OrtschaftenPsychologischer HorrorTagebuch

Stadt der Abgründe: Jacks Tagebuch

Ein Häftling ist aus dem Vollzug entkommen und taucht in einer Stadt unter die von der Außenwelt vor Jahren abgeschrieben wurde...

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

TAG 1 Ich saß in der Haftanstalt die alle nur Drowning Woods nennen, jetzt bin ich auf der Flucht. Meinen Namen benutze ich ab heute nicht mehr, wenn mich jemand fragt bin ich einfach nur Jack. Im Knast erzählt man sich Gerüchte über eine Stadt in der Nähe wo dich das Gesetz nicht sucht, von dieser Gottlosen Stadt aus liegt der Knast im Nordwesten. Dazwischen ist kilometerweise Wald. Vor den Mauern ist er ein Paar hundert Meter gerohdet aber ich hab es geschafft den Suchscheinwerfern auszuweichen. Im Wald kam ich an einer alten Jagdhütte vorbei,da war schon ewig niemand mehr und es gab da auch nicht wirklich was zu holen aber wenigstens konnte ich eine Jacke mitgehen lassen. Als ich aus dem Wald auf eine brüchige Straße kam konnte ich kaum glauben dass hier tatsächlich eine Stadt zu sehen ist, das Schild ist aber so demoliert dass man nicht mehr lesen kann wie die Stadt heißt. Das Schild ist total verbogen, hängt auf halb Acht und das „Welcome to“ ist kaum noch zu lesen. De…

TAG 1

Ich saß in der Haftanstalt die alle nur Drowning Woods nennen, jetzt bin ich auf der Flucht. Meinen Namen benutze ich ab heute nicht mehr, wenn mich jemand fragt bin ich einfach nur Jack. Im Knast erzählt man sich Gerüchte über eine Stadt in der Nähe wo dich das Gesetz nicht sucht, von dieser Gottlosen Stadt aus liegt der Knast im Nordwesten. Dazwischen ist kilometerweise Wald. Vor den Mauern ist er ein Paar hundert Meter gerohdet aber ich hab es geschafft den Suchscheinwerfern auszuweichen. Im Wald kam ich an einer alten Jagdhütte vorbei,da war schon ewig niemand mehr und es gab da auch nicht wirklich was zu holen aber wenigstens konnte ich eine Jacke mitgehen lassen. Als ich aus dem Wald auf eine brüchige Straße kam konnte ich kaum glauben dass hier tatsächlich eine Stadt zu sehen ist, das Schild ist aber so demoliert dass man nicht mehr lesen kann wie die Stadt heißt. Das Schild ist total verbogen, hängt auf halb Acht und das „Welcome to“ ist kaum noch zu lesen. Der Rest fehlt, darunter ist nur noch eine Rostkante und jemand hat unten „HELL“ angesprüht. Als ich die stadtgrenze passiert habe konnte ich mir direkt einen Vorgeschmack darauf abholen warum, die Häuser in diesem Teil der Stadt sind alle verbarrikadiert. Die Fenster sind mit dicken Bohlen vernagelt und die Türen mit massiven Eisenketten gesichert die durch den Wind in der allmäligen Dunkelheit unheilvoll gegen die Türen schlagen. Im Schutz der Dunkelheit bin ich erstmal weiter gegangen bis ich im Zentrum angekommen bin. Im Zentrum gibt es die üblichen Einkaufsläden, kleine Kiosks und eine Shoppingpassage. Alle Läden hatten natürlich schon zu, die meisten waren vergittert aber ich hatte eh nicht vor mit meinem Knast-Outfit einkaufen zu gehen. Fast alle Laternen waren aus und auf den Wegen darunter liegt überall Glas. Ich habe gerade nach unten gesehen weil ich in die Scherben getreten bin als ich die Straße runter das Klirren von dem Schaufenster eines Kiosk gehört habe. Ich habe mich schnell in die Nische zwischen 2 Gebäude gepresst und konnte sehen wie ein paar Halbstarke in den Kiosk eingebrochen sind, aber anstatt den Laden zu plündern haben sie diesen armen Typen aus dem Laden auf die Straße geworfen und lachend auf ihn eingetreten und ihn angeschrien. Einem von denen hing eine fette Sporttasche über der Schulter. Nicht dass die Scene schon surreal genug war tauchte auf einmal ein Streifenwagen auf und hat den Spinnern mit dem Suchscheinwerfer in ihre Gesichter geleuchtet. Ich war eigentlich schon bereit zu laufen aber der Typ hat nur die Tasche vor sich hoch gehalten und dem Streifenwagen auf die Motorhaube geworfen, das dürfte der Anführer dieser kleinen Gang gewesen sein. Danach ist der Suchscheinwerfer aus gegeangen und der Streifenwagen ist abgebogen. Der anführer ist mit dem Gesicht runter zu dem armen Kerl aus dem Kiosk, hat ihm irgendwas zugeflüstert und dann haben sie ihn einfach liegen lassen und sind verschwunden.Ich habe schon die Hölle selbst gesehen aber dass hier hatte absolut keine Logik. Ich bin zu dem Ladenbesitzer hin der kaum noch bei Bewusstsein war, habe ihn am Kragen hochgehoben und in seinem Laden auf einen Sessel gesetzt. Ich hab ihn am Kinn gepackt und mir die Verletzungen in seinem Gesicht angesehen: „Du kommst durch. Ich habe echt Hunger. Ich nehme mir ein paar Konserven und ein Wasser. Machs gut alter Mann.“ Mit diesen Worten und meinen Rationen habe ich mich dann wieder in Richtung Westen verdrückt. Hier habe ich ein halb abgebranntes Haus mit einem zerbrochenen Kellerfenster entdeckt. Perfekt für die Nacht, also bin ich durch´s Fenster rein und habe mich drinnen umgesehen. Nachdem ich gegessen und geschlafen habe hab ich angefangen diese Zeilen zu in ein altes Notizbuch zu schreiben dass ich in einer der Kisten hier im Keller gefunden habe, zusammen mit einer alten Stadtkarte. Ich kenne jetzt den Aufbau dieser Stadt, hier im Westen stehen Einfamilienhäuser, das wahren mal hübsche kleine Häuschen. Im Süden stehen exclusive Mehrfamilienhäuser mit schicken innenhöfen und tiefgaragen, aus der Richtung konnte ich letzte nacht Schüsse hören. Weiter richtung Osten kommt ein Industriegebiet und oben im Norden Stehen nur ein paar Villen dessen Lichter mich gestern Nacht wie Diamanten angefunkelt haben, natürlich geht es den Bonzen immernoch fabelhaft

TAG 2

Ich hatte draußen einen LKW gehört und aus dem Kellerfenster nach draußen gespäht: Ein Mülllaster, hier?! Anscheinend wollten die in den Osten also dachte ich mir ich gehe da auch hin. Ich wollte wissen wie sie den Müll aus der Stadt bringen aber ich werde nicht tagsüber durch die Innenstadt gehen also bin ich durch den Südelichen Teil, das ist zwar ein Umweg aber da dachte ich mir werde ich nicht direkt von jedem erkannt. Die exclusiven Apartments von meiner Karte sind jetzt viel mehr Gerippe als Wohnhäuser, die Straßen sind löchrig, dreckig und kaputt und es stinkt bestialisch. Das hier sind jetzt Slums, den Geruch von gegrilltem Huhn kann man durch den Gestank von billigem Fusel und Müll kaum wahrnehmen. Zumindest wahren die Straßen fast menschenleer, bis auf ein paar Obdachlosen die um brennende Tonnen standen und ihren Schnapps aus uralten, vergilbten Flaschen getrunken haben. Den Gestank hab ich sofort erkannt, das Zeug ist selbstgebrannt. Woraus habe ich wahrscheinlich wenige Straßen weiter entdeckt, An der Grenze zum Industriegebiet kippen sie den Müll bergeweise an einer alten Fabrikhalle ab. Die stinkende, schwarze Rauchwolke aus der Fabrik hat mir sofort verraten dass der Müll hier verbrannt wird. Die Essensreste sammeln die Obdachlosen wohl raus und brennen ihren Giftfusel daraus, selbst im Knast hatten wir bessere Bedingungen dafür. Zwischen dem ekelhaften Gestank von Plastik, Gummi, Papier und was immer hier sonst noch in den Schloten landet konnte ich den unverkennbaren Gestank von verbranntem Fleisch und haut riechen. Danach hatte ich erstmal genug und bin in das Haus im Westen zurück, unterwegs habe ich eine geschlossene U-Bahn Station gesehen. Das sehe ich mir morgen an, wenn ich da runter komme kann ich mich unsichtbar durch die Stadt bewegen.

Ich dachte das U-Bahn netz bringt mir den entscheidenden Vorteil und ich könnte mich unter der Stadt bewegen anstatt hindurch, laut meiner Karte gibt es 2 Stationen in jedem Stadtteil, nachdem ich die Barriere bei Seite geräumt habe um in den Eingang zu kommen habe ich es so aussehen lassen als währe sie nie bewegt worden, nicht dass noch jemand anderes neugierig wird. Hier unten ist es stockdunkel, durch die Barriere schimmert zwar etwas Licht aber am Bahnsteig kommt davon nichts an, ich musste aber nur dem Tunnel folgen um ins Industriegebiet zu kommen. Das Industriegebiet sollte tot sein …sollte, ich habe auf einmal Bewegung hinter mir gehört, die Gleise haben angefangen zu zittern und dann wurde der Tunnel hell hinter mir. Ich hab mich in einen Wartungstunnel geflüchtet damit mich der verdammte Zug nicht plattmacht. Die U-Bahn und der Wartungstunnel sind also noch in Betrieb, obwohl die Stationen versieglt sind. Ich musste nur den Gleisen weiter folgen um zu sehen warum. Die Stationen unter den Slums sind genauso Stockdunkel wie die im Westen wo ich runter bin aber im Industriegebiet wurde es irgendwann gleißend hell, ich dachte erst der Zug kommt mir entgegen aber das Licht kam von der Station im Industriegebiet und sie wurde von einem schwer bewaffneten Sicherheitsdienst bewacht. Es gibt hochmoderne Kamerasysteme und irgendein Bonze hat sich mit nem Bullen unterhalten während die Sicherheitsleute in alle anderen Richtungen gesehen haben. Das U-Bahnnetz fällt damit flach, ich bin umgedreht und jetzt sitze ich in einem der Wartungstunnel und ruhe mich aus, natürlich geht sogar das Licht hier drinnen während die Slums oben im Müll ersticken. Die nächste Station ist in den Slums, da gehe ich wieder nach oben. Ich werde nicht den ganzen Weg zurück in den westen hier unten lang gehen und riskieren noch einem Zug zu begegnen, außerdem will ich jetzt erst recht wissen was da im osten vor sich geht. Als ich aus dem U-Bahnschacht nach oben bin war mir egal ob man sehen kann dass die Barriere manipulliert ist, da gehe ich eh nicht wieder runter. In den Slums waren die Straßen unruhig, die Obdachlosen liefen, Während einer von ihnen von einer anderen Gang zusammengeschlagen wurde. Ich musste schnell von der Straße runter und wollte in eine der Tiefgaragen untertauchen, die sind alle versiegelt außer eine. Die sieht zwar auch aus als währe hier kein durchkommen aber ich habe das Tor aufbekommen. Die Tiefgarage steht noch voll mit verlassenen Autos und der hintere Teil ist von schweren, dunklen vorhängen verdeckt. Dahinter konnte ich Geräusche von einem Mechaniker hören, ein Mechaniker der hier wohl nur seine Ruhe haben will ist keine Bedrohung also habe ich mich bemerkbar gemacht. Ein Junge hat hinter dem Vorhang nach draußen gespäht und als er mich gesehen hat war er wie erstarrt, hat mich mit aufgerissenen Augen und offenem Mund angesehen. „Ich tu` dir nichts, Junge. Ich will mich nur von den Gangs fern halten, bist du alleine hier unten?“ Damit konnte ich ihn wenigstens so weit beruhigen dass er hinter dem Vorhang nach draußen kam und geantwortet hat. Nach einigem hin und her hat er wohl angefangen mir zu trauen und hat mir sein Reich gezeigt. Der Junge lebt seid Jahren alleine hier unten aber er ist ein kleines Genie. einige der Autos hier unten hat er wieder zum laufen gebracht und tankt sie mit dem Schnaps. Als ich ihm erzählt habe dass ich mir den ganzen Tag die Hacken abgelaufen habe hat er nur gelacht und meinte in seiner jungen Naivität:“ ich laufe fast nie! Ich habe die größte Garage der welt und ein riesigen Vorrat an Autos!“ Ich bleibe die Nacht über hier, von hier aus komme ich morgen direkt ins industriegebiet. Vielleicht nehme ich mir dafür eins von Brians Autos, mit dem Namen hat er sich jedenfalls vorgestellt.

TAG3

Ich musste nichtmal ein Wort sagen, Brian benutzt das Industriegebiet als seine private Rennstrecke. Ich hatte mich im Kofferraum von einen rostigen Kombi schlafen gelegt und als ich kurz vor dem Morgengrauen aufgewacht bin war Brian schon auf den Beinen. Er hat mir ein stück Dosenbrot angeboten und bei diesem Frühstück sagte er er wolle gleich eine Ausfahrt machen. „Komm doch mit, dann zeige ich dir meinen Spielplatz“. Als ich ihm gesagt hab dass ich eigentlich das Industriegebiet erkunden muss hat er wieder gelacht und meinte nur:“ Das IST mein Spielplatz, wir können den Kombi nehmen wenn er dir so gefällt.“ Dieser rostige Schrotthaufen fährt noch und dass so gut dass ich mich schon auf der Hinfahrt gefragt habe ob das der selbe Wagen ist in den ich eingestiegen bin. Der Junge wollte mir unbedingt eine alte Brennerei zeigen. Wir haben den wagen in eine eingestürzte Laderampe gestellt und sind in die Brennerei gegangen. Er hat mir die riesigen, rostigen Kessel gezeigt und davon geschwärmt dass er irgendwann hier herziehen will um den Kraftstoff für seine Schlitten im großen Stil zu brennen! Der Junge sammelt die Essensreste aus den Müllbergen und brennt den Sprit für seine Autos daraus. Als ich ihn gefragt habe wo die U-Bahn Station ist ging er mit mir hinter das Gebäude. “ Gleich da hinten. Aber da ist Sperrgebiet, wenn du zur Arbeit willst wirst du woanders lang müssen.“ 2 bewaffnete Sicherheitsleute standen vor einem verschlossenen Tor und haben sich gelangweilt umgesehen. Natürlich musste in diesem Moment das verdammte Tor aufgehen und ein Streifenwagen rausfahren. Sie haben uns gesehen und sofort das Feuer eröffnet. Wir sind schnell zum Auto zurück, Brian hat den Motor gestartet und wir sind los. Ich dachte das wars und die Bullen dachten sie verfolgen einen Schrotthaufen der eh gleich verreckt. Als Brian das Gaspedal durchgetreten hat dachte ich mehr als einmal dass er uns jetzt in die Wand oder in die Büsche fährt aber der Junge hat nicht übertrieben als er meinte er kennt die Stadt wie seine Hosentasche und jeden schleichweg hier. Er fuhr uns durch Gassen in denen die Spiegel kaum noch Platz zu den Wänden hatten, durch trockene Entwässerungsgräben und stillgelegte Abwasserrohre, überall mit vollgas. Der Junge weiß was er tut und anscheinend hat er den Motor extrem aufgemotzt. Zurück in seiner Garage hat Brian den Kombi in eine der hinteren Reihen geparkt und dann auf einmal angefangen zu schluchzen und zu weinen, ich dachte es währe der Schock weil sie auf uns geschossen haben oder er hätte was abbekommen aber auf meine Frage hat er den Kopf geschüttelt und meinte er weiß jetzt wo seine Eltern sind:“ Sie sind irgendwann einfach nicht mehr nach hause gekommen, hier im Süden passiert das häufig, weißt du? Ich dachte sie hätten die Stadt verlassen und mich einfach hier vergessen aber die Schweine müssen sie haben!“ Mit einem weinenden Jungen kann ich nichts anfangen also wollte ich wieder in meinen Unterschlupf im Westen aber auf der Straße war die Hölle los.Überall sind Gangs unterwegs, zu Fuß und mit Motorrädern. Die Obdachlosen haben sie in Ruhe gelassen, sie suchen etwas. Ich muss gar nicht fragen was. Nicht dass das schon schlimm genug war ist plötzlich ein streifenwagen aufgetaucht, die haben aber nichts gesucht, dafür waren die zu schnell. Beim Abbiegen flog die hintereTür des Wagens auf und jemand wurde aus dem Auto getreten. Ich konnte das Spektakel geduckt hinter einer Mülltonne sehen, eine Gruppe Gangmitglieder lief auf ihn zu und hat angefangen mit Eisenstangen auf ihn einzuschlagen und auf ihn einzutreten. Eine verdammte Ratte hat neben mir eine Flasche umgeworfen desshalb haben sie mich entdeckt. Jetzt kamen sie auf mich zu, der erste hat mit seinem Bleirohr ausgeholt und dachte anscheinend ich lasse mir einfach das Hirn raus prügeln. Nur ein Schlag und ich konnte seinen Kiefer knacken hören bevor er zusammenbrach, das Bleirohr gehört jetzt mir. Das habe ich dem zweiten direckt in den Bauch gerammt und als sich dieses halbstarke Arschloch zusammengekrümmt hat damit seinen Hinterkopf zertrümmert. Die anderen sind dann schnell abgehauen. Im Hintergrund hat der Kerl der aus dem Streifenwagen gestoßen wurde angefangen sich aufzurichten. Es war ein junger Cop und vor kurzem war er wohl noch fein rausgeputzt, aber jetzt sah er ziemlich mitgenommen aus, auf seiner Uniform stand Leo. Ein rechtschaffener junger Cop könnte diesem korrupten Haufen hier sicher ziemliche Probleme machen also haben sie ihn hier unten kurzerhand entsorgt. Ich werde mich sicher nicht mit einem Bullen zusammen tun aber ich habe ihm erklärt wo ungefähr das Gefängnis liegt, nicht aber dass ich vor ein paar tagen erst dort ausgebrochen bin, obwohl er das an meinen Klamotten sicher sehen konnte.“ Wenn sie dich nicht für einen flüchtigen halten und direkt erschießen werden sie dir helfen.“ Mit den Worten habe ich mich umgedreht und ihn stehen lassen. Mir bleibt heute nacht nichts anderes übrig als wieder in Brians Garage zu bleiben also bin ich wieder zurück. Wieder bei Brian ist mir sofort der dunkelrote Cadillac aufgefallen der jetzt in der Mitte der Garage steht und die Vorhänge die zur Seite gezogen sind und Brian, der irgendwas auf die Rücksitze von dem funkelden, roten Wagen gelegt hat. „Was hast du vor, Junge?“ Brian hat sich zu mir umgedreht und mich mit seinem knallroten Gesicht und den dicken roten Augen angesehen und meinte:“ Meine Eltern sind nicht abgehauen und haben mich vergessen! Ich gehe jetzt in die Sperrzone!“ Als ich um den Wagen gegangen bin konnte ich sehen dass der frühere Besitzer den wohl neu gekauft und dann zurückgelassen hat, in dieser Stadt hat man wohl wirklich mal gut verdient. Auf der Rücksitzbank lagen jetzt ein fetter Bolzenschneider und ein Vorschlaghammer! Ich hab den Jungen geschüttelt und angeschrien, sein Plan war totaler Blödsinn, wenn man es überhaupt einen Plan nennen kann. Er hat nicht locker gelassen also hab ich ihm angeboten dass wir die Anlage erstmal auskundschaften und dann einen vernünftigen Plan machen wie wir da rein kommen. Den heutigen Tag müssen wir aber erstmal aussitzen, morgen sehen wir dann was wir rausfinden. Brian ist gerade hinter mir aufgetaucht und hat mir beim schreiben zugesehen, erst war ich sauer aber dann hat er mir erzählt dass er gar nicht lesen kann. Klar, hier in den Slums gibt es kein Schulsystem und schon gar nicht wenn man keine Eltern hat. Langsam tut mir der Junge echt leid, mal sehen was wir rausfinden können.

TAG 4

Ich habe Brian gestern versprochen dass wir uns ansehen wie wir in die Sperrzone kommen also haben wir damit heute angefangen. Der Junge hat wirklich einen Haufen fahrbereiter Autos hier unten, zum Glück, denn nach dem Kombi suchen sie und diese rote Sportlimousine ist viel zu auffällig! Stattdessen waren wir in einem ranzigen, blauen Kleinwagen unterwegs. Trotzdem hat Brian jeden Schleichweg benutzt denn die Gangs bedrängen und kontrollieren alles was sich auf den Straßen bewegt, hoffentlich suchen die bald woanders. Nachdem wir das Auto in einer Gasse versteckt haben sind wir über die Feuerleiter auf eines der Dächer geklettert und haben alles gescant was uns vor die Augen kam. Zwei gelangweilte Wachen stehen vor einem massiven Tor, zeitweise hatten die ihre Gewehre gegen die Wand gelehnt und haben sich beim rauchen unterhalten. Brian hätte sie am liebsten in dem Moment angegriffen aber im Innenhof gibt es noch mehr von denen. Einige wirken angespannt. Nur in das Gebäude hineinsehen konnten wir nicht von dort, morgen beobachten wir die Anlage von einem anderen Dach aus denn wir müssen wissen was in dem Gebäude ist und wie man das verdammte Tor aufmacht.

TAG 5

Wie geplant lagen wir heute wieder auf einem Dach und haben das Sperrgebiet beobachtet aber in das Gebäude sehen konnten wir von dort aus auch nicht. Irgendwann kam ein Streifenwagen angerollt und das Tor hat sich geöffnet nachdem der Fahrer die Hand gehoben hat, mit einem kleinen Plastikteil in der Hand. Das Tor geht also per Fernbedienung auf, wenn wir wirklich da rein wollen brauchen wir so eine Fernbedienung! Auf der Rückfahrt haben wir uns unterhalten, Brian hat erzählt dass er erst 11 Jahre alt war als seine Eltern verschwunden sind. Er saß eine ganze Woche allein zu Hause und hat alles gegessen was noch da war, dann sind Leute eingebrochen und er ist durch ein Fenster abgehauen und in die Tiefgarage geflüchtet, seitdem Lebt er dort unten. Ich habe ihm ein Bisschen vom Alltag im Knast erzählt: Die meiste Zeit eingepfärcht, Hofgang, Geschäfte machen und die Augen überall, zu jeder Zeit. Zurück in den Slums hat Brian mich mit in den Innenhof genommen, auf meiner Karte ein heller, freundlicher Ort mit saftigem Rasen und Blumenbeeten aber tatsächlich ist nur noch Match überall. Wäscheleinen sind von Haus zu Haus gespannt, die Leute stehen hier und da in kleinen Gruppen, überall liegen Essensreste auf dem Boden und zwischen dem ganzen Chaos laufen Hühner rum und picken an den Essensresten. In einer Ecke stand ein alter Mann und hat auf einer löchrigen Tonne Hühnchen gebraten. Brian ist zielstrebig auf ihn zu und hat eine Flasche von seinem selbstgebrannten Schnapps gegen zwei fettige Hühnerschenkel eingetauscht. Voller freude über den Schnapps hat der Alte uns die Hühnerschenkel eingewickelt in altes Zeitungspapier übergeben und wir haben uns auf eine Treppe gesetzt und gegessen. Beim Essen habe ich die Leute um uns herum beobachtet, wie sich einige Gruppen einfach unterhalten, andere Tauschgeschäfte machen und immer wieder jemand bei der Hähnchentonne Essen holt. Durch den Ausgang aus dem innenhof konnte ich Gangpatrullien sehen, aber hier drinnen ist es friedlich. Morgen beobachten wir weiter die Sperrzone, hoffentlich können wir bald sehen was sie in dem Gebäude bewachen.

Tag 6

Wieder lagen wir auf einem verdammten Dach und haben die Sperrzone beobachtet, heute waren ein paar Bonzen da Zwei kamen mit prozigen Autos, drei andere kamen aus der U-Bahn. Die Wachen waren natürlich in höchster Alarmbereitschaft, dies Heuchler waren total entspannt nachdem die Bonzenärsche im Gebäude verschwunden sind. Auf dem Weg zurück zum Auto konnten wir Motorräder hören und beim wegfahren haben sie uns gesehen. Brian ist direkt durchgestartet und hat uns von da weg gebracht aber das wa viel zu einfach, die wollten uns gar nicht folgen da bin ich mir sicher. Jetzt wissen sie genau dass jemand dort rumschlecht. Wir müssen die Sache erstmal auf Eis legen, wenn wir einfach weiter machen kriegen sie uns. Hoffentlich verschwinden die Gangs bald, bei dem Krach kriege ich sonst kein Auge zu.

Dieser verdammte Kindskopf, das waren keine normalen Überfälle wie sonst, sie wollten uns unbedingt und haben jeden gefoltert und ausgefragt den sie gesehen haben! Als ihr Gebrüll immer dichter kam mussten wir nachsehen was da draußen los war. es sah fast aus wie bei einem verdammten Bürgerkrieg, diese Arschlöcher haben auf jeden eingeschlagen und wollten wissen wer mit den Autos fährt, wir standen an der Treppe zum Innenhof und dann haben sie uns entdeckt. Ich habe Brian am Arm gepackt und dann sind wir gerannt aber der Junge hat sich losgerissen und wollte mit einem seiner Autos abhauen, er kam nicht einmal bis zur Treppe. Als ich gesehen habe dass sie ihn haben dachte ich sie schlagen ihm den Schädel ein aber sie haben scheiß Witze gemacht und ihn lachend mitgenommen. Ich hatte keine Wahl als wegzulaufen und jetzt hocke ich hier in diesem stinkenden Müllcontainer. Die Schreie haben aufgehört aber sie sind noch hier, wenn die Sonne aufgeht mache ich mich auf den Weg in die Garage und dann gehe ich den Jungen holen.

TAG 7

Ich hatte gehofft ich kann ein Auto nehmen aber ich musste ins Zentrum laufen. Die Bastarde haben die Garage abgefackelt, das ganze Mehrfamilienhaus steht lichterloh in Flammen und die Bewohner der Slums versuchen mit allem was sie haben den Brand zu löschen. Ich habe eine Glasscherbe vom Boden mitgenommen und bin in die Innenstadt wo sich 2 von den Bullen gerade Schutzgeld von einem der Läden eingesteckt haben. Die Pisser haben mich nicht mal kommen sehen als ich von hinten auf sie zu gelaufen bin. Den ersten habe ich von hinten an der Stirn gepackt und ihm die Scherbe in den Hals gerammt und dann seine Dienstwaffe aus dem Holster gezogen. Der andere hat noch zitternd versucht seine Waffe zu ziehen aber ich war viel schneller, ich hab ihm in die Knie geschossen und wollte von ihm wissen ob der Junge noch lebt. “ Er ist so gut wie tod, sie bringen ihn zur Kulisse.“ Das waren seine letzten Worte denn daraufhin hab ich auf seinen Schädel eingetreten bis davon nichts mehr übrig war. Sein Hirn hat sich auf dem ganzen Gehweg verteilt. Die gesamte Nachbarschaft stand auf der Straße und an ihren Fenstern, niemand hat geschrien, niemand ist geflohen oder hat Hilfe geholt, sie haben einfach zugesehen. Ich bin mit beiden Waffen zum Streifenwagen und mit Vollgas richtung Industriegebiet und jetzt sitze ich hier im Wagen. Das Tor ist um die Ecke, ich muss mich beruhigen, wenn ich einfach durchfahre kriegen sie mich und tod bin ich dem Jungen keine Hilfe. Die Fernbedienung für das Tor liegt hier im Auto aber ich muss die Wachen vor dem Tor loswerden. Das hier ist vielleicht mein letzter Eintrag, ich komme mit dem Jungen wieder raus oder gar nicht!

Die Wachen vor dem Tor waren kaum ein Hindernis, ich habe einen rostigen Bolzen aus dem Dreck aufgehoben und mir ein altes Kabel gegriffen. Der Bolzen ist auf der anderen Straßenseite gelandet und beide haben sich umgedreht. Ich hab dem ersten der beiden das Kabel um den Hals gelegt und zugedrückt, nichts als ein jämmerliches Röcheln und dann das Geräusch von knackendem Knorpel. Der andere hat sich im letzten Moment umgedreht, das Messer von seinem Kumpel zwischen den Rippen direkt in die Lunge habe ich ihm den Mund zugehalten und ihn an die Wand gedrückt bis das Keuchen verstummt ist und seine Augen leer waren. Mit den Wachen aus dem Weg bin ich mit dem Steifenwagen auf den Hof gerollt wie es die Bullen auch getan haben. Die Wachen im Hof haben nichts bemerkt bis ich ausgestiegen bin und mit den Sturmgewehren ihrer toten Kollegen das Feuer eröffnet habe. Nachdem die Waffen verstummt sind war ich der einzige auf dem Hof der noch am Leben war, ich habe mich umgesehen und zwischen den Bonzenkarren an der Mauer einen vertrauten Wagen entdeckt, jetzt wollte ich Brian erst recht finden. Ich bin durch die Massive Eisentür und stand in einem Labyritnth aus Barrieren. Oben in einem Raum mit riesiger Glasfront standen die Bonzen und haben champangner schlürfend zugesehen wie die Gangs die Menschen die verschwunden sind mit Stahlketten, Eisenstangen und Macheten jagen, überall Kameras. Sie streamen ihre Menschenjagd ins Darknet! Ich habe auf ihre Glasfront geschossen aber die Schweine verstecken sich natürlich hinter dickem Panzerglas. Daraufhin sind die Feiglinge abgehauen, dann bringe ich das Finale eben direkt in ihr Wohnimmer. Einige Gangmitglieder sind abgehauen, andere haben versucht mich anzugreifen. Ich habe Brian kauernd hinter einem Fass gefunden und ihn auf die Beine gezogen. Wir sind raus auf den Hof und ich sagte ihm:“ Du hast gesagt du musst nie laufen oder? Dann fahr uns hier raus!“ Er hat meine Geeste verstanden nach rechts zu sehen und ist fast zusammengebrochen als er seinen Cadillac dort an der Wand geparkt gesehen hat. Wir sind jetzt auf dem Weg in den Norden, sein Cadillac ist wirklich ein Meisterwerk. Der getunte V8 schreit unaufdringlich im Hintergrund, während uns der Wagen bei jeden Gasstoß in die Sitze presst. Brian wendet den Blick nie von der Straße ab, er soll mich oben aussteigen lassen und dann endlich aus dieser Stadt verschwinden, während ich zu ende bringe was ich unten in ihrer „Kulisse“ angefangen habe.

EPILOG

Mein Name ist Toby, ich wohne mit meiner Mutter im Zentrum der Stadt. Brian ist mein bester Freund. Vor ein Paar Wochen stand er plötzlich nachts vor meinem Fenster. Er sah aus als hätte er einen Geist gesehen und sagte er muss verschwinden. Als ich ihn fragte was los ist gab er mir dieses Tagebuch und als er sich umdrehte um zu gehen konnte ich sehen dass er seinen geliebten Cadillac fuhr, er hatte immer davon geschwärmt dass der Wagen sein Meisterstück sein wird wenn er fertig ist. Ich wollte natürlich wissen was das für ein verschmiertes Buch ist und wo er es gefunden hat, er sagte:“ Jack hat es auf meinem Beifahrersitz hinterlassen, oder er hat es verloren, ich weiß nicht.“ Als ich dann fragte wer Jack ist sagte er nur noch:“ In seinem Tagebuch steht bestimmt alles was du wissen musst. Ich muss gehen, es tut mir leid aber wir sehen uns wieder Toby, versprochen!“ Dann stieg er in sein geliebtes Meisterwerk und raste in Richtung Stadtgrenze davon. Brian war immer der furchtlose von uns, ich vermisse ihn schrecklich aber er hat mir versprochen dass wir uns wieder sehen und bisher hat er immer sein Wort gehalten. Ich habe Jack´s Tagebuch mehrere Male gelesen und hatte mich gefragt ob es Berichte über seinen Ausbruch gibt und habe nachgeforscht. Tatsächlich habe ich einen Artikel gefunden in dem es heißt dass ein verurteilter Schwerverbrecher ausgebrochen ist und eine blutige Spur des Terrors in der nächstgelegenen Stadt hinterlassen hat bevor er von einer Spezialeinheit gestellt werden konnte. Er wurde in die Haftanstalt zurückgebracht und in die Hochsicherheitsabteilung verlegt. Sie stellen Jack als einziges Monster dar aber in seinem Tagebuch steht die Wahrheit, das weiß ich jetzt. In der Stadt verschwinden immernoch Menschen und die Sperrzone ist nun viel stärker bewacht als bisher. Sie drehen weiter Filme in ihrer Kulisse und das Gesetz hält sie hier nicht davon ab.

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