KurzMordSchockierendes Ende

Gute Vorsätze

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Und? Gut ins neue Jahr gekommen? Ging so bei mir. Naja, eigentlich war´s ganz okay. Bis auf die guten Vorsätze. Eigentlich sollte man sich gar keine machen. Heißt ja auch: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Aber ich tappe halt jedes Jahr in die gleiche Falle.

Seit 5 Jahren jetzt nehme ich mir Silvester das Gleiche vor. Jedes Mal schwöre ich mir: Direkt im neuen Jahr, gleich am 1.1. nehme ich etwas ab. Ich denk´ mir schon: etwas! Nicht gleich so viel wie möglich, das klappt eh nicht, das weiß ich auch. Nur etwas. Aber nicht mal das krieg ich hin.

Ich meine, Neujahr gibt´s halt auch immer so viel zu tun. Gut, lange ausschlafen muss schon sein, aber danach erst mal den ganzen Prüll von der Silvesterfete beseitigen, die restlichen Neujahrgrüße beantworten, die noch eingetrudelt sind, und sowas alles. Bis ich damit rund bin, ist es dann normalerweise so spät, dass Vierschanzentournee anfängt. Neujahrspringen in Garmisch-Partenkirchen gucken ist Pflicht. Neujahr ohne Skispringen geht gar nicht.

Allerdings bin ich dann immer so abgelenkt davon, dass ich die guten Vorsätze vergesse, ganz normal was esse und danach ein Nickerchen mache, um ´ne Mütze Schlaf nachzuholen. Ich mein, ich werd´ ja auch nicht jünger. Aber dann wache ich meistens erst spät abends wieder auf und weiß nicht mehr genau, was ich machen wollte. Und am 2. muss ich normalerweise wieder arbeiten, weil ich der einzige von den Kollegen bin, der nicht zwischen Weihnachten und Dreikönige Urlaub nimmt.

Es ist aber auch wie verhext. An meine guten Vorsätze denke ich meistens erst wieder am Dritten oder Vierten. Ja gut, werden sie jetzt sagen, die paar Tage machen den Hahn nicht fett, wenn man nur etwas abnehmen will. Glauben SIE! Aber wenn man´s ernst meint, sind auch 3 oder 4 Tage Verzögerung zu viel. Ich meine, ich seh´s ja gerade wieder, welche Konsequenzen es hat.

Seit fünf Jahren jedes Mal das gleiche Spiel: Das Kind liegt tot in der Ecke und das Gesicht ist ganz blau. Nur weil ich meine guten Vorsätze nicht auf die Reihe kriege. Dabei wollte ich nur direkt auf Neujahr etwas abnehmen. Den Knebel und die Halsschlinge. Mehr nicht. Die Hand- und Fußfesseln haben ja noch was Zeit. Aber den Knebel und die Halsschlinge sollte ich schon so schnell wie möglich abnehmen. Oder zumindest die Halsschlinge so binden, dass sie sich nicht ganz zuziehen kann, wenn das Kind wach wird und rumzappelt. Für´n Arsch, ich vergess´ es jedes Mal auf´s Neue.

Und ich fange das neue Jahr schon wieder damit an, dass ich eine Leiche verschwinden lassen muss…

by Horrorcocktail

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3 Kommentare

  1. Hey, Horrorcocktail! Ich muss zugeben, als ich die Pasta las, hatte ich mir bei der Art wie sie geschrieben wurde, bereits gedacht, dass der Protagonist selbst irgendwie abnehmen will… Dachte, er schneidet sich etwas Fleisch von seinem Körper (like SAW, you know?) aber DIESE Art der Darstellung von abnehmen… nicht schlecht. Auch ne gute Idee, um den Leser etwas zum Nachdenken zu bringen.

    LG Rose

    1. Kati Winter hatte dazu aufgerufen, für ihren Schreibwettbewerb WinterTales eine CP zum Thema „Neujahrsvorsätze“ zu schreiben. Bei der Vorstellung der Idee meinte sie, es solle aber nicht so was Banales wie „Ich möchte abnehmen“ sein. Da dachte ich mir: Das wollen wir doch mal sehen.
      Ich liebe es halt, Grenzen auszutesten. Die Reaktion der Zuhörer, als Kati die Story im Live-Stream vorlas, gab mir Recht. 🙂

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