SCP-115 – Miniature Dump Truck (Miniatur-Kipplaster)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-115
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Fernbedienung und Kipper nie zusammen. SCP-115-2 liegt ohne Batterien im Wandtresor der zuständigen Forscherin, am anderen Ende des Geländes, und wird nur mit ihrer Freigabe benutzt. Begründung: Getrennt ist beides harmlos.
- Ein Boden, der trägt. SCP-115 steht in Schwerlasthalle C auf einem eigenen Fundament zwischen Stahlpollern. Zutritt nur in Begleitung einer Person mit höherer Freigabestufe. Begründung: Gewöhnliche Hallenböden geben unter den Spielzeugreifen nach, und fast jeder Besucher versucht, ihn hochzuheben.
- Ausleihe auf die Minute. Jede Ausleihe läuft über einen Leihschein mit fester Rückgabezeit. Wer überzieht, wird für weitere Ausleihen gesperrt und erhält einen Vermerk in der Personalakte. Begründung: Eine Fernbedienung, die irgendwo herumliegt, ist ein Großkipper, den irgendwer fahren kann.
- Schritttempo. Gefahren wird nur in der Prüfhalle und nie schneller, als ein Mensch geht. Begründung: siehe Bremsweg im Abnahmebericht.
Beschreibung:
Auszug aus dem Abnahmebericht des Fuhrparks, erstellt wie für jedes neue Fahrzeug der Foundation:
- Fahrzeug: Muldenkipper, zwei Achsen, etwa so lang wie ein Schuh. Farbe verblasst, links ein Tankstutzen, dünn wie ein Bleistift.
- Leergewicht: 90 t, gewogen auf der Fahrzeugwaage eines Steinbruchs. Die Waage wurde danach neu geeicht und zeigte wieder 90 t.
- Antrieb: fährt, lenkt und kippt die Mulde aus eigener Kraft. Bei der Durchleuchtung kein Motor, keine Welle, kein Empfänger, nur Kunststoff.
- Werkstoff: billiges Spritzgussplastik mit Graten an den Kanten. Kein Herstellerzeichen, keine Nummer.
- Kraftstoff: Volltanken mit dem Labortrichter dauert eine halbe Schicht, und die Zapfsäule zählt dabei Diesel für einen ausgewachsenen Großkipper. Ein Arbeitstag leert den Tank wieder. Der Auspuff ist nur angedeutet und bleibt kalt.
- Zugkraft: zieht einen Prüfschlitten mit 120 t Ballast ohne Schlupf über den Hof.
- Bremsweg: der eines Großkippers, nicht der eines Spielzeugs. In der alten Prüfhalle fuhr ein Forscher zu schnell an. Die Schadensliste nennt zwei Wände, eine Hebebühne und ein Messpult.
- Steuerung: ausschließlich über SCP-115-2, eine Funkfernsteuerung für Modellautos mit aufgebohrtem Gehäuse, nachgerüsteten Kippschaltern und viel Klebeband. Ohne Batterien tot, sonst gewöhnlich. Andere Modelle bewegt sie nicht, andere Sender bewegen den Kipper nicht.
- Reifen: Profil abgefahren wie nach Jahren im Tagebau.
- Ergebnis: Plakette nicht erteilt. Hersteller nicht feststellbar. Zweck nicht feststellbar. Verbleib des Diesels nicht feststellbar.
Entdeckung und Bergung:
Einen Sommer lang stand SCP-115 in einer Kleinstadt vor dem Bürgerhaus, bis an die Achsen ins Pflaster gesunken, mit Absperrband und einer Spendenbox. Wer wollte, durfte versuchen, ihn anzuheben.
Hingebracht hatte ihn ein Autokran, auf Wunsch des Bürgermeisters. Arbeiter hatten den Kipper zuvor in einer Baugrube in der Nähe gefunden und weder mit Schaufel noch mit Brecheisen von der Stelle bekommen. Zwei Agenten, die in der Gegend ██████████ nachgingen, sahen ihn auf einem Foto im Gemeindeblatt. Die Fernbedienung fanden sie auf der Baustelle, im Bauwagen, in einem Eimer mit Kabelbindern.
Die Bewohner erhielten eine Gedächtnisbehandlung. Im Ort erinnert man sich heute an ein Sommerfest, auf dem nichts Besonderes los war.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-115 von SpoonOfEvil aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-115) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-115
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.