SCP-610 – The Flesh that Hates (Das Fleisch, das hasst)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-610
- Objektklasse
- Keter
- Freigabestufe
- 4/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026
Warnung: Diese Akte ist ab Freigabestufe 4 zugänglich. Jeder Zugriff wird protokolliert.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Nur Maschinen sehen hin. Beobachtet wird ausschließlich mit ferngesteuerten Robotern und Drohnen.
- Drei Meter. Wer einem Infizierten näher als drei Meter kam, wartet allein im eigenen Fahrzeug, bis eine Ärztin ihn per Drohne untersucht hat. Wer einen berührt hat, wird ohne Untersuchung getötet und verbrannt.
- Keine Wärme. Verdachtsfälle werden nicht gewärmt, auch nicht bei Frost. Wärme kann den Verlauf von Stunden auf Minuten verkürzen.
- Funkpflicht. Wer den Sperrgürtel passiert, meldet sich alle zehn Minuten. Fehlt eine Meldung, bleibt das Tor zu, bis eine Drohne nachgesehen hat. SCP-610 hat sich zuerst durch Schweigen angekündigt.
- Sperrgürtel. Um die befallenen Dörfer am Baikalsee zieht sich ein Ring aus Zäunen und Kameratürmen, mit Billigung der Regierung als Übungsgelände der Armee getarnt. Gestalten, die von innen auf den Ring zuhalten, werden aus größter Entfernung beschossen, bis sie sich nicht mehr bewegen, und dann mit Brandmunition verbrannt. Eindämmen lässt sich SCP-610 hier nicht, nur einschließen; der Ring hält nur, wenn er in beide Richtungen dicht ist.
Beschreibung:
Das Dienstbuch des Revierpolizisten von ██████████ holte ein Bergungsroboter Wochen nach dem letzten Eintrag aus dem verlassenen Revier. Es ist das einzige erhaltene Zeugnis eines Erkrankten. Auszug, übersetzt:
Mo., 6:40 Hof am Birkenweg meldet zwei Erntehelfer vermisst. Hinfahren.
Mo., 8:30 Helfer nicht gefunden. Bäuerin mit Ausschlag an Hals und Händen, kratzt sich ständig, bittet mitzukommen. Zum Wagen gestützt.
Mo., 10:45 Ärztin im Nachbardorf weiß nicht, was es ist. Bäuerin vorerst im Revier. Ihre Arme sind hart und weiß wie alte Narben.
Mo., 11:20 Meine Hände jucken. Revier kalt, Ofen angeheizt.
Mo., 12:05 Sie atmet nicht mehr. Bezirk angefunkt, schicken zwei Mann.
Mo., 12:08
Als die Foundation über verdeckte staatliche Kanäle hinzugezogen wurde, war ein Armeezug schon am Ortsrand wieder umgekehrt. Von den zwei Bezirksbeamten und dem Gesandten, den die Regierung ihnen nachgeschickt hatte, war seit Tagen nichts zu hören. Warum die Kette so lang wurde, zeigt das Dienstbuch: Die Bäuerin suchte Hilfe, der Polizist half.
Was danach geschieht, kennt die Foundation nur von Drohnenbildern. Sie zeigen zuerst das Ende: Dächer, Zäune und Brunnen unter einer blassen, gerippten Schicht, die von einer reglosen Gestalt in der Dorfmitte ausgeht. Die Gestalt hat dort Wurzeln geschlagen, vermutlich um den Ort für weitere Infizierte bewohnbar zu machen. Der Bewuchs selbst steckt nicht so an wie die Gestalten.
Gefährlich sind die Gestalten, die noch wandern. Ihr Narbengewebe bewegt sich von selbst und wuchert weiter; die menschliche Form zerfällt dabei ohne Muster: drei oder mehr zusätzliche Arme oder Beine, ein lang gezogener oder verbreiterter Kopf, aufgeplatzte Stellen, aus denen neue Fleischstränge wachsen. Seit dem kurzen Stillstand aller Lebenszeichen sind sie wacher und schneller als jeder Mensch. Bei erblindeten Gestalten gelten etwa 30 Meter als sicher; wer noch sieht, hält auf jeden Gesunden zu, den er entdeckt. Dieser Drang zur Ausbreitung begründet die Einstufung als Keter. Nicht jede Gestalt schlägt irgendwann Wurzeln.
Luft und Wasser gelten derzeit nicht als ernste Gefahr: Staub aus den dichtesten Zonen lässt viele Nährböden sauber, auf den übrigen zeigen sich erst nach Tagen Narbenflecken. Der eigentliche Weg bleibt die Berührung.
Unter den befallenen Siedlungen fand ein Bodenradar Gänge, die auf keiner Karte stehen. Den Ursprung von SCP-610 vermutet man in einem gescheiterten Vorhaben namens ██████████. Eine Kabeldrohne kam zweihundert Meter weit; ihre letzten Bilder zeigen Wände aus demselben blassen Bewuchs und Spuren, die alle abwärts führen.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-610 von NekoChris aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-610) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-610
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.