
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Frisches Blut tropft rhythmisch auf den kalten Fliesenboden. Ich kann mich nicht erinnern, wie lange ich der immer größer werdenden Pfütze zugesehen habe. Minuten? Stunden? Fühlen sich beinahe wie Tage an. Der blutende Kopf meiner einst lebenden Frau bleibt auf den hölzernen Esstisch gelehnt.
Die Ecke des Tisches ist rot gefärbt. Die zähe Flüssigkeit schimmert im fahlen Licht des Mondes. Es ist unmöglich meinen Blick davon loszureißen. Es war ein Unfall. Sie hat ihren Kopf an der Ecke angeschlagen und konnte sich nur mit letzter Kraft auf den Tisch hochhieven, bevor sie in einen ewigen Schlaf sank.
Natürlich rannte ich, ohne zu zögern, zu ihr, aber es war bereits zu spät. Ich konnte nur beobachten, wie meine Kinder aus der Küche rannten, geschockte Blicke auf mich gerichtet, als ich ihnen verwundert entgegenkam. Ich kann mir bereits vorstellen, wie die Polizei die Leiche untersuchen wird, während sie ihr Beileid für mich aussprechen. Ich will eigentlich nicht aus der Küche heraus. Für immer dasitzen und verrotten, den verblassenden Körper für immer beobachten. Das würde ich tun. Ich schüttle energisch meinen Kopf. Ich habe zu viel Fantasie. Ich muss realistisch denken. Die Polizisten werden zuerst vermuten, dass ich sie ermordet habe, obwohl ich nichts dafür konnte.
Ich beiße meine Zähne zusammen, während ich an diese Worte denken. Nur wenn ich mit fester Überzeugung daran glaube, wird es authentisch wirken. Das muss ich ihnen klar machen. Aber wie soll ich das mit den Kindern erklären. Sie haben meine Frau schreien gehört. Diese undankbaren Dinger würden die ganze Schuld auf mich schieben. Die sehen in mir einen Mörder.
Ich wette sie haben die Polizei und den Rettungsdienst bereits informiert. Die Zeit rennt mir davon. Ich muss mir eine andere Ausrede einfallen lassen. Das hier ist immer noch zu unrealistisch. Wie soll ich nur die Messerschnitte über ihren Brustkorb erklären?! Sowas würde kein normaler suizidleidender Mensch machen! Nein. Meine Frau ist mit dem Messer in ihren Händen ausgerutscht und hat sich dadurch selbst verletzt. Nein! Zu unrealistisch! Wie viel Pech muss man dafür haben! Es muss was anderes her. Und ich habe bald keine Zeit mehr.
Regen prasselt gegen die Scheibe. In der Ferne grollt ein Donner. Das Gewitter hat erst vor einigen Minuten angefangen. Es läuft mir ein Schauer über den Rücken, als mir aus dem Nichts die rettende Idee kommt. Neue Hoffnung packt mich.
Meine Kinder waren es! Sie haben sich auf meine arme und hilflose Frau gestürzt. Ich bin dann zu ihrem Zimmer gerannt, während diese kleinen Teufel mich mit gezückten Messern verfolgt haben. Ich konnte mich noch rechtzeitig selbst verteidigen. Damit kann ich die Leichen meiner Kinder erklären. Davor haben sie aber die Polizei informiert.
So haben sie versucht die Schuld in meine Schuhe zu schieben. Ach, herrlich. Manchmal bin ich doch zu genial. Ich muss mich aber beeilen. Sie können jederzeit kommen. Ich muss hier ja alles so realistisch wie möglich aufstellen. Diese Schweine verschwenden sowieso nur mein hart verdientes Geld. Jeder Schnitt auf diesen kleinen, zarten Körpern muss passen. Es muss realistisch sein. Realistisch, realistisch, realistisch. Und nichts anderes.