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Halloweens Ende (Part IV)

Am Rande des Konzerts stellen sich bereits Männer, mit Eishockeymasken und Trenchcoats, auf. Die äußerste Reihe von Menschen löste sich von der Menge und beginnt zu fliehen. Einer von ihnen geht an ihm vorbei und er sieht deutlich die Besessenheit in dessen Gesicht. 

Die Band spielt weiter, immer lauter und aggressiver. “Die Hölle ist das alles wert, der natürliche Lebensraum. Nur ein Reim ohne Grund. Endlose Labyrinthe, Lauf auf nummerierten Tagen. Jetzt ist euer vorbei. Ich werde besetzen. Ich werde dir helfen zu sterben. Ich werde durch dich laufen. Nun entscheide ich für dich.”

Die ironischen Texte jagen ihn einen Schauer über den Rücken. All dies geschah in seiner Vision, aber er kann nicht kontrollieren was er gesehen hatte. Es kann jederzeit beginnen, aber vorher muss er sie noch retten. Es ist schon länger keine Frage mehr, wie. Er hat es noch nie gemocht, Blut zu vergießen, aber er hat seine Kinder zu schützen.

Er kneift seine Augen zusammen und knirscht mit seinen Zähnen, als er nach seiner Jacke greift. “Vergib mir Vater, denn ich muss sündigen!”

Seine Augen beginnen zu leuchten, als er die Jacke von seinem Körper reißt. Mit einem hohen Sprung nach vorne, schlägt er seine Faust in den harten Asphalt und die darauffolgende Schockwelle stoßt jeden Vollidioten zurück an die Front der Masse. Er entfaltet seine Flügel und fliegt empor. Im Gegenzug legen auch die Bewaffneten ihre Mäntel ab und enthüllen ihre Panzer-sicheren Brustplatten, die mit unzähliger Munition bestückt sind. Ein jeder hält eine M4A1 Colt Carbine Maschinengewehr in der Hand. Sein Ziel ist es ihre Aufmerksamkeit zu erregen und das jetzt.

Es beginnt nun.

Ein Mann in der nähe rief: “Heilige Scheiße! Das ist gar kein Kostüm!” Alle anderen sehen nur verdutzt zu ihm hoch.

“Ihr alle! Lauft weg! Rettet euch!”, befiehlt Barachiel.

Plötzlich erscheint der alte Mann neben einem Bewaffneten. Wie in Zeitlupe erhebt er sich in die Luft und noch ehe die Männer auf ihn schießen könnten, stürzt sich Barachiel auf einen der Amokläufer zu und fliegt mit ihm in die Lüfte. Seine Geisel beginnt wild umher zuschießen.

 “Du sollst nicht töten!”, fordert Barachiel, als er den Mann näher an sich heran zieht.

Der Schütze schreit: “Fick dich …”, als Barachiel ihn loslässt. Der Mann schießt noch ein paar letzte Kugeln in Richtung von Barachiel, der diesen aber mit ein paar eleganten Flugmanövern ausweicht. Der Amokläufer fängt an zu heulen als er realisiert, dass er gleich auf dem Dach des Rathauses aufkommt. Sein Körper zerplatzt wie eine Tomate, auf dem Dach und alles was übrig bleibt ist ein Haufen mit Knochen und Eingeweiden.

Als ihn jedoch eine Kugel streift, schreit er unter Schock einmal auf, aber dies hindert Barachiel nicht daran weiter zu machen.

Sie kann nicht weit sein.

Zu seinem Entsetzen, sieht er Lucifer auf die Menge zeigend. Die Polizisten und die die zu naiv sind beginnen das Feuer zu eröffnen, ebenso die Anhänger Lucifers.

Gott, nein!

Zum Glück entdeckt er sie wieder, dicht am Boden kauernd. Barachiel kann nicht sagen ob es Schmerz oder Schreck ist.

Ihm kommt ein Geistesblitz. Dort würde an diesem Platz würde sie sterben. Er landet hart auf dem Boden neben ihr, der unter der Wucht bricht. Er zieht sie an sich und bedeckte beide mit seinen Flügeln. Wissend das er die Kugeln zurückhalten kann, weiß er aber auch das die Flügel nicht jeden Winkel abdecken.

Sie wendet sich an ihn mit zitternden rosa Lippen und einem tränenden Gesicht.

“Bin ich tot?” fragte sie.

Er sieht ihr tief in ihre Engels-blauen Augen, wohl wissend wie wichtig sie ist. Er hat keine Zeit ihr alles zu erklären.

“Mary du musst mir vertrauen. Du bist nicht tot. Hör zu was ich dir sage, lass mich dich führen und alles wird gut. Mach dich bereit zum Gehen.”

Sie nickt und schluckt schwer. Barachiel realisiert, dass sich eine Blutlache neben ihnen gebildet hat und unter seine Flügel fließen. Lollis in Plastik verpackt, fließen unter ihnen dahin. Die Kugeln verlangsamen sich und er packt Mary bei der Hand und läuft mit ihr über den Platz, noch immer mit den Flügeln bedeckt. Der Anblick ist entsetzlich, überall liegen die toten Körper von Frauen, Männer und Kindern. Blut fließt über den Platz und verleiht dem Platz einen schaudernden Anblick. Der ein oder andere halbtote kriecht umher und schreit vor Schmerzen. Kinder schreien nach ihren Eltern und werden kurzerhand Blutrünstig erschossen. Ein blanke Horror für jedermann.

Er könnte Mary jetzt wegfliegen, aber das würde bedeuten, dass sie anfälliger für Schüsse wäre und das kann er nicht zulassen. Sie gehen in Richtung der Mall. Durch eine Lücke in seinen Flügeln, sieht er Symbole, die von den Bewaffneten auf die Wände gemalt wurden. Diese Symbole, gemalt mit dem Blut ihrer Opfer, sind ein Zeichen des Terrors.

Und das konnte nur bedeuten, dass sie eine Sache vorhaben; die Reiche miteinander verschmelzen. Tote Seelen würden hier gehalten werden, nicht in der Lage, ihren Körper zu verlassen und übrig bleiben gedankenlose, fleischfressende Kreaturen. Dies würde ein verlassener Ort sein und die Zeit für die ultimative Schlacht kommt früher als erwartet.

Er geht in die Hocke. Er wird es nicht mehr länger aushalten können. In seiner rechten Arm wiegt er Mary in Sicherheit und in der linken Hand hält er das Maschinengewehr. Er hört das Nachladen eines nahe gelegenen Schützen und dessen Stiefel die in seine Richtung kommen.

Er atmet tief durch und faltet seinen linken Flügel ein. Seine Genauigkeit ist zwar miserabel, aber er trifft immerhin den Mann in die Pulsader. Der Mann strauchelt nach hinten bis das er umfällt und stirbt. Schockiert darüber was er eben getan hat, dreht er sich um und schießt auf einen weitern Mann der sich heranschleichen wollte.

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