesen sein. Das flüssige Metall bewegte sich nur so über das Holz des Schrankes. Ich nahm das Papiergeld, trat vor die Tür und wurde wieder übermannt mit der brachialen Gewalt des Sommers in Form von Hitze. Mein Gesicht schmolz fast weg. Genauso wie es die Schlüssel und die Münzen taten.  Ich begann sehr schnell ein Gesicht mit meinen Armen zu verdecken. Die Haustür schloss ich. Abschließen konnte ich sie jetzt nicht mehr, aber das war jetzt auch egal.

Eine Wüste war wie die kalte verschneite Landschaft Norwegens im Vergleich zu der Hitze draußen, als ich die Straße entlang lief. Es war eine unerträgliche Hitze! Ich habe nicht das Glück gleich um die Ecke ein Geschäft zu haben, ich muss immer wieder aufs neue weit laufen. Bei dieser Hitze umso schwerer. Ich bedeckte immer noch mein Gesicht mit meinen Armen als ich die Straße rauf lief. Sie war Menschenleer. Kein Wunder. Der Sommer schlägt erbarmungslos zurück. Nicht einmal Tiere waren zusehen. Keine Eichhörnchen, keine Vögel und auch keine Regenwürmer. Als ich an ein paar Mülltonnen vorbeilief, war nicht einmal eine einzige Fliege zu erblicken. Die Pflanzen vor den verdunkelten Fenstern waren schon lange ausgetrocknet.

Ich fragte mich, ob der Supermarkt überhaupt offen hatte?

In diesem Moment wurde es extrem heiß unter meinen Schuhsohlen. Der Beton war einfach so unfassbar heiß geworden. Auf ihm könnte man vermutlich Spiegeleier braten. Ich joggte panisch nach hinten und vorne, um meine Füße abzukühlen. Es half nichts und ich rannte etwas schneller, aber nicht zu schnell, weil ich sonst ganz sicher einen Kollaps erleiden würde. Nach ein paar wenigen Minuten bemerkte ich vor mir eine Rauchwolke aufsteigen und es roch stark nach Gummi. Ich schaute herab und stellte fest, dass meine Schuhsohlen am Schmelzen waren. Es war verdammt heiß unter meinen Füßen, wie wenn man über Glut läuft und meine Schuhe klebten wie ein zurückgelassener Kaugummi auf der Straße.

Noch gerade so schaffte ich es, die Schleifen zu lösen und meine Füße zu befreien, ehe sich das Gummi in meine Haut und in das Fleisch gebrannt hatte.

Ich blickte noch zurück. Meine Schuhe waren nicht wiederzuerkennen. Sie waren bloß eine schwarze Substanz auf dem Bürgersteig, welche leicht vor sich hin dampfte.

Ich ging weiter und meine Füße, heizten sich stark auf. Ich begann zu rennen, der Supermarkt war nicht mehr weit entfernt.

Geschafft! Ich war verschwitzt beim Laden angekommen. Meine Kleidung und meine Haare waren vertrieft nass. Man könnte meinen, ich wäre gerade im Meer schwimmen gewesen. Ja, im Meer schwimmen – ich dachte daran, wie schön es jetzt wäre, in der Karibik oder der Ostsee zu sein und im erfrischend kalten Wasser zu baden. Nur leider konnte ich es jetzt nicht. Es ist nicht so, dass ich nicht schwimmen kann, es ist nur, dass der Weg so unfassbar weit ist. Ich trat in den Supermarkt ein. Es war auch nicht kälter oder wärmer als draußen gewesen. Doch der Boden war kühler als draußen. Das machte mich so glücklich. Ich schaute mich um. Außer eine einsame und mit der Hitze kämpfenden Kassiererin, war der Markt Menschenleer. Ich ging zur Getränkeabteilung. Der Grund, warum ich überhaupt hier gewesen bin, war etwas Kühles zu trinken. Das durfte ich nicht vergessen, aber wie vergisst man sowas schon bei dieser Hitze?

Ich nahm mir ein paar Dosen Cola, zusammen mit drei Paketen Wasser. Ich wollte gerade zur Kasse gehen, als mir wieder extrem schwindelig wurde. Ich schüttelte meinen Kopf, heftig und alles war wieder normal. Doch dann, plötzlich, verwandelte sich die Kassiererin in ein Monster. Ich meine, es verdammt ernst! Ich frage mich, wie so etwas möglich sein konnte. Es war einfach schrecklich. Ich erschrak mich so doll, dass ich alles, was sich in meinen Händen befand, fallen ließ. Das könnt ihr doch verstehen, oder? Natürlich zerschellten die Glasflaschen sofort auf dem Fliesenboden und die Dosen wurden verbeult. Ich wollte zu dem Zeitpunkt einfach nach Hause und das Trinken war mir egal. Ich konnte aber nicht nach draußen, weil das Monster den Ein- und Ausgang versperrte. Also rannte ich zum hinteren Teil des Supermarktes, um der Kreatur am weitesten entfernt zu sein. Vor Erschöpfung brach ich zusammen.

Ich weiß nicht, wie lange ich dort gelegen hatte, aber irgendwann wachte ich wieder auf. Es war immer noch so extrem heiß draußen. Die Kassiererin stand vor mir und fragte mich, warum ich denn alle Sachen hab fallen lassen und panisch davon gerannt bin. Ich verstand das alles nicht. Sie war doch eben noch ein schuppiges Monster gewesen. Dann fing es aber wieder an. Sie wurde wieder dieses ekelhafte Wesen. Sie wollte erst mit mir spielen und dann wollte sie mit ihren scharfen Zähnen zuschnappen. Ich rannte danach einfach aus dem Laden raus, bevor ich nicht mehr fliehen konnte. Ohne Kaltgetränke. Das war mir egal.

Ich schaffte es tatsächlich die 15 Minuten bis zu meinem Haus zu sprinten.

Vor meiner Haustür klappte ich erneut zusammen. Wie viele Zusammenbrüche wollte ich denn noch erleiden, fragte ich mich?

Als ich aufwachte, stand wieder eine Kreatur vor mir. Sie sah anders aus, aber es war immer noch eine Kreatur, welche mich töten wollte. Schnell rannte ich, um mich im Kleiderschrank zu verstecken. Ich öffnete die Schranktür und schwang mich hinein. Dort drin war es heißer als je zuvor. Meine Haut schmolz fast. Irgendwann schlief ich ein. Nicht so wie ein Kollaps, sondern ich schlief ein, vor Erschöpfung.

“Guten Abend, meine verehrtesten Damen und Herren. Hier spricht Oberkommissar Schmidt. Diese Sprachnachricht, welche sie soeben gehört hatten, wurde vor wenigen Tagen auf dem Smartphone einer jungen Frau, Mitte 20 gefunden. In dieser Nachricht denkt sie, dass es Sommer wäre, dabei ist es Dezember und es schneit draußen. Die Frau wurde tot und ganz und gar gegart in einem Backofen aufgefunden. Laut unseren Experten nahm sie halluzinierende Drogen und zudem trank sie tagelang keinen einzigen Schluck Wasser mehr, geschweige denn überhaupt irgendeine Flüssigkeit. Dadurch hatte sie starke Halluzinationen, dachte es wäre Sommer und bildete sich diese Monster ein. Den Backofen verwechselte sie fälschlicherweise mit dem Kleiderschrank, was sie ihr Leben kostete.”

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5 Kommentare

  1. Viele Rechtschreib und Grammatikfehler. Coole Idee an sich, aber die Auflösung kommt einem eher bescheuert und unrealistisch vor. Ein paar der Entscheidungen der Protagonistin waren auch nicht unbedingt nachvollziehbar.

    Doch das Konzept hätte mir wirklich gefallen.

    Ich würde unbedingt einen Probeleser empfehlen, der dir Fehler ausbessert und dir Feedback gibt, bevor du eine Geschichte hochlädst.

    Lg,
    Matze

    1. Danke für dein Feedback. Ja, sollte ich machen. Wenn man sie bloß für sich behält und selber nur auf YouTube vorliest, merkt man das kaum. Für hier wäre ein Probeleser sicher angebracht. Muss ich mal schauen.
      Auf YouTube kam die Geschichte damals sehr gut an, hatte mich sehr gefreut. Ich hatte die Geschichte mit Absicht etwas seltsam wirken lassen. 😇
      Grüße zurück

  2. Eine solide Geschichte, die hier und da wieder ein wenig geglättet werden könnte.

    Was ich dir raten kann, achte bitte in deinen Geschichten auf die Zeitformen, weil du immer von Gegenwart auf Vergangenheit wechselst.
    Ein Fehler, den ich früher auch gemacht habe, zugegeben, aber das bringt den Lesefluss ein wenig durcheinander.

    Alles in allem, eine durchschnittliche 3/5 Sternen wieder ^^

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