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Ruhiger Morgen

Es gibt einen Dachboden, der sich irgendwo an einem geheimnisvollen Ort befindet. Niemand weiß etwas über diesen Dachboden und das zurecht. Wenn du vor dem Gebäude stehen solltest, indem sich dieser Dachboden befindet, musst du viel Mut aufbringen um das zerfallene Haus zu betreten. Du kannst vielleicht die alte Tafel erkennen, auf der einst “Ruhiger Morgen Heilanstalt” stand, jedoch ist diese über die Jahre verblast und verwaschen worden. Wenn du die knarzende, bröckelnde Türe durchquert hast, musst du dich mit einer schauderhaften Dunkelheit abfinden. Das einzige das du erkennen kannst ist eine schwebende Kerze vor dir. Die Türe wird mit einem lauten Knall zugeworfen. Du wirst nur hoffen das es der Wind war. Befasse dich nicht zulange mit der Türe und sieh dich um. Du wirst eine alte Wendeltreppe erkennen. Desweiteren wirst du einen alten prunkvollen Spiegel ausmachen, indem du ein Gesicht zu sehen vermagst. Vielleicht auch nur eine Täuschung. Befasse dich auch hier nicht zulange und nimm die Kerze an dich. Begib dich nun zur Treppe und gehe nach oben, auch wenn es scheint das sie unter deinen Gewicht zu brechen vermag.

Du wirst immer weiter und weiter nach oben gehen. Die Eiskalte Zugluft wird durch das Haus ziehen und auch wenn sie die Flammen der Kerze bedroht, geh weiter! Der Wind wird heulen. Er wird wird gegen die Scheiben toben. “Lass mich rein!”, “Lass mich rein!” wird er heulen. Du spürst etwas kaltes an deiner Hand, wie ein Pinsel fühlt es sich an. Du schüttelst deine Hand aus und wirst es mit dem Gedanken das es vermutlich eine Spinnwebe war, verwerfen. Darauf vernimmst eine Stimme in der ferne, die du aber nicht klar verstehen kannst, jedoch hörst du deinen Namen. Eiskalt wird dir der Schauer über den Rücken laufen. Du bringst kein einziges Wort raus. Ein leises wispern, das immer näher kommt. Jedoch sagt es nur deinen Namen, immer und immer wieder. Dir entkommt ein Schrei, als du das Wahnsinnige Gelächter hörst. Du kommst dem Dachboden immer näher. Eine knarzende Türe fällt zu und du hörst erneut das Gelächter. Dir scheint es, als wäre die Stimme nur ein paar Schritte hinter dir. Ohne viel nachzudenken rennst du nach vorne, durch die Spinnweben hindurch.

Vollkommen außer Atem, bemerkst du nicht, das du dich bereits im Dachboden befindest. Vor dir befindet sich eine Türe mit der aufschrift: “Zimmer 113”. Du gehst hinein und wirfst die Türe hinter dir zu. “Hallo!”, sagte eine Stimme. Du kreischt laut auf, in einem Ton, den du noch nie von dir selbst gehört hast. Vor dir auf dem Boden befindet sich ein kleines Mädchen, nicht älter als sieben. Sie wirkt auf den ersten Eindruck normal, aber du kannst den Wahnsinn in ihren Augen sehen. Um sie herum liegen Kerzen und Puppen in einem Kreis angeordnet. Sie lacht, ein Geräusch das dich bis zu deinen Knochen erschüttern lässt. “Ich bin verrückt, wenn du dich wunderst … Jeder sagt ich bin Verrückt!” “Wer bist du?”, stotterst du vor dich hin und blickst ihr entsetzt ins Gesicht. “Du solltest gehen. Ich habe immer diesen Drang meine Hände um einen Hals zu legen und dann zu drücken.” Du beginnst langsam nach hinten zu gehen. “Weist du, warum ich die einzige hier bin? Ich habe mich verlaufen und fand mich hier wieder. Ich konnte die Türe nicht entriegeln und verhungerte.” Sie lächelt süß. “Möchtest bei mir bleiben? Wir könnten gemeinsam verrückt sein!” Du überlegst dir, durch das Fenster hinter ihr zu springen, jedoch bleibst du wie gefroren stehen, als sich das kleine Mädchen dir näherte. “Oder du kannst fallen. So oder so.”

Plötzlich scheint es als ob sie zu dir fliegt. Ihr Gesicht, leer wie ein Blatt Papier. “Komm mit!” zischt sie mit einem diabolischen Unterton. Du schüttelst wortlos deinen Kopf und machst noch einen Schritt nach hinten. Das Mädchen lacht als du stolperst und die Treppe hinunter fällst. Das Lachen wird immer lauter und noch bösartiger. Das letzte, das du zu erkennnen vermagst ist das Lächeln von ihr, ehe die Flamme der Kerze erlischt. Du fühlst ein schreckliches Knirschen und alles wird dunkel.

Nächstes mal, wenn jemand die “Ruhiger Morgen Heilanstalt” betretet, rufst du dessen Namen, verfolgst die Gedanken und lässt sie nie wieder gehen.

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