SCP-009 – Red Ice (Rotes Eis)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-009
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Kein Wasser. Um die Kammer liegt eine weiträumige Sperrzone ohne Wasser: keine Leitungen, keine Sprinkler, keine Getränke. Luftentfeuchter laufen ununterbrochen. Begründung: Jeder Tropfen dort wäre Nachschub, und jeder Abfluss führt zum Meer.
- Kein Kontakt. Nichts, was rot ist, wird ohne Vollschutz berührt. Begründung: Für Befallene gibt es keine Heilung. Sie werden durch chemische Austrocknung getötet; das gewonnene SCP-009 kommt zurück in den Tank.
- Versuche. Gearbeitet wird im Vakuum: Wo keine Luft ist, ist auch keine Feuchtigkeit. Wer oder was die Versuchskammer verlässt, kommt zuerst in den Trockenraum und dann in Quarantäne.
- Kälte ohne Pause. SCP-009 lagert in einem versiegelten Tank aus hitzebeständiger Legierung, ständig unter dem Gefrierpunkt. Begründung: Kälte bremst die Substanz, Wärme treibt sie an.
- Kälte mit Maß. Nie kälter als nötig; Flüssigstickstoff nur aus der Dosierflasche, nie aus dem Schlauch. Begründung: Bei sehr tiefer Kälte wird SCP-009 gasförmig, und ein Gas findet Wege, die eine Flüssigkeit nicht findet.
- Kein Warten auf Menschen. Mehrere Kühlaggregate laufen parallel, jedes schafft die Last allein. Meldet ein Fühler einen Anstieg in Richtung null, schließt die Kammer selbsttätig und füllt sich mit Kühlmittel. Begründung: Bis ein Mensch reagiert, hat die Wärme schon gearbeitet.
Beschreibung:
Vorfall 009-14 begann mit einer Pfütze. Nach einem Versuch wurde ein Probenbehälter durch die Schleuse am Rand der Sperrzone zurückgebracht. Auf der Bodenplatte darunter sammelte sich Tauwasser, denn der Entfeuchter der Schleuse war an diesem Tag ausgefallen. Die Kältetechnikerin L. Haferkamp sah darin eine rote Perle. Ein Tropfen war durch einen Haarriss ausgetreten und auf der Platte gefroren, bei 19 Grad Raumtemperatur.
Bei SCP-009 ist das kein Widerspruch. Seine Moleküle gleichen denen von Wasser, doch gegenüber Wärme verhält es sich verkehrt herum: Oberhalb des Gefrierpunkts ist es fest, darunter flüssig. Wärme lässt es schneller gefrieren, Kälte hält es auf. Nach einer Arbeitshypothese stammt es aus einem Universum mit anderen Naturgesetzen.
Haferkamp sah auch, wie sich das Tauwasser rund um die Perle rot färbte und erstarrte, Millimeter für Millimeter. So ergeht es jedem Wasser, das SCP-009 berührt, ob Tau, Spülwasser oder Pflanzensaft. Es dauert Minuten oder Stunden, je nach Wärme. Das Rot ist immer zuerst da.
Haferkamp wischte nicht, tippte die Perle nicht an und hielt ihren Atem fern. Auch ein Mensch besteht größtenteils aus Wasser. Seine Wärme beschleunigt den Verlauf: Erst bildet sich Reif auf der Haut, dann erfasst die Umwandlung das Gewebe und das Blut. Am Ende stirbt der Betroffene an inneren Blutungen; bis dahin bleibt er stundenlang bei Bewusstsein. Sie löste Alarm aus. Der Raum wurde verriegelt und entfeuchtet, bis dem roten Rand das Wasser ausging, dann schrittweise unter null gekühlt; das rote Eis wurde flüssig und ließ sich absaugen. Haferkamp blieb drei Wochen in Quarantäne, ohne Befund.
Entdeckung und Bergung:
Für das Bergungsteam galt vom ersten Tag an eine einzige Regel: keine Wärme. Die Fundstelle lag auf einer Felskuppe weit über der Flutlinie, wo der Wind jede Pfütze wegtrocknete.
Dort lagen, eingeschlossen in rotes Eis, die zugerichteten Leichen der Besatzung eines gestrandeten Robbenfangboots. Die kühle Witterung an dieser Küste Alaskas hatte den Verlauf nur gebremst und die Männer dadurch länger bei Bewusstsein gehalten.
Gemeldet hatten den Fund Bewohner einer abgelegenen Siedlung. Dort oben, sagten sie, liege rotes Eis, das nicht einmal in der Mittagssonne schmelze.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-009 von Chameleon X aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-009) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-009
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