GeisteskrankheitKurz ( 5 - 10 Minuten )Mord

Spaziergang

Spaß mal zwei

Nacht 1

Nacht 2

Nacht Teil 1

Jetzt liegt dieses nackte Ding vor mir. Inzwischen ist es ziemlich nutzlos. Dieses Etwas war einmal recht hübsch, vor geraumer Zeit … das war einer der Gründe, warum ich mich für sie entschieden habe. Aber nicht nur ihr Gesicht war ausschlaggebend. Nein, die Gelegenheit war einfach zu gut. Außerdem hatte ich auch Zeit und Ruhe. Für meine Leidenschaft war Ruhe besonders wichtig. Doch was hier nun vor mir lag, war alles andere als schön und leider zu nichts mehr zu gebrauchen. Vielleicht noch als Düngemittel. Aber dafür musste ich diese Überreste, die einst menschlich waren, irgendwie zusammenkratzen und sie von hier wegbringen.

Der Geruch war wirklich ekelhaft. Vielleicht hätte ich schon früher zurückkehren sollen.

Nun denn, die feuchte Luft hier in diesem dunklen Loch machte meinen Aufenthalt hier überhaupt nicht besser. In einer der hinteren Ecken dieser unterirdischen Hütte suchte ich nach etwas, mit dem ich diese klebrigen und verkrusteten Teile vom Boden entfernen konnte. Als ich mir ein Teil genauer ansah, hmm, es muss ein Stück ihres Schädels gewesen sein, denn es blieb etwas von ihrem langen rotblonden Haar an den verkrusteten Teilen dieser Knochen hängen, wurde mir klar, welche Grausamkeit ihr widerfahren sein musste.

Mein Gott, was habe ich diesem Mädchen angetan? Wir hatten so viel Spaß, dass ich nicht alles vergessen oder gar verdrängt haben konnte. Als ich eine Haarsträhne aufnahm und sie in meine Tasche steckte, kamen die Erinnerungen schlagartig zurück.

Ich saß in dieser Kneipe, eigentlich ging ich fast nie mehr in solche Etablissements, aber an diesem lauen Sommerabend trieb mich eine innere Kraft genau dorthin. Jetzt denkst du wahrscheinlich, dass ich dort irgendwie dieses süße Ding aufgeschnappt habe, aber nein. So ist es nicht gewesen. Ich habe zwei oder drei Biere getrunken.

Das hatte ich auch schon eine Weile nicht mehr getan. Offenbar war mein Leben ziemlich langweilig geworden. Jedenfalls hatte ich eine gute Zeit im Schuppen. Da war dieses heiße Mädchen, das etwas weiter hinten in der Bude saß und alleine trank. Irgendwie tat sie mir leid, na ja, es war kein richtiges Mitleid, so etwas konnte ich bei anderen Menschen nicht empfinden. Trotzdem zog mich etwas an, und ich nickte ihr irgendwann beiläufig zu. Sie hielt ihr Glas in den Händen und nickte zurück.

Wow, das war einfach.

Also stand ich von meinem Platz an der Theke auf und schlenderte zu ihr hinüber. Mit einem weiteren Nicken bedeutete sie mir, mich zu ihr zu setzen. Okay, kein Problem, dein Wunsch ist mir Befehl, dachte ich und ließ mich neben ihr auf der Bank nieder.

“Jessica”, sagte sie und hob ihr Glas zur Begrüßung. “Guten Abend, Jessica, Béla”, erwiderte ich mit einem charmanten Lächeln.

„Was treibt Sie an einen Ort wie diesen?“, fragte ich beiläufig klingend, wobei es mich natürlich brennend interessierte. Sie hatte lange schwarze Haare, die ordentlich gelockt waren. Sie trug nicht gerade ein dezentes Make-up mit einem auffallend roten Lippenstift kombiniert. Ein schwarzes Top mit einem beinahe obszönen Ausschnitt und eine knallenge Lederjeans rundeten das Bild dieser Frau ab. Verdammt. Ich wollte sie. Ich durfte mich nicht blöd anstellen, oder als besonders gierig rüberkommen. Sonst hätte sie mich in ihren Händen. Und so durfte es natürlich nicht laufen.

Wir plauderten ein wenig und sie erzählte mir, dass sie nach der Scheidung von ihrem Gatten öfter mal hierherkäme, um ein wenig abzuschalten. Soso, sie wollte also ihren Alltag mal vergessen. Da wäre sie bei mir an der richtigen Adresse. Nach einer Weile zahlte ich und wir gingen hinter diese Spelunke. Nicht lange und sie hatte mein Rohr in ihrem unwiderstehlichen Mund. Oh, dieser Vamp wusste genau, was er tat. Wir fackelten nicht lange und kamen schnell zur Sache. Und die war verdammt gut.

Als wir fertig waren, verabschiedeten wir uns und ich trank noch einen Absacker, ehe ich mich zu Fuß auf den Heimweg machte. Man könnte an dieser Stelle denken, dass dies ein gelungener Abend war. War er auch, bis mir dieses Mädchen über den Weg lief.

Nacht Teil 2

Auf dem Weg zu meinem Haus, musste man ein Stück Feldweg überqueren, der sehr dunkel und einsam war. Es klingt klischeehaft, ich weiß, aber was soll ich tun. Nur so gelangt man zu meinem Haus, ca. 1,5 km außerhalb des Ortskerns. Wie dem auch sei, ich ging am Straßenrand entlang und sah etwas weiter vor mir eine weitere Person. An ihrem Gang konnte ich sehen, dass sie nicht mehr ganz so sicher auf ihren Beinen war. Schnell holte ich sie ein. Die Nacht war, wie eingangs erwähnt, lau und somit trug sie passenderweise einen ziemlich kurzen Rock mit nicht allzu hohen Pumps. Sie kam sicher von irgendeiner Gartenparty. Warum wurde sich nicht von irgendeinem halbstarken begleitet, der sein Glück bei ihr versuchen würde? Und warum ließen ihre Eltern sie nachts allein durch die Einöde laufen?

Na ja, Pech für sie, Glück für mich.

„Hey, Kleines, was machst du denn hier draußen?“ Ich war dicht hinter ihr, sodass ich nicht laut reden musste.

Sie versteifte sich und ging nun einen Schritt schneller. Anscheinend war sie sich der Gefahr des Nachts allein Herumlaufens bewusst. Dumm gelaufen, Schätzchen, dachte ich, während ich wieder aufholte und mit ihr schritthielt.

„Lassen Sie mich in Ruhe!“, giftete sie, ohne sich umzudrehen. Höflichkeit scheint nicht einer ihrer besonderen Wesenszüge zu sein.

„Na, na, ich habe doch nur eine Frage gestellt. Vielleicht kann ich dir helfen“, sagte ich gelassen.

Sie blieb stehen und drehte sich um, dabei musterte sie mich mit ängstlichen Augen.

Wow, diese Augen. Dieses Ding war das komplette Gegenteil von dem Vamp eben, aber mein Gott, diese Schönheit. Sie hatte sattgrüne Augen, die ich durch den Schein des Mondes funkeln sah. Glatte rotblonde Haare fielen ihr locker über die Schulter. Sie trug einen Minirock in zartem rosa mit einem weißen Top. Der Ausschnitt war nicht so aufreizend, wie Jessicas, aber das musste er auch nicht sein. Sie hatte mich. Ich wusste nicht wie und weshalb, aber ich wusste, dass ich nicht ohne sie zu mir heimkehren würde. Entweder freiwillig oder ich musste etwas Überredungskunst anwenden. Aber noch in dieser Nacht würde ich es mit der Kleinen treiben.

„Wobei denn helfen?“, fragte sie, ohne den Blick von mir zu nehmen. Sie war vorsichtig. Dabei hatte die Falle schon längst zugeschnappt. Doch sie dachte noch, dass ich ein netter Kerl war, oder hoffte es zumindest. Schade, Schätzchen.

„Na ja, dich sicher nach Hause begleiten. Wo wohnst du denn? Ich habe dich noch nie hier gesehen?“, gab ich in einem wirklich netten Tonfall zurück.

„Ich komme nicht von hier. Ich besuche meine Cousine. Sie wohnt gleich hinter dem Wald, hier an dem Feld. Wir waren auf einer Party, aber sie hat sich mit so ‘nem Typen irgendwann verpisst. Also muss ich allein zusehen, wieder zurückzukommen“. Ein kleiner Schluckauf begleitete ihre Antwort.

Oh Mann, Jackpot, lieber Béla, lachte ich innerlich.

„Ich wohne ganz in der Nähe, ich glaube, ich weiß, welches Haus du meinst. Ich muss da eh lang und kann dich bis dahin begleiten. Wir wollen doch nicht, dass dir noch etwas passiert.“ Ich grinste schief.

„Hmm, ja, okay. Aber ich will nichts von dir. Nur nach Hause.“

Süß, sie versuchte es immer noch. Ob ich ihr schon sagen sollte, dass es nicht so laufen würde, wie sie dachte? Ach nein, ich wollte das noch etwas auskosten und gab mich ganz brav.

„Klar, na komm, gib mir mal ’ne Hand, du wankst ja schon ganz schön hier am Feldrand. Du könntest umknicken. Außerdem passe ich nur auf, dass kein Halunke vorbeikommt.“ Sie gab mir tatsächlich ihre Hand. Scheiße, ich war innerlich auf 180. Ich durfte mir nichts anmerken lassen. Sie hatte so weiche Haut. Durch die Hitze und einen leichten Wind flog mir ihr Duft in die Nase. Sie musste irgendwas mit Kokosduft tragen. Vermischt mit ihrem Körperduft raste mein Blut wie verrückt. Am liebsten würde ich sie hier schon niederdrücken, den Rock hochschieben und ihre Beine spreizen. Aber hier war es nicht sicher genug. Nicht sicher genug für mich und mein Vorhaben. Ich grinste in mich rein und sog dabei ihren Duft ein. Er machte mich völlig verrückt, ich durfte nicht unüberlegt handeln.

Kurz bevor der Wald begann, zog ich sie leicht Richtung Waldrand, weg von der Straße.

„Hey, das ist aber nicht der Weg“, protestierte sie.

„Keine Sorge, ich kenne mich hier doch aus, hier entlang ist es kürzer. Komm“, sprach ich so ruhig und beiläufig wie ich nur konnte. Inzwischen fiel es mir elendig schwer, den normalen, netten Kerl zu mimen.

Einen kurzen Augenblick schien sie zu überlegen, gab dann aber nach und kam mit. Anscheinend spielte ich meine Rolle überzeugend gut. Wobei ich kurz davor war, in Raserei zu verfallen. Dieses Mädchen war wirklich etwas Besonderes. Alles an ihr war eine Nuance aufregender als an anderen Frauen. Das Haar, ihre Augen, ihre Lippen, Ihr Duft, ihr Gang, ihr Hintern… Das klingt fast, als sei ich verliebt. Na ja, vielleicht stimmt das sogar ein bisschen. Aber nein, ich hatte nicht vor, ihr netter Freund zu werden und eine Zukunft mit ihr zu haben. Das Schicksal dieses jungen Dings war besiegelt, in dem Moment, in dem sie vor mir den einsamen Feldweg entlang schritt. Mein Blut rauschte und mit jedem Schritt, den wir die Zivilisation weiter hinter uns ließen, wurde ich nervöser. Ich durfte keinen dummen Fehler machen und alles ruinieren. Mein Haus war nicht mehr weit weg. Ich musste sie nah an mein Grundstück bringen. Vielleicht konnte ich sie überreden, mich sogar dorthin zu begleiten. Damit ich sie mit dem Auto sicher zu ihrer Cousine bringen konnte. Haha, wenn das gelang, war ich ein Genie. Sie schwieg die meiste Zeit während unseres Spaziergangs. Das war mir recht, so konnte ich mir genug Gedanken machen und schon mal ein wenig planen. Immerhin war das hier eine Zufallsbegegnung.

Wir waren inzwischen an meinem Grundstück angekommen. Doch mich überkam ein wenig Panik, als sie bemerkte, dass wir von ihrem Ziel in die entgegengesetzte Richtung gelaufen waren und sie fragte, was das solle. Sie war sogar im Begriff, kehrt zu machen. Scheiße. Ich musste schnell handeln.

Ich packte ihre Haare und riss sie zu mir. Ich knurrte, dass sie keinen Ton verlieren solle, sonst wäre ihr Leben hier schon beendet. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie mich angsterfüllt an und nickte stumm. Ich öffnete das Gartentor und schleifte sie weiter zu meinem Kellereingang im Garten. Wahrscheinlich hoffte sie in dem Moment noch, dass wenn sie brav mitkommt und macht, was ich sage, dass ich sie dann wieder laufen ließe. Aber so einer bin ich nicht, ich mache keine halben Sachen.

Ich schleifte sie die äußere Kellertreppe herunter und schloss die Kellertür auf. Ich konnte nun nicht mehr an mich halten. Meine Hose war schon geraume Zeit kurz vorm Platzen. Ich schleuderte sie auf den feuchten Kellerboden. Sie heulte leise und bettelte, sie nicht zu töten, ich könne mit ihr machen, was ich wollte. Sie wolle nur wieder hier raus. Ich lachte hektisch und verneinte diese Bitte.

Der Raum war lange nicht benutzt worden, stellte ich kurz fest. Schalldicht war er, und man gelang ohne Schlüssel nicht raus. Den hatte natürlich nur ich. Den Boden hatte ich nie betonieren lassen, sodass hier festgetrampelte Erde als Fußboden fungierte.

Die Wände waren gekachelt und Fenster gab es in diesem Raum nicht, jeweils eine dicke Stahltür in den Garten und ins Haus. Fertig. Mein privater Spielplatz. Was es aber gab, war eine Pritsche mit metallenen Enden, an denen man Menschen fesseln konnte. Und einen kleinen Schrank, der mein persönliches Spielzeug enthielt. Ein paar Klassiker, wie Paddel oder Gerten, aber keine Nullachtfünfzehn-Ausführungen.

Nein, diese Spezialanfertigungen hatten kleine Nägel an ihren Enden, um die Haut meiner Gespielinnen aufreißen zu können. Doch das war nur Vorspiel. In dem Schrank gab es noch weiteres Gerät, wie diverse Messer, Zangen, Seile in verschiedenen Maßeinheiten und so weiter.

Was der Herr von Welt so braucht, wenn er mit einer Dame eine nette Zeit verbringen möchte.

Die Kleine lag wimmernd in der Mitte des Raumes. Sie war kaum fähig, sich kontrolliert zu bewegen, dabei hatten wir nicht einmal begonnen. Aber gut, so hatte ich Zeit mich vorzubereiten. Wobei ich in dem Moment selbst nicht wirklich in der Lage oder willens dazu war.

Ich wollte sie. Jetzt, bevor ich sie malträtierte. Das konnte ich hinterher noch. Sie war jetzt mein. Also, wozu die Eile.

Ich ging auf sie zu und kniete mich neben sie. Sie zitterte und durch ihre Panik verströmte sie ihren betörenden Duft enorm. Ich sog ihn tief in mich auf und nahm ihren Kopf in meine Hände. Ich begann sie zu küssen, erst versuchte sie, sich leicht zu wehren, doch ich packte sie fester und gab ihr zu verstehen, dass sie ihre Lage mit ihrem Gestrampel nicht verbessern würde.

Das muss der Moment gewesen sein, an dem mich ich mich vergessen hatte. Denn ich hatte selbst ein Blackout. Ich weiß noch, dass ich sie gefickt hatte, mehrfach. Sie war unwiderstehlich. Doch was danach geschah, lag in völligem Dunkel. Ich weiß nicht einmal mehr, wie lange ich hier unten Spaß mit ihr hatte. Waren es nur Stunden, Tage oder gar Wochen?

Ich war jedenfalls lange nicht mehr hier, denn von einem menschlichen Wesen ist nichts mehr über.

Während ich teils verkrustete und teils verklebte Stücke, die ein Mix aus Haut, Gewebe, Knochen und Blut waren, zusammenfegte, entdeckte ich einen Augapfel, der mich anzustarren schien. Ich hob ihn auf und betrachtete ihn. Er war wunderschön. Dieses satte Grün schaute mich an und ich steckte ihn in meine Tasche. Die Augen dieses Mädchens waren etwas Besonderes. Und ich hatte einen davon. Vielleicht stellte ich ihn eingelegt auf meinen Kaminsims, oder ins Schlafzimmer. 

Dieses Mädchen würde ich nicht vergessen.

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