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Traumberuf

Der Schaffner

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Da stehe ich nun – mitten in einem schmucklosen Warteraum, der von allen möglichen Leuten aus allen Richtungen gesäumt ist – und erwarte, dass sich diese verdammte Tür zu meiner Linken in Kürze öffnet und mein Name bekannt gegeben wird.

Ja, ich bin aufgeregt. Sehr sogar; aber wer wäre das nicht an meiner Stelle? Schließlich steht das Vorstellungsgespräch für meinen Traumjob vor der Tür, seit ich ein kleines Kind war, und nur ein kleiner Fauxpas könnte diesen Wunsch in weite Ferne rücken lassen. Dirigentin zu werden, war schon immer mein größter Traum. Damals, im Alter von sechs Jahren, bekam ich diese Eisenbahnschienen geschenkt und spielte einfach mit ihnen.

Die kühle Brise, die durch die offenen Fenster wehte, ließ mich unwillkürlich frösteln, und ein paar abschätzige Blicke trafen mein Gesicht. Ein unangenehmes Gefühl. Sehr unangenehm sogar.

Zugegeben, ich baute Schienen, Städte und sogar ganze Länder – was mein soziales Engagement erheblich erschwerte – aus einem einzigen Grund. Nicht, weil es mir Spaß machte, die Verkehrsmittel auf der ihnen zugewiesenen Strecke gleiten zu sehen, und auch nicht, weil es mich reizte, eine Führungsposition einzunehmen. Vielmehr bereitete es mir schlichtweg Vergnügen, die Züge entgleisen zu sehen und mir ein gewaltiges Inferno aus glühenden und unbeherrschbaren Flammen vorzustellen, die sich an den Waggons labten. Amüsant war es, sich die schmerzverzerrten Schreie unschuldiger Menschen vorzustellen, die doch nur versuchten, von einer Stadt in die andere zu kommen. Die Vorstellung von Blut und Tränen der Menschen, die den Boden tränken und ihre eigene, unausweichliche Hölle schaffen, war tröstlich.

Damals war es nur ein Spiel, das ich jedoch in eine herrliche Wirklichkeit einbinden wollte. Nicht mehr lange, und ich würde diese Vorstellung nach Herzenslust und Leibeskräften auskosten können….

Nicht mehr lange… Schon bald.

„Der Nächste, bitte.“

Original geschrieben von Whocaress
Korrigiert von Sally C.

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