SCP-137 – The Real Toy (Das echte Spielzeug)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-137
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Ein Zimmer für die Rolle. Die Zelle bleibt verschlossen. Darin stehen ein Spinnrad ohne Spindel, ein Stickrahmen, eine Kleidertruhe und ein Notenständer mit Liedern. In einer Umgebung, die zur Rolle passt, macht SCP-137 keine Schwierigkeiten.
- Anrede „Hoheit“. Niemand widerspricht der Rolle. Unruhe soll gar nicht erst entstehen.
- Drei Mahlzeiten täglich, auf Porzellan und mit Stoffserviette. Der Körper der Prinzessin will versorgt sein wie jeder menschliche.
- Vor allem: kein Spielzeug im Umkreis von 500 m. Jedes Spielzeug ist ein möglicher neuer Körper, und kaum einer wäre so harmlos wie der jetzige. Der weiteste Wechsel, den jemand gesehen hat, lag bei 250 m; der Sperrkreis legt auf diesen Wert noch einmal dieselbe Strecke als Sicherheitszuschlag drauf. Jede Lieferung wird am Außentor durchleuchtet, gut einen Kilometer von der Zelle entfernt. Glücksbringer, Schlüsselanhänger mit Figuren und Werbegeschenke aus Plastik bleiben draußen, ebenso Schachfiguren, solange niemand weiß, ob sie zählen.
Beschreibung:
Aus dem Betreuungsbuch, Pfleger Arno Witt
Montag, 7:00. Frühstück. Sie lobt das Porzellan, als sähe sie es zum ersten Mal. Gestern hat sie dasselbe gesagt, Wort für Wort, und vorgestern auch. Was gestern war, behält sie nicht.
Montag, 12:15. Beim Mittagessen summt sie eines der Lieder vom Notenständer, wieder nur die erste Zeile. Laut meiner Strichliste das 412. Mal.
Dienstag. Die Forschung legt ihr Bildkarten vor: die Puppe im Karton, einen Plüschhasen, ein Nashorn. Zu jeder Karte erzählt sie freundlich eine Geschichte von Kutschen, Brunnen und einer Amme. Über sich selbst sagt sie nichts. Die Forschung hält das nicht für Verschweigen. Da denkt niemand, der etwas verschweigen könnte; sie spielt eine Figur, die sie nicht versteht.
Mittwoch. Kartenrätsel, dritte Woche. Sie sortiert nach Farbe statt nach Zahl, wie gestern und vorgestern, und erklärt die Audienz für beendet.
Donnerstag. Die Kontrolle am Außentor hat im Handschuhfach eines Lieferwagens eine Tigerfigur aus Plastik gefunden. Ich habe ihr nichts davon gesagt.
Nachtrag, warum ich mitspiele. In Stühle, Kissen oder Besteck fährt SCP-137 nicht, nur in Spielzeug. Fährt es in ein Spielzeug, wird daraus in Größe, Gestalt und Verhalten das, was es darstellt, und zwar so, wie ein Kind es sich ausmalt, nicht wie die Natur es gebaut hat. Ein Plastikdrache würde Feuer speien. Eine Gummischlange wäre giftig, ganz gleich, welche Art sie zeigt. Eine Prinzessin dagegen verlangt nur Frühstück.
Entdeckung und Bergung:
Die Puppe hat der Einsatzleiter ausgesucht, an einer Tankstelle an der Landstraße, eine halbe Stunde vor dem Abflug des Hubschraubers. Auf die Idee brachte ihn, was zuletzt draußen auf den Feldern im Netz gezappelt hatte: ein Feldhase mit den Knopfaugen eines Plüschtiers. Er nahm, was im Regal am harmlosesten aussah: eine Prinzessin der Marke ██████████, ohne Schwert und ohne Pferd.
Das Lagebild vor dem Einsatz war dünn: eine Wohnsiedlung, seit Wochen rätselhafte Todesfälle und seltsame Vorfälle, kein Muster. Brauchbar war allein die Aussage einer Nachtschwester, die auf dem Heimweg ein Nashorn über den Parkplatz eines Supermarkts hatte laufen sehen.
In der Kammer auf Standort-19 lagen der betäubte Hase und die Puppe. Am Morgen saß auf der Pritsche eine Prinzessin in Lebensgröße, eine erwachsene Frau im Ballkleid, und verlangte ihr Frühstück.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-137 von DrEverettMann and Arlecchino aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-137) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-137
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.