SCP-150 – Ship of Theseus (Der Prosthesen-Parasit)

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STRENG GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-150
Objektklasse
Keter
Freigabestufe
4/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
06.11.2026

Warnung: Diese Akte ist ab Freigabestufe 4 zugänglich. Jeder Zugriff wird protokolliert.

SCP-150 – Ship of Theseus (Der Prosthesen-Parasit)
Abb. 1: SCP-150

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

Patienten mit SCP-150 werden einzeln in biologischen Sicherungszellen der Stufe 3 verwahrt. Kulturen liegen in vakuumdicht verschlossenen Glasbehältern im Labor von Standort 42. Jede neue Probe und jeder Kontakt folgt den festgelegten Verfahren für ansteckende Organismen. Außerhalb der Sicherung gefundene Instanzen werden nach der Originalakte vernichtet. Das gilt besonders, weil Nachkommen über Atemvorgänge verbreitet werden können, bevor der Wirt die Veränderung erkennt. Die Keter-Klasse ergibt sich aus der fortschreitenden Besiedlung, der Verteilung im Körper und dem Umstand, dass infizierte Personen häufig keine ablehnende Haltung gegenüber der eigenen Veränderung zeigen. Die Unterbringung muss deshalb die Person und ihre Umgebung berücksichtigen, auch wenn sie normal sprechen und handeln kann. Ein gewöhnlich wirkender Verlauf schließt weder die tiefgreifende Gewebeumwandlung noch weitere Übertragung aus.

Beschreibung:

SCP-150 ähnelt einer parasitischen Assel. Nach Kontakt mit einem Menschen dringt sie in Gewebe ein und ersetzt zunächst einen nahen Körperteil. Innerhalb etwa einer Woche kann daraus ein belastbarer, chitinartiger Abschnitt werden, den die betroffene Person weiterhin steuern kann. Das vom Parasiten gebildete Gewebe verbindet sich mit Nerven und wird vom Körper nicht wie ein Fremdkörper abgestoßen. Während der folgenden Tage legt SCP-150 zahlreiche Eier in den Blutkreislauf. Nur wenige Nachkommen überstehen die Abwehr des Wirts, doch sie besiedeln weitere Organe. Gelangen sie in die Lunge, können Eier auch mit Husten verbreitet werden. Schließlich kann das gesamte zentrale Nervensystem aus kleinen SCP-150-Instanzen bestehen. Trotz dieser Veränderung bleiben Bewusstsein und Verhalten oft erstaunlich stabil. Der Anhang prüft, wie weit diese Stabilität reicht. Bei einer vollständig betroffenen Person wurden Teile des anomalen Nervengewebes entnommen; ihre Antworten verlangsamten sich. Nach Einsetzen von Gewebe eines zweiten Wirts antwortete sie wieder schneller, machte aber einzelne andere Angaben. In einem weitergehenden Versuch ersetzte das Forschungsteam das gesamte Gehirngewebe durch das des zweiten Wirts. Danach nannte die erwachte Person dessen Namen und zeigte Merkmale seines Verhaltens. Der Versuch legt nahe, dass nicht nur Körperfunktionen, sondern persönliche Erinnerung und Identität in der parasitischen Struktur liegen können. Der sichtbare Text beweist jedoch nicht, dass jedes infizierte Individuum auf dieselbe Weise austauschbar ist. SCP-150 ist damit mehr als eine Krankheit mit sichtbaren Veränderungen: Es kann einen Wirt biologisch übernehmen, ohne dass dessen Alltag sofort deutlich anders wirkt.

Entdeckung und Bergung:

Ein genauer Erstfund wird im sichtbaren Artikel nicht genannt. Er dokumentiert die Sicherung von Patienten und Kulturen sowie Versuche zur Umwandlung des Nervensystems.

Anhang:

Die im Original vermutete Selbstbefruchtung des Parasiten ist nicht bestätigt. Das Experiment mit übertragenem Nervengewebe ist ein Einzelfall und keine allgemeine Regel für Identität.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-150 von The Raven, A Random Day, and Decibelles aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-150) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-150. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-150

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