SCP-966 – Sleep Killer (Schlafmörder)

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-966
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-966 – Sleep Killer (Schlafmörder)
Abb. 1: SCP-966

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Nur dem Infrarot trauen. Maßgeblich ist allein das Bild der Kameras für das nahe Infrarot (etwa 700 bis 900 Nanometer). Begründung: Für Augen und gewöhnliche Kameras ist SCP-966 unsichtbar.
  2. Blei zwischen Tier und Mensch. Die Exemplare leben in einer Stahlzelle mit lückenloser Bleiauskleidung, auch an Luke, Lüftung und Kabeldurchführungen. Begründung: Die Welle reicht etwa 20 m weit; Blei und verwandte Metalle halten sie auf.
  3. Sicherheitsabstand. Wer der Zelle näher als 30 m kommt, trägt Schutzkleidung mit Bleieinlage. Begründung: Für Getroffene gibt es keine Behandlung.
  4. Satt halten. Fleisch kommt in festen Abständen durch eine abgeschirmte Doppelluke. Die Gruppe umfasst Tiere beiderlei Geschlechts; Jungtiere werden untersucht und getötet, bevor sie ausgewachsen sind. Begründung: Hungrige Tiere setzen die Welle vermutlich häufiger ein.
  5. Spuren lesen. Die Foundation wertet weltweit Meldungen über plötzliche Todesfälle nach Schlafentzug aus. Begründung: Hinter jedem einzelnen Fall kann ein jagendes Tier stehen; in manchen Ländern ist SCP-966 noch verbreitet.

Beschreibung:

Am Wachpult vor der Zelle hängen zwei Bildschirme. Der linke zeigt die Zelle bei gewöhnlichem Licht: Stahl, Blei, die Futterluke, sonst nichts. Nur ein heller Fleck, wandert in Brusthöhe durch den leeren Raum, hält inne und zieht weiter. Es ist die Brandnarbe eines Exemplars. Nur verbranntes Gewebe sieht man an SCP-966 auch ohne Hilfsmittel.

Der rechte Bildschirm zeigt im nahen Infrarot, was dem linken fehlt. Ein Exemplar, hager und entfernt menschenähnlich, mit langem Gesicht und nadelfeinen Zähnen, geht auf den Zehen zur Futterluke, zerrt mit einer Kralle am Rahmen, und die Kralle bricht. Viel Kraft steckt nicht in diesen Körpern: hohle Knochen, schwache Muskeln. Unmittelbar angegriffen werden nur sehr zähe Opfer. Meist ist das nicht nötig.

Die Foundation erfährt von SCP-966 meist erst durch einen gewaltsamen Tod: Ein Mensch bricht nach Wochen ohne Ruhe zusammen, und die Tiere fressen ihn. Ähnliche Meldungen kommen aus Viehställen und Wildgehegen. Am Anfang jedes dieser Fälle steht ein Treffer der Welle; einer genügt. Von da an gibt es keinen Schlaf mehr, nicht einmal ein Wegnicken am Steuer, und irgendwo in der Nähe ein Tier, das wartet, ohne dass man es hört.

Am häufigsten vermerkt das Nachtbuch einen Vorgang, den die Wache „Anhalten“ nennt. Ein Exemplar erstarrt mitten im Schritt, steht einige Minuten reglos und geht dann weiter. Das geschieht in unregelmäßigen Abständen und ersetzt offenbar den Schlaf. Manchmal steht dann auf dem linken Bildschirm der Fleck still, als hinge er an der Wand.

Anhang:

Anhang 966-A: Gesprächsvermerk aus einer Feldsuche

In einem Dorf in ██████████ waren binnen zwei Monaten zwei Menschen nach wochenlanger Schlaflosigkeit gestorben. Ein dritter, ein Waldarbeiter, ging am zwölften Tag ohne Schlaf zum Hausarzt; am selben Abend sprach eine Ärztin der Foundation mit ihm.

„Die ersten Tage waren fast praktisch. Ich hab nachts endlich den Schuppen gebaut. Ab der zweiten Woche hab ich draußen manchmal was knurren hören. Die Hunde vom Nachbarn haben nie angeschlagen. Abends steht oft einer am Zaun, und wenn ich hingeh, ist keiner da. Und ich werd wütend, einfach so. Müde bin ich nicht wie früher. Ich bin müde wie ein Haus, in dem keiner das Licht ausmacht.“

Ein Suchtrupp mit Nahinfrarot-Optik fand zwei Exemplare im Unterholz hinter dem Haus und barg sie. Eine Narkose am vierzehnten Tag brachte dem Mann keine Erholung und schwächte ihn weiter. Er starb am neunzehnten Tag unter ärztlicher Aufsicht.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-966 von Enma Ai aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-966) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-966. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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