SCP-529 – Josie the Half-Cat (Josie, die halbe Katze)

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-529
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-529 – Josie the Half-Cat (Josie, die halbe Katze)
Abb. 1: SCP-529

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

SCP-529 braucht weder Zelle noch Käfig und bewegt sich frei durch die unteren Ebenen von Standort-19; in die oberen darf sie seit ██████████ nicht mehr. Futter und Wasser gibt die Tierpflege aus, zweimal am Tag.

Sie frisst nur mit dem Rücken zur Wand, darum steht der Napf mindestens eine Armlänge von jeder Wand entfernt. Steht er näher, setzt sie sich hin, mustert die Lücke und frisst nicht. Sie hält offenbar Platz frei für einen Teil von sich, den es nicht gibt.

Einmal im Vierteljahr wird SCP-529 tierärztlich untersucht.

Beschreibung:

Gegen sechs, wenn in den unteren Ebenen das Licht hochfährt, wartet SCP-529 meist schon vor der Tierpflege. Von vorn ist sie eine gewöhnliche kleine Hauskatze: grau getigert, weißes Kinn, wache Ohren. Erst wenn sie sich umdreht, um vorauszulaufen, sieht man den Rest – oder vielmehr, dass es keinen gibt. Gleich hinter dem Brustkorb endet der Körper in einer Fläche, deren Rand so gerade verläuft, als wäre er mit dem Lineal gezogen. Wer das zum ersten Mal sieht, hält die Hinterhälfte oft für unsichtbar und greift ins Leere. Dabei genügt ein zweiter Blick: Da ist nichts.

Bei der Untersuchung gibt die Fläche unter dem Finger leicht nach, wie ein straff gespanntes Tuch. Für Infrarot- und UV-Kameras ist sie so dunkel wie fürs bloße Auge: ein Schwarz, gründlicher, als Farbe es sein kann, an dem jeder Blick abprallt.

Beim Laufen fehlt ihr nichts. Die Vorderpfoten setzen auf, und der übrige Bewegungsablauf stimmt so genau, dass man die Hinterbeine im Kopf mitzählt. Springt sie auf eine Kiste, landet sie sauber und streckt sich danach ausgiebig, bis in eine Schwanzspitze, die sie nicht hat. Eine Weile nach dem Frühstück verzieht sie sich in eine stille Ecke und nimmt die Haltung ein, die jeder kennt, der Katzen hält. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Den Vormittag verbringt sie auf Schreibtischen, am liebsten auf Unterlagen, die gerade jemand lesen will. Sie sucht Hände, reibt den Kopf an Ärmeln und schnurrt laut genug, um Telefonate zu stören. Laut Pflegekartei ist sie eine Kätzin – das ließ sich nur per Erbgutprobe klären – und nach jeder Untersuchung ohne Befund.

Die meisten Pflaster der unteren Ebenen gehen auf dieselbe Neugier zurück: Jemand wollte wissen, wie sich die schwarze Fläche anfühlt. Die Antwort kommt blitzschnell und mit beiden Vorderpfoten; die Kratzer heilen wie jeder andere Katzenkratzer. Nur selten, nach keiner erkennbaren Regel, bleibt sie dabei liegen und schnurrt. Unter den Gekratzten ist .

Woher SCP-529 stammt, ist nicht bekannt. Der älteste Eintrag in ihrer Kartei lautet nur:

Anhang:

Merkblatt für neue Mitarbeitende der unteren Ebenen

  1. Ja, sie ist echt. Nein, sie ist nicht verletzt. Bitte keinen Sanitäter rufen.
  2. Nicht hinten streicheln. Pflaster liegen im Kasten am Treppenhaus.
  3. Türen nicht zu früh schließen. Sie bleibt auf der Schwelle stehen, bis eine ganze Katze durch wäre.
  4. Auf den Infrarotkameras erscheint ihr hinteres Ende als schwarzes Loch im Bild. Bitte keinen Alarm auslösen.
  5. Hier unten heißt sie „die Halbe“. Sie hört darauf.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-529 von Unknown Author aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-529) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-529. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-529

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