SCP-067 – The Artist’s Pen (Der Füller des Künstlers)

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-067
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-067 – The Artist’s Pen (Der Füller des Künstlers)
Abb. 1: SCP-067

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Genug Papier. Vor jedem Versuch liegen mindestens sechzig Blatt bereit. Begründung: Die Sitzung endet erst, wenn das Werk fertig ist, und ein Lebenslauf kann lang werden.
  2. Alles abgeben. Jedes Blatt kommt noch im Versuchsraum in eine nummerierte Mappe und geht an die Forschung. Lebensläufe werden wie Personalakten eingestuft.
  3. Kein Amnestikum. Wer jemals ein Amnestikum erhalten hat, nimmt an Versuchen nicht teil. Begründung: Durchgang 4 der Prüfreihe 067-B.
  4. Kästchen und Korken. SCP-067 liegt in einem mit Filz ausgeschlagenen Holzkästchen, seine Feder steckt in einem Korken. Begründung: Die Feder ist spitz wie eine Kanüle; ein unachtsamer Griff genügt, um sich zu stechen.
  5. Nur im Kästchen. Außerhalb genehmigter Versuche wird SCP-067 nur im Kästchen bewegt. Begründung: Sobald sich Finger um den Schaft schließen, führt SCP-067 den Arm bis hinauf zum Ellbogen.

Beschreibung:

Im Materiallabor fiel SCP-067 zuerst durch seine Tinte auf. Die Analyse ergab Eisengallustinte, von der Füllhalterhersteller abraten, weil ihre Säure Feder und Innenleben rasch zerfrisst. An SCP-067 fand das Labor keine einzige angegriffene Stelle. Ein Schreibautomat zog danach einen ganzen Vormittag lang Probelinien, ohne dass der Strich blasser wurde. Woher die Tinte kommt, klärte auch das Röntgenbild nicht: Im Schaft ist kein Platz für einen Vorrat. Äußerlich ist SCP-067 unauffällig: ein blassgrüner Schaft aus Eichenholz mit einem dünnen roten Längsstreifen, gefertigt zwischen den Weltkriegen von einem deutschen Schreibwarenhersteller. Ein Sturz vom Labortisch blieb folgenlos.

Was er mit seinen Haltern macht, zeigt Prüfreihe 067-B unter Leitung von Dr. Henrike Saalfeld, Standort-19. Alle vier Versuchspersonen waren Freiwillige aus dem Personal, keine hatte eine zeichnerische Ausbildung.

  • Durchgang 1. Laborhelfer, 27 Jahre, nach eigener Aussage „nicht mal fähig, ein Haus zu malen“. Ergebnis: eine Federzeichnung des Versuchsraums mit allen Anwesenden, bis in die Fugen der Bodenfliesen genau.
  • Durchgang 2. Wachmann, 44 Jahre, mit der Anweisung, auf keinen Fall zu schreiben. Er schrieb trotzdem: über einen Sommernachmittag, an dem er als Junge mit seinem Großvater einen Gartenzaun gestrichen hatte, samt dem Namen des Nachbarhunds. Als die Versuchsleiterin das Abbruchzeichen gab, sah er kurz auf, nickte und schrieb weiter. Den Namen des Hundes, sagte er danach, habe er seit dreißig Jahren nicht mehr gewusst.
  • Durchgang 3. Verwaltungsangestellte, 52 Jahre. Ihre Hand schrieb 41 Minuten ohne Pause einen Lebenslauf. Er beginnt mit ihrer Angst vor Rolltreppen und erwähnt erst auf Seite drei eine Vorstrafe wegen Schwarzfahrens, an die sie selbst nicht mehr gedacht hatte. Das Gefühl in der Hand blieb vollständig erhalten. Ihr Kommentar: „Wie beim Tanzen, wenn einer gut führt.“
  • Durchgang 4. Agent, 45 Jahre, der vor Jahren nach einem Einsatz ein Amnestikum erhalten hatte. Die Hand schilderte auf elf Seiten genau diesen Einsatz, und der Agent durchlebte ihn beim Schreiben Einzelheit für Einzelheit noch einmal. Inhalt: ██████████. Die Prüfreihe wurde danach unterbrochen.

Auswertung: Drei von vier baten darum, ihr Blatt behalten zu dürfen. Alle beschrieben es ähnlich: kein Zwang, eher das Gefühl, einem Könner bei der Arbeit zuzusehen und ihm gern die eigene Hand zu leihen. Wer dieser Könner ist und woher er weiß, was seine Halter selbst vergessen haben, ist ungeklärt.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-067 von FritzWillie aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-067) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-067. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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