SCP-155 – Infinite Speed Computer

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SCP-ARCHIVCreepypasta-Wiki · Abteilung für anomale Objekte
VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-155
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-155 – Infinite Speed Computer
Abb. 1: SCP-155

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Kein Lauf ohne Abbruchnachweis. Jeder Auftrag wird dreifach geprüft, ob er von selbst zum Ende kommt: zwei Fachprüfungen, eine Gegenzeichnung der Forschungsleitung. Begründung: Das Feld hält Wärme und Strahlung nur so lange zurück, wie der Lauf dauert. Ein Programm ohne Ende hat keinen Abschluss, sondern eine Entladung.
  2. Zielzeit vier Minuten. Aufgaben werden so zugeschnitten, dass sie nach vier Minuten fertig sind; alles darüber braucht eine eigene Freigabe. Wer sechs Minuten überschreitet, sperrt die Kammer für alle, bis der Strahlenschutz sie wieder freigibt. Begründung: Die Kurve steigt am Ende steiler, als sich planen lässt.
  3. Zwei Hände am Start. Der Start wird von zwei leitenden Forschern gemeinsam ausgelöst, jeder an einem eigenen Pult. Begründung: Ein Lauf lässt sich beginnen, aber nicht zurückholen.
  4. Kammer leer, Tür verriegelt. Während eines Laufs hält sich niemand in der hitzefesten, strahlungsdichten Kammer auf; beobachtet wird durch die Sichtscheibe. Begründung: Ein Lauf legt um die Anlage eine Kugel von etwa fünf Metern Radius, in der die Zeit rast.
  5. Verschleiß prüfen. Nach jedem Lauf werden die Bauteile durchgesehen. Begründung: Das Objekt steht in seinem eigenen Feld und altert mit. Derzeit ruht der Betrieb ohnehin, bis die Reparatur abgeschlossen und eine Ersatzkammer bezugsfertig ist.

Beschreibung:

Aus den Unterlagen der Prüfstelle für Abbruchnachweise

Die Prüfstelle versteht SCP-155 nicht. Das ist keine Entschuldigung, sondern ihre Aufgabenbeschreibung: Sie beurteilt nicht die Anlage, sondern eine Frage – hört dieses Programm von selbst auf?

Die Prüfstelle gibt es wegen eines einzelnen Laufs. Im Vorzimmer hängt ein Standortplan, auf dem Flügel C fehlt; die Bilanz desselben Tages nennt elf Opfer. Als Ursache steht dort nur, was für die Prüfstelle zählt: ein Programm ohne Ende. In den Formblättern taucht der Tag als Zahl auf – acht Minuten und drei Sekunden, knapp elf Sekunden vor der Grenze.

Eine Prüferin beschreibt ihre Arbeit so: Sie rechnet zwei Wochen mit Papier und Bleistift an einer Aufgabe, die die Anlage in drei Minuten erledigt – nicht, um das Ergebnis zu erfahren, sondern um zu wissen, dass es eines gibt.

In der Kammer steht ein flaches, graues Gerät, für das die bruchstückhaften Fundunterlagen eine einzige Zeile haben: ██████████. Es ist mit dem Rechnergehäuse verschraubt, nicht verkabelt. Daneben stehen ein umgebauter Großrechner aus einer Zeit, in der Rechner noch Türen hatten, und eine Isotopenbatterie, die ihren Strom selbst macht.

Was die Beobachter durch die Scheibe sehen, ist zuerst Langeweile: Die Anzeige kriecht. Dann liegt auf den Geräten der Staub von Jahren, obwohl draußen erst eine Kaffeepause vergangen ist, und die Kurve ist nicht mehr abzulesen. Nach etwa acht Minuten und vierzehn Sekunden verlässt die Leistung jede Skala; was jenseits davon liegt, hat niemand gemessen.

Seither fragt niemand mehr, was ein Programm berechnet, sondern wann es stehen bleibt.

Anhang:

Formblatt F-155/3 – Abbruchnachweis (Auszug)

Feld 4: Nachweis, dass der Auftrag ohne Eingriff von außen endet; beigelegt werden alle Zwischenschritte.
Feld 5: Längste Laufzeit, die der Nachweis zulässt – nicht die erwartete.
Feld 6: Drei Unterschriften. Ein Nachweis, der mit „voraussichtlich“ beginnt, ist keiner.

Das Formblatt, das vor dem Vorfall in Gebrauch war, hatte eine einzige Unterschriftszeile. Sie war ausgefüllt.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-155 von Aelanna aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-155) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-155. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-155

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