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Projekt Osterhase

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Projekt Osterhase

 

Hätte ich vor 4 Jahren gewusst, wie die Welt sich so verändern wird, wäre ich nicht bei dem Projekt Osterhase mit eingestiegen. Viele Menschen mussten ihr Leben lassen, da der Virus, der in unseren Laboren zur Heilung von Krebs entwickelt wurde, sich aggressiver als Krebs herausstellte. Ja, Sie haben Richtig gehört: Ein Virus, das den Krebs von innen heraus zerstören sollte.“

Damals wurde ich von unserer Regierung kontaktiert, mit der Bitte, mich dem Projekt „Kampf gegen den Krebs“ anzuschließen. „Es wird Ihr Schaden nicht sein!“, wurde mir gesagt. „Nur wenige erhalten so ein lukratives Angebot, das hoch vergütet wird!“, sagte man mir am Telefon. Klar hat mich das Geld gelockt und ich konnte dem Jahresgehalt von fast 60.000 Euro nicht widerstehen.“ „So habe ich mich entschieden, das Angebot anzunehmen.“ Doch hätte ich gewusst, dass der Virus die gesamte Welt in Windeseile befällt und die Weltbevölkerung fast zu 90 % auslöschen würde, hätte ich nie an der Herstellung des Virus mitgearbeitet.

Die ersten Tage im Labor verliefen tatsächlich erfolgreich und die Arbeit machte sogar Spaß, da man annahm, Menschen helfen zu können. Doch nach 3 Monaten steckten wir in einer Sackgasse, da ein entscheidendes Enzym die Andockung an den Krebs verhinderte. Diese Schlappe hielt sich fast einen Monat an, bis ich auf den entscheidenden Erfolg gestoßen bin. Ich forschte an der Zusammensetzung des Enzyms und versuchte es zu extrahieren, damit es sich leichter an den Virus und den Krebsherd anpassen konnte. Als ich die zündende Idee hatte, das Holoenzym zu entziehen, um es der Wirtszelle einfacher zu machen, in den Krebs einzudringen.

Klar beruhte unsere Arbeit auf vorhergehenden Studien und Versuchen anderer Forscher und Ärzteteams, ohne deren Ergebnisse wir nie soweit gekommen wären. Die Zusammensetzung des Virus ist selbstverständlich streng vertraulich und ich kann Ihnen keine Auskunft darüber geben. Auch nicht, wo die Welt fast menschenleer ist. Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab.Unter dem Mikroskop konnten wir sehen, wie das Virus sich nun an den Krebs anpasste und ihn von innen heraus zerstörte. Diesen Versuch machten wir mit 100 Krebsarten, wovon 85 % durch das Virus bekämpft wurden und es zur Zerstörung der Krebszellen kam. Somit würden viele der Krebspatienten später als geheilt gelten. Stellen Sie sich vor, 85 % auf 100 000 Menschen gerechnet. Das wäre schon ein Riesenerfolg.

Der erste Test, das Virus anschließend zu vermehren, verlief auch ohne Problem und wir konnten es schon bald in großer Zahl herstellen. Es war erstaunlich, wie schnell und effizient das Projekt voranschritt. Ich hatte an manchen Tagen das Gefühl, durch den Erfolg der Versuche berauscht zu sein. Gut 6 Monate später begannen wir auch schon mit den ersten Tierversuchen.

Versuche an Labormäusen und Ratten, bei denen absichtlich Krebs durch Genveränderung verursacht wurde, zeigten den gewünschten Erfolg. Doch starben diese nach kurzer Zeit, weil die Virusmenge für die kleinen Körper zu hoch war. Wir passten nach und nach die Virusmenge an – siehe da, die Tiere überlebten. Nach ca. 3 Monaten waren sie krebsfrei und kerngesund.

So wagten wir uns nun an größere Tiere heran. Wir testen das angepasste Virus an Hühnern, Frettchen und Kaninchen. Auch dort mussten wir Anpassungen an der Virusrate vornehmen, da es zu Totdesfällen bei den Tieren kam. Doch konnten wir am Ende auch hier einen Erfolg verbuchen. Selbstverständlich wuchs somit auch der Stolz, den man in der Brust verspürte.

Sie möchten bestimmt wissen, ob es auch nennenswerte Nebenwirkungen bei den Tieren gab. Klar, gab es die. Manche Tiere bekamen Fieber und Durchfall. Manche wirkten geschwächt und lethargisch, doch die Vitalwerte waren immer in einem guten Bereich. Bei einer Häsin ließen wir sogar die Paarung zu, um zu testen, ob ihre Fruchtbarkeit unter dem Krebs und dem Virus gelitten hat. Alles verlief planmäßig und schon bald konnten wir 4 kleine Hasenbabys via Ultraschall in Ihrem Bäuchlein feststellen.

Wie gesagt, wir kamen eigentlich planmäßig voran und hätten schon bald mit weiteren Tests an anderen und größeren Tieren beginnen können.  Doch es gab einen Zwischenfall, den unsere jetzige Lage hervorgerufen hatte. Als wir eines Morgens in das Labor kamen, stellten wir fest, dass die schwangere Häsin in der Nacht zuvor geworfen hatte. Erst freuten wir uns darüber und beobachteten die kleinen Hasenbabys genau. Die ersten Tage verliefen auch ohne Zwischenfälle, und den der Hasenmutter und den Kleinen ging es gut. Alle Werte waren OK und die Kleinen wuchsen schnell heran und bekamen Fell. Doch alles änderte sich am 13. Tag, als die Babys die Augen öffneten. Alle Kleinen hatten nur weiße Augen und es waren keine Regenbogenhaut und keine Pupillen zu erkennen. Doch schiene sie mit den Augen doch sehen zu können. Am 15. Tag, es war der Ostersonntag, fanden wir die Mutter tot gebissen in ihrem Stall vor und die Kleinen von oben bis unten voller Blut.

Wir waren entsetzt über das Bild, das sich uns bot. Der Mutterhäsin waren sämtliche Zitzen abgenagt worden und ein großes Loch klaffte in ihrem Bauch. Ihre Eingeweide hingen und lagen verstreut im Gehege herum. Die Kleinen nagten an den Eingeweiden und gaben dabei ekelerregende Schmatzgeräusche von sich. Mir drehte sich bei dem Anblick der Magen um. Ich musste mich übergeben und lief zur nächsten Toilette.

Gerade als ich mich fertig erbrochen hatte, hörte ich einen lauten Schmerzensschrei, der von meinem Kollegen stammte. Ich eilte zurück in den Laborraum und konnte sehen, dass er in der Zwischenzeit versucht hatte, die Tote Häsin aus dem Gehege zu nehmen.Was mich aber entsetzte, war, dass die tote Häsin in einer Ecke des Geheges saß und meinen Kollegen aggressiv anknurrte. Ihre Augen wiesen genau die gleichen Merkmale wie bei ihren Jungen auf. Es war weder die Regenbogenhaut noch Pupillen zu erkennen.

Auf meine Frage, was passiert sei, antwortet er mir, dass er versucht hatte, die Häsin aus dem Stall zu nehmen, damit wir sie untersuchen könnten, um herauszufinden, woran sie gestorben sei. Dabei sei die Häsin plötzlich aufgewacht und habe sich auf ihn gestürzt und ihm zweimal in die Finger gebissen.

Wenn ich nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, dass die scheinbar tote Hasenmutter in einer Ecke des Geheges saß, hätte ich Ihn für verrückt und überarbeitet erklärt. Ich eilte zum Erste-Hilfe-Kasten und holte ihn, um meinen Kollegen die Wunde zu versorgen. Als ich zurückkam, stand die Häsin an der Glasscheibe des Geheges auf Ihren Hinterbeinen und knurrte meinen Kollegen weiterhin aggressiv an. Dabei quollen die restlichen Gedärme aus Ihr heraus und lagen zwischen Ihr und der Scheibe auf dem Boden des Geheges.

Ich kniete mich vor den Stall und die Häsin machte direkt einen Satz auf mich zu und knallte mit Ihrem Kopf gegen die Scheibe. Dabei knurrte Sie weiterhin. Mir fiel sofort auf, dass sie keine Atemzüge tat und offensichtlich tot und doch nicht tot war. Wie konnte das sein? Ich versorgte die Wunde meines Kollegen und wir überlegten, wie wir weiter vorgehen sollten. Wir waren an diesem Ostersonntag die einzigen beiden Personen, die im Labor waren, und uns blieb keine andere Wahl, als den Leiter des Projekts zu verständigen.

Ich berichtete ihm, was vorgefallen sei, und er entschied, dass wir die Häsin und Ihre Jungen bis Dienstag mit einer Kamera beobachten und den Raum nicht mehr betreten sollten. Mein Kollege soll sich sofort bis Dienstag in Quarantäne begeben und Dienstag im Labor zu einer Untersuchung einfinden.

 

Sie können sich vorstellen, dass ich die nächsten beiden Nächte kaum Schlaf gefunden habe. Ich hielt telefonisch Kontakt mit meinen Kollegen und hoffte, dass nichts Schlimmes passieren würde. Er traf auch Dienstags wie verabredet im Labor ein und wurde medizinisch auf den Kopf gestellt. Sein Zustand erinnerte an eine Grippe. Er war blass und schwitze stark. Seine Körpertemperatur war aber mit 38 Grad Celsius nicht sonderlich erhöht. Seine Glieder schmerzten und ihm war übel. Er musste sich auch mehrmals übergeben und wurde daher auf die Quarantänestation der Einrichtung gebracht. Die Aufnahmen der Kamera zeigten, dass die Hasenjungen sich auf die Mutter gestürzt hatten und weiterhin von ihrem Körper fraßen. Wir entschieden daher, das Gehege luftdicht zu verschließen und die Hasen darin mit einem Gas zu töten.

Sie können sich vorstellen, dass dies keinen Erfolg brachte. Zwar waren die Kleinen für kurze Zeit ohnmächtig und betäubt, aber wachten wieder auf und stürzten sich weiterhin aggressiv auf die Überreste ihrer Mutter. Als diese bis auf die Knochen abgenagt war, gingen die Kleinen aufeinander los und es begann, sich gegenseitig aufzufressen. Es war ein abscheuliches Bild, das sich uns darbot. Das Blut spritzte und in Windeseile war das Gehege dunkelrot gefärbt. Das Schmatzen und Knurren war unerträglich.

Währenddessen verschlechterte sich der Zustand unseres Kollegen auf der Quarantänestation von Stunde zu Stunde immer mehr. Sein Fieber stieg stetig und seine Haut wurde immer blasser. Seine Vitalwerte sackten in den Keller und er verlor innerhalb von 6 Stunden das Bewusstsein. Hinzugezogene Ärzte fanden aber keine richtige Erklärung, was da vor sich ging, da seine Blutwerte bis auf eine leichte Erhöhung der Leukozyten in Ordnung zu sein schienen. 3 Stunden später starb unser Kollege.

Gerade als er in einen Leichensack gelegt werden sollte, wachte er plötzlich auf. Doch er atmete nicht und seine Augen waren wie bei den Hasen rein weiß und er konnte irgendwie mit Ihnen sehen. Sein Verhalten war aggressiv und gewalttätig. Er griff sich einen der beiden Ärzte, die ihm in den Leichensack legen wollten, zerriss dabei dessen Schutzanzug und bis ihm in die Kehle. Der zweite Arzt stand wie versteinert da und konnte sich nicht rühren. Er sah zu, wie mein Kollege sich vom Leichentisch erhob und auf ihn zukam. Gerade als der zweite Arzt wieder bei Sinnen war, war es bereits zu spät. Mein Kollege stürzte sich auch auf ihn, zerfetzte dessen Schutzanzug und biss ihm in die Brust. Das Blut spritze bis an die Glasscheiben, die in der Tür eingelassen waren.

Jetzt fragen Sie sich sicher, warum der Virus sich so schnell über die Welt verbreiten und nicht eingedämmt werden konnte.

Als das mit dem beiden Ärzte passierte, den mein Kollege tot gebissen hatte, waren andere Personen, die auf der Station beschäftigt waren, vor Angst geflohen, und wir hatten auch keine Schusswaffen in der Einrichtung, mit denen wir das Ganze hätten stoppen können. Nach ca. 1 Stunde erwachten auch die beiden Quarantäneärzte und ihre Symptome waren die gleichen wie bei meinem Kollegen. Sie konnten ungehindert den Quarantänebereich verlassen und stürzten sich auf andere Mitarbeiter der Einrichtung, die in dem Gebäude waren und nichts von dem Ganzen mitbekommen hatten.

Alle infizierten Mitarbeiter erwachten nach einer gewissen Zeit und konnten über eine offene Tür des Gebäudes in die Freiheit gelangen. Draußen angekommen ging das große Gemetzel erst richtig los, und ahnungslose Passanten, auf die sie trafen, wurden von Ihnen gebissen und sogar teilweise oder ganz aufgefressen. All das konnte ich kurze zeit später auf Videoaufnahmen der Kamera die im Gebäude hingen sehen. Seit diesem Tag verbreitete sich das von uns geschaffene Virus, das Krebs heilen sollte, um die Welt. Und macht Menschen blutrünstig und zu gewaltbereiten Monstern.

Sicher möchten Sie auch wissen, warum selbst Armeen von Soldaten nicht der Lage Herr werden konnten. Diese Antwort ist so einfach wie simpel. Das Virus mutiert stetig und passt sich an. Mittlerweile reicht schon ein wenig Speichel oder der Kontakt mit dem verseuchten Blut, um sich zu infizieren. Kaum trafen die Soldaten auf die Infizierten, waren sie schon selbst an dem Virus erkrankt, da sie das Blut der Infizierten beim Kampf teilweise in ihre Münder oder andere Körperöffnungen bekommen hatten. Die Infizierten waren Schlichtweg in Windeseile in der Überzahl.

Als Letztes will ich Ihnen noch erklären, wie ich auf den Namen „Projekt Osterhase“ gekommen bin. Der ganze Vorfall ereignet sich an einem Ostersonntag, und da die Krankheit über die Hasen verbreitet wurde, finde ich den Namen recht passend. Wie ich es geschafft habe, bis heute zu überleben? Ganz einfach: Ich wurde an diesem Dienstag nach meiner Untersuchung für den Rest der Woche freigestellt und war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Einrichtung.

Aber warum ich Ihnen das alles erzähle? Wachtmeister Möhring. Ganz einfach. Ich wollte, bevor ich von dieser Welt gehe, mein Gewissen erleichtern. Ich sehe schon, Ihnen läuft der Sauber aus dem Mund, und ich will Sie nicht länger mit meiner Erzählung vom Essen abhalten. Ich werde nun Ihre Fesseln lösen und Sie können sich an mir laben, schließlich ist ja Ostersonntag und sehen sie mich als Ihr Ostermahl an. Aber ich bitte Sie, lassen Sie kein Stück von mir übrig. Ich habe Schuld an diesem mutierten Zombievirus und möchte, dass Sie meine Strafe vollstrecken.

 

Ende

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