SCP-093 – Red Sea Object

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-093
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-093 – Red Sea Object
Abb. 1: SCP-093

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Immer auf Spiegelglas. SCP-093 liegt auf einem gewöhnlichen, fest verschraubten Spiegel und ständig im Kamerabild. Die alten Vorschriften zu Beschichtung und Sockel sind aufgehoben (siehe Anhang).
  2. Spiegel stehen still. In ihrer Nähe wird kein Spiegel bewegt, denn sie folgt ihm. Wo sie getragen wird, liegt ein Ersatzspiegel am Boden: Fällt sie, rollt sie dorthin, bevor sie Fahrt aufnimmt.
  3. Kein Durchgang auf eigene Faust. Niemand geht ohne schriftlichen Auftrag hinüber. Wer die Scheibe ohne ihn auch nur anhebt, verliert sofort den Zugang und wird aufs Schwerste bestraft.
  4. Jeder Durchgang muss umkehrbar sein. Er läuft nur mit Videoaufzeichnung, Brustgurt am Seil einer Winde und Kopfkamera am Kabel. Funk ist nur bei Farben erlaubt, mit denen schon jemand drüben war. Mitgegeben werden Licht und Vorrat für mehrere Tage, auch wenn nur eine Stunde geplant ist.

Beschreibung:

Aus dem Dienstbuch des Seilwarts im Spiegelraum:

„Die Forscher führen bei jedem Durchgang zwei Spalten: die Farbe der Scheibe und die Strafakte dessen, der sie trägt. Sie glauben, die Farbe zeige, ob einer bereut. Ich führe die dritte Spalte: Seil.

Heute D-4471, Betrüger. Kaum hält er die Scheibe, wird der zinnoberrote Stein grün wie Kupferpatina. Grün kennen wir. Die eingeschnittenen Ringe und Zeichen sind meist flach, nur einzelne Kerben gehen anderthalb Zentimeter tief; rau ist sie, und doch liegt sie ihm angenehm in der Hand.

Er tritt an den Wandspiegel. Seine Hand geht ins Glas wie in stilles Wasser, dann der Rest von ihm. Mein Seil läuft ruhig ab.

Kabelbild: rote Steinebene unter hellem Dunst, im Boden Kreise, breit wie Straßen. Bei Meter 140 meldet er, es seien die Kreise der Scheibe, und er stehe in einem davon. Bei Meter 212 dreht er sich um: kein Spiegel, nur mein Seil, das in Brusthöhe aus leerer Luft kommt. Er will zurück.

Ich hole ein. Er kommt rückwärts aus dem Glas und legt die Scheibe auf den Tischspiegel. Sie gleitet zur Mitte, wieder rot, und hinterlässt keinen Kratzer.“

Die Ersatzspiegel am Boden gehen auf einen Umbau zurück. Damals fand man die Scheibe auf dem Spiegel im Waschraum, der näher hing als der im Labor; beide waren unversehrt, in der Gipswand davor klaffte ein Loch von ihrer Breite. Erst die Hallenkamera zeigte den Weg dorthin: heruntergefallen, aufgerichtet, elf weite Ovale, jedes schneller als das letzte.

Anhang:

Archivvermerk zur Altakte

Den Durchgang entdeckte ein Missgeschick. Eine Technikerin fotografierte die Rückseite der Scheibe im Wandspiegel, berührte mit der Scheibe in der Hand das Glas, und die Hand verschwand darin. Eigentlich sollte ihr Test nur klären, warum SCP-093 auf einem Spiegel liegen muss. Das wusste niemand mehr; die Altakte verbot sogar Sockel aus gewissen Hölzern. Nebenbei ergab sich: Jeder Spiegel genügt.

Wie die Scheibe zur Foundation kam, ist unbelegt; die Bergungsunterlagen gingen Ende der Achtzigerjahre bei einem Brand verloren. Ungeprüft auch, nach Farben:

  • Blau: kurz, als in einer Forschungseinrichtung ein toter Mitarbeiter gefunden wurde;
  • Rötlich-Orange: eine Phase, in der sie nur bei Forscherinnen zwischen 34 und 41 Jahren summte;
  • Violett, hell: in Gegenwart der Person ██████████;
  • Farbe unbekannt: bei einem Mitarbeiter nach langem Umgang wiederkehrende Niedergeschlagenheit und Schwindel, nie länger als elf Tage.

Als Fundort nennt die Altakte ein Ufer des Roten Meeres; dort soll die Scheibe Ende der Sechzigerjahre gelegen haben, blau wie eine kleine Gasflamme, mit einem Laut wie ein Ausatmen.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-093 von Unknown author, rewritten by NekoChris aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-093) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-093. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-093

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