SCP-151 – The Painting (Das Gemälde)

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-151
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-151 – The Painting (Das Gemälde)
Abb. 1: SCP-151

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Rückseite nach vorn. SCP-151 steht in einem Stahlschrank im Kunstdepot von Standort-19, die Bildseite zur Schrankwand, in einer verplombten Haube aus doppeltem schwarzem Segeltuch. Wer den Schrank öffnet und die Haube löst, hat zuerst nur Leinen, Holz und Tinte vor sich.
  2. Erst das Foto. Was sich an einer Fotografie klären lässt, wird dort geklärt. Abbildungen haben noch nie gewirkt.
  3. Offen nur hinter Riegeln. Unverhüllt ist das Original nur in einem fensterlosen, von außen verriegelten Labor. Die Haube zieht ein Seilzug von draußen ab, beobachtet wird am Monitor. Getragen wird das Bild nur verhüllt, die Rückseite zum Träger: Eine Blickdauer, die noch harmlos wäre, ist nicht bekannt.
  4. Sofort melden. Wer die Bildseite gesehen hat, geht auf die Krankenstation, auch ohne Beschwerden. Die kommen erst Stunden später, und Behandlung schiebt das Ende hinaus, verhindert es aber nicht.
  5. Der Schlüssel bleibt bei der Leitung. Die Standortleitung gibt den einzigen Schlüssel nur für einen genehmigten Versuch heraus, gegen Unterschrift, und nimmt ihn am selben Abend zurück. So deckt niemand das Bild allein oder auf eigene Faust auf.

Beschreibung:

Das folgende Gutachten verfasste die Restauratorin Ilka Brenneisen, ohne die Bildseite je gesehen zu haben.

„Öl auf Leinwand, 1 × 1,3 m, in einem schmalen, abgegriffenen Holzrahmen. Keine Signatur, weder vorn noch hinten; Röntgenaufnahmen zeigen keine Vorzeichnung und keine ältere Schicht. Wer das Bild gemalt hat, verrät nicht einmal der Pinselstrich: Er passt zu keiner Schule, die ich kenne.

Das Motiv kenne ich von Fotografien, mit denen ich seit acht Monaten ohne jede Folge arbeite. Der Standpunkt liegt im Wasser, eine Armlänge unter der Oberfläche, der Blick geht schräg nach oben. Kein Blau, kein Sonnenlicht, sondern Graugrün voller heller Schwebeteilchen, in kurzen, dicken Strichen. Die Oberfläche wirkt von unten matt wie zerknittertes Blech; von rechts schiebt sich der dunkle Kiel eines Bootes ins Bild. Nach unten verliert es sich ohne Grund.

Mein Vorgänger, Restaurator ██████████, sah die Bildseite kurz vor Dienstschluss, so lange, wie eine Haube braucht, um vom Rahmen zu rutschen. Er fuhr nach Hause und meldete sich am nächsten Morgen, kurzatmig. Die Atemnot nahm den Tag über zu; Sauerstoff und Beatmung gewannen ein paar Stunden über den Abend hinaus. Die Obduktion fand Meerwasser in seiner Lunge.

Auf der Rückseite stehen sechs Namen in sechs Handschriften, mit Bleistift und verschiedenen Tinten, sorgfältig in einer Spalte wie in einem Gästebuch. Ein Schriftvergleich der Foundation führte zu den Anmeldebögen eines Austauschsemesters im Ausland. Unter ‚Interessen‘ steht dort fünfmal etwas mit Museen, einmal ‚Ölmalerei, autodidaktisch‘. Aus diesem Semester kam keiner der sechs zurück.

Eine Feuchtigkeitsmessung an Leinwand und Rahmen ergab übliche Werte. Ich erwähne das, weil alle danach fragen.“

Entdeckung und Bergung:

Als das Bergungsteam den Antiquitätenladen in ██████████ betrat, war der Inhaber seit sechs Tagen tot. Das Bild lehnte im Hinterzimmer, die Bildseite zur Wand, ein Preisschild zwischen den Namen. Wer es umgedreht hatte, blieb ungeklärt. Das Team verpackte es mit geschlossenen Augen, über Funk gelotst von einer Kollegin, die alles nur über eine Helmkamera sah.

Zum Laden führten Kassenzettel. In einer Gegend ohne Zugang zum Meer waren binnen weniger Wochen sieben Menschen ertrunken, ohne in die Nähe von Wasser gekommen zu sein: gefunden in Wohnungen, in einem Auto, auf einer Parkbank. Sechs von ihnen trugen einen Beleg dieses Ladens bei sich, ausgestellt einen Tag vor ihrem Tod. Der siebte war der Inhaber.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-151 von Agent Thornsmith aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-151) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-151. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-151

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