EigenartigesMittelÜbersetzungen

Das merkwürdigste Überwachungsband, das ich jemals gesehen habe.

Jeremy ist eigenartig. Er ist ungefähr 25 oder 26 und er spricht kaum ein Wort, aber er hat das gruseligste Lachen, welches ich jemals gehört habe. Wir beide, mein Boss und ich haben dies bemerkt, aber es war nie ein Problem, also gibt es kaum etwas, das wir dagegen tun könnten. Kunden haben sich nie über ihn beschwert und er hat seine Arbeit immer recht gut gemacht. Jedenfalls, bis vor ein paar Wochen – ab diesem Zeitpunkt vermissten wir einige Dinge. Diebstahl durch Angestellte kann bei jedem Unternehmen ein Problem sein, welches Verbrauchsgut verkauft und es arbeitete immer nur eine Person gleichzeitig an der Tankstelle, da es ein ziemlicher kleiner Ort war. Vor ungefähr zwei Wochen fing mein Boss an zu bemerken, dass wir knapp an Motoröl waren. Als erstes waren es nur ein paar Behälter auf einmal, dann gesamte Regale und Boxen aus dem Hinterzimmer. Bald schon waren es komplette Lieferungen, welche am nächsten Tag, nachdem sie eintrafen, verschwanden und es war immer nach Jeremys Schichten. Mein Boss untersuchte die Aufnahmen der Sicherheitskameras der Nächte, in welcher Jeremy arbeitete, aber er konnte ihn nie bei der Tat erwischen. Jeremy würde bei Ladenschluss die Türen verriegeln und am nächsten Tag wäre das Motoröl verschwunden.

Normalerweise nimmt mein Chef das Filmmaterial mit nach Hause, um Jeremy beim Klauen zu erwischen, aber seine Tochter hatte gestern Abend ein Softballspiel, weshalb er sich bei mir erkundigte, ob ich mich um das Bandmaterial kümmern könnte. Er bot mir an, mir die Überstunden unter der Hand zu bezahlen, und ich nahm das Angebot natürlich an. Es gibt drei Kameras, also gab er mir drei verschiedene Aufnahmen zur Prüfung. Ich dachte mir, dass es eine lange Nacht werden würde, aber ich versuchte, etwas für eine Urlaubsreise zu sparen, daher brauchte ich das Geld dringend. Ich nahm die Aufnahmen mit nach Hause, steckte sie in einen alten Kassettenrekorder und lehnte mich zurück.

Zwei Tage zuvor hatte Jeremy um 16 Uhr mit der Arbeit begonnen. Zunächst schien alles normal zu sein. Er zählte das Geld in der Kasse, tauschte die Schichten mit dem Mädchen, das vor ihm arbeitete, und wartete auf einen Kunden. Die Zeitmarkierung auf dem Video zeigte 16:03 Uhr. Die erste Person, die hereinkam, war Mrs. Templeton, eine Stammkundin. Sie nahm ihre Zigaretten und eine Zeitung mit und bezahlte mit einem Zwanziger. Daran ist nichts Ungewöhnliches. Der nächste Kunde war ein Mann aus der Nachbarschaft namens Ron. Er ist Motorradfahrer und kommt tagsüber ab und zu vorbei. Er tankte, nahm eine Packung Dörrfleisch mit, bezahlte mit seiner Kreditkarte und verließ dann die Tankstelle. Als nächstes kam ein Mann mit einem Cowboyhut. Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen, aber wie an jeder anderen Tankstelle kommen auch bei uns fremde Kunden vorbei. Er kaufte Diesel im Wert von 40 Dollar, bezahlte mit einem Hunderter und ging seiner Wege. Ich lehnte mich zurück und seufzte. Das Einzige, was noch langweiliger war, als diesen Job zu machen, war, jemandem dabei zuzusehen.

Das Angebot meines Bosses war aber Grund genug, um mich durchhalten zu lassen, also lies ich die Aufnahme laufen. Alles schien ziemlich normal. Ich hatte ein Gefühl, dass, wenn Jeremy Motoröl stehlen würde, er wüsste, dass wir ihn nun verdächtigten. Ich dachte nicht, dass er dumm genug wäre, dass wir ihn mit Kameras ertappen könnten. Die Dinge blieben langweilig und routiniert bis ungefähr 17 Uhr.

Um 17:03 Uhr kam Mrs. Templeton wieder herein; sie musste etwas vergessen haben. Aber das hatte sie nicht. Sie kaufte die gleiche Schachtel Zigaretten wie zuvor und die gleiche Zeitung. Sie bezahlte mit einem weiteren Zwanziger. Das war schon seltsam, dachte ich, aber sie ist ein wenig zerstreut. Ich fand, dass Jeremy ihr hätte sagen sollen, dass sie ihre Zigaretten schon gekauft hatte, aber es ist ja nicht verboten, jemandem zweimal das Gleiche zu geben. Dann kam Ron wieder herein. Er kaufte eine weitere Tankfüllung, wieder für sein Motorrad – ich überprüfte später die Außenkameras, weil ich vermutete, dass er sie für ein anderes Auto gekauft hatte, welches er auftanken wollte – und die gleiche Packung Dörrfleisch. Er bezahlte wieder mit seiner Kreditkarte.

Nichts Schlimmes, ich fand, es war nur ein seltsamer Zufall. Mrs. Templeton ist vergesslich und Ron besitzt wahrscheinlich mehr als eine Harley. Dann kam der Typ mit dem Cowboyhut zurück. Ein Schauer lief mir über den Rücken. “Nimm bloß keinen Diesel, nimm bloß keinen Diesel”, flüsterte ich in mein leeres Wohnzimmer… aber er tat es. Er tankte Diesel im Wert von 40 Dollar und bezahlte mit einem Hundert-Dollar-Schein. Jede Bewegung, die er machte, war die gleiche wie bei seinem letzten Besuch, genauso wie die Art, wie er sich an der Nase kratzte, bevor er hinauslief. Entweder war dieser Typ reich, besaß eine Menge Lastwagen und war gerade in die Stadt gezogen, oder es ging etwas ziemlich Bizarres vor sich. Ich beobachtete ihn weiter.

In den nächsten Stunden war jeder Kunde derselbe wie zuvor. Jeder Einzelne. Ich machte mir ernsthaft Sorgen, und dann, um 18:03 Uhr, kam Mrs. Templeton wieder herein. Sie kaufte wieder ihre Zigaretten und ihre Zeitung und bezahlte mit einem Zwanziger. Ich glaubte, ich würde völlig ausflippen. Ich habe mir noch eine halbe Stunde angesehen, bevor ich anfing, den Rest im Schnelldurchlauf anzusehen. Es war immer das Gleiche. Jeder Kunde kam zur gleichen Zeit zurück, genau eine Stunde später.

Ich weiß, was du denkst. Dieser hinterhältige Bastard Jeremy hat irgendetwas mit den Aufnahmen gemacht. Er hatte sie von der ersten Stunde an wiederholt, immer und immer wieder. Das war hier nicht der Fall. Um die Kasse herum gibt es Fenster, die von der Kamera erfasst werden, und ich sah zu, wie das Sonnenlicht verschwand, während es immer später wurde. Jeremys Routine wiederholte sich nicht – er wischte, fegte, füllte die Regale auf und erledigte alle seine Aufgaben, wie man es erwarten würde. Aber es kamen immer wieder dieselben Kunden.

An diesem Punkt begann ich in Panik zu geraten. Irgendetwas stimmte nicht mit dem, was ich sah, und ich konnte es mir nicht erklären. Ich spulte bis zu der Stelle vor, an der er abschloss und zu seinem Auto ging. Er hatte nichts gestohlen, aber ich schaute weiter, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich spulte ein letztes Mal vor, bis es ungefähr Mitternacht war.

Um genau 0:03 Uhr tauchte Jeremys Gesicht wie aus dem Nichts im Blickfeld der Kamera auf. Damit meine ich nicht, dass er seinen Kopf ins Bild bewegt hat, sondern dass in der einen Sekunde der Laden leer war und in der nächsten Sekunde nur noch sein Gesicht zu sehen war. Er schaute nicht in die Kamera, er schaute mich an, da bin ich mir sicher. Ich schrie und tastete nach der Fernbedienung. Bis ich sie gefunden hatte, war er weg, er verschwand so schnell. Auf dem einen Bild war er noch da, auf dem nächsten nicht mehr. Meine Hände zitterten wie verrückt, aber ich schob eine weitere Kassette ein. Die andere Kamera im Laden zeigte den hinteren Bereich bei der Kasse, und ich würde sehen, wie er es geschafft hatte, das Gesicht auf diese Weise auf die Kamera zu bekommen. Ich spulte bis zum Zeitpunkt 0:03 vor, aber da war nichts. Ich sollte ihn auf einem Stuhl oder etwas Ähnlichem stehen sehen, aber er war nicht da. Nachdem er den Laden verlassen hatte, habe ich ihn auch nicht mehr reinkommen sehen. Es ist so, als ob er nicht wirklich da gewesen wäre. Er kennt den Sicherheitscode nicht, und in dieser Nacht ging kein Alarm los, nachdem er abgeschlossen hatte.

Aber was ich sah, war, dass um 0:03 Uhr das Motoröl aus den Regalen verschwand. Alles davon. Es war wie Jeremys Gesicht, in der einen Sekunde war es noch da und in der nächsten nicht mehr. Ich habe das Band ausgeschaltet und bin ins Bett gegangen, aber ich konnte kein bisschen schlafen. Obwohl mein Körper ziemlich erschöpft war, raste mein Verstand. Dieses Video ist bei weitem das Unheimlichste und Befremdlichste, was ich je in meinem Leben gesehen habe.

In ein paar Stunden sollte ich arbeiten. Mein Chef hat mich gebeten, die Bänder zurückzubringen und ihm mitzuteilen, was ich gefunden habe, aber was soll ich ihm denn sagen? Jeremy hat heute Nachtschicht, gleich nach mir, und es ist geplant, dass mein Chef kurz vor meiner Beendigung kommt und ihn mit mir konfrontiert, da ich angeblich derjenige bin, die ihn beim Stehlen erwischt hat. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Vielleicht sollte ich meinem Chef das Filmmaterial zeigen, aber ich möchte es nicht mit ihm zusammen ansehen. So etwas möchte ich nie wieder sehen. Das Bild von Jeremy, wie er einfach in die Kamera lächelt, geht mir nicht aus dem Kopf; es war der gruseligste Blick, den ich jemals bei einem anderen Menschen gesehen habe.

Jedenfalls werde ich versuchen, noch ein paar Minuten Schlaf zu bekommen, bevor ich los muss, um das alles zu verarbeiten. Ich werde euch wissen lassen, was passiert….

UPDATE (14:49 Uhr):

Ich bringe die Daten von meinem Handy aus auf den neuesten Stand. Mein Chef hat sich gerade die letzten Bänder angesehen. Ich habe ihm gesagt, was ihn erwartet, aber man kann niemanden wirklich auf so etwas vorbereiten. Er ist extrem aufgeregt und Jeremy wollte eigentlich um 16 Uhr kommen. Wir haben noch etwas mehr als eine Stunde, um uns vorzubereiten, aber niemand von uns weiß, was wir ihm sagen sollen. Ist er einfach nur ein verrückter Typ, der gerne Motoröl stiehlt und die Leute zu Tode erschreckt? Oder ist er etwas anderes? Keine Ahnung, ob es verrückt ist, aber glaubt jemand von euch, dass er mit der Zeitwiederholung und Umstellungen etwas zu tun hatte? Laut meinem Chef ist ihm so etwas auf den anderen Bändern nie aufgefallen, aber die Art und Weise, wie er auf diesem Video auftaucht, lässt mich fragen, ob er wusste, dass ich es sehen würde. Es ist, als ob er wollte, dass ich erfahre, was er so alles kann. Als würde er damit angeben oder so. Die Art, wie er in die Kamera lächelte, war wie bei einem Kind, das einem seine Sandburg zeigt, die es gerade gebaut hat oder so. Ich weiß nicht, wahrscheinlich klinge ich verrückt. Das Gefühl habe ich auf jeden Fall. Ich rede noch ein bisschen mit meinem Chef. Wir müssen uns beruhigen und herausfinden, wie wir damit umgehen. Heute Abend werde ich noch mehr darüber schreiben, aber ich habe ein wirklich schlechtes Gefühl dabei, wie das alles ablaufen wird.

UPDATE (16:33 Uhr):

Kein Zeichen von Jeremy. Hab’ versucht ihn anzurufen, aber sein Telefon wurde abgestöpselt. Wir rufen die Polizei.

UPDATE (17:33 Uhr):

Kein Zeichen von Jeremy. Hab’ versucht ihn anzurufen, aber sein Telefon wurde abgestöpselt. Wir rufen die Polizei.

UPDATE (18:33 Uhr):

Kein Zeichen von Jeremy. Hab’ versucht ihn anzurufen, aber sein Telefon wurde abgestöpselt. Wir rufen die Polizei.

UPDATE (19:33 Uhr):

Kein Zeichen von Jeremy. Hab’ versucht ihn anzurufen, aber sein Telefon wurde abgestöpselt. Wir rufen die Polizei.

UPDATE (20:33 Uhr):

Kein Zeichen von Jeremy. Hab’ versucht ihn anzurufen, aber sein Telefon wurde abgestöpselt. Wir rufen die Polizei.

UPDATE (22:58 Uhr):

Heilige Scheiße. Heilige Scheiße, heilige Scheiße. Ich bin gerade nach Hause gekommen habe meine bisherigen Updates gesehen. Jetzt machen die Dinge immer weniger Sinn. Das kann ich euch sagen. Ich ging also zur Arbeit, Jeremy erschien nicht, mein Chef und ich beschlossen, die Polizei zu rufen, wie ihr alle bereits wisst. Als ich den Hörer abnahm, um anzurufen, ging die Sonne unter. Ohne Scheiß, ich glaube, das ist es, was passiert ist. Offenbar war ich genau fünf Stunden lang ohnmächtig, denn als ich auf die Uhr sah, war es 21:33 Uhr. Vermutlich war ich in Jeremys Zeitwiederholung gefangen und bin dann genau zu dem Zeitpunkt aufgewacht, als ich ohnmächtig wurde, falls das Sinn macht. Aber ab hier wurde es wirklich seltsam.

Als ich bewusstlos wurde, war mein Chef direkt neben mir, bereit, der Polizei meine Geschichte zu bestätigen. Als ich aufwachte, hatte ich das Handy in der Hand, aber es war tot. Nicht einmal ein Freizeichen war zu hören. Mein Chef war noch da, aber er bewegte sich nicht. Der Sekundenzeiger blieb auf 12 stehen. Es war genau 21:33 Uhr. Die Uhr an der Kasse bewegte sich auch nicht. Mein Telefon war eingefroren. Es stand sogar ein Kunde an der Kasse und wartete darauf, dass mein Chef ihm eine Schachtel Zigaretten gab. Ich wette, das war seine fünfte Schachtel heute.

Ich bin sofort abgehauen. Ich habe nicht abgeschlossen, das Licht nicht ausgeschaltet und, tut mir leid, Leute, ich habe die Aufnahmen der Kameras nicht zum Hochladen genommen. Glaubt mir, das war das Letzte, woran ich gedacht habe. Die Tankstelle liegt an einer großen Landstraße und die Autos waren überall geparkt, nun ja, sie waren nicht geparkt, sondern eingefroren. Die Menschen in ihnen saßen still wie Wachsfiguren. Ich setzte mich in mein Auto und betete, dass es anspringen würde. Gott sei Dank tat es das.

Auf halbem Weg nach Hause begann die Zeit wieder zu laufen. Das Rauschen des Radios verwandelte sich in Musik, so wie es sein sollte, und nach dem, was ich hören konnte, bemerkte niemand, dass die Zeit stehen geblieben war, oder was auch immer es war. Ich war der Einzige. Nun, ich bin sicher, Jeremy hat es auch bemerkt. Ich weiß immer noch nicht, wo er steckt und was er macht. Ich verschanze mich in meinem Zimmer und werde morgen früh wieder die Polizei anrufen. Ich weiß nicht, ob ich jemals zu ihnen durchgedrungen bin, und wenn ja, ob sie mich überhaupt ernst genommen haben. Ich fürchte um mein Leben. Ich werde mich morgen wieder melden, wenn ich kann.

FINALES UPDATE (10:33 Uhr):

Letzte Nacht bin ich gegen 4:00 Uhr endlich eingeschlafen. Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe, ich glaube, die Erschöpfung hat mich übermannt. Heute morgen wachte ich durch mein Telefon auf; es war mein Chef. Er hatte mich seit etwa 6 Uhr morgens immer wieder angerufen. Er wachte auf, als die Zeit wieder weiterlief, und rief sofort die Polizei. Sie kamen vorbei, um zu sehen, was los war, und er erzählte ihnen alles. Die Polizisten hier sind alle etwas einfältig; sie waren mehr über das fehlende Motoröl besorgt als über irgendetwas anderes, doch mein Chef nahm es so hin, also hatte er zumindest ihre Aufmerksamkeit. Sie beschlossen, nach Jeremy zu suchen.

Wir bewahren alle Bewerbungen unserer Mitarbeiter auf, und da Jeremy gerade erst angefangen hatte, für uns zu arbeiten, war es ziemlich einfach, seine ausfindig zu machen. Sie notierten sich die Adresse und fuhren zu seiner Wohnung. Man glaubt nicht, was sie dort vorgefunden haben.

Die Adresse, die Jeremy auf seinem Antrag angegeben hatte, war die eines leeren Grundstücks. Oder zumindest ist es jetzt leer. Dort stand ein Haus, aber es brannte 1993 nieder. Da es sich um eine Kleinstadt handelt, erinnert sich jeder an das Feuer. In dem Haus lebte eine 4-köpfige Familie. Es heißt, dass sie einen entfremdeten Sohn hatten, über den sie nie gesprochen haben, aber ich kann nicht sagen, ob das wirklich stimmt.

Ich weiß nur, dass sich das Feuer nach einer Untersuchung durch die Versicherungsgesellschaft als Brandstiftung herausstellte. Das gesamte Haus war mit Öl übergossen und mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt worden. Die gesamte Familie schlief, als es passierte; niemand überlebte.

Der Täter wurde nie ausfindig gemacht. Man sagt, als man versuchte, den Sohn zu kontaktieren, habe man ihn nirgends auffinden können.

Das jedenfalls erzählte mir mein Chef, als er mich anrief und ich völlig ausrastete. Dann hat er mich gefragt, ob ich zur Tankstelle kommen kann. “Was, sind Sie verrückt?”, sagte ich, aber er versicherte mir, dass die Polizei bei ihm sei. Dann machte er mir noch einen Strich durch die Rechnung: Das FBI sei auch in der Stadt, und sie wollten auf jeden Fall mit mir reden, da könne ich genauso gut mitkommen. Es war ungefähr 7.15 Uhr und ich wollte eigentlich wieder ins Bett gehen, aber mir wurde klar, dass ich nicht mehr lange schlafen würde, deshalb fuhr ich dann noch zur Tankstelle.

Ich wurde von vier Männern in dunklen Anzügen begrüßt und aufgefordert, mich zu setzen. Wir sprachen zwei oder drei Mal über alles, bis sie alles im Detail erfuhren. Von Jeremy, den Aufnahmen, der letzten Nacht auf der Arbeit. Einfach alles. Schließlich, als ich fertig war, sagte einer der Agenten: “Oh Gott, wir haben noch einen auf der Liste”. Ich musste ein Bündel von Papieren unterschreiben, in denen sie versicherten, dass ich niemandem davon erzählen würde, daher kann ich nicht viel mehr verraten. Vielleicht verstoße ich gegen das Gesetz, wenn ich das hier hochlade.

Nun bin ich also zu Hause. Ich weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll. Die Aussage des Agenten, als ich ihm die Geschichte erzählte, wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen.

Jedenfalls muss ich jetzt gehen. Ich muss ein paar Besorgungen machen und dann zur Arbeit gehen, um ein paar Aufnahmen der Überwachungskamera abzuholen. Mein Chef und ich glauben, dass dieser neue gruselige Typ, Jeremy, Motoröl stiehlt, und ich soll mir die Aufnahmen ansehen, um zu sehen, ob ich ihn auf frischer Tat ertappen kann. Ich habe Wichtigeres zu tun, aber mein Chef bezahlt mir Überstunden unter dem Tisch, und ich versuche, Geld für einen Urlaub zu sparen, also könnte ich das Geld wirklich gebrauchen. Es sollte ziemlich einfach sein; das Öl verschwindet immer gleich nach den Schichten. Ich denke, ich muss mir nur das Filmmaterial ansehen, ihn dabei erwischen, und das war’s.

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