KreaturenLangMord

Wasser und Knochen

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Das Funkeln in Freddies Augen vertrieb meine Angst in gewissem
Maße, als wir uns dem Ausgang der U-Bahn näherten. Es war mir
schon von Anfang an suspekt, dass wir unbedingt für unsere nächste
Expedition bis nach Paris reisen mussten.

Bevor ich nun munter weitererzähle und ihr euch überhaupt fragt, warum wir unbedingt den einen U-Bahn Schacht in Paris betreten, sollte ich lieber erklären was unser Hobby ist. Freddy und ich waren
schon seit Beginn unserer Grundschulzeit Freunde und teilten stets
diesen Drang ständig etwas zu erleben. Dies war weiß Gott keine schöne
Eigenschaft, hatte sie uns schon seit unserer Jugend diverse
Strafanzeigen eingebrockt.

Vor etwa einem Jahr waren wir beide endlich mit dem Abitur fertig.
Gott sei Dank waren wir die Spießer an unserer Schule los und hatten
wieder Zeit für unser Hobby.

Gleichzeitig begannen wir beide uns immer mehr für Paranormales
zu interessieren und besuchten verlassene Orte und Gegenden. Mit dem
Lauf der Dinge wurden uns die verlassenen Villen, in die wir
einbrachen, zuwider, da wir letztendlich doch nichts Interessantes oder gar Paranormales fanden.

Seit einiger Zeit träumte mein Kumpel davon, mit mir nach Paris zu
reisen. Unterhalb von Paris befinden sich die Katakomben, ein 300km
langer Komplex aus Gängen, Gräbern und Korridoren. Der größte
Teil dieser Katakomben ist noch unerforscht. Es ist jedoch bekannt, dass die Katakomben unter anderem während des 19. Jahrhunderts als
Massengrab für über 6 Millionen Personen verwendet wurden. Es ist
auch bekannt, dass bereits mehrere Hobbyforscher in den Katakomben
spurlos verschwunden sind.

Aus diesem Grund hatte selbst ich, der bereits die brüchigsten
und gefährlichsten Baracken erforscht hatte, Angst vor diesem
Ausflug. Es war leicht sich in diesem Labyrinth zu verlaufen.

Viel mehr fragte ich mich jedoch, weshalb Freddy so scharf auf
diesen Ausflug war. Erst als wir im Hotelzimmer ankamen und uns auf
die Katakomben vorbereiteten, sollte ich es erfahren.

Mein bester Freund hatte Verwandte aus Frankreich. Dies war mir
bereits bekannt. Er hatte mir jedoch nie zuvor von seiner Großtante
Louanne erzählt.

Warum auch… wir kamen eigentlich nie auf unsere entfernteren
Verwandten zu sprechen.

Um jedoch wieder beim Thema zu bleiben: Als Paris während des
zweiten Weltkrieges von Deutschland besetzt wurde, schien es einer der
deutschen Soldaten auf Louanne abgesehen zu haben. Als dieser
ihr letztendlich zu nahe kam, flüchtete sie, von ihm verfolgt in
die Katakomben. Ähnlich wie ihre Schwester kannte sich Louanne
perfekt dort aus, doch weder sie, noch der Soldat, wurden jemals
wieder gesehen.

Was eigentlich geschehen war, lag, meiner Meinung nach, auf der
Hand:

Louanne wurde tief in den Katakomben vom Soldaten vergewaltigt.
Dieser fand wahrscheinlich seine gerechte Strafe darin, dass er
nicht mehr aus den Katakomben entkam und qualvoll verendet ist. Ich
vermute, Freddy hoffte nur ihre skelettierte Leiche zu finden. So wäre
endlich ein Mysterium, das seine gesamte Familie verfolgt, gelöst.

Freddy wusste noch, welche Kleidung und welchen Schmuck Louanne zu Lebzeiten trug. Zumindest bin ich davon ausgegangen.

Eines von vielen Problemen bestand darin, dass die vielen
Eingänge von früher bereits zugemauert waren. So sahen wir nun nur
noch die Chance, einen Eingang über einen U-Bahn-Schacht am Rande von
Paris zu finden.

Wir wanderten gut einen Kilometer in diesem Schacht. Irgendwann
fanden wir ein kleines Löchlein, ungefähr einen halben Meter hoch,
in der Wand.

Genauer gesagt fand es Frederik, der mich daraufhin nur stumm
anstupste. Meine Gedanken hingegen, waren wieder dem warmen,
gemütlichen Hotelzimmer zugewendet.

Frederik schaltete seine Taschenlampe an und kroch durch den
schmalen Eingang. Nach kurzer Zeit rief er unerwartet: ,,Zieh mich
sofort raus!“. Ich zog an seine Füßen, bis er wieder
komplett sichtbar wurde.

Zuerst war ich am Aufatmen. Ich bin davon ausgegangen, dass der
Weg versperrt war und wir nun den Heimweg antreten konnten.

Doch Frederik hatte auf einmal dieses Grinsen im Gesicht, welches
mir ansonsten immer gefiel, da es stets ein neues Abenteuer
ankündigte.

Diesmal verursachte es in mir jedoch nur Zittern und stilles
Flehen.
,,Kumpel, ich muss mit den Füßen zuerst rein. Da Unten
geht es bergab… Keine Angst, nur ein bisschen. Man wird auch wohl
kinderleicht wieder rausklettern können. Aber nun musst du mir mal
helfen und mich an den Händen festhalten, während ich dort langsam
reinkrieche.“

Eigentlich wollte ich seine Bitte nicht erfüllen, doch ein Teil in mir
war der Meinung, er hätte diese Expedition verdient, wenn man
bedenkt, wie lange er schon von diesem Ausflug geträumt hatte.

Zum Glück schien Frederik recht schnell Boden unter den Füßen
zu finden, sodass ich ihm folgen konnte. Als ich ihm folgte und
ebenfalls rückwärts durch das kleine Loch kroch, wurde mir bewusst,
dass meine Hilfe gar nicht nötig gewesen wäre.

Nun ja… wir wussten nicht, ob sich hinter dem Loch vielleicht ein Abgrund befindet. Schließlich befindet sich ein Großteil der
Katakomben 30 Meter unterhalb von Paris.

Als meine Füße endlich den kalten, steinigen Boden erreichten,
war Freddy gleich der Meinung mir mit seiner Taschenlampe ins Gesicht
leuchten zu müssen. Ich konnte nicht herausfinden ob er dies mit Absicht
tat, da ich nicht erkennen konnte, ob er gerade am Grinsen war.

„Lass den Scheiß!“, rief ich ihm entgegen „Leuchte lieber
nach vorne…“ „ Endlich bist du unten“, entgegnete er mir
nur, meiner Worte völlig unbeachtet.

Ich versuchte mich aufzurichten, doch der Gang war gerade zu klein
für meine 1,75m Körpergröße. Freddy war noch deutlich größer.
Er war gezwungen, den kompletten Gang gekrümmt zu laufen. Die Breite
des Weges schien hingegen zu variieren.

Ich kramte meine Taschenlampe aus meinem Rucksack… besser gesagt,
eine Taschenlampe. Ohne Licht wären wir wahrscheinlich dort unten
verloren gewesen, deshalb kaufte ich noch vor unserem Ausflug vier neue
Lampen, inklusive eines Haufens Batterien.

Der Weg war uneben und voller Schutt. Er schien uns langsam aber
sicher immer tiefer in die Katakomben zu führen. Der Geruch
erinnerte an eine Tropfsteinhöhle, jedoch war er etwas fauliger und
moderiger. Endlich… wir erreichten eine Abzweigung nach rechts.

Wäre der Weg weiter geradeaus verlaufen, würden wir uns schon
außerhalb von Paris befinden. Es befand sich sogar ein Weg Richtung
links, der aber war fast vollständig von alten Holzplanken
versperrt. Der Gang in Richtung rechts war deutlich enger, schien
jedoch auch ziemlich kurz zu sein.

Tatsächliche folgte auf den kurzen und schmalen ein riesiger und
breiter Gang. Endlich waren wir beide wieder in der Lage aufrecht zu
stehen. Unsere Taschenlampen schienen kräftig genug, um den großen Teil
der Räumlichkeit zu erleuchten.

Zu unserer Überraschung erinnerte die Konstruktion des Ganges an
den U-Bahn-Schacht. Eher gesagt war es die gleiche Konstruktion, nur
dass dieser Gang wohl aufgrund der Jahrzehnte und Jahrhunderte
deutlich verfallener aussah.

„Scheint als war man zu faul gewesen, für die U-Bahn einen
neuen Schacht auszuheben“, rief Freddy mir nur grinsend zu. Er war
bereits weiter vorangegangen und beleuchtete ein paar Gesteinshaufen.
„Hast wohl ein neues Hobby gefunden… so ne Steinsammlung ist
doch was Spannendes, nech?“, entgegnete ich nur sarkastisch. „Irgendeinen Zeitvertreib muss ich mir ja suchen, wenn du so
lahmarschig bist.”

Er hatte Recht, ich war und bin lahmarschig. Genauer gesagt war
ich einfach nur unsicher in meinen Entscheidungen. Er war es oft, der
immer unsere Expeditionen plante und die Initiative ergriff.

Dies war vielleicht auch der Grund warum er schon eine Freundin
hatte und ich nicht. Freddie hatte nie Probleme auf Menschen
zuzugehen, geschweige denn den ersten Schritt in einer Beziehung zu
machen. Ich kann von Glück reden, dass ihn unser Snobjahrgang
genauso ankotzte wie mich. Seine Freundin passte auch irgendwie nicht
zu ihm. Ich frage mich wie lange es zwischen den Beiden gut gegangen
wäre.

Ich hingegen war viel zu schüchtern für so etwas. Richtige Angst
hatte ich nie. Um ehrlich zu sein hatte ich nicht einmal Angst vor
dem Sterben. Wenn der Tod endlich etwas Spannendes in meine Langeweile und Einsamkeit gebracht hätte, wäre ich sogar bereit gewesen,
ihn zu begrüßen.

Endlich hatte ich Freddy eingeholt. Sein Schritttempo war nun auf das
meine reduziert. Dies tat er nicht aus Rücksicht, denn er war viel
zu sehr darauf konzentriert den Boden zu observieren. Wie auch ich
bemerkte er Wasserpfützen auf dem Boden, bis wir letztendlich auf
eine Art Fluss stießen, der aufs Genauste unseren Gang zur
Waagerechten kreuzte.

„ Ich denke das ist die Kana-…“ Freddy unterbrach mich “
Nein… leuchte mal genau aufs Wasser, es ist recht klar,
vielleicht nur leicht trüb. Dieser Fluss ist sicherlich von
Menschenhand gegraben, keine Zweifel. Doch es ist keine
Abwasserkanalisation. Ich vermute mal hier wurde ein Unternehmen mit
Wasser versorgt und wird es vielleicht immer noch.“ „ Aber wenn
das Wasser von einer Firma oder so verwendet wird, warum benutzen die
nicht einfach das normale Grundwassernetz?“, fragte ich. „
Vielleicht ist das Pariser Grundwasser ja verseucht und nur diese
Firma weiß es. Junge, wir sind da an was dran… wir werden hier
eine Verschwörung aufdecken“, erklärte Frederik mit einem
sarkastischen Grinsen.

Endlich… endlich konnte ich wieder lachen. Wir beide standen
nur da und lachten für etwa fünf Minuten. Immer wenn einer von uns mit
dem Lachen aufhörte fing der andere wieder an. Dieses Gefühl der
Sorglosigkeit hatte ich vermisst. Ich fühlte mich gleich viel
leichter. „Ne, jetzt mal ohne Witz… Wenn wir diesem, …ich
nenne es mal Fluss, folgen, sollten wir wieder rausfinden… da am
Ende vom Fluss bestimmt irgendein Weg in das Gebäude der Firma führt… das ist ja alles irgendwie verbunden.”

Diese Worte hingegen beunruhigten mich wieder. Ist Freddy davon
ausgegangen, dass wir uns vielleicht verlaufen? Wie dem auch sei…
ich denke, mir war trotz allem eine große Last von den Schultern
gefallen.

Für Frederik war es kein Problem mit seinen langen Beinen über
den ca. 1,5 m breiten Fluss zu springen. Ich hingegen, schaffte es
nur mit Mühe. Es lag viel mehr am Respekt, hinunterzufallen. Zwar
war das alles nur Wasser, aber ich hatte keinen Nerv, mit nasser Hose
für mehrere Stunden herumzulaufen, auch weil es hier nicht
besonders warm war.

Das Springen war anders als damals in der Schule. Man war viel
angespannter, da ein Scheitern nun wirkliche Konsequenzen mit sich
zog.

Auf der anderen Seite angekommen blieb mir nicht viel Zeit mich
von dem Sprung zu erholen. „Ich hoffe wir finden bald eine
Abzweigung nach rechts.” Freddy starrte grübelnd auf seine Karte.
Ich unternahm gar nicht erst einen Versuch ihm zu helfen. Mein
schlechter Orientierungssinn hätte uns nur behindert.

„Wir könnten ja joggen“, war das Einzige was Freddy noch
rausbekam, bevor er wieder mit dem Kichern anfing. Naja, seine Witze
waren auch mal besser.

Ein wirkliches Joggen war auch gar nicht nötig. Bereits ein paar
Meter weiter befand sich ein schmaler Gang, gerade groß genug, um
geduckt hindurch laufen zu können. „Nicht schon wieder“, redete
ich vor mich hin.

Freddy war bereits verschwunden. „Komm schon… willst du da
verrotten?”, rief es aus dem Gang heraus. Ich hatte gar nicht
bedacht, dass der Gang für seine Größenverhältnisse noch
wesentlich unbequemer sein muss. Ich tat es ihm gleich und so waren
wir letztendlich wieder in einem gerade mal 1,5m Meter hohen Gang
verschwunden.

„Damals waren die Menschen wohl ziemlich klein“… äußerte
Frederik. Das war einfach seine Angewohnheit, sinnlose oder
offensichtliche Sätze einzuwerfen, nur um die Stimmung, die in diesem Fall eine Mischung aus Langeweile und Unbehagen war,
aufzubessern.
Nur wenige Minuten später war dies jedoch nicht mehr möglich.
Ich sah nur wie er auf einmal erstarrte. Sein Gesicht konnte ich zwar
nicht sehen, da er vor mir stand, doch konnte ich es mir aufgrund
seiner Tonlage ausmalen. „Heilige scheiße… ist das krank “,
haspelte er.

Seine Starre schien sich zu entspannen und er rief mir zu:

„Sei vorsichtig und komm langsam zu mir. Mich wundert es, das
wir auf so etwas noch nicht vorher gestoßen sind.

Langsam näherte ich mich ihm und erhaschte einen Blick über
seine Schulter. Der Anblick ließ auch mich erstarren.
Der komplette weitere Gang war voller Knochen und zerbrochener
Schädel. Rechts in den Wänden befanden sich Einbuchtungen aus denen
weitere Knochen herausquollen. Insgesamt war der Knochenberg hoch genug,
dass man nur auf allen Vieren kriechend weiter vorankommen könnte.

Freddy weckte mich aus meiner Starre:

„Was wundert dich das überhaupt… Wir erkunden hier gerade
ein Massengrab von über 6 Millionen Menschen. Das wir so eine
Ansammlung noch nicht früher gefunden haben sollte uns wundern. Ich
hatte mich auf so etwas schon eingestellt, dennoch gebe ich zu dass
selbst mich dieser Anblick erschüttet hat.“

„Erschüttert? Mir war auch klar das wir hier auf menschliche
Schädel stoßen werden. Doch das ist irgendwie traurig. Diese
Knochen wurden dort hingeworfen wie die überschüssigen Gräten
eines Fisches.“

„ Das ist hunderte Jahre her… über die Titanic heult heute
auch keiner mehr“, entgegnete er mir nur unsensibel. Gleich im
Anschluss legte er sich auf den Boden und begann über die
Skeletthaufen zu kriechen.

Ich tat es ihm gleich, auch wenn sich fast alles in mir dagegen
sträubte. Ich wollte hier endlich raus. Doch mir war auch klar, dass
Freddy hier nicht eher aufgeben konnte, bis er Louannes Überreste
gefunden hatte.

Was wäre, wenn sich ihre Überreste ebenfalls in einem solchen
Massengrab befänden? Dann wäre es unmöglich, sie überhaupt
ausfindig zu machen. Ich wollte gar nicht erst über so etwas
nachdenken.

Wenn mich nichts täuschte, waren wir gerade auf dem Weg zur Villa, die ebenfalls einst einen Zugang zu den Katakomben hatte. Von hier
aus müsste Loanne damals in die Katakomben geflohen sein.

Wir hatten endlich die Berge von Knochen überwunden. Es waren
bestimmt mehrere hundert Meter. Ich will mir gar nicht vorstellen wie
viele tote Personen mit eigener, individueller Vergangenheit hier
lagen.
Der weitere Verlauf unseres Weges war deutlich weniger spannend.
Wovon ich vielleicht noch berichten kann ist, dass wir zwar auf
weitere Knochenhaufen gestoßen sind. Diese waren aber deutlich kleiner und nicht wirklich ein
Hindernis.

Desweiteren fanden wir einen Wochen alten, verwesenden Fisch und
etwas verdorbenes Obst in ein paar der unzähligen Ecken in die wir
leuchteten. Ich weiß immer noch nicht wie der Kram hier gelandet
war.

Endlich, nach Stunden des Gängekriechens und Umherirrens sprach
Frederik mit bereits heiserner Stimme, während er auf seine Karte
schaute:

,,Wir müssten bald da sein… Keine Sorge, von dort aus kommen
wir vielleicht auch schon wieder raus an die Frischluft. Dann gibt es
keinen langen Rückweg mehr.“

„Die Villa ist doch abgeriegelt…“

„ Von außen… Aber keineswegs von innen… Das sollte kein
Problem sein.“
Der Nächste Korridor, den wir erreichten, war genau für unsere
Körpergrößen geschaffen. Er führte auf schmalem Wege tatsächlich
in die höheren Ebenen der Katakomben und würde laut Frederik mit
einer Treppe die in den Keller der Villa führt enden.

Natürlich war das ganze eine Traumvorstellung. Der Übergang
zwischen dem Korridor und den Treppen schien komplett eingestürzt zu
sein.

Des Öfteren mussten wir schon einen alternativen Weg suchen, da
die Decke in den schon alten Katakomben häufig eingestürzt sein
muss.

Doch dass der Weg zur Villa versperrt gewesen war, hätten wir uns
denken können.

Wäre der Weg zur Villa heute noch frei, dann hätten auch damals
entweder Loaunne und ihr Verfolger ihren Weg an die Oberfläche
gefunden… zumindest einer von beiden.

Selbst in Freddies Augen konnte ich Anzeichen von
Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung erkennen.

„Lass uns umkehren… Es wird bestimmt schon spät sein, wenn
wir das Hotel erreichen“.

Frederik nickte. Ich spürte seine Enttäuschung. Er schien
realisiert zu haben, dass ein weiteres Suchen nach Louannes
Überresten hoffnungslos war.

Diesmal übernahm ich die Führung. Einen Teil des Rückwegs hatte ich mir
noch gemerkt. Ich wollte Frederik Zeit lassen, über seine
Enttäuschung hinwegzukommen. Ihm war wohl auch bewusst, dass die
Überreste seiner Großtante aufgrund der vielen umherliegenden
Gebeine unmöglich aufzufinden waren.

Die Gänge ähnelten sich sehr. Schon bald sah ich mich gezwungen,
Frederik um Hilfe zu bitten.

Als ich hinter mich blickte, sah ich ihn etwa 20 Meter von
mir entfernt in eine Ecke schauend.

„Freddy, jetzt komm endlich. Ich brauch dich, du hast doch die
Karte“, rief ich ihm zu.

Keine Reaktion… Er stand nur da und schaute in eine Ecke auf
den Boden.

Ich kehrte um und näherte mich ihm. ,,Ich kann mir denken wie du
dich fühlst! Morgen können wir doch wieder her kommen. Es tut mir
wirklich Leid, dass wir nichts Entscheidendes gefunden haben.“

Ich änderte meinen Tonfall und versuchte ein Lächeln aus mir
heraus zu pressen ,,Du musst zugeben: Das hier war bis jetzt unser
spannendster Ausflug. Immerhin haben wir die Überreste tausender Tote
entdeckt. Und erinnere dich an den Fluss oder die tote Katze. Dagegen
wirken unsere anderen Abenteuer wie Ausflüge nach Disneyland.“

Frederik bückte sich. Er hob etwas auf.

Es war eine Schatulle aus Blech.

„Was hast du da?“, fragte ich vorsichtig.

Frederik hielt mir die geöffnete Dose vor die Nase. Ich war
gezwungen meinen Kopf nach hinten zu verrenken und begann auf seine
Hand zu leuchten. In der Schatulle befanden sich Tabletten in der
Größe einer 2€ Münze. „Das sind Desinfektionstabletten für
verdrecktes Wasser“, erklärte er. „Die Dinger hat man im 1. und
2. Weltkrieg benutzt um schwarzes Pfützenwasser trinkbar werden zu
lassen.“

„Du weißt aber auch das die Katakomben von französischen
Soldaten…“

Frederik unterbrach mich: ,, Schwachsinn! Denk doch mal nach!
Wofür musst du Wasser desinfizieren, wenn du dein eigenes Land
verteidigst? Das Zeug hatten die Deutschen bei sich als sie hier
einfielen!

Siehst du das Loch dort unten?“

Freddy zeigte auf ein kaum erkennbares Loch, das gerade einmal
40cm hoch und einen halben Meter breit war.

„Das Arschloch muss die Schatulle verloren haben als er dort
durchgekrochen ist.“

Seine Theorie ergab Sinn.

Wäre ich jetzt einigermaßen gut gelaunt hätte ich so einen
Spruch wie „Heißt dein Vater Sherlock mit Vornamen“ rausgehauen.

Hätte ich ihn bloß davon abgehalten durch dieses Scheiß Loch zu
kriechen!!! Wir hätten draußen sein können!!! Noch am selben Tag…

Wir benötigten keine Worte. Ohne zu Zögern legte sich Freddy mit
dem Bauch auf den Boden und begann mit den Händen voran durch das
Loch zu kriechen. Ich stand nur da wie angewurzelt. Ich wollte es
nicht wahrhaben. Doch ich wollte ihm auch nicht folgen.

Der Versuch ihn abzuhalten wäre ohnehin nicht von Erfolg gekrönt. Gegen seine Zielstrebigkeit war ich machtlos. Ohnehin fühlte ich
mich zu schwach für einen Konflikt. Der Boden sah zwar nicht
gemütlich aus, doch für eine Weile sollte er wohl als
Sitzgelegenheit ausreichen. Noch einmal schien ich in das Loch mit
meiner Taschenlampe hinein. Nach etwa fünf Minuten schrie ich „Ich
warte hier auf dich!“ Es war wahrscheinlich längst zu spät.

Ich wartete. Ich wartete Minuten. Ich warte Stunden. Ich schlief
sogar kurz ein. „Warum fällt mir das nicht früher ein“, murmelte
ich nur vor mir hin. Meinen Rucksack öffnend suchte ich nach meinem
Handy.

„Ich bin so eine verblödete Missgeburt!“, schrie ich.
Dutzende von Taschenlampen und Batterien befanden sich in meinem
Rucksack, aber mein Handy muss in meinem Zimmer liegengeblieben sein.
Ich schlug mir mehrere Male mit der Faust gegen den Kopf, um mich für
meine eigene Dummheit zu bestrafen.

Wahrscheinlich irrte Freddy irgendwo hier umher und entfernte sich
mit jedem Schritt nur weiter von mir. Selbst für die Polizei wäre
es unmöglich, in so einem Komplex nach ihm erfolgreich zu suchen. Und wegen meiner Dummheit musste er nun verrotten… Hier unten. Ich
übergab mich. Eigentlich fast unmöglich, da meine letzte Mahlzeit
gute zehn Stunden zurücklag. Anschließend weinte ich… nein, ich
heulte. „Freddy… es tut mir so leid“, wimmerte ich auf dem
Boden liegend.
Es gab noch nie einen Punkt in meinem ganzen Leben in dem ich mich
so schuldig fühlte. Ich wollte sterben. Ich wollte es… aber nicht
an diesem Ort. Langsam realisierte ich, dass auch ich verloren war.
Ohne meinen besten Freund könnte ich hier nie herausfinden.
Es war mir egal. Ich dachte nur an Frederiks Schicksal. Es war ein
Zeichen wie wichtig und tiefgehend diese Freundschaft war, da ich selbst
in dieser Situation nur an ihn dachte.

Ich selbst müsste nur diesen beschissenen Fluss finden. Dann könnte ich
ihm folgen und raus finden.

An der frischen Luft könnte ich mich dann irgendwo erhängen.

Es raschelte aus der Ferne. Genauer gesagt hörte ich das
Rascheln tief aus diesem Loch. Es war das gleiche Geräusch, dass
Frederik machte als er hineinkroch.

Zuerst sprang ich auf.

Dann Jubelte ich. Ich schrie: „Du bist da! Endlich! Du
lebst! Scheiße, Mann… Ich hab gedacht, das wars! Es tut mir so
leid!” Ich flennte vor Freude und erwartete eine Antwort.
Sie kam nicht. Das Geräusch wurde lauter.

Ich dachte mir: ,,Das muss er doch sein. Er muss wohl ziemlich
erschöpft sein… deshalb ist er so still.“

Wie falsch ich doch lag.

„Wenn das Frederik ist, müsste ein Licht aus dem Loch
scheinen.“ Ich drückte den schwarzen Knopf auf meiner
Taschenlampe.
Sie war aus. Es war stockdüster. Ich sah nichts. Gar nichts.

„Freddy?”, flüsterte ich ängstlich.

Diesmal gab es eine Reaktion. Ein modriges und unglaublich raues
Keuchen, wenn nicht sogar Stöhnen, ertönte.
Ich rannte ….. ich rannte um mein Leben. Mein Rucksack blieb liegen.
Ich wollte nur weg von hier. Mehrmals stieß ich mir den Kopf an der
herunterhängenden und unebenen Decke. Ich merkte es nicht einmal
wirklich. Ich rannte. Ich bewies eine Ausdauer wie nie zuvor. Immer
tiefer bewegte ich mich in die Katakomben. Ich wollte einfach nur
weg.

Es gab kein Geschrei, denn ich war nicht in der Lage einen
einzigen Ton von mir zu geben.

Ich lief solange und soweit ich nur konnte.

Irgendwann übernahm die Erschöpfung Oberhand über meinen Körper. Ich stolperte,
weil ich nicht mehr in der Lage war meine Füße vernünftig
anzuheben. Anschließend fiel ich in Ohnmacht.

Als ich erwachte war meine Taschenlampe nicht mehr eingeschaltet.
Ich tastete den Boden um mich herum ab. Ich fühlte nichts. Nur ein
paar Steine… Bis ich Es fühlte. Ich fühlte dieses Etwas. Es
war warm. Es war moderig. Es trug wohl ein paar alte Stofffetzen.

Wenn ich nun aufgesprungen wäre, hätte es mich bemerkt, so dachte
ich.

Langsam tastete ich mich auf allen Vieren voran. Ich verharrte.

Meine rechte Hand war auf einmal auf diese Schatulle gestützt,
die gleiche Schatulle die Frederik gefunden und mir gezeigt hatte. Er
hatte sie doch eingesteckt.

Der Fund lies keine Zweifel offen: Dieses Ding hatte Freddy
umgebracht!
Allein der Gedanke wie Frederik gestorben war ließ mir alle
Nackenhaare zu Berge stehen. Einerseits war mir danach zu weinen.

Andererseits war es nicht meine Absicht dieses Ding zu wecken. Ich
kroch weiter. Die Schatulle ließ ich an genau ihrem Platz. Es sollte
nicht das letzte Mal sein, dass ich sie fand.

Es vergingen Stunden in denen ich durch die Katakomben kroch.
Warum überhaupt ? Meine Knien bluteten. Immer wieder stieß ich mit
dem Kopf gegen eine Wand weil ich mich falsch vortastete.

Einen Ausgang hätte ich eh nicht gefunden. Doch jeder Meter den
ich kroch , war ein Meter mehr den ich von diesem Wesen entfernt war… dachte ich mir.

Als ich an meinen Kopf fasste, fühlte ich eine Platzwunde. Mir
war nicht bewusst wie es dazu kam. Es war mir auch egal. Müdigkeit,
Hunger und Durst überdeckten den Schmerz. Es dauerte etwas, bis ich
wieder auf eine Pfütze stieß. Obwohl es mir zuwider war, begann ich
aus ihr zu trinken. Es schmeckte grauenerregend. Dennoch verschwand
die Trockenheit meiner Kehle.

Es folgten weitere, endlos wirkende Märsche. Inzwischen war ich
aufgestanden. Mein Schritttempo erhöhte sich, bis ich mir wieder den
Kopf stieß. In diesem Fall handelte es sich jedoch um etwas Weiches
und Warmes gegen das ich stieß. Es hauchte mir direkt mit seinem
fauligen, nach Verwesung riechenden Atem ins Gesicht.
Von Panik ergriffen begann ich zu rennen. Unfassbar, dass mir
dies in meinem Zustand noch gelang. Ich rannte mit geballter Kraft
gegen eine Wand und verlor erneut mein Bewusstsein.

Meine Augen blieben verschlossen als ich erwachte. Natürlich
hatten sie keinen Nutzen mehr. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich
hier unten verhungern oder verdursten würde. Vielleicht wäre es
auch eine Blutvergiftung gewesen, die mich von meinem Leiden erlöst.
Um mich herum befand sich nichts. Nun ja,… abgesehen von einigen
Steinen und Sandkörnern. Mein Lauschen ergab ebenfalls nichts.

Als ich aufstand bemerkte ich, dass ich gerade aus Versehen
mit meinem linken Fuß weggekickt war. Am Klang war mir sofort
bewusst um was es sich handelte. Wenngleich ich dieses Mal die
Schatulle, beziehungsweise die Desinfektionstabletten die sie enthielt,
gebrauchen könnte. Die Wahrscheinlichkeit war hoch auf eine weitere
Pfütze zu stoßen.

Mir war auch bewusst, dass dieses Wesen irgendetwas von mir will.
Es hätte mich schon längst töten können. Dazu fanden sich
unzählige Gelegenheiten. Vielleicht wollte es mich am Leben
erhalten, bis es mich, wenn der Hunger groß genug war, auffressen
konnte. Das dachte ich zu dem Zeitpunkt noch.

Mein Magen knurrte. Ich fühlte mich so schwach. Tage muss es her
gewesen sein, dass ich das letzte Mal etwas gegessen hatte. Ich weiß
nicht wie lange ich jeweils bewusstlos war. Müdigkeit verspürte ich
nicht, nur Schwäche. Dieser Aspekt sprach für einen langen Zeitraum
der Bewusstlosigkeit.

Mein Weg wurde immer beschwerlicher. Zum vernünftigen Gehen war
ich nicht mehr in der Lage. Doch ich wollte nicht sterben… Nicht
hier unten… mit diesem Ding. Letztendlich siegte mein
Lebenserhaltungstrieb über alles andere. Ich nahm die Schatulle in
die Hand und öffnete sie.

Ich fühlte die vier Tabletten und nahm sie in den Mund. Ich kaute
sie sogar. Es fühlte sich zumindest so an, als würde ich etwas
essen. Die Tabletten besaßen entweder keinen Geschmack oder ich war nicht
mehr in der Lage, überhaupt zu schmecken. Ich saß mehrere Stunden in
der Ecke und kaute, bis ich etwas realisierte.

Diese Tabletten waren nicht dazu da Wasser zu desinfizieren! Es
handelte sich um etwas ganz Anderes. Etwas, das erklärt worum es sich
bei dem Wesen handelt und vielleicht auch warum mich dieses Ding noch
am Leben lässt.

Als ich begann die Tabletten herunterzuschlucken, verschwand mein
Hunger… komplett. Der Durst blieb ein wenig. Auch meine Kraft
erlangte ich in geringem Maße zurück.

Diese Tabletten… erhalten einen am Leben… Vielleicht sogar
für die Ewigkeit.

Die deutsche Forschung war während des 2.
Weltkriegs krank und abartig. Dennoch waren deutsche Technologien
denen der anderen Länder überlegen. Allem Anschein nach waren die
Deutschen wohl nicht nur in der Waffentechnik weit fortgeschritten.

Bei diesem Wesen muss es sich um den deutschen Soldaten handeln,
der damals in den Katakomben verschwunden ist. Die Tabletten haben
ihn für einen so langen Zeitraum am Leben erhalten. Das Einzige, was
man nach der Einnahme zum Überleben braucht ist Wasser, und davon
gibt es hier immer noch genügend.

Ich bezeichne den Soldaten dennoch als Wesen, weil er für mich
nichts Menschliches mehr an sich hat. Es will wohl das ich ebenfalls
zu so einem Wesen werde. Vermutlich ist es einfach nur einsam und
sehnt sich nach Gesellschaft. Oder es will einfach nur hier rausfinden und geht davon aus, dass ich es hier hinausführen könnte.

Ich empfinde fast schon ein bisschen Mitleid für dieses Ding,
wenn ich daran denke. Dennoch… in beiden Fällen liegt dieses
verdammte Drecksvieh falsch.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass das Wesen nicht einmal weiß,
dass Deutschland den Krieg verloren hat. Es könnte immer noch denken
, dass der 2. Weltkrieg in vollem Gange ist oder sogar, dass er von Deutschland gewonnen wurde.

Anscheinend hat es auch herausgefunden, dass ich aus Deutschland stamme.
Wahrscheinlich hat es auch Freddies Akzent erkannt und ihn deshalb
getötet. Allein das werde ich diesem Ding nie verzeihen. Doch wenn
ich es versuche zu töten, tötet es vielleicht mich.

Ich wandere nun schon seit Monaten umher. Vielleicht sind sogar
schon Jahre vergangen, vielleicht auch nur Wochen. Das Zeitgefühl
habe ich komplett verloren und vielleicht sogar zu großen Teilen
auch meinen Verstand. Ich will sterben… aber nicht hier unten. Das
Wesen ist ständig in meiner Nähe … das spüre ich.

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich auf eine Leiche gestoßen. Es
klingt absurd, aber ich habe mich sogar gefreut auf etwas Anderes zu
stoßen als auf Steine, Knochen und Säulen. Ich habe die Person
ertastet. Es war nicht Frederik.

In seiner Tasche fand ich einen Mp3 Player. Er enthielt noch etwas Energie. Es handelt sich um den Mp3 Player, den du gerade in deinen
Händen hältst. Ich habe beschlossen meine Geschichte aufzunehmen,
solange es mein Verstand mir noch erlaubt.

Solltest du mich finden, bitte ich dich um einen Gefallen je
nachdem wie du mich antreffen wirst.

Sollte ich noch bei Verstand sein, bitte ich dich, mich hier
herauszuschaffen. Ich werde mich wahrscheinlich nicht einmal wehren.

Sollte ich geistig nicht mehr am Leben sein und vielleicht sogar
dem von mir beschriebenen Wesen gleichen, dann flehe ich dich hiermit
an, mich zu töten. Zögere nicht! Doch ich bitte dich um eins:
Schaff meine Leiche hier raus. Ich will nicht, dass mein Körper in
dieser Hölle gefangen bleibt.

Das selbe gilt auch für Fall drei: Solltest du meine Leiche finden… Bitte schaffe sie raus!

An folgenden Merkmalen erkennst du mich:

Ich bin 1,75m groß und habe dunkelblondes Haar. Was ich an mir trage
weiß ich nicht mehr. Aber von meiner Kleidung ist ohnehin nicht mehr
viel übrig. Das auffälligste ist wahrscheinlich mein linker, großer
Zeh. Dieser fehlt nämlich seit meiner Geburt.

Solltest du auf ein Wesen treffen, dass
meiner Beschreibung nicht entsprichst, dann versuche es zu töten.

Die Angst in mir hinderte mich daran es auch nur anzuleuchten. Vernichte es nur, wenn
du dazu in der Lage bist. Ich weiß nicht ob diese Tabletten
tatsächlich Unsterblichkeit verleihen. Ansonsten rate ich dir nur:
Lauf… Auch wenn es dich sowieso kriegen und töten wird.

Bewertung: 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"