KurzMord

Devil Girl

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Es war der 6. Mai 1450. Der Bauer Herold Garnik lief über
seinen Bauernhof und fütterte gerade die Schafe im Außengehege. Jenes wurde mit einem klapprigen Holzzaun abgegrenzt. Der Bauernhof lag mitten in der Pampa,
nur von ein paar Felsen umgeben. Sonst sah man nur Felder und jede Menge
unbebautes, wucherndes Land. Er schüttete gerade den letzten Eimer Futter ins
Gehege. Es stank nach Schafmist und Tierfutter. Als er wieder zurückgehen
wollte, bemerkte er ein kleines, etwas 10-jähriges Mädchen, welches futuristisch
aussehende Klamotten trug und auf einem Felsen etwas entfernt seinens Hofes saß,
auf den Boden starrte und gruselig flüsterte. Nach den Angaben des Königs
bedeutet das entfernt, dass sie eine Hexe war. Sofort lief er zu seiner Frau
ins Haus. „Schatz, da ist eine Hexe! Komm mit!“ Sie beide rannten hinaus, um das Mädchen zu sehen. „Das müssen wir
melden.“, flüsterte die Frau. „Ich weiß.“

Circa drei Stunden später fand sich das Mädchen, dessen
Namen Merle war, in einer Zelle des städtischen Gefängnisses wieder. Sie
bestand vollständig aus Stein, es roch modrig und entfernt hörte man immer
wieder Ratten. Die Leute, welche von ihrer Gabe, mit dem Teufel zu
kommunizieren wussten, nannten sie nur „Devil Girl“. In zwei Tagen sollte sie
hingerichtet werden. „Nein…warum…ich bin doch gar keine Hexe…“, schluchzte sie
und ihre Tränen fielen sanft auf den Steinboden der Zelle. „Ja, dass dachte ich mir auch…“, hörte sie plötzlich
eine Stimme aus der Nebenzelle, sie ignorierte sie jedoch.

Plötzlich fiel ihr etwas ein. Sie könnte das Risiko eingehen
und den Teufel fragen, ob er sie vor dem Tod beschützen könnte. Mit jeder
Sekunde gefiel ihr diese Idee besser, also sah sie auf den harten, nassen
Steinboden. Sie konzentrierte sich sehr und langsam wurden ihre Augen vollständig
schwarz. „Was willst du?“ Erscholl eine dämonisch tiefe, grollende Stimme in
ihrem Kopf. „Ich…ich wollte dich um einen Gefallen bitten…“, flüsterte sie. „Hmpf…“,
machte die Stimme, „warum?“ Sie seufzte und setzte erneut zum Flüstern an: „Er
schalt mich eine Hexe. Nun soll ich bald hingerichtet werden. Ich wollte…“, sie
machte eine kurze Pause, „ich wollte dich bitten, mich vor dem Tod zu bewahren.
Wo ich doch gar keine Hexe bin!“ Zuerst herrschte nun Schweigen, doch dann
meldete er sich wieder: „Hmm…immerhin hilfst du mir oft aus der Langeweile
hinaus, also könnte ich das wohl tun.“ Der Mund des Mädchens verwandelte sich
in ein Lächeln. „Oh mein Gott, Danke!“ flüsterte sie nun etwas lauter. „Erwähne
nicht seinen Namen!“, donnerte er. „Entschuldige…“, beruhigte sie sich wieder. „Was
ich sagen wollte: Jedoch nur unter einer Bedingung. Du musst mir erlauben, dich
zu einem meiner Gefolgsleute zu machen! Das bedeutet, du wirst dein Aussehen
ändern und musst als geisterhafte Mörderin auf der Welt herumlaufen, jedoch
ohne Spuren zu hinterlassen. Dann werde ich dich ein paar Minuten nach deinem
Tod wiederbeleben.“, sprach er weiter. 
Sie überlegte einen Moment, sagte dann jedoch: „Nun gut, ich denke das
ist es wert.“ „Das will ich meinen!“, sagte der Teufel und verschwand.

Nun war es so weit. Ihr Kopf, gelegt in die kleine Holzvorrichtung
am unteren Ende der Guillotine. Sie grinste und besah sich die Menge die um das
kleine Podest herumstand, den Henker, welcher in wenigen Minuten ihr Leben für
ein paar Minuten beenden würde und den Bürgermeister, welcher dort vor
ihr stand, mit dem Rücken zu ihr und der Menge fröhlich und mit einem Lächeln
mitteilte, dass es nun soweit wäre. „Was gibt es zu grinsen?“ fragte er sie
misstrauisch, doch er hatte keine Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. „Henker…lass
es nun geschehen!“, sprach er hochnäsig, und Merle hörte, wie die scharfe, geschliffene
Eisenplatte über ihr sich lockerte. Noch immer grinste sie, als sie auf ihren Nacken
hinunter raste und ihr grinsender Kopf abgetrennt wurde. Es tat weh, jedoch nur
kurz. Das Mädchen hörte noch Jubelschreie, dann wurde alles schwarz…

Irgendwann spürte sie, wie das Blut langsam wieder anfing,
durch ihren Körper zu fließen. Es war ihr noch nicht möglich sich zu bewegen
oder die Augen zu öffnen, doch sie konnte wieder denken. „Er hat es also
wirklich getan…“, dachte sie sich. Sie brachte mit aller Kraft ihre Augen dazu
sich zu öffnen. Sie lag noch nicht auf dem Friedhof. Sie lag auf dem Dorfplatz,
eingehüllt in ein dreckiges, grau-weißes Tuch. Sie kicherte leise,
drückte das Tuch weg und rannte schnell in den Wald. Es war Nacht, alle
schliefen, also sah sie niemand. In ihrem Dorf herrschte ein Aberglaube, bei
Nacht nicht das Haus zu verlassen, also war die Chance das sie jemandem
begegnen würde gleich Null. Merle sah an sich herunter. Sie hatte rund um ihren
Hals eine Narbe, Teufelshörner, eine Teufelsschwanz und spitze Zähne, wie bei
einem Vampir. Sonst hatte sie noch ihren schwarzen “Hoodie“ und ihre graue „Jeans“
an. Sie hatte diese Sachen von dem Teufel bekommen. Er sagte, sie wären aus der
Zukunft und sie würde damit besser aussehen. Sie konzentrierte sich und starrte auf den Boden, flüsternd: „Du hast
es also wirklich getan…“, grinste sie. „Natürlich, ich halte mein Wort. Nun,
geh und füge den Menschen Leid zu…“, grollte er und sie spürte, wie er
verschwand. „Nun denn…“, sagte sie zu sich selbst. „Und wie soll ich nun töten?“ Sie probierte Einiges aus. Irgendwann konzentrierte sie sich auf ihre Hände. An besagter Stelle erschienen kleine Feuer in ihren Händen. „Ich soll sie also zu Tode verbrennen…das lässt sich wohl einrichten.“, murmelte sie und verließ den Wald mit einem dreckigen Grinsen.

-InsaneRules

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