SCP-007 – Abdominal Planet (Bauchplanet)

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-007
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-007 – Abdominal Planet (Bauchplanet)
Abb. 1: SCP-007

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Frühstück statt Sprechstunde. Die psychologische Beurteilung findet sonntags am Frühstückstisch statt, mit derselben Psychologin und ohne Notizblock. Der Träger isst meist ein weiches Ei mit Toast. Die Waage zeigt danach nicht mehr an als vorher; wo das Essen bleibt, weiß niemand. Nötig hat er es nicht: In seinen ersten Wochen rührte er nichts an und verlor kein Gramm. Begründung: Bei Tisch erzählt er mehr als vor einem Fragebogen. Befund bisher: gelassen, auffallend klug, ohne Fluchtversuch, ohne Gewalt.
  2. Wochensichtung. Mindestens wöchentlich, siehe Beschreibung. Begründung: Die Foundation will rechtzeitig wissen, wann eine der beiden Arten ihr erstes Fernrohr baut.
  3. Wünsche. Seine Wünsche reicht der Träger schriftlich ein, die Sicherheitsleitung entscheidet. Bewilligt wurden zuletzt ein Plattenspieler und eine Segelzeitschrift. Begründung: Ein zufriedener Träger ist der beste Schutz für das, was er trägt.
  4. Kein Netz. Abgelehnt wird jedes Mal der Computer mit Internetzugang. Begründung: Ein Mann, den es in keinem Register gibt, soll im Netz weder Spuren hinterlassen noch welche finden.
  5. Nie am Rumpf. Muss der Träger festgehalten werden, greift die Wache im Vorraum nur an Armen und Beinen zu. Seine Wohnung auf Standort-19 hat Sessel und Bücherwand, aber innen keine Türklinke. Begründung: Was ihn am Rumpf trifft, trifft womöglich eine ganze Welt.

Beschreibung:

Die Wochensichtung findet dienstags statt. Der Träger rückt dafür seinen Sessel unter die Deckenleuchte, knöpft das Hemd auf und liest weiter. Die Planetologin H. Wendt schwenkt ein Stereomikroskop bis auf eine Handbreit heran. Berührt wird nichts.

Wo der Bauch sein müsste, ist ein glatter, dunkler Hohlraum, und darin schwebt die Kugel, rund sechzig Zentimeter groß. Zu Beginn leuchtet Wendt den Spalt rundum aus: Nirgends liegt die Kugel an. Schmerzen hat der Träger keine, eingeschränkt ist er auch nicht. Auf die Frage, ob ihn das nicht störe, hat er einmal zurückgefragt, ob sich Wendt an ihren Ohrläppchen störe.

Dann kommt das Wetter, weil er danach fragt. An diesem Dienstag dreht sich über dem größten Ozean ein Sturm. Der Schweremesser neben der Kugel schlägt kaum aus, und trotzdem regnet es dort.

Danach sucht sie die beiden intelligenten Arten. Ihr technischer Stand entspricht etwa dem Europas im 15. Jahrhundert: Segelschiffe mit mehreren Masten, Wassermühlen, ummauerte Hafenstädte.

Anfangs verglich Wendt die Küsten, die auf den ersten Blick irdisch wirken, mit Karten aller Erdzeitalter. Keine passte; inzwischen zeichnet sie eigene.

Die letzte Zeile jedes Sichtungsberichts lautet: „Kein Fernrohr beobachtet.“ Erst ein Fernrohr würde den Bewohnern zeigen, was über ihrem Himmel liegt. Kontakt mit ihnen gab es nie, und ob sie etwas ahnen, weiß niemand.

Entdeckung und Bergung:

Der Träger fiel nicht wegen seines Bauches auf, sondern wegen einer Zahl. Ein Vermieter ließ seine Angaben prüfen. Führerscheinnummer und Sozialversicherungsnummer hatten das richtige Format, waren aber noch nicht vergeben. Solche Treffer gelangen über ██████████ zur Foundation.

Die Außendienstler, die ihn aufsuchten, erwarteten einen Betrüger. Er bot ihnen Kaffee an und hob dann sein Hemd, so beiläufig, wie man ein Muttermal zeigt. Eine Erklärung dafür hatte er nicht und vermisste offenbar auch keine. Er kam ohne Widerstand mit und bat nur um seine Bücher.

Geburtsregister, Schulakten und Steuerdaten kennen keinen Menschen seines Namens. Nach Aktenlage beginnt sein Leben mit dem Tag der Mietauskunft.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-007 von Unknown Author aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-007) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-007. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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