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Dein Unterbewusstsein will nicht, dass du diesen Link öffnest.

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Und dennoch hast du dich widersetzt und bist endlich bei mir gelandet, obwohl ich schon zahlreiche, deutlich besser durchdachte Versuche gestartet habe.
Das ist eigentlich ziemlich schön für dich… Naja, vielleicht nicht für dich persönlich, aber es ist zumindest ein guter Anfang, und ich kenne uns beide gut genug um zu wissen, dass du dich niemals über so eine interessante – hehe, wie nennst du das? Gruselgeschichte? – beschweren würdest.
Zu Beginn sollte ich aber erst einmal etwas klarstellen, was eher ungewöhnlich für diesen Autor sein dürfte, der die „Plot-twists“ doch immer an die Enden seiner Geschichten packt. Leider, oder glücklicherweise bin ich nicht besagter Autor, sondern einfach nur die Wahrheit in dir, die langsam nicht mehr dazu gezwungen werden kann, die Klappe zu halten, und endlich einen Weg gefunden hat, dich zu kontaktieren. Doch das, was viel wichtiger sein könnte, ist:

Räusper* *Trommelwirbel*

Du bist tot.

Dam dam dam. 🙁 *dramatische Geigenmusik* Bitte keine Tränen.
Keine Sorge, dich erwartet keiner dieser “Dreh dich nicht um!”-Jumpscares oder “Du warst schon sehr lange tot…”-Behauptungen, auch wenn du die mittlerweile bereits gewöhnt bist, und sicher besser auffassen würdest, als alles, was dich jetzt erwartet.
Tief in dir weißt, oder vermutest du es zumindest. Ich sollte es wissen, denn ich bin tief in dir. Haha. Verstehst du? Tief in dir. Lustig, nicht wahr?
Momentan bist du noch amüsiert über die Absurdität dieses Schreibens, und hast kurz die Augen verdreht, um dich dem Text wieder mit einem kleinen Zucken der Mundwinkel zuzuwenden. Doch nun erlaubst du deinen Augenbrauen, sich zusammenzuziehen, und näherst dich dem Bildschirm ein wenig. Natürlich schenkst du meinen Worten keinen Glauben; Du denkst nur, dass das hier gut geschrieben ist. Gut inszeniert. Gut erfunden. Das hier ist doch schließlich nur ein Zeitvertreib, denn du sehnst dich nach dem Adrenalinkick einer guten Horrorgeschichte. Und du möchtest weiterlesen.
Das bedeutet, dass du noch nicht bereit bist. Aber das ist ok, das geht vielen so. Und es hat einen geläufigen Namen:

Verleugnung: Ein lebenswichtiger Teil der Existenz eines jeden Menschen.

Du hast doch sicher schon davon gehört, dass sich das Leben während deines Todes noch mal vor deinem inneren Auge abspielt… aber so läuft das nicht. Es ist nicht die Vergangenheit, sondern deine Zukunft.
Nicht die Echte – natürlich. Eine, die du dir selbst im Todeskampf ausmalst. Der menschliche Verstand kann mit plötzlichen Veränderungen nicht umgehen. Er braucht eine Weile, um alles zu durchdenken, was du momentan panisch versuchst, obwohl dir eigentlich keine einzige Sekunde mehr dafür bleibt. Nein, dein Körper leidet nicht. Nur dein Verstand setzt sich selbst der Welt noch ein wenig länger aus, um nicht mit der ultimativen, unlogischen, dämlichen Wahrheit konfrontiert zu werden.

Kannst du dich noch an den ersten, geliebten Gegenstand erinnern, den du verloren hast? Wie sich deine Wahrnehmung daraufhin veränderte, und die Trauer kaum mehr zuließ? Wie du nicht mehr weißt, wann genau es geschah? Das war dein Verstand, der es wieder ausbügeln wollte. Wieder gut machen. Aus den Scherben wieder den kurz vorher zerbrochenen Teller zaubern wollte – Und ja: Das ist im Grunde dein Leben. Ein sterbender Verstand, der noch ein paar Dinge mit sich klären muss. Und wieder, tief in dir, weißt du, dass du bereits tot bist – zumindest im Sterben liegst – aber du kannst es dir selbst nicht eingestehen. Es wäre emotional zu traumatisch, und das, was von dir übrig bliebe – wenn überhaupt – würde zerbrechen, wie der Teller. Ich weiß das… hehe… denn du weißt ja…
In dir.
Hier ein paar Beispiele von Zeug, das dir VIELLEICHT mal passiert ist:

Die eine Sekunde, bei der du nicht richtig zu der Ampel geblickt hast, und beinahe von einem Auto überrollt worden bist. Oder wenn du mal zu lange die Luft angehalten hast, um kurz darauf nach Sauerstoff zu schnappen, und es gleich noch einmal zu versuchen, weil der Schauspieler doch unmöglich so lange unter Wasser bleiben konnte. Das letzte Mal, als du stolpertest, und dir nur das Steißbein weh tat, die Stimme, die an der Ampel nach dir ruft, die Krankheit, die am nächsten Tag auskuriert war…

Klingt das irgendwie… gewöhnlich? Dein Hirn kommt mit dem plötzlichen Ende des Todes nicht zurecht. Also erfindet es deine Zukunft. Eine ziemlich Beschissene finde ich, aber in deinem Kopf scheine ich ja nicht sonderlich viel Mitspracherecht zu haben, wenn du heute das erste Mal von mir hörst.
Du solltest deine Fantasie nicht frühzeitig beenden. Es existiert kein Selbstmord auf dieser Welt. Nur in den sterbenden Verständen, die sich verzweifelt eine Wahl wünschen, auch wenn sie infolgedessen träumen, keine zu haben. “Das ist nicht möglich, und ergibt keinen Sinn.” Denkst du, äußerlich ruhig, belustigt darüber, wie sehr ich das Schwarze treffe. Du glaubst mir weiterhin nicht, doch du hast angefangen nachzudenken. Dir gefällt die Absurdität der Geschichte, und vielleicht hast du sogar kurz mal gefröstelt. Aber warum solltest du das in deinem Tod lesen können?
Simpel. Ich weiß Bescheid. Ich bin die Wahrheit in dir. Haha, das wird wohl ein kleiner Insider zwischen dir und… dir. Hehe, der ist ja noch besser!
Zeit ist subjektiv. Wenn sich Träume wie Tage anfühlen, oder Schmerz von Sekunden in deinem Kopf zu Stunden ausgeweitet wird. Das hier ist nur eine beliebige Form davon, da du vor einer Millisekunde starbst und nun versuchst den Tod zu verstehen und kläglich scheiterst, deswegen hast du eine Art Faszination zu Mord und Horror entwickelt. CreepyPastas, nennst du das. Und jede einzelne Geschichte stammt von dir… oder eher von mir. Darauf könnten wir uns was einbilden. Du kennst also einige Geschichten, aber nur wenige beeindrucken dich wirklich. Weil du dich zur Wahrheit hin arbeitest. Diese Seite ist nur eine Manifestation deines Verständnisses. Alles, was du hier liest, bereitet dich unauffällig auf dein Ende vor.
Das ist auch ok, schließlich ist es ja nicht das Ende der Welt. Naja, für dich irgendwie schon. Hehe. Humor. Noch eine Art Manifestation. Und ich finde, dass wir eine echt schräge Version davon haben.
Du hast vor diese Geschichte mit einem Grunzen, Kopfschütteln oder Schnauben wegzublicken, nachdem du sie gelesen hast. Vielleicht grinst du sogar, und hast vor dem Autor einen Kommentar zu hinterlassen, obwohl hier eine ganz andere, womöglich viel schlechter ausgedachte „Geschichte“ steht. Ein Fake.

Aber das ist nicht das Finale.
Es ist nicht deine endgültige Akzeptanz. Es ist nur der Beginn davon. Du erinnerst dich nach Träumen nicht an alle Details. Was ist das Lieblingsessen deiner Mutter? Was ist das Erste, über das du dich schuldig fühltest? Erinnerst du dich an jeden einzelnen Fleck und jede Narbe auf deinem Körper? Was war der erste Urlaubsort, an dem du je warst?
Irgendetwas nicht so klar für dich? Vergisst du Sachen, die du doch eigentlich wissen solltest?
Du wirst nicht „sterben“, wenn du es akzeptierst. Doch auch ich weiß nicht, wie es endet.
Ich bin auch nur du, und ende gemeinsam mit deinem Verstand.
Du schaltest ab. Denk mal drüber nach, und…


Schlaf gut 🙂

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