SCP-056 – Der Überlegene
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-056
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Kein Angriff, keine Drohung. Wer SCP-056 schaden will, steht danach einer Gestalt gegenüber, die genau ihm überlegen ist. Der bisher einzige Versuch dauerte
- Wache mit Betäubungswaffen. Drei Wachen sind gleichzeitig im Dienst, die Ablösung erfolgt alle vier Stunden. Bewaffnet sind sie ausschließlich mit Betäubungspistolen (Wirkstoff aus der Gruppe der Cyclopyrrolone). Begründung: Eine scharfe Waffe würde nur eine noch stärkere Gestalt hervorrufen.
- Begrenzte Gesprächszeit. Mitarbeitende ab Freigabestufe 1 dürfen mit SCP-056 sprechen, höchstens zwei Stunden am Stück. Wer nach längerem Kontakt auffällig wird, wird psychologisch untersucht und auf einen anderen Standort versetzt.
- Wünsche. Jeder Wunsch wird erfüllt, mit vier Ausnahmen: andere anomale Objekte, Waffen, ein Internetzugang und Geräte zur Verständigung nach außen. Begründung für das Internet: SCP-056 möchte von möglichst vielen Menschen gesehen werden.
- Raum und Wege. Seinen Raum und dessen Einrichtung wählt SCP-056 selbst. Im eigenen Forschungsbereich bewegt es sich frei; Etagen mit Ausgängen bleiben gesperrt. Im Notfall wird es betäubt und, wenn möglich, in seinen Raum zurückgebracht.
Beschreibung:
Wer SCP-056 zum ersten Mal besucht, erlebt fast immer dasselbe. Man betritt den Raum, wendet kurz den Kopf, und als man wieder hinsieht, ist da jemand anderes. Den Wechsel selbst hat noch niemand gesehen: Er geschieht in dem Herzschlag, in dem alle auf etwas Neues schauen, etwa eine Person, die hereinkommt. Auch auf Band entgleitet einem genau diese Stelle jedes Mal.
Das Protokollbuch verzeichnet Gestalten wie diese:
- einen älteren Herrn, als eine Forscherin mit ihrem Reiseschach hereinkam – er gewann jede Partie in weniger Zügen als sie,
- eine Dolmetscherin, die einem Sprachwissenschaftler dessen eigene Mundart fehlerfreier vortrug als er selbst,
- einen sattgrünen, makellosen Farn, nachdem jemand eine kümmerliche Büropflanze im Raum vergessen hatte,
- eine Standuhr, die auf die Sekunde genau ging, als außer einer Wanduhr nichts im Raum hing.
Wer nichts Besonderes mitbringt, trifft meist auf einen jungen Mann, der aussieht, als hätte jemand die Dienstkleidung der Wachen beim besten Schneider der Stadt bestellt. Was SCP-056 am Leib trägt, ist Teil der Verwandlung; eine Waffe oder ein Werkzeug hatte es dabei noch nie in der Hand.
Einmal blieb SCP-056 eine Nacht lang ganz allein, ohne Kamera, nur mit Messfühlern im Raum. Die Waage blieb bis zum Morgen auf null, die Wärmefühler maßen nur Raumtemperatur, und ein Herzschlag war auch nicht zu hören. Seitdem nimmt man an, dass es Zuschauer braucht, um überhaupt da zu sein.
Ein Sprachforscher notierte nach seinem dritten Besuch: Auf ein anderes eingedämmtes Objekt angesprochen, verstummte SCP-056 und wich bis an die Wand zurück. Als er danach bescheiden, fast bittend um eine Kostprobe in einer Kunstsprache bat, die er selbst entworfen hatte, antwortete es fließend – und fügte hinzu, die Grammatik sei „ganz niedlich“. Er verließ den Raum verärgert und meldete sich am nächsten Morgen für einen weiteren Termin an. So geht es den meisten: Sie kommen wieder, obwohl sie jedes Mal schlechter gelaunt gehen. Um einen Internetzugang bittet es ständig.
Entdeckung und Bergung:
Offiziell war es ein Gasunfall im Untergeschoss eines Modehauses. Tatsächlich kamen dort mehr als zwei Dutzend Menschen ums Leben, Einsatzkräfte der Foundation ebenso wie Unbeteiligte, und keiner von ihnen durch Feuer. Was im Raum stand, als es geschah, ist in den Unterlagen nur als ██████████ verzeichnet. Das einzige erhaltene Funkprotokoll legt nahe, dass der Einsatzleiter SCP-056 zuvor im Befehlston angesprochen hatte. Zu dem Zugriff war es gekommen, weil eine Auswertung von Polizeiakten aufgefallen war: Im Umfeld des Modehauses hatten sich Todesfälle und Nervenzusammenbrüche unter den Models gehäuft, und in fast allen Berichten fiel derselbe Name.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-056 von Unknown author aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-056) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-056
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.