SCP-108 – Extradimensional Nasal Cavity (Extradimensionale Nasenhöhle)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-108
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Betreuung statt Verwahrung. Die Trägerin wohnt in einem kleinen Zimmer, in dem auf ihren Wunsch eine alte Registrierkasse steht. Abgeschlossen wird es nie. Begründung: Von ihr geht keine Gefahr aus. Sie ist der einzige bekannte Zugang zur Halle, und ein Zugang, der mitarbeitet, ist mehr wert als einer, der sich sträubt.
- Filter jede Woche. Vor der Öffnung, durch die Luft aus der Halle in ihre Atemwege gelangt, sitzt ein Filter. Seine Teile gehen einzeln durch das Nasenloch und werden drinnen von einem Greifarm zusammengesteckt. Begründung: Die Sonde misst in der Halle Schimmelsporen und feinen Staub. Sie atmet die Luft eines lange verschlossenen Massengrabs. Die Lungenentzündungen, mit denen alles anfing, sollen sich nicht wiederholen.
- Jeden Morgen untersuchen. Lunge, Atemwege, Temperatur.
- Nichts ohne Liste. Jeder Gegenstand, der durch ihre Nase geht, wird einzeln erfasst und gegengezeichnet. Begründung: Die Halle ist nur zum Teil erkundet. Was darin verloren geht, holt so schnell niemand zurück.
- Offene Aufträge. Geprüft wird, ob sich die Halle als Notfallarchiv eignet; Speicherkarten passen durch ein Nasenloch. Gesucht wird, wo die Anlage wirklich liegt und ob sich der Eingang verlegen lässt. Begründung: Ein Archiv, das ohne sie niemand erreicht, ist sicher, solange es ihr gut geht.
Beschreibung:
Was die Trägerin riecht, kommt nicht aus dem Raum, in dem sie sitzt. Es riecht für sie überall gleich, kalt und abgestanden, und ihr ist davon übel, seit ihr bei einem Missgeschick ein kleiner Eisennagel in die Nase geraten ist. Dabei atmet sie ganz normal, und Schnäuzen ändert nichts.
Der Grund ist eine Umleitung. Was von außen in eines ihrer Nasenlöcher gelangt, kommt in einer unterirdischen Halle an. Was die Halle wieder verlässt, landet in ihrer echten Nasenhöhle und nimmt von dort den gewohnten Weg. Jeder Atemzug macht also einen Umweg von wenigen Zentimetern durch eine Anlage von etwa zwei mal vier Kilometern.
Der Durchgang mündet im großen Hallentor. Die erste Leuchte, die die Sonde dort zusammensetzte, zeigte zahlreiche stark verweste Leichen: Soldaten, Funktionäre, Hitlerjungen, Zivilisten. Dazwischen liegen Werkzeug vom Band und Spuren eines Gefechts; die Foundation schließt auf einen Aufstand der Zwangsarbeiter, bei dem die Bewacher getötet wurden. Einige Leichen zeigen Spuren von Kannibalismus. Erst die nächste Leuchte erreichte das Band. Dort stehen Rümpfe der ersten deutschen Düsenjäger vom Kriegsende in jedem Baustadium, kaum einer flugfertig.
Von innen ist der Durchgang eine schwarze, nachgiebige Fläche, die fast alles Licht schluckt. Zwei kleine Löcher darin haben die Form von Nasenlöchern. Durch eines kam die Sonde herein. Am anderen nahm der Greifarm einen Abstrich: Schleimhaut mit ihrem Erbgut.
Aufgefallen ist die Trägerin, als ein Facharzt wegen wiederkehrender Lungenentzündungen in ihre Nase sah und statt Gewebe nur Schwärze fand. Die Foundation fing die Klinikunterlagen ab; bei der Bergung wurden beide behandelnden Ärzte, elf Klinikmitarbeiter und zwei Unbeteiligte getötet. Früher saß sie an der Kasse eines kleinen Eisenwarenladens in einer amerikanischen Kleinstadt.
Anhang:
Anhang 108-1: Durchgangsliste, geführt von der Trägerin (Auszug)
Pos. 1: Sonde mit Kamera und Greifarm. Zurück: ja.
Pos. 2–10: Leuchte, in Einzelteilen. Drinnen zusammengesetzt. Brennt.
Pos. 23–28: Filter, sechs Teile. Alter Filter zurück: ja.
Pos. 41: Speicherkarte, ein Stück, Inhalt: ██████████. Zurück: nein, bleibt drin.
Vermerk der Betreuung: Die Trägerin führt diese Liste seit ihrer ersten Woche im Standort, nach eigener Aussage anfangs aus Misstrauen, inzwischen aus Gewohnheit, „wie früher an der Kasse“. Zweimal hat sie der Technik eine Abweichung von der Liste gemeldet.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-108 von thekit aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-108) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-108
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