SCP-036 – The Reincarnation Pilgrimage of the Yazidi

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-036
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-036 – The Reincarnation Pilgrimage of the Yazidi
Abb. 1: SCP-036

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

Bei SCP-036 ist die Foundation Gast und Dienstleister der jesidischen Gemeinschaft im Nordirak: Sie stellt die Maschine für den Pilgerflug.

  1. Zwei Nächte ohne Zuschauer. Der Flug aus dem Osten kommt ohne Kennung, Anmeldung und Freigabe. Darum sind Luftraum und Regionalflughafen am 23. September von Mitternacht bis 6 Uhr des Folgetags gesperrt und geräumt, am 1. Oktober ab 3 Uhr, bis die Besatzung des Pilgerflugs ausgestiegen ist. Das Recht dazu gibt der Foundation eine Vereinbarung aus den 1960er-Jahren.
  2. Wenige Gesprächspartner. Mit den Pilgern sprechen nur Forschende ab Freigabestufe 3, nie mehr als zwei zugleich, und niemand drängt sie.
  3. Eine Einsatztruppe für die Abläufe. Sie sichert Landebahn, Vorfeld und Terminal und sorgt für Wasser und Tee.
  4. Kein Landweg. In den Pilgertagen sucht niemand den Zielort über Land: Der letzte Trupp, der das in den 1990er-Jahren tat, kam nicht zurück. Zu Fuß erreicht hat ihn nie jemand.

Beschreibung:

Fluglotsin Ines Varga sieht die Pilger jedes Jahr nur von oben, wie sie gelassen ins Terminal gehen. Sie sind höflich und zugewandt, fragen nach der Uhrzeit und haben die Antwort bald vergessen; nur das Allernächste bleibt ihnen. Die Prüfung bestätigt jedes Jahr, was die Gemeinschaft erwartet: Es sind Gläubige, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Wen sie im Leben kannten, Angehörige wie Freunde, erkennen sie nicht wieder.

Die Gemeinschaft nennt die Wiedergeburt Kiras Guhorîn, kurdisch etwa: das Gewand wechseln. Nach Auskunft ihrer Geistlichen warten die Verstorbenen an einem fernen Ort, bis sie neu geboren in die Gemeinschaft zurückkehren. Andere Gläubige begehen um dieselbe Zeit eine sinnbildliche Wallfahrt. Die Pilger selbst sprechen darüber nur zögernd.

Wie Reisende, die ihren Anschluss nicht verpassen dürfen, wollen sie am späten Nachmittag los, sofort. Varga sieht die Maschine der Foundation nach Westen steigen und nach einigen Dutzend Kilometern von Schirm und Fernglas verschwinden. Wenn sie am 1. Oktober zurückkehrt, kommt nur die Besatzung die Treppe herunter.

Über die andere Maschine führt Varga eine eigene Liste. Die erste Zeile, aus dem Archiv übernommen, stammt aus dem ersten Herbst nach der Vereinbarung. Darunter stehen eine viermotorige Propellermaschine, ein schmaler Geschäftsreisejet, ein Mittelstreckenjet mit verblichener Bemalung – kein Typ kam zweimal. Gleich bleiben die zwei Gestalten mit Masken im Cockpit, die nie aussteigen. Auf dem Schirm erscheint die Maschine erst einige Dutzend Kilometer östlich, aus dem Nichts. Kaum sind die Pilger ausgestiegen, rollt sie wieder an. Auch früher, als die Wallfahrt noch über Land ging, kamen die Pilger mit Maskierten aus dem Osten. Ob es dieselben sind, weiß niemand.

Anhang:

Bordbuch des Pilgerflugs, Jahrgang ██████████ (Auszug)

Bordzeit 0:00 – Start. Bodenzeit 23.09., 17:06.
Bordzeit 0:07 – Turm nicht mehr erreichbar.
Bordzeit 1:52 – Landung. Außenkameras: Hitzeflimmern, ab etwa dreißig Metern nichts mehr scharf. Erkennbar sind die Bahn und ein einzelnes Gebäude.
Bordzeit 4:09 – Landung am Heimatflughafen. Bodenzeit 01.10., 5:58, Sonnenaufgang.

Auswertung: Uhren, Flugschreiber und Kameras zeigen weder Sprung noch Störung, und doch fehlen ihnen gut sieben Tage. Die Besatzung, Geistliche der Gemeinschaft mit Flugausbildung, kann die Lücke nicht erklären. Was über den Zielort bekannt ist, stammt allein aus Cockpit und Bordkameras. Ein Erkundungsflug Wochen vor der Pilgerzeit fand dort nur leeres Gelände und eine uralte Steinfigur, Satellitenbilder zeigen nicht einmal die Bahn, Karten von vor dem ersten Pilgerflug ebenso wenig. Erkenntnisgewinn: wie jedes Jahr gering.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-036 von FritzWillie aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-036) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-036. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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