
Wachträume
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
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„Wachträume sind Träume, in denen der Träumende sich über den eigenen schlafenden Zustand im Klaren ist. Dieser Umstand ermöglicht es ihm diese Träume teilweise zu kontrollieren. Man kann versuchen diesen Umstand herbeizuführen um bewusst die eigenen Träume zu seinem Vorteil zu verändern. „, endete die Vorlesung. Ich besuchte solche Vorlesungen ständig. Ich wollte unbedingt einen eigenen Wachtraum herbeiführen, um so einige meiner wildesten Fantasien wahr werden zu lassen. Als ich den Raum verlassen wollte hielt mich der Dozent auf. „Dein Name ist Alice, richtig?“ Ich nickte. „Ich habe dich schon öfter auf meinen Vorlesungen über Wachträume gesehen. Willst du wirklich einen Wachtraum herbeiführen?“ „Auf jeden Fall. Ich befasse mich seit Jahren damit“, sagte ich begeistert. Er lächelte: „Ich kann dir dabei helfen. Du hast bestimmt schon mal von Luzidem Träumen gehört. Wenn ich dich hypnotisiere kann ich so diesen Zustand herbeiführen.“ „Das würden Sie wirklich tun? Was wollen Sie dafür?“ „Ich habe diese Technik noch nicht richtig ausprobiert, also kann ich nichts versprechen. Deshalb will ich nichts dafür. Wenn du es wirklich willst komm morgen um acht zu dieser Adresse. “ Mit diesen Worten reichte er mir eine Visitenkarte mit einer Adresse und verschwand. Noch am selben Abend rief ich meine beste Freundin an. „Yume, du wirst nicht glauben was passiert ist. Der Dozent, der heute den Vortrag gehalten hat, hat angeboten mich zu hypnotisieren. Auf diese Weise könnte ich einen Wachtraum haben.“ Yume war da skeptischer: „Sicher, dass du das machen solltest? Du kennst diesen Mann nicht. Er könnte sonst was machen.“ „Jetzt komm schon, du willst mir nur alles mies machen. Ich dachte du freust dich für mich.“ „Alice, ich freu mich ja für dich, aber ich bin nun mal etwas vorsichtiger.“ Ich hatte es schon immer lustig gefunden, dass so ein skeptischer Mensch Yume hieß. Sie stammt aus Japan und ihre Eltern hatten sie >Die TräumendeStraßeDu bist noch nicht frei.< Erst jetzt fiel mir die Stille auf. Ich stand auf und ging auf den Flur. Niemand zu sehen. Ich war allein. Noch immer. Warum hatte ich nicht auf Yume gehört? Sie hatte geahnt, dass etwas schief gehen würde. Wie in Trance stolperte ich durch die Gänge bis ich auf der Straße stand. Schatten überall. Menschliche Umrisse, die herumliefen als wären sie lebendig. Ich wollte sie um Hilfe bitten, doch sobald ich sie berührte zerfielen sie zu Staub. „Warum tust du mir das an?“ Ich fing an zu weinen. Alle Schatten wandten sich zu mir um und kamen langsam näher. Ich wollte wegrennen, aber sie zerfielen nicht mehr zu Staub sondern packten mich. Zerrten an mir. Verschlangen mich. Erstickten meine Schreie. Die Schatten waren überall und versperrten mir die Sicht auf alles andere. Es gab nur Schwärze. Plötzliche Helligkeit irritierte mich. Ich stand vor einer hochgewachsenen Gestalt. Sie sprach mit der Stimme, die ich schon in der Hütte gehört hatte. „Die meisten wären schon gestorben. Wenn man hier stirbt, dann stirbt…“ Sie konnte nicht zuende sprechen. Ich hatte wieder ein Stück weit Kontrolle. Gerade genug, um ein Messer in meiner Hand entstehen zu lassen und es der Gestalt in die Maske zu rammen, die ich für sein Gesicht hielt.
Die Umgebung verwandelte sich. Ich lag wieder auf der Liege im Behandlungsraum. Der Dozent neben mir war vollkommen aufgelöst. „Oh Gott. Ich konnte dich nicht aufwecken. Ich habe Alarm geschlagen, aber du hast dich nicht bewegt.“ „Sie können nichts dafür. Ich hatte einfach Pech. Machen Sie mich bitte losmachen. Ich will mich bewegen können.“ Ich wollte ihn trösten. Er konnte wirklich nichts dafür. Er nickte und nestelte an den Verschlüssen herum. Schließlich konnte ich mich wieder aufrichten. Er reichte mir ein Glas Wasser. Ich lehnte es höflich ab und ging. Auf dem Weg nach Hause hörte ich eine Stimme in mein Ohr flüstern: „Das hat wehgetan.“lol
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