SCP-140 – An Incomplete Chronicle (Eine unvollständige Chronik)

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

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STRENG GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-140
Objektklasse
Keter
Freigabestufe
4/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026

Warnung: Diese Akte ist ab Freigabestufe 4 zugänglich. Jeder Zugriff wird protokolliert.

SCP-140 – An Incomplete Chronicle (Eine unvollständige Chronik)
Abb. 1: SCP-140

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Keine Schreibflüssigkeit in der Nähe. Tinte, Farbe und jede andere Schreibflüssigkeit bleiben außerhalb des Tresortrakts. Auch Blut: Wer blutet, verlässt den Raum sofort.
  2. Geforscht wird an Abschriften. Ohne die Unterschrift des Verfassers ist eine Kopie wirkungslos.
  3. Restexemplare werden gesucht und vernichtet.
  4. Lesende werden beobachtet. Wer vom Buch nicht mehr loskommt, erhält eine Gedächtnisbehandlung und wird versetzt.
  5. Grabungen nur unter Waffen. Seit eine Grabung auf Wesen aus der Chronik stieß und in einer Katastrophe endete, werden Fundorte der Kurhaten nur mit bewaffneter Begleitung betreten. Die Fundstelle von damals wurde vernichtet.

Beschreibung:

Die Abschreiberin von Standort-19 hat aufgehört, die Seiten zu zählen. Jede Zählung ergibt mehr, als der Band fassen kann. Sie tippt ab, denn Stifte sind im Trakt verboten. Von außen ist das Buch unscheinbar: schwarzer Einband aus dem 20. Jahrhundert, kein Schutzumschlag, der Titel „Jahrbücher der Kurhaten“ gut lesbar. Innen auf dem Deckel steht eine krakelige Unterschrift. Ihre Abschriften enthalten sie nicht und wirken deshalb nicht.

Gerade überträgt sie einen Winterfeldzug der Kurhaten, eines Kriegervolks aus dem Süden Sibiriens. Ein Fürst erobert eine Stadt und verteilt ihre Bewohner als Unfreie auf seine Städte, wo wenige über sehr viele herrschen. Zum Dank werden Menschen geopfert, und das Ritual wirkt: Der Frost bricht über Nacht. Vorher hat der Fürst seine Ahnen befragt. Über allem steht ein Priesteradel, der Menschenfleisch isst, ungewöhnlich lange lebt und vielleicht eine eigene Unterart des Menschen ist. Sie kennt die Lieblingspferde dieser Fürsten und die Namen ihrer Enkel, aber kaum ein Schlachtdatum. Hunderte von Personen tauchen auf, nur bei wenigen ist ein Tod vermerkt.

Zweimal roch sie bei der Arbeit schwach . Übel wird ihr öfter. Sie will jeden Morgen weiterlesen, misstraut aber zugleich den Kollegen und schläft unruhig.

Gefährlich ist, dass der Text wächst. Ein paar Tropfen Tinte ergeben ganze Kapitel, Blut wirkt am stärksten. Im Zuwachsregister fällt ein König im alten Stand an einem Flussübergang. Im neuen Stand regiert er noch drei Kapitel lang.

Entdeckung und Bergung:

Das Buch stammt aus dem Nachlass eines verstorbenen Historikers. Auf die Spur kam die Foundation über seine Bibliothek: In den Bänden zur Geschichte der Region standen auf einmal Kapitel über die Kurhaten, die dort nie gedruckt worden waren. Notizen und Ausdrucke ringsum waren dagegen unbeschriftet, und kein Stift im Haus schrieb mehr.

Gedruckt wurde es in kleiner Auflage im Selbstverlag eines reichen Unbekannten (██████████). Seine Unterschrift im Verlagsvertrag gleicht der im Buch, und der Text liest sich, als habe er alles selbst erlebt. Die Fahndung nach ihm läuft. Die meisten Exemplare sind inzwischen leer, ihre Tinte ist in die übrigen gewandert. Einige sind noch verschollen.

Anhang:

Zuwachsregister, Auszug

Erste Lesung (Tagebuch des Historikers): Die letzte Seite zeigt eine Niederlage gegen ein chinesisches Heer im Altertum. Danach gibt es keine Einträge mehr.

Lesung heute: Die Niederlage ist nur noch ein Kapitel unter vielen. Danach wandern die Kurhaten innerhalb Sibiriens, werden wieder mächtig und unterliegen erst den mongolischen Feldzügen des frühen 13. Jahrhunderts. Wo manche Fürsten und Städte danach geblieben sind, lässt der Text offen.

Nach jedem Zuwachs melden Grabungsteams passende neue Funde, auch an längst fertig ausgegrabenen Plätzen.

Zwei Einträge im Register haben keine Ursache: Das Buch lag beide Male trocken und verschlossen im Tresor. Vermutet werden die übrigen Exemplare oder der Verfasser selbst.

Hochrechnung: Reicht das Reich eines Tages bis in die jüngere Zeit, schreibt es die Gegenwart um. Erwartet werden dann ein Weltkrieg und das Ende jeder Geheimhaltung.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-140 von AssertiveRoland aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-140) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-140. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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