SCP-500 – Panacea (Allheilmittel)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-500
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Jede Pille braucht einen Grund. Die Vergabestelle entscheidet über jede Entnahme einzeln. Wer eine ganze Pille beantragt, erklärt, warum eine Kopie nicht genügt (siehe Anhang). Von den Versuchen, die SCP-500 mit anderen Anomalien verbinden, wurden manche genehmigt, andere abgelehnt. Was ein Versuch verbraucht, fehlt später einem Kranken.
- Nur ab Freigabestufe 4. Wer die Dose öffnet, Pillen entnimmt, trägt oder übergibt, braucht mindestens diese Stufe. Was nicht nachwächst, soll durch wenige Hände gehen.
- Begleitung bis zum Schlucken. Geht eine Pille an ein anderes Projekt, bringt sie ein Kurier ab Stufe 4 persönlich hin, bleibt bis zur Einnahme oder zum Versuch und quittiert den Verbrauch selbst. Anlass war ein Diebstahl (siehe Beschreibung).
- Klimatresor. Die Dose liegt bei 8 bis 12 °C und unter 35 % Luftfeuchte im Dunkeln; Licht gibt es nur bei Entnahmen, gedimmt. Wie lange die Pillen halten, weiß niemand, also lagert man sie, als könnten sie verderben.
- Zu zweit zählen. Nach jeder Entnahme zählen zwei Personen nach und tragen den neuen Bestand ein.
Beschreibung:
Wer SCP-500 zum ersten Mal sieht, hat mehr erwartet: eine weiße Kunststoffdose, kaum größer als eine Streichholzschachtel, Schraubdeckel, kein Aufdruck, darin glänzende Pillen, rot wie Hagebutten. Wer sie hergestellt hat, wo und woraus, ist unbekannt; die Foundation verwahrt sie seit ██████████.
Was eine Pille leistet, zeigt der Fall der Laborantin Mareike Holt. Eine anomale Infektion aus einer Probennahme nahm ihr seit Wochen die Sprache, Wort für Wort; zuletzt blieben ihr etwa zwanzig. Die Ärzte sprachen vom Endstadium. Nebenher hatte sie Heuschnupfen und eine verschleppte Nebenhöhlenentzündung, nach denen niemand mehr fragte.
Der Kurier stellte die Pille in einer Glasschale ab und wartete, bis sie geschluckt war. Nach einer Viertelstunde hörte das Niesen auf, nach einer halben Stunde der Druck hinter der Stirn. Die Sprache kam nach einer Stunde und fünfzig Minuten, nicht Wort für Wort, sondern auf einmal: Holt wollte wissen, warum die Schale aus Glas sei. Nachuntersuchungen finden seither nichts mehr. Leichtes heilt zuerst, Schweres zuletzt, und wer mehr mitbringt, wartet länger, nie aber über zwei Stunden. Keine Krankheit, auch keine anomale, hat einer Pille bisher standgehalten.
Dass der Kurier wartet, hat einen Grund. Ein Mitarbeiter eines anderen Projekts erhielt einmal eine Pille für eine Messung, für die ein Krümel gereicht hätte und die nie stattfand; die Messung war nur der Vorwand gewesen. Die Pille blieb verschwunden, der Mitarbeiter wurde herabgestuft und versetzt.
Anhang:
Bescheid der Vergabestelle an einen Techniker mit einer chronischen, als unheilbar geltenden Infektion, der eine ganze Pille beantragt hat.
Entscheidung: Statt der Pille erhalten Sie jede Woche eine Kopie, jeweils frisch angefertigt, weil ältere schlechter anschlagen. Gegeben wird, bis eine wirkt.
Begründung: Was Sie erwarten dürfen: Ihre Infektion wird aller Voraussicht nach zum Stillstand kommen, ein Teil der Beschwerden aber bleiben. Die Kopien, hergestellt mithilfe einer anderen Anomalie, schlagen einzeln selten an. Rechnerisch hat nach vier Wochen bei drei von vier Empfängern eine gewirkt, nach sieben Wochen bei neun von zehn. Ihr Verlauf lässt diese Zeit; bei akuten Fällen ohne diesen Spielraum entscheiden wir anders. Jede verbrauchte Pille fehlt für immer: Nachbauen ließ sich der Wirkstoff bisher nicht, und der Versuch, eine Pille mithilfe einer weiteren Anomalie umzuwandeln, hat sie gekostet und ein neues anomales Objekt hervorgebracht, das nun ein eigenes Projekt beschäftigt.
Bestand am Tag des Bescheids: 47.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-500 von snorlison aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-500) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-500
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.