SCP-075 – Corrosive Snail (Ätzende Schnecke)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-075
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Kein Tropfen ans Tier. Keine Injektion, keine Lösung, auch nicht seine eigene Absonderung. Dieses Verbot gilt auch für bereits genehmigte Versuche. Die einzige Probe der Lauge lagert deshalb in einem anderen Gebäude.
- Zwei Hüllen, volle Schutzausrüstung. SCP-075 sitzt in einem Behälter aus den beständigsten bekannten Werkstoffen, der in einer ebenso ausgekleideten Kammer auf einem verstärkten Fundament steht. Betreten wird sie nur in vollständiger Schutzausrüstung. Keiner dieser Werkstoffe hält auf Dauer; zwei Schichten verschaffen Zeit.
- Trocken halten, ohne Pause. Die Kammer wird ständig entfeuchtet. Ab 0,5 % absoluter Luftfeuchte füllt die Haustechnik Trockenmittel nach, der Grenzwert liegt bei 1 %. Vor jeder Schleuse lagert genug Trockenmittel für zwei vollständige Füllungen der Kammer. Nur Trockenheit hält SCP-075 im Ruhezustand; ein anderes Mittel ist nicht bekannt.
- Erst abriegeln, dann retten. Ein einziger Tropfen kann SCP-075 wecken. Für diesen Fall hängen über der Kammer Silos mit Trockengranulat, die sich per Schlagtaster entleeren; die Schleusentüren schließen dabei von selbst. Gewartet wird auf niemanden: Das Tier ist schneller als jede Tür, die man für einen Kollegen offen hält.
- Feuchtealarm heißt Rückzug. Über 1 % ist der Ruhezustand nicht mehr sicher. Alle verlassen den Trakt, und die Türen bleiben zu, bis zwei Messungen hintereinander trocken sind.
Beschreibung:
Auszug aus der Beständigkeitsliste des Werkstofflabors. Geprüft wird mit Tropfen aus der einzigen vorhandenen Probe, kaum mehr als einer Tasse voll Absonderung aus den feinen Poren am Fuß des Tiers. Eine zweite am lebenden Tier zu nehmen, wäre zu gefährlich und bräuchte Zustimmung und Aufsicht aller ranghöchsten Mitarbeiter des Standorts. Angegeben ist, wie lange ein Tropfen braucht, um eine fünf Millimeter starke Platte zu durchdringen.
- Baustahl: 6 Sekunden
- Laborglas: 25 Sekunden
- Säurefester Edelstahl: 31 Sekunden. Die Bezeichnung hilft nicht, denn die Absonderung ist keine Säure, sondern eine Lauge.
- Gold: 2 Minuten
- Fluorkunststoff: 9 Minuten
- Keramik mit Diamantschicht: 3 Stunden 40 Minuten
- Gefäß der Probe: bisher kein messbarer Angriff
Keine Lauge, die sich im Labor herstellen lässt, kommt diesen Werten auch nur nahe. Woraus das Gefäß besteht und warum gerade es standhält, wird derzeit untersucht. Seine Herkunft: ██████████.
Das Labor kennt das Tier selbst nur von den Aufnahmen der Depotkamera am Tag der Bergung. Minutenlang sitzt es reglos in der offenen Kiste. Im nächsten Einzelbild ist es über zwei Meter weiter, an der Stelle, wo eben noch eine Ratte saß. Danach fehlt dem Schrank daneben die unterste Schublade, und im Dielenboden klafft ein tellergroßes Loch.
Entdeckung und Bergung:
SCP-075 lag jahrzehntelang in einer verlöteten Blechkiste voller Kieselgel, die im Erdgeschossdepot eines naturkundlichen Museums zwischen zwei Sammlungsschränken auf den Dielen stand. Das Etikett nennt nur „Gastropoda, unbestimmt“ und einen Fundort: . Ein Eingangsvermerk fehlt. Die Dielen unter der Kiste senkten sich über die Jahre immer weiter. Als sie schließlich nachgaben, steckte die Kiste zwischen zwei Balken fest, und zwei Präparatoren schafften es nicht, sie herauszuheben. Erst jetzt schnitt jemand den Deckel auf: Wo eine Schnecke ihre Kriechsohle hat, sitzt bei diesem Tier etwas wie eine Hand mit sechs bekrallten Fingern. Die Hängewaage des bestellten Krans zeigte, abzüglich der Kiste, 860 Kilogramm – bei einem Tier von etwa 20 Zentimetern Länge.
Die Schadensmeldung an die Versicherung fiel der Foundation auf. Bevor ihre Leute eintrafen, säuberte eine Restauratorin das Gehäuse mit einem feuchten Tuch; sie überlebte den Vormittag nicht. Das Einsatzteam riegelte das Depot ab und flutete es mit Trockenmittel, bis das Tier nach elf Stunden wieder reglos lag. Seitdem weiß man, dass Trockenheit es ruhigstellt.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-075 von Unknown author, rewritten by Aelanna aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-075) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-075
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.