SCP-354 – The Red Pool (Der rote Teich)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-354
- Objektklasse
- Keter
- Freigabestufe
- 4/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026
Warnung: Diese Akte ist ab Freigabestufe 4 zugänglich. Jeder Zugriff wird protokolliert.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
Die heutige Anlage steht, wo die erste gesprengt wurde, und hat keine Labore mehr. Ihre Pläne rechnen mit Dingen, die der Teich noch nie getan hat.
- Deckel. Über dem Becken liegt eine dicke, einfahrbare Stahlbetonplatte, geöffnet nur auf Anordnung der Standortleitung; ans Becken darf niemand ohne Zustimmung des O5-Rats. Was die Platte nicht aufhält, sollen Panzertüren stoppen. Auf der Verlustliste der Anlage stehen nach fast jedem Aufstieg neue Namen.
- Ruhe ist Alarm. Die Leitung hält den Abzug der ersten Belegschaft für einen Angriff des Teichs auf deren Denken. Verlassen mehrere Mitarbeitende ohne Befehl ihren Posten, gilt das darum als Eindämmungsbruch.
- Zünder außer Haus. Die Sprengladung der Anlage lässt sich nur aus einer entfernten Leitstelle in ██████████ auslösen. Fahrzeuge werden nur so weit betankt, dass sie die erste Kontrollstelle erreichen.
Beschreibung:
An SCP-354 sind die Vermesser der Foundation zweimal gescheitert. Eine Uferlinie ließ sich nicht eintragen: Moos geht in Schlamm über und Schlamm in Rot, ohne jede Kante. Auch eine Tiefe steht in keinem Plan. Das Lot sank durch immer dichtere Schichten, bis das Seil zu Ende war. Ansonsten: eine nicht biologische Flüssigkeit, dunkelrot und etwas dicker als Wasser, mitten in der Taiga des kanadischen Nordens.
Was aus der Tiefe kommt, zeigt sich nicht immer. Einmal stieg nur der Pegel, eine Nacht lang um eine Handbreit; am Morgen fehlten vier Wachleute vom Laufsteg. Sie kehrten nie zurück. Meist aber ist zu sehen, was aufsteigt, und fast immer will es nur hinaus. Kaum etwas gleicht dem Vorigen – ein elchähnliches Tier, höher als die Mauer der ersten Anlage; eine Maschine auf sechs Gelenkbeinen, die die Mauer durchbrach und fast die ganze Wachmannschaft tötete; ein Wurzelgeflecht, durch das Gewehrkugeln einfach hindurchgingen. Weniges blieb friedlich, manches ging aufeinander los.
Der Abzug. Der letzte Funkspruch der Einsatztruppe, die der ersten Belegschaft nachfuhr, meldet Beschuss aus deren Fahrzeugkolonne. Von der Einsatztruppe kam niemand zurück. In der Kolonne saßen Wachleute, Forschende und D-Klasse-Personal, gemeinsam bewaffnet und ohne erkennbare Befehlskette, unterwegs nach Süden. Wo sie heute sind, weiß niemand. Ihre Anlage hatten sie zuvor ohne jede Eile geräumt, Abschnitt für Abschnitt: Strom aus, Lager und Fuhrpark leer, zuletzt die Sprengladung gezündet; auch dabei gab es Tote.
Der damalige Standortleiter hatte mehr Wachen gefordert, nicht weniger. Bekommen hatte er Kürzungen, denn der O5-Rat hielt den Teich für erloschen: Seit fast zwei Jahren war nichts mehr aus der Tiefe gekommen, so lange wie nie zuvor.
Entdeckung und Bergung:
Vom ersten Posten, ein Stück talabwärts, sind nur zwei Betonsockel im Moos geblieben; was als Erstes aus der Tiefe stieg, zerstörte ihn; die Besatzung wurde tot aufgefunden. Bis dahin galt SCP-354 als Euclid; der Posten sollte nur beobachten und Jäger wie Wanderer fernhalten. Zuerst gesehen haben das rote Wasser wohl Überlebende eines Flugzeugabsturzes; in den Siedlungen der Gegend wurde daraus eine Schauergeschichte. Auf den Verlust des Postens folgten die erste Anlage und die Einstufung als Keter.
Anhang:
Vermerk zum Abpumpversuch
Die Pumpe aus dem Versuch, den der O5-Rat nach dem Neubau genehmigte, steht noch am Becken, nie eingeschaltet. Alle Beteiligten beschreiben denselben Augenblick, als der Schlauch das Rot berührte: als stünde man in einer gemalten Kulisse und sähe sich selbst von weit hinten zu, dazu ein Drang zu gehen, stärker als jede Anweisung.
Ein Teilnehmer ist seither in Betreuung und hält den Teich für lebendig. Täglich zeichnet er dessen Umriss, jedes Mal etwas größer. Die Vermessung hat ein Wachstum nicht bestätigt.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-354 von Dave Rapp aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-354) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-354
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