MittelMysterieTod

Wie aus einem Alptraum

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

Als Amanda aus ihrem Schlaf erwachte, war die Sonne bereits aufgegangen. Leicht benommen rieb sie ihre Augen und streckte sich die restliche Müdigkeit aus den Knochen, bevor sie aus dem Auto ausstieg. Auf dem Nebensitz schlief noch ihr kleiner Bruder Louis tief und fest, der sein Lieblingsstofftier umklammert hielt. Eine lange Autofahrt lag hinter ihnen. Über Nacht sind sie von Kalifornien bis in den Norden nach Washington gefahren, um hier an einem menschenleeren Fleck anzukommen. Das Rauschen der Wellen, die an der felsigen Küste brachen, lag in der Luft, sowie die Böen in den Ästen der Kiefern zu hören war. Amanda wusste nicht, wo sie war. Das Grundstück, ein mit Tannen und Kiefern bewaldetes Gebiet, war ihr fremd womit sie das Auto umrundete und über einen angrenzenden Heckengarten bei einem Haus ankam. Es war ein großes Haus. Ein moderner Bau aus Glas und Holz. Weil der Haustürschlüssel im Schloß noch steckte und die Tür geöffnet war, trat Amanda in das Haus ein. „Dad!&#8220…

Als Amanda aus ihrem Schlaf erwachte, war die Sonne bereits aufgegangen. Leicht benommen rieb sie ihre Augen und streckte sich die restliche Müdigkeit aus den Knochen, bevor sie aus dem Auto ausstieg. Auf dem Nebensitz schlief noch ihr kleiner Bruder Louis tief und fest, der sein Lieblingsstofftier umklammert hielt. Eine lange Autofahrt lag hinter ihnen. Über Nacht sind sie von Kalifornien bis in den Norden nach Washington gefahren, um hier an einem menschenleeren Fleck anzukommen. Das Rauschen der Wellen, die an der felsigen Küste brachen, lag in der Luft, sowie die Böen in den Ästen der Kiefern zu hören war.

Amanda wusste nicht, wo sie war. Das Grundstück, ein mit Tannen und Kiefern bewaldetes Gebiet, war ihr fremd womit sie das Auto umrundete und über einen angrenzenden Heckengarten bei einem Haus ankam. Es war ein großes Haus. Ein moderner Bau aus Glas und Holz. Weil der Haustürschlüssel im Schloß noch steckte und die Tür geöffnet war, trat Amanda in das Haus ein. „Dad!“ rief sie, ohne jedoch eine Antwort zu bekommen. Mit kindischem Entdeckungsdrang lief sie dann durch Flure und Zimmer, mit der Absicht, ihren Vater zu finden. Doch Der war weder im Obergeschoß noch in dem großen Wohnzimmer, von dem man den weiten Horizont des Pazifiks sehen konnte. Ihr Vater war nämlich im Rosengarten. Und dort schaufelte er in diesem Moment ein langes Loch aus, für etwas, das mit einer Decke zugewickelt war.

Nachdem sich der Tag dem Ende zuneigte und der Abend allmählich eintrat, saßen alle zusammen bei Tisch und aßen Spaghetti mit Spinatsauce. Am Tisch wurde wenig gesprochen, womit eine betrübte Atmosphäre herrschte. Dabei hatte Amanda eine Frage, die ihr auf der Zunge brannte:

Warum hatte ihr Vater sie und Louis mitten in der Nacht abgeholt?

Eigentlich hätten sie das Wochenende über bei ihrer Großmutter verbringen sollen. Doch dann tauchte ihr Vater plötzlich auf. Er war in solch einer konfusen Verfassung, mit schwitzendem Gesicht und zittrigen Händen, sodass Amanda von seiner Erscheinung Angst bekam. Mit einer knappen Begründung gegenüber der Großmutter nahm er dann hastig Amanda und Louis mit dem Auto mit und fuhr mit ihnen die ganze Nacht über zu diesem fremden Haus. Und Amanda wollte nun Antworten wissen.

„Dad, wo sind wir hier?“, fragte sie und stocherte mit der Gabel lustlos in ihren Nudeln herum. „An einem Ort, weit weg von Zuhause“, antwortete ihr Vater mit bekümmerter Stimme. „Das Haus gehört einem Freund von mir und er hat uns erlaubt, dass wir für eine bestimmte Zeit hierbleiben können“. „Aber wie lange bleiben wir denn hier?“, hakte Amanda nach. Ihr Vater schüttelte den Kopf. „Das weiß ich nicht… wollen wir hoffen, dass es nicht so lange dauert. Jedenfalls musst du nicht zur Schule und Louis braucht auch nicht in den Kindergarten zu gehen. Ich passe in der Zeit solange auf euch auf“. Amanda wusste, dass ihr Vater ihr etwas verheimlichte, doch wusste sie nicht wie sie ihn dazu bringen konnte, es ihr zu verraten. „Dad, ich will wieder nach Hause“, sagte Amanda. „Das weiß ich mein Schatz, aber das geht leider nicht. Wir müssen hierbleiben“. „Warum geht es nicht?“, entgegnete Amanda. Doch ihr Vater hatte sich vorgenommen kein Wort über den Grund ihres überstürzten Unternehmens zu verlieren. „Amanda iss jetzt bitte deine Nudeln“. „Aber Dad!“. Dann verlor ihr Vater die Beherrschung und schlug mit der Faust auf den Tisch. „Amanda bitte! Streite jetzt nicht mit mir! Du musst dich damit abfinden, dass wir nunmal hier sind. Wir alle müssen uns damit abfinden, also belass es jetzt dabei“. Von dem strengen Ton ihres Vaters konfrontiert, stand Amanda auf und lief in ihr Zimmer.

Als sich der Nachthimmel mit Gewitterwolken verdunkelte und die Kinder bereits schliefen, schenkte sich der Vater ein Glas voll mit Scotch ein und führte ein Telefonat mit seinem Bruder. Im Gegensatz zu seinen Kindern nahm er diesmal jedoch kein Blatt vor dem Mund und erzählte seinem Bruder alles. Von der gestrigen Nacht, von Viola und von jener Person, die er geglaubt hatte gesehen zu haben, doch sein Bruder glaubte ihm die Geschichte nicht. Er solle sich beruhigen, hatte sein Bruder gesagt. Desweiteren solle er die Polizei benachrichtigen, wenn die Lage wirklich derart ernst war. Doch genau dieses Unverständnis seines Bruders machte ihn wütend: „Soll ich Sie etwa wieder ausgraben und dir ein Foto von ihr schicken ?!“, sprach er mit lauter Stimme. Doch im nächsten Moment hatte er einen nützlichen Einfall. Er brauchte ein Foto, als Beweismittel. „Beruhig dich Henry. Ich will dir nur helfen. Doch versuch dich doch mal in meine Lage zu versetzen. Ich kann dir deshalb nur…“. Der Vater lies seinen Bruder aber nicht ausreden und legte auf. Dann trank er den restlichen Scotch aus und blickte über die Veranda nach Draußen. Er schwirrte in Gedanken, ob er alles richtig gemacht hatte und sie in diesem Haus sicher waren. Dann zuckte ein Blitz am Himmel. Ein Gewitter wird bald über sie hereinbrechen.

„Amanda!“. Amanda wachte erschrocken auf, da jemand ihren Namen mit flüsternder Stimme rief. Zuerst dachte sie an eine Einbildung, doch dann erklang erneut ihr Name, der mit flüsternder Stimme gerufen wurde. „Amanda!“.“Hallo?“, rief Amanda in die Richtung der Tür, die halboffen stand. „Dad ?“. Sie blickte zum Bett, in dem Louis lag, doch war ihr Bruder nicht wach und schlief tief und fest. „Komm zu uns Amanda!“. Amanda stand auf und spickte über den Türrahmen in den Flur, wo jedoch niemand zu sehen war. Also lief sie zum Zimmer ihres Vaters, doch auch dort traf sie auf ihren Vater, der in seinem Bett schlief.

„Komm zu uns Amanda!“, wiederholte die geisterhafte Stimme. „Dad wach auf!“, sprach Amanda besorgt und rüttelte an der Schulter ihres Vaters um ihn aufzuwecken. Doch so sehr sie auch versuchte ihn aufzuwecken, schlief ihr Vater weiterhin tief und fest. Blitze zuckten am Himmel und belichteten den Flur, den Amanda vorsichtig entlang schlich. Doch als sie die Treppe nach Unten nehmen wollte, traute sie ihren Augen kaum. Denn im unteren Stockwerk standen Menschen herum. Viele Menschen, die nur zu ihr nach Oben herauf starrten. „Komm zu uns Amanda!“, sprach die Menge mit einer einzigen flüsternden Stimme. „Woher kommt ihr?“, fragte Amanda, als darauf lauter Donner ertönte und den Traum zusammenbrechen lies. Mit schwitzendem Gesicht schreckte Amanda somit in ihrem Bett auf, in dem sie sich zur Ruhe kommend wieder an ihre Umgebung orientierte. Dieser Traum war äußerst realistisch dachte sie sich, als sie zum Fenster ging und die vielen Baumwipfeln beobachtete, die durch die Kräfte der Böen durchgerüttelt wurden. Dann blickte sie zum Himmel. Sie hatte mit Nichts gerechnet, als sie plötzlich Zeuge eines fremdartigen Phänomens wurde.

„Dad ?“. Ihr Vater schreckte auf, als er aus der Stille heraus von Amanda erschreckt wurde. Sie stand am Türrahmen und ihre Augen waren wie bei einem Schlafwandler geschlossen. „Schatz, was ist denn?“. Amanda zeigte in den Flur. „Louis ist aufgewacht und ist nach Draußen auf die Veranda gegangen“. Sofort stieg ihr Vater aus dem Bett heraus und lief nach Unten zur Veranda. Dort war die Glastür nach Draußen geöffnet, doch Louis war nicht zu sehen. Der Vater ahnte Schlimmes, wo Louis hingegangen sein könnte und als er durch den Rosengarten lief und bei der Stelle ankam, wo das Grab war, erstarrte er voller Furcht. Denn am Grab, das nun freigeschaufelt war, waren seine beiden Kinder anwesend. Zwischen ihnen stand, wie ein Lebender, der Leichennahm, den der Vater mit einer Decke zugedeckt hatte. „Hab keine Angst Daddy. Das ist nur Viola“, sagte Amanda und zog an der Decke. „NICHT !“, schrie ihr Vater, doch es war schon zu spät. Der Körper wurde offen gelegt und offenbarte einen Anblick, dessen Gesicht wie vor einem Schrei schrecklich festgefroren war und an der Stelle in der Brust ein Loch klaffte, wo Violas Herz sein sollte. Der Vater schrie auf, doch auch er erwachte darauf aus dem Albtraum und fand sich im nächsten Moment in seinem Bett wider.

Der Alkohol war noch nicht vollständig neutralisiert worden, sodass er seine Hände an die Stirn presste und sich im Bett wälzte. Es war Mitternacht und als ein Blitz das Schlafzimmer erhellte, konnte der Vater Amanda erkennen, die im Schlafanzug gekleidet am Türrahmen vor dem Zimmer stand. „Amanda! Was machst du denn hier?“. „Dad, draußen ist irgendwas“, sagte sie und zeigte dabei auf die große Glaswand des Schlafzimmers. Doch außer Bäumen, die sich im böigen Wind wiegten, war nichts Sonderbares zu sehen, womit der Vater Amanda an die Hand nahm und mit ihr zusammen in ihr Zimmer ging. Doch als er sie zudecken wollte, trat am Himmel wieder jenes Phänomen ein, das Amanda zuvor gesehen hatte. Es waren sechs Blitze, die aus einem zentralen Punkt heraus erzeugt wurden und sich radial nach Außen entluden.

Dies war kein Naturphänomen. Es hatte sie tatsächlich gefunden. Und wenn sie nicht schnellstens darauf reagieren, könnten sie in großer Gefahr stecken.

Der Vater handelte schnell, weckte Louis auf und nahm ihn auf die Schulter. Dann nahm er Amanda an die Hand und lief mit beiden über die Treppe nach Unten. Dort schnappte er sich den Autoschlüssel, der in einer Schüssel lag. Doch direkt vor der Eingangstür schien etwas auf den Vater und seine Kindern zu lauern. Denn kaum als sie sich der Tür näherten, brach und schoss plötzlich eine Hand durch das Türholz, wovon alle drei laut zu Schreien begannen. Somit nahm der Vater mit seinen Kindern den alternativen Weg zum Auto, der über den Heckengarten verlief. Als sie bei ihrem Auto ankamen, zuckte über ihnen erneut das Blitzphänomen am Himmel. Schnellstens stellte ihr Vater den Motor an, während sich die Kinder auf den Rücksitzen angurteten. Dann schwenkte ihr Vater mit quietschenden Reifen den Wagen um, indem er mit einem Pfeiler der Überdachung zusammenstieß. Das Fernlicht belichtete nun jene Gestalt, vor der er sich fürchtete. Sofort erinnerte er sich auch daran, dass er ein Foto brauchte, womit er sein Handy zur Hand nahm und ein Foto knipste. Doch als Amanda und Louis die Gestalt erblickten waren sie verwirrt. „Das ist nicht eure Mutter!“, sprach der Vater und stellte den Vorwärtsgang ein. Dann raste er mit seinen Kindern auf die Ausfahrt zu.

Sie lächelte als sie ihre Kinder sah und trug das Hochzeitskleid, weil sie in diesem Kleid auch beerdigt werden wollte. Doch sie wurde nie beerdigt, da das Flugzeug, welches sie nahm, bei einem Flug über dem Pazifik verschollen war. Theoretisch hätte sie überleben können.

Doch dies wäre dann ein Wunder…

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