SCP-432 – Cabinet Maze (Schranklabyrinth)

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-432
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-432 – Cabinet Maze (Schranklabyrinth)
Abb. 1: SCP-432

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Die Tür bleibt offen. Während jeder Erkundung werden beide Flügel mit Stahlstreben festgestellt, ein Türposten hält Sprechkontakt. Fällt die Tür zu, reißt jede Verbindung nach drinnen ab, und beim nächsten Öffnen führt sie in einen anderen Abschnitt. Wer zurückbleibt, hat nur den Proviant, den er trägt; Verhungern gilt als wahrscheinlichstes Ende.
  2. Umkehr bei Rauschstufe 4 oder sobald die Hälfte des Lichts verbraucht ist, denn der Rückweg braucht ebenso viel. An jeder Abzweigung zeichnet der Trupp einen Pfeil aus Leuchtkreide, der zum Ausgang zeigt.
  3. Zwei Unterschriften. Eine Erkundung braucht die Zustimmung von mindestens zwei Personen der Freigabestufe 4. Frühere Erkundungen haben D-Klasse-Personal gekostet.
  4. Schlüssel unter Aufsicht. Er liegt in der ständig besetzten Wachstation nebenan und wird nur an zwei Personen zugleich ausgegeben. So öffnet niemand den Spind allein oder unbemerkt.
  5. Geschlossen ist er harmlos. Darum genügt ein gewöhnlicher Lagerraum: Schieberiegel vor, Vorhängeschloss in der Öse. Beides sitzt außen; von innen lässt sich nichts verriegeln.

Beschreibung:

Die Tiefe eines Trupps in SCP-432 misst die Foundation in Rauschstufen. Meter taugen dort nicht: Ferngesteuerte Geräte versagen im Schnitt nach 20 m, GPS und Mobiltelefon bleiben stumm, keine Erkundung findet die Gänge der letzten wieder (Regel 1), die Gesamtgröße ist unbekannt. Nur starker Funk reicht hinein, und je tiefer der Trupp kommt, desto mehr rauscht er.

Die Skala: klare Sprache (1), Knacken zwischen den Wörtern (2), Satzanfänge fehlen, die Kamera schickt nur Einzelbilder (3), nur vereinbarte Codewörter kommen durch (4), Rauschen (5).

Erkundung „Pfeil“, zwei Personen:

  • Stufe 1. Gleich hinter der Tür tropft es. Der Türposten nimmt die erste Probe entgegen: 3 °C kalt und trinkbar, aus einem undichten Rohr, das jemand an die Wand geschraubt hat. Woher Wasser und Strom kommen, ist unbekannt. Der Stahlgang hat genau den Querschnitt der Spindtür; nach zehn Metern sind die Handschuhe des Hintermanns rostrot, und nach drei Abzweigungen ist klar, dass dies in keinen Spind passt.
  • Stufe 2. Die Lampen an den Wänden werden seltener, einige glimmen nur noch. Der Trupp markiert jetzt jede Abzweigung doppelt.
  • Stufe 3. An einer Kreuzung ein Zinnlöffel, laut Labor aus dem 17. Jahrhundert. Daneben frische Kratzer im Rost, in Schulterhöhe. Sie werden SCP-432-1 zugeschrieben, einem großen Raubtier unbekannter Art, das man nur aus Spuren kennt.
  • Stufe 4. Umkehr nach Vorschrift, an den eigenen Pfeilen entlang zur offenen Tür.

Entdeckung und Bergung:

Den Anstoß gab eine Suchliste: Eine Tagesstätte für Wohnungslose in Großbritannien, ██████████, vermisste mehrere ihrer Gäste, die zuletzt in einem stillgelegten Stahlwerk übernachtet hatten. Dr. Edith Marlowe ging der Sache nach.

In einer Werkshalle fand sie das Lager der Vermissten, Decken und Taschen um einen mattgrünen Stahlspind mit zwei Türen, der in jeder Umkleide hätte stehen können. Auf einem Schlafsack lag ein Becher mit dem Aufdruck der Tagesstätte. Der Riegel außen war zurückgeschoben; abgesperrt hatte also niemand. Die Tür war hinter jemandem zugefallen.

Marlowe öffnete sie und ging nur so weit, dass sie die Halle im Rücken noch sah. Das Labor maß später 2 m Höhe, 1,2 m Breite, 1 m Tiefe. Gebaut wurde der Spind wohl kurz nach 1950; der Zinnlöffel aus seinem Inneren ist dreihundert Jahre älter. Wie beides zusammenpasst, weiß niemand. Die Habe der Vermissten ist verzeichnet und wird aufbewahrt, falls jemand nach ihnen fragt.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-432 von evilscary aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-432) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-432. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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