KurzMord

Schattentänzerin 1 – 42

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

„Lyra!“, rief es von unten. Es war meine Mutter. Ich blickte von meinem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf. Ich las es jetzt zwar schon zum dritten Mal, aber es war immer wieder gut. Ich warf einen Blick auf die Uhr: 15:42 Uhr. Ich schmunzelte. Diese Zahl „42“ verfolgte mich, seit ich das Buch zum 1. Mal gelesen hatte. 42, der Sinn des Lebens und die Antwort auf alle Fragen (jedenfalls im Buch).

Ich rannte schnell die Treppe runter, an deren Fuß meine Mutter schon ungeduldig wartete. „Lyra, warum kommst du denn nicht sofort, wenn ich nach dir rufe? …Na egal, wir gehen jetzt einkaufen, also zieh dir die Schuhe an und komm.“ Ohne auf meine Antwort zu warten, drehte sie sich um und ging schnellen Schrittes zum Auto. Da mir bewusst war, wie ungeduldig meine Mutter immer war, beeilte ich mich, und stieg dann schnell zu ihr ins Auto.

Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten, fuhren wir noch zur besten Freundin meiner Mutter, um mit ihr und ihren zwei Töchtern zusammen im Wald zu grillen. Es war ein schöner, sonniger Tag, darum hatte ich auch nichts dagegen einzuwenden. Doch irgendwann nervten mich die anderen beiden Mädchen (Ach ja, ich bin 14 ^^), deshalb zog ich mich etwas zurück unter dem Vorwand mehr Feuerholz sammeln zu wollen. Und so machte ich mich auf die Suche nach einem Ort, an dem ich entspannen konnte.

Ich ging also eine Weile durch den Wald, immer bedacht darauf mich in dieselbe Richtung zu halten, um mich nicht zu verlaufen. Ich sah mich um und bewunderte dieunberührte Schönheit dieses Waldes, da fiel mir etwas an einem Baum vor mir auf. Es war eigentlich eine ganz gewöhnliche Eiche,das was meine Aufmerksamkeit erregte, war das, was in den Stamm eingeritzt wurde. Dort war ein Kreutz, darüber stand eine Zahl. Ich musste unwillkürlich grinsen. 42. Weiter unten am Stamm war ein Pfeil, daneben stand ein Wort, das vollkommen unleserlich war. Da ich unglaublich neugierig war, beschloss ich der Richtung des Pfeils zu folgen. Also wandte ich mich nach Rechts und ging weiter.

Nach ungefähr 5 Minuten erreichte ich eine kleine Lichtung. Es war perfekt! Sie lag versteckt zwischen dichten Laubbäumen, in der Miitte der Lichtung stand ein Wildkilschbaum, der wie fürs klettern gemacht war. Außerdem war alles übersäht mit zart violetten, königsblauen und schneeweißen Blumen. Eine angenehm kühle Brise strich über meine Haut. Sie brachte den Duft des Waldes mit sich; eine angeneheme Mischung aus Laub, Erde und Regen. Ich hatte diesen Geruch schon immer geliebt. Ich ging hinüber zu dem Kirschbaum und kletterte ein Stück nach oben und machte es mir in einer Astgabel bequem. Es gab zwar keine Kirschen, aber das war mir egal. Ich schlass meine Augen und lauschte den Gräuschen der Natur. Der Wind flüsterte in den Bäumen, die Vögel sangen und etwas weiter entfernt hörte ich einen Bach plätschern.

Ich war so entspannt, dass ich fast eingeschlafen wäre, da hörte ich einen markerschütternden Schrei. Ich wusste sofort, von wem er kam, sprang vom Baum und rannte in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war. Es dauerte nicht lange, dann sah ich die Person, die geschrien hatte. Sie kniete auf dem Waldboden und hatte die Hände vors Gesicht geschlagen. Es war meine Mutter. Ich kam langsam auf sie zu, legte vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter und fragte: „Mum, was ist passiert?“ Sie schien unkontrolliert zu weinen und zuckte erschrocken zusammen, als ich sie ansprach. Dann sah sie auf und zeigte erstarrt auf etwas, das ein paar Meter entfernt lag. Als ich erkannte, was es war, stockte mir der Atem. Die Person, die da auf dem Boden lag, war die 12 jährige Tochter von Mums Freundin. Zuerst versuchte ich mir einzureden, dass sie nur Bewusstlos war, aber die riesige Blutlache auf dem Boden, ihr verzerrter Gesichtsausdruck und das Loch, das in ihrem Bauch klaffte belehrten mich eines besseren. Sie war tot.

Mechanisch zog ich mein Handy hervor und rief die Polizei. Meine Mutter weinte immernoch, doch erst als ich neben mich blickte, war auch ich den Tränen nahe. Dieser Baum… Es war die Eiche, wegen der ich nicht weiter in diese Richtung gelaufen war. Doch die Schrift… Sie war weg. Nur das, was ich vorher nicht hatte lesen können, war jetzt deutlich sichtbar. Es waren nur zwei kurze Wörter, trotzdem machte es mich panisch: Lauf! Lebe! Ich war volkommen erstarrt vor Schock. Wäre ich weiter in diese Richtung gegangen, dann wäre ich jetzt tot.

Plötzlich hörte ich einige Rufe, die von Mums Freundin und deren jüngerer Tochter kamen. Ich stand auf, nahm die Hand meiner Mutter und bedeutete ihr, dass wir zu ihnen gehen mussten. Obwohl sie noch unter Schock stand, erhob sie sich und wir entfernten uns von der Leiche. Als wir weit genug entfernt waren, rief ich nach den beiden, und hoffte, dass der Mörder das nicht hören würde. „Lyra!“ Mums Freundin kam mit ihrer achtjährigen Tochter auf uns zu. „Lyra, wer hat da gerade geschrien? Was ist passiert? Und wo ist Lily?“ Lily… Stimmt, so hatte sie geheißen. Ich senkte meinen Blick und sagte mit leiser Stimme; „Lily… ist… tot.“ Das letzte Wort hauchte ich, wagte kaum, es auszusprechen. Sie sah mich entgeistert an. Tränen bildeten sich in ihren Augen, dann begann sie damit, den Namen ihrer Tochter zu rufen und weinte.

Ich hörte bereits die Stimmen der Polizisten, bald würden sie hier sein. Ich blickte zur Seite, da da sah ich etwas weiter hinten im Wald. Ich sah genauer hin. Es war ein schlanker, großer Mann in einem schwarzen Anzug. Er hatte eine Glatze und helle Haut, aber aus der Entfernung konnte ich sein Gesicht nicht erkennen. „Ist er der Mörder?“, fragte ich mich. Dann wurde ich allerdings abgelenkt, weil die Polizisten inzwischen bei uns angekommen waren und mit der Befragung begannen. Ich warf noch einen Blick zur Seite, aber der Mann war verschwunden.

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